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„FREI ABER EINSAM“: Isang Enders & Frank Dupree

Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Foto © workroomk
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Reepsholt | Kirche

19. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„FREI ABER EINSAM“

Clara Schumann „Drei Romanzen“ für Violine, op. 22
Johannes Brahms Scherzo aus der „F.A.E.-Sonate“
Johannes Brahms Violinsonate Nr. 3, op. 108
Robert Schumann Violinsonate Nr. 2, op. 121
(alle Werke  für Cello und Klavier arrangiert von Isang Enders)

ISANG ENDERS Violoncello
FRANK DUPREE Klavier

Zum Konzert

Enge Musikerfreundschaften hat es immer gegeben, man denke an Bach und Telemann oder Mozart und Haydn. Selten jedoch bildeten diese Freunde eine so „verschworene Gemeinschaft“ wie der Geiger Joseph Joachim mit den Komponisten Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann. Und so mutet ein Konzertprogramm mit Violinwerken dieser drei Komponisten, subtil für Cello gesetzt, wie ein kleines Familientreffen an.

Isang Enders wurde mit 20 Jahren Erster Solocellist der Staatskapelle Dresden, gab die Stelle jedoch nach vier Jahren wieder auf. Seitdem ist er als gefragter Solist weltweit unterwegs, von London bis Paris, von Seoul bis Montreal, wobei er mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, oder Eliahu Inbal zusammenarbeitete.

Frank Dupree, von der Pianisten-Legende Emanuel Ax als „außergewöhnlicher, empfindsamer und enorm interessanter Künstler“ gepriesen, begeistert mit seiner ausgefeilten Technik und seinem farbigen Spiel Publikum und Presse gleichermaßen.

kultureller Streifzug

Garten der Vielfalt
Der 3700 Quadratmeter große Garten bietet neben einem alten Baumbestand Platz für viele seltene Gehölze, die im Herbst mit ihrer Färbung und Frucht das Gartenjahr verlängern. In dem Sammlergarten finden Gartenfreunde, was das Herz begehrt. Unterschiedlichste Gräser und Farne passen sich ebenso schön in das Gartenbild ein, wie unzählige verschiedene Hosta, Taglilien oder Elfenblumen. Mächtiger Bambus fehlt hier eben so wenig, wie besondere Helleborus, Sedumarten und Orchideen. Alle möglichen Kletterpflanzen haben die Bäume erobert.

Treffpunkt: Moorstricher Weg 3, 26446 Friedeburg-Etzel
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Violoncello

Rasch hat sich der Cellist Isang Enders als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem extrem breiten Repertoire ständig unter Beweis stellt. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach auf CD und Schallplatte wird er als „reflektierter und hoch intelligenter junger Mann“ und als „ein wunderbarer Musiker“ wahrgenommen. „Bach hätte seine Freude an ihm.“ meint Radio Bremen. Auch Eleonore Büning beschreibt Isang Enders’ „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ führte.

Isang Enders hat im letzten Jahr zahlreiche Debüts um den ganzen Globus feiern können. So brachte er Unsuk Chins Cellokonzert mit Christian Vasquez nach Stavanger und mit Kwamé Ryan zum Orchestre Philharmonique de Radio France nach Paris. Darüber hinaus war er erstmals zugast beim Bach Festival in Montreal und im Australischen Melbourne. Den Sommer verbrachte Isang Enders beim Marlboro Music Festival in den USA und schloss mit einer Tournee in Südkorea und dem Beethoven-Zyklus mit dem Pianisten Sunwook Kim ab.

Isang Enders kam oft in den Genuss mit großen Dirigenten und Kammermusikpartnern auf den wichtigen Bühnen zu stehen. Er arbeitete mit Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung oder Eliahu Inbal und war als Solist im Wiener Musikverein, im Prager Rudolphinum und im Konzerthaus Berlin ebenso, wie bei den großen Festivals von Rheingau, Schleswig-Holstein, Paris und Montreal. Als besonders inspirierend kann man dazu die langjährigen Bindungen mit den Pianisten Igor Levit, Kit Armstrong und Sunwook Kim beschreiben.

Hören wird man Isang Enders dieses Jahr zum ersten Mal in der Royal Festival Hall in London mit dem Philharmonia Orchestra und Werken von Ligeti, Boulez und Salonen. Außerdem führt sein Weg zu Debüts nach Tokyo und Osaka mit dem gesamten Zyklus der Bachsuiten, wie auch Ljubljana oder Tongyeong, der Geburtsstadt von Isang Yun mit einem Cellokonzert von Bruno Mantovani unter Leitung von Christoph Eschenbach. Darüber hinaus trifft Isang Enders sich wieder mit Igor Levit beim Festival Heidelberger Frühling und kehrt zurück zum Orchestre Philharmonique nach Paris und mehrfach zum Seoul Philharmonic Orchestra, unter anderem für die koreanische Erstaufführung von Dutilleux’ Cellokonzert.

1988 in Frankfurt am Main geboren, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell.

