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BLÄSERQUINTETT: „Die Zauberflöte“

Sebastian Manz | Foto: Marco Borggreve
Sebastian Manz | Foto: Marco Borggreve
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Marienhafe | Kirche

21. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„DIE ZAUBERFLÖTE“
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Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“
Carl Nielsen Bläserquintett op. 43
Wolfgang Amadeus Mozart Arien aus den Opern „Don Giovanni“, „Le nozze di Figaro“, „La clemenza di Tito“ und „Die Zauberflöte“
Jean Francaix Bläserquintett Nr. 1 E-Dur
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SEBASTIAN MANZ Klarinette
N.N. Oboe
MAGALI MOSNIER Flöte
MARC TRENEL Fagott
DAVID FERNANDEZ ALONSO Horn
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Zum Konzert

Ein wahrer „Musikalischer Spaß“ ist das Konzertprogramm, das der Ausnahme-Klarinettist Sebastian Manz mit Freunden, allesamt erste Preisträger beim internationalen ARD-Musikwettbewerb und international aktive Bläsersolisten, präsentiert. Dabei erklingt zwar nicht Mozarts Werk mit eingangs genanntem Titel, doch sind getreu der Maxime Gute Opern zu hören, versäume nie (Robert Schumann) Auszüge aus seinen Opern in raffinierten Arrangements zu erleben. Carl Nielsen gilt als der große Sinfoniker Dänemarks. Gleichwohl hat er zahlreiche Kammermusikwerke geschrieben, sein 1922 entstandenes Bläserquintett ist die bekannteste dieser Kompositionen. Jean Françaix begann sein Komponistenleben im Zeitalter von Atonalität, Zwölftonmusik und serieller Schreibweise. Er blieb davon jedoch gänzlich unberührt schrieb Musik pour faire plaisir. Was ihm trefflich gelang – kein Hörer seiner geistreichen und schalkhaften Musik kann sich eines Schmunzelns erwehren.

kultureller Streifzug

GNADENKIRCHE TIDOFELD – Führung
Auf dem Gelände eines der größten Flüchtlingslager Nordwestdeutschlands wird im Norder Ortsteil Tidofeld an die schweren Jahre der Integration mit allen Licht- und Schattenseiten erinnert. In der Dokumentationsstätte kommen Betroffene in Zeitzeugeninterviews selber zu Wort. Exponate, die häufig den langen Fluchtweg begleiteten, illustrieren das Erzählte. Ein Wandfries mit Daten und Fakten, sowie ein Modell des Flüchtlingslagers Tidofeld lassen die Dimensionen des Lagerlebens erahnen.

Treffpunkt: Dokumentationsstätte Tidofeld, Donaustr. 12, 26506 Norden
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Magali Mosnier | Foto ® wildundleise.de
Magali Mosnier | Foto ® wildundleise.de
Magali Mosnier | Flöte

Magali Mosnier ist Soloflötistin des Orchestre Philharmonique de Radio France. Als Solistin folgt sie regelmäßig Einladungen anderer Orchester wie Konzerthaus Orchester Berlin, Nürnberger Philharmoniker, Stuttgarter Philharmoniker, Deutsche Radio Philharmonie, Mahler Chamber Orchestra, Dresdner Kapellsolisten, Philharmonia Prag, I Musici di Roma, Kammerakademie Potsdam und Münchner Kammerorchester.

Konzertauftritte führen sie in wichtige Musikzentren und zu Festivals wie Salzburger Festspiele, Rheingau Musik Festival, Les Folles Journées, Budapest Spring, Salzburger Mozarteum, Théâtre des Champs Elysées, Musikverein Wien, Festspielhaus Baden-Baden, Konzerthaus Dortmund, Konzerthaus und Philharmonie Berlin, Kölner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Stadtcasino Basel, Hamburger Laeiszhalle, Münchner Herkulessaal und Prinzregententheater. Im Sommer 2014 spielte sie zwei umjubelte Konzerte bei Mostly Mozart in New York gemeinsam mit Xavier de Maistre unter Louis Langrée. Mozarts Doppelkonzert für Flöte und Harfe ist mit den beiden Solisten bei Sony Classical mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Ivor Bolton erschienen. Gemeinsame Konzerte mit der Academy of St. Martin in the Fields folgten in Deutschland und Österreich.

