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GAZAROV TRIO: „Von Gershwin bis Gazarov“

David Gazarov Trio | Foto © David Gazarov
David Gazarov Trio | Foto © David Gazarov
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Gristede | Gut Horn

27. Juni 2017
20:00 Uhr

Programm

„VON GERSHWIN BIS GAZAROV“

Erstklassiger Jazz mit klassischen Paraphrasen: … lyrisches Klangempfinden, atemberaubende Virtuosität und innovative Improvisationskraft …

DAVID GAZAROV Piano
MINI SCHULZ Kontrabass
MEINHARD „OBI“ JENNE Drums

Zum Konzert

Ob Gershwin, Bach, Chopin, ein Jazzstandard oder die Eigenkompositionen von David Gazarov … Bei diesem Trio schmelzen die musikalischen Welten zu etwas zusammen, das von wunderbarem Ausdruck und musikalischer Interaktion geprägt ist und das Herz des Publikums im Sturm erobert.

2013 hat David Gazarov mit dem Kontrabassisten Mini Schulz  und dem Schlagzeuger Obi Jenne musikalische Partner gefunden, die zu den Besten ihres Fachs gehören und wie er über die Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten aus Jazz und Klassik verfügen.

„Eine riesige Wundertüte: atemberaubende Technik, Anschlagsfinesse, Klangfarbenvielfalt, Einfallsreichtum und sagenhaft viel Gefühl, kreative Geniestreiche… das ist manchmal so, als würden Art Tatum und Vladimir Horowitz zusammen im Orient Urlaub machen.“ Jazzethik

 

kultureller Streifzug

Kneipp-Bauerngarten-Paradies
Entlang einer 100 Jahre alten Buchenhecke gelangt man in einen 1 Hektar großen Garten mit altem Baumbestand und vielseitiger Gestaltung. Farbenfrohe Blumenbeete und Rankbepflanzungen, unterbrochen durch weite Rasenflächen, führen zu einem formalen Buxus-Bauerngarten mit verschiedenen Stauden.Ein Gemüse,- Kräuter- und Obstgarten gehören ebenso dazu wie eine Teichanlage und ein Rosengarten mit Pavillon.

Treffpunkt: Alter Mühlenweg 26, 26215 Wiefelstede-Bokel
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Mini Schulz | Foto © Obi Jenne
Mini Schulz | Foto © Obi Jenne
Mini Schulz | Kontrabass

Seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn zum einen Bassist in Orchester- und Kammermusik und zum anderen aktiv in Jazz und Pop. Studium in Stuttgart bei Ulrich Lau. Weiterführende Studien bei Ludwig Streicher, Gary Karr, Niels-Henning Øersted Pedersen und Ron Carter in Wien, Kopenhagen und New York. E-Bass bei Alphonso Johnson und Abe Laboriel. Nach Engagements beim RSO Stuttgart und als Solobassist beim WKO Heilbronn, von 1993 bis 2006 als Bassist und Manager beim Stuttgarter Kammerorchester.

Seit 2006 spielt er als Solobassist im Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und bei verschiedenen Barockensembles. Er spielte mit Laurie Anderson, Stephane Grapelli, Les McCann, der SWR Big Band, den Pointer Sisters, Dino Saluzzi, Kathie Melua, Lou Reed, Till Brönner, Steve Gadd, Giora Feidmann, Chris Thomson. In den letzten Jahren arbeitet er intensiv mit Nina Corti, Wolfgang Dauner, Paul Kuhn, Daniel Schnyder, Max Greger, Saltacello und dem Peter Lehel Quartett. Seit 2002 ist er Bandleader für die Sängerin Helen Schneider. Gründer des „Popbüro Region Stuttgart“ und von 2003 bis 2007 künstlerischer Leiter und Initiator der Reihe „Jazz für Kinder“ in Stuttgart (2003).  Er ist Vorsitzender des Jazzfördervereins „Jazzcom e.V.“ und seit 2006 Gründer und Geschäftsführer des BIX-Jazzclub gGmbH in Stuttgart. Seit 2008 Gesellschafter der Firma Opus GmbH und Mitglied der künstlerischen Leitung der Festivals „jazzopen“ und „Boomtown“. Seit 2010 stellv. Vorstand des Jazzverbands Baden-Württemberg. Er unterrichtet seit 1997 an der Musikhochschule Stuttgart, wird 2006 als Professor für die Leitung des Studiengangs „Pop“ berufen.

