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„VIELHARMONIE” Kammerkonzert

Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
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Emden | Neue Kirche

23. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

„VIELHARMONIE“

Dmitri Schostakowitsch Klavierquintett g-Moll op. 57
Ernest Chausson Konzert D-Dur op. 21 für Violine, Klavier und Streichquartett

PHILIPPE GRAFFIN Violine
IWAN KÖNIG Klavier
FRANZ KUO-CHANG CHIEN Violine
JOHANNES STRAKE Violine
ERIK WENBO XU Viola
XIAOLU LI  Violoncello

Zum Konzert

Dmitri Schostakowitschs Klavierquintett gilt als bedeutendster Beitrag zu dieser Gattung im 20. Jahrhundert und begeistert durch seine Bandbreite von Bachscher Strenge, über lyrische Passagen bis zu burleskem Über-die-Strängeschlagen.  Der international gefeierte Geiger Philippe Graffin ist ein Enkelschüler des großen Eugène Ysaÿe, für den Ernest Chausson 1889 sein Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett komponierte, eine faszinierende und hochromantische Klangchimäre aus Solokonzert und Klavierquintett, für dessen Interpretationen es sechs erstklassiger Solisten bedarf.

kultureller Streifzug

Die Johannes a Lasco Bibliothek in Emden – Führung
Die Johannes a Lasco Bibliothek ist ein musealer Raum: In der Ruine der ehemaligen Moederkerk Emdens finden sich zahlreiche Exponate aus der Geschichte des reformierten Protestantismus. In kleinen Kabinetten werden zudem Sonderausstellungen dargeboten, zum Beispiel Abendmahlsgeräte ostfriesischer Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen oder auch herausragende Schätze aus dem Buchbestand der Bibliothek selbst.

Treffpunkt: Johannes a Lasco Bibliothek, Kirchstraße 22, 26721 Emden
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Johannes Strake | Foto © Denise Biffar
Johannes Strake | Foto © Denise Biffar
Johannes Strake (Violine)

Der 27-jährige Geiger Johannes Strake erhielt seine musikalische Ausbildung von Herbert Gill (Musikschule Landshut), Ingolf Turban (Hochschule für Musik und Theater München) und Alexander Janiczek (Guildhall School of Music and Drama London). Seit dem Sommersemester 2014 studiert er bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin. Zudem besuchte er Meisterkurse bei Heime Müller, Thomas Brandis, Roman Nodel und Mi-Kyung Lee. Johannes Strake ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, unter anderem des Ibolyka-Gyarfas-Violinwettbewerbs, des Johannes-Brahms-Wettbewerbs und des Vasco-Abadjiev-Violinwettbewerbs. Außerdem wurde er im Sommer 2013 in die Akademie des Zermatt-Festivals aufgenommen, das das Scharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker veranstaltet. Johannes Strake war Konzertmeister der Deutschen Streicherphilharmonie unter Michael Sanderling und der Jungen Deutschen Philharmonie. Derzeit spielt er als stellvertretender Konzertmeister in der NDR Radiophilharmonie Hannover. Im August wird er im NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg sein Probejahr als stellvertretender Stimmführer der zweiten Geigen beginnen. Johannes Strake spielt auf einer modernen Geige von Julia Maria Pasch aus dem Jahr 2016.

Philippe Graffin, Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Violine

Der Geiger Philippe Graffin  hat mit seinen Interpretationen des französischen Repertoires internationale Maßstäbe gesetzt. Als einer der wenigen Studenten von Josef Gingold, der selbst Schüler von Ysaye war(dem fast alle der Violinwerke der damaligen Zeit gewidmet waren) ist dies vielleicht sogar „natürlich“. Philipp Graffin machte seine ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin als Dirigenten und dem Royal Philharmonic Orchetra. Seither hat er viele weit beachtete Einspielungen (inklusive vieler Uraufführungen) auf den Markt gebracht, die ihn als interessanten und hinterfragenden Künstler zeigen. Er hat verschiedene (original eingerichtete Werke)  wiederentdeckt, darunter Chaussons Poème für eine kleine Besetzung  und  eine Version von Ravels Tzigane .Auch hat er völlig vergessenen Werken wieder zur Anerkennung verholfen, darunter das Violinkonzert von Gabriel  Fauré und ein Violinkonzert der englischen Komponisten Coleridge Taylor.  Beide  Konzerte spielte er bei den BBC Proms und nahm sie auch auf CD auf. Die Liste der Einspielungen (bei  Hyperion Records)  von Philippe Graffin ist lang und umfasst auch das Gesamtwerk von Chausson. Philippe Graffin ist Gründer und künstlerischer Leiter des „Consonances“ Kammermusikfestivals in St. Nazaire. Er spielt eine Domenico Busano Geige , die aus dem Jahre 1730 ist und in Venedig gefertigt wurde

Erik Wenbo Xu © Karsten Gleich
Erik Wenbo Xu © Karsten Gleich
Erik Wenbo Xu | Viola

Erik Wenbo Xu, geboren in der V. R. China, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort schloss er im Jahr 2006 seine Künstlerische Ausbildung für Viola bei Prof. G. Teuffel und Kammermusik beim Melos Quartett mit Auszeichnung und im Frühjahr 2009 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Erik Wenbo Xu ist mehrfacher Preisträger nationaler Wettbewerbe in China, Stipendiat des DAAD, Villa musica, Schubertiade und wurde in die Europäische Streicherakademie Bonn aufgenommen. Wesentliche künstlerische Impulse erhielt Erik Wenbo Xu insbesondere durch Eberhard Feltz, Franz Beyer, Wolfram König und andere.

Solo- und Kammermusikkonzerte führen ihn ins europäische Ausland und Asien. Regelmäßig wird er von Internationalen Musikfestivals eingeladen. Als Solist trat er mit dem Stuttgarter Kammerorchester, Brenzhaus Kammerorchester, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz oder Philharmonisches Orchester Kiel auf. Erik Wenbo Xu spielte zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Konzertmitschnitte ein und wirkte an Fernsehproduktionen mit. Von 2001 bis 2007 war er Mitglied des Jade Quartetts und erhielt mit dem Ensemble den 1. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb Frankfurt 2004, den Iris-Marquart Preis und beim „The 5th Japan Osaka International Chamber Music Competition 2005“ den 3. Preis.

Erik Wenbo Xu war Mitglied der Dresdner Philharmonie, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Philharmonischen Orchester Kiel als Solo-Bratscher. Seit 2011 ist Erik Xu stellvertretender Solo-Bratscher beim NDR Sinfonieorchester Hamburg.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.