2015 hat Sony Classical Magali Mosniers dritte CD veröffentlicht. Zusammen mit dem Münchener Kammerorchester hat sie Mozarts Flötenkonzerte eingespielt. Auf ihrer vorherigen CD präsentierte sie die Flötenkonzerte von Bach mit dem Stuttgarter Kammerorchester. Der französischen Flötenliteratur widmete sie sich auf ihrer ersten CD gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Als begehrte und begeisterte Kammermusikerin konzertiert sie mit Künstlern wie Renaud und Gautier Capuçon, Antoine Tamestit, Xavier de Maistre, Isabelle Moretti, Eric Le Sage, Martin Stadtfeld, Nicholas Angelich, Nicolas Altstaedt, dem Quatuor Ebène sowie den Schlagzeugern des Orchestre de Paris.

Ihr großes Interesse an zeitgenössischer Musik brachte sie mit einigen der führenden französischen Komponisten wie Bruno Mantovani, Pierre Boulez, Eric Tanguy, Thierry Pécou, Jaques Lenot sowie dem deutschen Komponisten Matthias Pintscher zusammen.

Im September 2004 erhielt die charmante Französin den ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD München. Sie ist zudem Preisträgerin anderer namhafter internationaler Flöten-Wettbewerbe (Jean-Pierre Rampal- und Leonardo de Lorenzo-Wettbewerbe). Ihre Ausbildung erhielt Magali Mosnier am Conservatoire National Supérieur de Paris in der Klasse von Pierre-Yves Artaud.

Sebastian Manz Photo: Marco Borggreve
Sebastian Manz © Marco Borggreve
Sebastian Manz | Klarinette

Die Medien begeistert Manz als ein Musiker, „der Melodien und Töne mit einer Beweglichkeit in Farbe und Nuancen vor sich her schiebt als wären es Bälle, die es galant zu jonglieren gilt…” (SZ). Seine „überwältigende Musizierlust [verbindet] sich mit technischer Perfektion“ (WAZ). Und die RHEINISCHE POST schreibt zu seiner CD In Rhythm:„…es swingt und fetzt, labt und weint, dass man nicht genug davon bekommen kann…“.

Den großen Durchbruch bescherte ihm 2008 der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München: Dort erhielt er neben dem seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette auch den begehrten Publikumspreis sowie drei weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hatte er mit seinem Klavierpartner Martin Klett als „Duo Riul“ auch den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Mit zwei ECHO Klassik-Auszeichnungen gehört Sebastian Manz zu den gefragtesten Solisten und Kammermusikern seiner Generation. Seit 2010 ist er Soloklarinettist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR.

Neben internationalen Reisen nach Japan, Brasilien und Portugal gastiert Sebastian Manz in der Saison 2015/2016 als „Artist in Residence“ bei der Philharmonie Baden-Baden. Zudem debütiert er bei den Hamburger Symphonikern und folgt einer erneuten Einladung der Bergischen Symphoniker, mit denen er erstmals das als unspielbar geltende Klarinettenkonzert von Magnus Lindberg aufführen wird. Mit seinem Klavierpartner Martin Klett konzertiert er unter anderem in Salzburg, Stuttgart und Kiel.

Als Solist war Sebastian Manz bisher beim Rheingau Musik Festival, bei den Weilburger Schlosskonzerten, beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, bei der Dresdner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus und beim Berner Symphonieorchester zu hören, ging auf Tournee mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie dem Dogma Chamber Orchestra und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Sir Roger Norrington, Mario Venzago, Cornelius Meister, Eric Solen, Antonio Mendez, John Axelrod, Eugen Tzigane und Ruben Gazarian zusammen. Kammermusikalisch war er gern gesehener Gast beim Beethovenfest Bonn, beim Mozartfest in Würzburg, beim Heidelberger Frühling, beim Festival “Spannungen” in Heimbach, im Festspielhaus Baden-Baden, im Concertgebouw Amsterdam und im Mozarteum Salzburg. Zu seinen musikalischen Partnern zählen unter anderem Herbert Schuch, Veronika Eberle, Daniela Koch, Ramón Ortega Quero, das Danish String Quartet, das Dover Quartet und das Lotus String Quartet. Für drei Jahre war er in der Reihe “Junge Wilde” des Konzerthauses Dortmund engagiert, welche er mit einem spektakulären Konzert im Dezember 2014 abschloss.

Eine Diskografie von aktuell 9 CDs zeigt eindrucksvoll seine musikalische Vielseitigkeit und besticht mit außergewöhnlichen Programmen von Standardwerken und Raritäten.

Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Mit sechs Jahren singt er im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette, die ihn seit Anhören von Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.

Sebastian Manz engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School”.