Meinhard "Obi" Jenne | Foto © Gerald Dietze
Meinhard "Obi" Jenne | Foto © Gerald Dietze
Meinhard “Obi” Jenne | Schlagzeug
Geboren in Heidelberg, begann er sehr früh, sich für das Schlagzeug zu interessieren. Bereits als 9-jähriger wirkte er bei einer Schallplattenaufnahme mit. Nachdem er während seiner Kindheit und Jugend eine intensive Ausbildung genoss, was die Fertigkeit sämtlicher Schlaginstrumente ebenso wie das Klavierspiel betrifft, nahm er 1988 als 17-jähriger an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen sein Studium des klassischen Schlagzeugspiels auf. Während der Zeit an der Hochschule war Obi Jenne parallel zu seinem Studium an Produktionen mit nahezu allen Radio-Sinfonieorchestern Deutschlands, dem Ensemble Modern, German Brass beteiligt und jeweils ein Jahr fest im Nationaltheater Mannheim und als Akademist bei den Berliner Philharmonikern tätig.
Sein Interesse für Jazz- und Groove-Musik ist vor allem eng mit dem Ereignis verknüpft, dass Jenne als 12-jähriger zwei musikalische Tage mit Elvin Jones verbringen durfte. Dieser unbeschreibliche Eindruck, den diese gemeinsame Zeit mit dem brillanten Jones hinterlassen hat, hat Obi Jenne bis heute derart geprägt, dass das interaktive Spiel in einer Band die für ihn höchste musikalische Erfüllung bedeutet.
Instrumental beweist er seine Interaktivität im Zusammenspiel mit bspw. den German Jazz Masters, mit Wolfgang Dauner, Klaus Doldinger, Manfred Schoof und Wolfgang Schmid, aber auch mit seinem seit 15 Jahren bestehen
den Musikerkollektiv „Band in the BIX“. Bei diesem Projekt bringt er renommierte Jazzmusiker des Landes zu den verschiedensten, themenbezogenen Programmen zusammen.
In außerordentlich umfangreicher Besetzung präsentiert Obi Jenne im Jahr 2009 das „Stuttgart Jazz Orchestra“, welches zum einen Kompositionen und Arrangements der ansässigen Komponisten uraufführt, zum anderen gemeinsam mit Wolfgang Dauner die Originalarrangements des United Jazz- & Rock-Ensemble interpretiert. 2014 kommt das David Gazarov Trio zusammen, ein Jazztrio, das mit dem Projekt Bachology einen neuen, aktuellen Blick auf die Werke J.S. Bachs wirft.
Ein weiteres „Steckenpferd“ ist für Obi Jenne die Zusammenarbeit mit stimmlichen Talenten und er ist stolz darauf, seit sechs Jahren neben Jo Ambros und Mini Schulz fester Bestandteil von Helen Schneiders Band zu sein. Aus dieser besonderen Zusammenarbeit entsteht ein künstlerisches Erlebnis, welches mit seinen stilübergreifenden Arrangements zu den Höhepunkten der aktuellen Konzertwelt gehört.
Jenne wirkte bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit und spielte oder spielt immer noch mit Musikern wie: Art Farmer, Jimmy Woode, Benny Golson, Ack van Rooyen, Chuck Berry, Xavier Naidoo, Imaani Saleen, Pointer Sisters, Les McCann, Janice Dixon, Cécile Verny, dem Klaus Graf Quartett mit Olaf Polziehn, Max Greger Jr., Anna-Maria Kaufmann, David Gazarov Trio, Bill Ramsey, Kenny Wheeler, Katie Melua, Till Brönner, Chaka Khan und vielen mehr.
Jenne ist Gründungsmitglied von Band in the BIX, ACF (Kosho, Joo Kraus), Hoppel Hoppel Rhythm Club (für dieses Projekt erhielt er zusammen mit seinen Kollegen den Preis der deutschen Schallplattenkritik) und The Wright
Thing sowie künstlerischer Leiter der Porsche Big Band Stuttgart. Ebenso ist er der Schlagzeuger des vielbeachteten Erich-Kästner-Projektes mit Walter Sittler.
David Gazarov | Foto © David Gazarov
David Gazarov | Foto © David Gazarov
David Gazarov | Jazz-Klavier

