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Isang Enders: Bach-Suiten

Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Foto © workroomk
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Gödens | Schloss

7. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

ISANG ENDERS Violoncello

JOHANN SEBASTIAN BACH
Suite Nr. 1 G-Dur, BWV 1007
Suite Nr. 2 d-Moll, BWV 1008
Suite Nr. 6 D-Dur, BWV 1012

Zum Konzert

Johann Sebastian Bachs Cellosuiten werden oft als so etwas wie das größte Heiligtum der Celloliteratur verehrt, als der Olymp, den man erst nach einem langen erfahrungsreichen Cellistenleben erklimmen kann. Reich an Erfahrung waren die vier Jahre sicherlich, die Isang Enders als Cello-Konzertmeister bei der Staatskapelle Dresden (noch so ein Olymp) erlebte. Nicht lange nachdem er den Posten 2012 mit erst 24 Jahren wieder abgab, setze er sich hin und spielte alle sechs Bach-Suiten ein. Fesseln schon diese von der Kritik hymnisch gefeierten „Momentaufnahmen“, wie Enders sie bescheiden nennt, so versetzt er erst recht in seinen Bach-Konzerten weltweit das Publikum in höchste Verzückung.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Violoncello

Rasch hat sich der Cellist Isang Enders als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem extrem breiten Repertoire ständig unter Beweis stellt. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach auf CD und Schallplatte wird er als „reflektierter und hoch intelligenter junger Mann“ und als „ein wunderbarer Musiker“ wahrgenommen. „Bach hätte seine Freude an ihm.“ meint Radio Bremen. Auch Eleonore Büning beschreibt Isang Enders’ „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ führte.

Isang Enders hat im letzten Jahr zahlreiche Debüts um den ganzen Globus feiern können. So brachte er Unsuk Chins Cellokonzert mit Christian Vasquez nach Stavanger und mit Kwamé Ryan zum Orchestre Philharmonique de Radio France nach Paris. Darüber hinaus war er erstmals zugast beim Bach Festival in Montreal und im Australischen Melbourne. Den Sommer verbrachte Isang Enders beim Marlboro Music Festival in den USA und schloss mit einer Tournee in Südkorea und dem Beethoven-Zyklus mit dem Pianisten Sunwook Kim ab.

Isang Enders kam oft in den Genuss mit großen Dirigenten und Kammermusikpartnern auf den wichtigen Bühnen zu stehen. Er arbeitete mit Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung oder Eliahu Inbal und war als Solist im Wiener Musikverein, im Prager Rudolphinum und im Konzerthaus Berlin ebenso, wie bei den großen Festivals von Rheingau, Schleswig-Holstein, Paris und Montreal. Als besonders inspirierend kann man dazu die langjährigen Bindungen mit den Pianisten Igor Levit, Kit Armstrong und Sunwook Kim beschreiben.

Hören wird man Isang Enders dieses Jahr zum ersten Mal in der Royal Festival Hall in London mit dem Philharmonia Orchestra und Werken von Ligeti, Boulez und Salonen. Außerdem führt sein Weg zu Debüts nach Tokyo und Osaka mit dem gesamten Zyklus der Bachsuiten, wie auch Ljubljana oder Tongyeong, der Geburtsstadt von Isang Yun mit einem Cellokonzert von Bruno Mantovani unter Leitung von Christoph Eschenbach. Darüber hinaus trifft Isang Enders sich wieder mit Igor Levit beim Festival Heidelberger Frühling und kehrt zurück zum Orchestre Philharmonique nach Paris und mehrfach zum Seoul Philharmonic Orchestra, unter anderem für die koreanische Erstaufführung von Dutilleux’ Cellokonzert.

1988 in Frankfurt am Main geboren, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell.

Isang Enders spielt auf einem Instrument von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1840 und ist Künstler der Labels Berlin Classics und SONY Music Entertainment.