Isang Enders spielt auf einem Instrument von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1840 und ist Künstler der Labels Berlin Classics und SONY Music Entertainment.

Frank Duprée | Foto © Sebastian Heck
Frank Duprée | Foto © Sebastian Heck
Frank Dupree | Klavier

Der deutsche Pianist Frank Dupree ist ein junger, aufstrebender und international gefragter Künstler. Mit seiner herausragenden musikalischen Reife, seiner ausgefeilten Technik und seinem farbigen Spiel begeistert Frank Publikum und Presse gleichermaßen. 2014 gewann er als einziger Preisträger den Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. Pianisten-Legende Emanuel Ax schrieb über ihn: „Er ist ein außergewöhnlicher, empfindsamer und enorm interessanter Künstler. Ich habe keinen Zweifel, dass er noch eine bedeutende Rolle bei den führenden Musikern seiner Generation spielen wird.“

Zunächst wurde Frank am Schlagzeug ausgebildet, bevor er eine professionelle Pianistenlaufbahn begann. Sein breitgefächertes Repertoire erstreckt sich von der barocken bis zur zeitgenössischen Musik. Besonders die Uraufführung zeitgenössischer Werke zeichnet den facettenreichen Jungpianisten aus. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit namhaften Komponisten wie Péter Eötvös und Wolfgang Rihm, dessen neuestes Konzertstück Con Piano? Certo! er im Juni 2015 zusammen mit der Badischen Staatskapelle Karlsruhe unter der Leitung von GMD Justin Brown zur Uraufführung brachte.

Höhepunkte seiner vergangenen Engagements waren Konzerte mit dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Minnesota Symphony Orchestra, dem Berner Sinfonieorchester, dem Vestfold Symphony Orchestra (Norwegen) sowie Konzerte mit deutschen Orchestern wie dem Beethoven Orchester Bonn, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, der Baden-Badener Philharmonie und der Meininger Hofkapelle. Frank ist zudem ein hochgeschätzter Kammermusiker und war kürzlich Stipendiat der Kammermusikakademie des Heidelberger Frühlings und der Verbier Festival Academy.

In der Saison 2015/2016 gibt Frank als Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs Konzerte in über 30 Städten Deutschlands. Solo- und Kammermusik-Konzerte führen ihn nach Bayreuth, Frankfurt, Hannover, Heidelberg und Köln. Er konzertierte beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Ludwigsburger Festspielen, dem Heidelberger Frühling und dem Festival de Musique Montreux-Vevey (Schweiz). Des Weiteren wird Frank mit den Duisburger Philharmonikern, dem Kristiansand Sinfonieorchester (Norwegen) und dem Malmö Symfonie Orkester (Schweden) sein Solo-Debüt geben.

In einer dreijährigen Zusammenarbeit mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wird Frank ab 2016 in seiner eigenen Konzertreihe CONNECT IT! stilübergreifende Programme gestalten, in denen er unter anderem alle fünf Klavierkonzerte Beethovens vom Klavier aus leiten wird. Zudem startet Frank seine von ihm ins Leben gerufene Initiative SIXchange, die es ihm und Konzertveranstaltern ermöglichen soll, neue und kreative Wege zu finden, um bei Aufführungen aktiver und enger mit dem Konzertpublikum in Kontakt zu treten.

Sein pianistisches Können und seine große Musikalität mit dem Dirigieren zu verbinden, zeichnet den jungen Künstler im Besonderen aus. 2012 wurde Frank in der Kategorie „Dirigieren vom Klavier aus“ mit dem 1. Preis und dem Publikums-preis beim Internationalen Hans-von-Bülow Wettbewerb in Meiningen für seine Interpretation des 3. Klavierkonzerts in c-Moll von Beethoven ausgezeichnet. Kurz darauf wurde er eingeladen, bei der Play-Direct-Academy mit Joseph Swensen, Stephen Kovacevich und François Leleux mit dem Orchestre de Chambre de Paris teilzunehmen. Als Dirigent assistierte er bereits Dirigenten wie Sir Simon Rattle, François-Xavier Roth und Mario Venzago.

Im Sommer 2015 erschien seine Debüt-CD Opus 1 beim Label GENUIN classics mit Werken von Beethoven, Berg, Berio und einer Weltersteinspielung von Eötvös‘ Erdenklavier – Himmelklavier.

1991 in Rastatt geboren, wird Frank Dupree seit seinem sechsten Lebensjahr von der Konzertpianistin und Pädagogin Prof. Sontraud Speidel unterrichtet und gefördert. Im Wintersemester 2015/2016 setzt Frank Dupree sein Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe im Master-Studiengang fort. Wichtige Impulse gaben ihm Meisterkurse bei Emanuel Ax, Ralf Gothóni, Klaus Hellwig, Alexander Braginsky, Cyprien Katsaris, Ferenc Rados, Gábor Takács-Nagy und Stephen Kovacevich.

Er ist Carl-Heinz Illies-Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und seit dem Sommersemester 2013 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.