Der in Jazz und Klassik ausgebildete und in Zagreb lebende Musiker David Gazarov gehört inzwischen zu den beeindruckendsten Pianisten seiner Generation und verblüfft immer wieder durch seine Innovations- und Ausdruckskraft, atemberaubende Virtuosität und seine Anpassungsfähigkeit an andere Stile. Letzteres macht aus David Gazarov einen im wahrsten Sinne des Wortes einzigartigen Musiker, der wie kaum ein anderer die beiden oft konträren Welten Klassik und Jazz zu vereinen vermag. Für den einen Kritiker ist er der neue Friedrich Gulda, für den anderen Vladimir Horowitz und Art Tatum in einem. Martin Drew, der 30 Jahre lang Oscar Peterson’s Drummer war, nannte David Gazarov „Derjenige, der Oscar Peterson am nächsten ist”. Bis zu seinem Tod im Jahre 2011 spielte Martin Drew immer wieder mit David Gazarov.

Zahlreiche Auszeichnungen aus seiner Studienzeit in Moskau, darunter erste Preise beim Wettbewerb der UDSSR zeugen vom ungewöhnlichen Talent des in Baku, Aserbaidschan geborene Pianisten. Wie seine berühmte Kollegin Aziza Mustafa Zadeh studierte er bei der Schostakowitsch‘ Schülerin Elmira Nasirowa klassisches Klavier und Komposition. Bei seinem Vater aber, der eine Big Band leitete, lernte David schon sehr früh Jazz. Jazz war damals offiziell verboten, sodass es viel Mut und Einfallsreichtum brauchte, um Stücke von Dizzy Gillespie oder Miles Davis aufzuführen. Es gab damals auch keine Schallplatten zu kaufen. Der junge David hörte heimlich die Sendung Voice of America im Radio und spielte die Jazzstücke nach Gehör nach. Nach der Auflösung der Sowjetunion ging David Gazarov nach Moskau, wo er in der renommierten Talentschmiede Gnessin-Institut sein Musikstudium fortsetzte und beendete.

David Gazarov konzertierte regelmäßig mit internationalen Jazzgrößen wie Chuck Israels, Bill Goodwin, Alvin Queen, Niels-Henning Orsted Pedersen, Charlie Antolini, Jiggs Whigham und Keith Copeland. Soloauftritte führten ihn zum Montreux Jazz-Festival oder den Jazz-Open Stuttgart. Er erhielt aber auch Einladungen zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth, dem Würzburger Mozartfest und dem von Daniel Barenboim ausgerichteten Internationalen Kammermusikfestival in Jerusalem. Von den zahlreichen CD-Aufnahmen des Pianisten bestechen vor allem Mad Clown’s Dreams und Black Vision mit vorrangig eigenen Kompositionen und das für den Bayerischen Rundfunk geschriebene Crossover-Feuerwerk Don Giovanni Bad Boy mit Beatrice Richter. Die CD Chopin Lounge (Sony) mit den Klazz Brothers fand bis ins fernen Japan sehr große Beachtung und stand dort wochenlang als Verkaufsschlager in den Klassik-Charts.

„Eine riesige Wundertüte: atemberaubende Technik, Anschlagsfinesse, Klangfarbenvielfalt, Einfallsreichtum und sagenhaft viel Gefühl, kreative Geniestreiche … das ist manchmal so, als würden Art Tatum und Vladimir Horowitz zusammen im Orient Urlaub machen“ (Jazzthetik)