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ERÖFFNUNGSKONZERT: „Prächtige Sommertage“

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
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Aurich | Lambertikirche

16. Juni 2017
20:00 Uhr

Programm

 „PRÄCHTIGE SOMMERTAGE“

Franz Schubert Klaviertrio Nr. 1 B-Dur op. 99 (D 898) B-Dur
Felix Mendelssohn-Bartholdy Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49 d-Moll

KATHRIN RABUS Violine
LEONID GOROKHOV Violoncello
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Gibt es etwas Schöneres um ein Festival zu eröffnen, als ein Werk, bei dem die Schaffenslust seines Komponisten dem Hörer aus jedem Takte entgegentönt? Felix Mendelssohn schwärmte emphatisch von den „prächtigen Sommertagen“ und dem „lustigen Leben“, das er zur Zeit der Entstehung seines d-moll Klaviertrios im Sommer 1839 führte. In leichtfüßige und nicht endenwollende Melodien fasste er die Unbeschwertheit dieses Sommers. Wie Mendelssohn war auch Franz Schubert ein Frühvollendeter. In seinem letzten Lebensjahr schrieb er eine schier unglaubliche Menge an Kompositionen, darunter auch seine beiden genialen Klaviertrios. Im B-Dur Trio präsentiert Schubert ein zwischen Energie, melodischer Lyrik und wienerischem Charme pendelndes gelöst-heiteres Werk – so als wollte er sagen: „Freut euch, es ist Sommer!

kultureller Streifzug

Besichtigung des Mausoleums in Aurich
Auf dem Lamberti-Friedhof der Stadt Aurich erhebt sich das Mausoleum der Grafenfamilie Cirksena, ein neoromanischer Zehneckbau, erbaut 1875/76, der dem Herrschergeschlecht als letzte Ruhestätte dient. Die Führung gibt Auskunft zur Lebensgeschichte der dort ruhenden Mitglieder der Familie Cirksena, zur Baugeschichte des Mausoleums und zu den Restaurierungsarbeiten des Gebäudes und der Särge und Sarkophage.

Treffpunkt: Parkplatz Von-Jheringstr. (gegenüber des Friedhofseingangs), 26603 Aurich
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Kathrin Rabus
Kathrin Rabus
Kathrin Rabus | Violine

Ihr Studium der Violine absolvierte Kathrin Rabus in Basel bei Sandor Zöldy, in Tel Aviv bei Pjotr Bondarenko und in New York bei Dorothy DeLay. Meisterkurse bei Nathan Milstein, Henryk Szeryng und Gidon Kremer rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. Ein entscheidender Meilenstein ihrer internationalen Karriere war der 1. Preis der Bundesauswahl „Podium junger Solisten“ im Jahre 1979, gefolgt vom Internationalen Wettbewerb für Violine „Tibor Varga“ im Jahre 1987.

Seit 1988 ist Rabus erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie, wobei sie sich als erste Frau in einem deutschen Rundfunksymphonieorchester diese Position erspielte. Sie  ist ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem „Schleswig-Holstein Musik Festival“, dem „Rheingau Musik Festival“ und  beim „Jerusalem Chamber Music Festival“ in Israel. Unter ihren CD-Einspielungen finden sich Haydns „Die sieben letzten Worte“ und Schnittkes Klavierquintett, die sie mit Gidon Kremer als dessen Kammermusikpartnerin aufnahm. 1999 wurde Rabus mit dem renommierten ECHO Klassik-Preis in der Kategorie Kammermusik geehrt.

Seit 1999 ist Rabus Geigerin des Kandinsky Streichtrios, zudem musiziert sie regelmäßig mit dem Ensemble „Capella Andrea Barca“ von Andras Schiff. Das Arte Ensemble, eine Kammermusikvereinigung aus Solisten der NDR-Radiophilharmonie, die u.a. mit Dominique Horwitz und Herbert Feuerstein auftritt, steht unter Rabus` künstlerischer Leitung.

Als Solistin trat sie u.a. mit Bartoks 2.Violinkonzert sowie dem Violinkonzert und der „Fantasie“ von Schumann auf. Ein starkes Interesse gilt auch der zeitgenössischen Musik, so spielte sie die Uraufführung von „Silenzio“ von Sofia Gubaidulina, das sie ebenfalls auf CD einspielte und auch die Ersteinspielung des Violinkonzerts von Daniel Schnyder unter dem Dirigat von Kristjan Järvi.

Die Förderung des musikalischen Nachwuchses liegt der Künstlerin ebenso am Herzen: ihre Lehr- und Dozententätigkeit führte sie zum Bundesjugendorchester, zur Japanischen Kammermusik- und Orchesterakademie Toyama, zur Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, zur Villa Musica Mainz und zur Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Leonid Gorokhov | Foto: Jill Furmanovsky
Leonid Gorokhov | Foto: Jill Furmanovsky
Leonid Gorokhov | Violoncello

Leonid Gorokhov studierte Violoncello am St. Petersburg Konservatorium bei Anatoli Nikitin und nahm an Meisterkursen von Daniil Shafran teil. Er ist der einzige russische Cellist, der den Grand Prix sowie den ersten Preis beim Geneva Concours (1986) gewann. 1995 verlieh ihm die European Association for Encouragement of the Arts den Cultural Achievement Prize für „außergewöhnliches Talent und herausragende künstlerische Fähigkeiten“.

1991 debütierte Leonid Gorokhov als Solist mit dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg, dirigiert von Lord Menuhin. Konzerte mit den Orchestern in Bergen, Berlin und dem Royal Philharmonic English Symphony Orchestra, dem Sinfonia Varsovia und in der Züricher Tonhalle folgten. Vier Jahre darauf machte er, begleitet von der Ungarischen Philharmonie, eine große Konzerttournee durch Russland mit Edward Elgars Cellokonzert, wiederum dirigiert von Lord Menuhin.

Gorokhov konzertiert als Solist ebenso wie mit seinem Hermitage String Trio und im Duett mit den Pianisten Nikolai Demidenko, Niklas Sivelov und Kathryn Stott. Er gab bereits Konzerte auf der ganzen Welt mit zahllosen renommierten Orchestern und auf vielen Festivals. Kürzliche Engagements beinhalteten weitere Konzerte von Elgar-Werken mit dem Enescu Philharmonieorchester in Bukarest und von Walton-Werken mit dem Philharmonie Orchester in Großbritannien.

Gorokhovs Diskographie beinhaltet Aufnahmen von Boccherini, Debussy, Haydn, Kodaly, Martinu, Schostakowitsch und Tschaikowsky, von Martinu und Saint-Saens, Prokofjew oder Strawinsky. CDs sind bei den Labels Supraphon, Olympia Label, Cello Classic, AGPL und ASV Gold erschienen.

Gorokhov ist britischer Staatsbürger. Er war Professor an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zum Wintersemester 2008/2009 hat er den Ruf auf eine Professur für Violoncello an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover angenommen.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.