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„1917 – SCHICKSALSJAHR“: Philippe Graffin & Iwan König

Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
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Arle | Kirche

13. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„1917 – SCHICKSALSJAHR“

Jean Sibelius Mazurka op 81,1 (1917)
Jean Sibelius Berceuse op 79,6 (1917)
George Enescu „Hora Unirii“ (1917)
Ottorino Respighi Sonate (1917)
Leos Janácek Sonate (1917)
Claude Debussy „Minstrels“, „Il pleure dans mon coeur“, „Clair de lune“ (1917)
Claude Debussy Sonate (1917)

PHILIPPE GRAFFIN Violine
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Der Ausdruck „Schicksalsjahr“ läuft leicht Gefahr, durch inflationären Gebrauch abgegriffen zu wirken. Doch ganz sicher trifft er auf das Jahr 1917 zu, in dem Russland eine – die – Revolution erlebte und von dem ab der Wahn des Weltkrieges noch ein Jahr andauern sollte, obwohl allen Beteiligten dessen Sinnlosigkeit vor Augen stand. Und doch wurde Musik gemacht. Bereits 1915 hatte Claude Debussy an Igor Strawinsky geschrieben: Vor der Schönheit die Fenster zu schließen ist widersinnig und erstickt den wahren Sinn des Lebens. Aber man muß die Augen und Ohren wieder offen halten, wenn der Lärm der Kanonen verstummt ist! Der Pianist Iwan König und der international gefeierte Geiger Philippe Graffin präsentieren ein Programm mit Werken des Jahres 1917 von Komponisten aus fünf Ländern. Momentaufnahmen, zum Trost, zum Trotz.

kultureller Streifzug

Kirche Nesse – Führung
Nach einer Stabkirche aus Holz wurde die Kirche im 12. Jahrhundert als vierjochiger, flachgedeckter Apsissaal aus Eifeltuff erbaut, 1493 mit Backstein erhöht und durch ein Querjoch und bündigen Chor mit vier Fenstern vergrößert. Innen befindet sich ein dreibogiger Lettner. Darunter ist eine Lepraspalte (Hagioskop) erhalten, auf der seit 1617 die Orgel steht. Sehenswert ist der figurenreiche romanische Taufstein.

Treffpunkt: Kirche Nesse, Neudorfer Weg, 26409 Wittmund
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Philippe Graffin, Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Violine

Der Geiger Philippe Graffin  hat mit seinen Interpretationen des französischen Repertoires internationale Maßstäbe gesetzt. Als einer der wenigen Studenten von Josef Gingold, der selbst Schüler von Ysaye war(dem fast alle der Violinwerke der damaligen Zeit gewidmet waren) ist dies vielleicht sogar „natürlich“. Philipp Graffin machte seine ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin als Dirigenten und dem Royal Philharmonic Orchetra. Seither hat er viele weit beachtete Einspielungen (inklusive vieler Uraufführungen) auf den Markt gebracht, die ihn als interessanten und hinterfragenden Künstler zeigen. Er hat verschiedene (original eingerichtete Werke)  wiederentdeckt, darunter Chaussons Poème für eine kleine Besetzung  und  eine Version von Ravels Tzigane .Auch hat er völlig vergessenen Werken wieder zur Anerkennung verholfen, darunter das Violinkonzert von Gabriel  Fauré und ein Violinkonzert der englischen Komponisten Coleridge Taylor.  Beide  Konzerte spielte er bei den BBC Proms und nahm sie auch auf CD auf. Die Liste der Einspielungen (bei  Hyperion Records)  von Philippe Graffin ist lang und umfasst auch das Gesamtwerk von Chausson. Philippe Graffin ist Gründer und künstlerischer Leiter des „Consonances“ Kammermusikfestivals in St. Nazaire. Er spielt eine Domenico Busano Geige , die aus dem Jahre 1730 ist und in Venedig gefertigt wurde

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.

Spielstätte