Menü
 

ERÖFFNUNGSKONZERT: „Aufbruch“

Wolfgang Schröder | Foto © Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder | Foto © Wolfgang Schröder
Jetzt Tickets kaufen

Aurich | Lambertikirche

15. Juni 2018
20:00 Uhr

Programm

„AUFBRUCH“

Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 1
g-Moll op. 25
Gabriel Fauré Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15

WOLFGANG SCHRÖDER Violine
RUTH KILIUS Viola
SOL DANIEL KIM Violoncello
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Es ist wieder soweit, der Musikalische Sommer in Ostfriesland öffnet Kirchentüren, Scheunentore und Schlossportale!

Zum Auftakt stehen deshalb zwei Werke voller Aufbruchsstimmung auf dem Programm: Das 1. Klavierquartett von Johannes Brahms ist Ergebnis einer langen, mühsamen Studierzeit, in der der junge Komponist zu seinem eigenen Stil finden wollte. Dies gelang ihm vortrefflich, sodass das frische mitreißende Werk Herzen und Ohren des Wiener Publikums gewann, als Brahms sich damit 1862 in seiner neuen Heimatstadt vorstellte.

Auch Gabriel Faurés Klavierquartett-Erstling bedeutete für den Komponisten einen Neuanfang: In dem klanglich zwischen Romantik und Impressionismus stehenden Werk goss Fauré den Trennungsschmerz über seine kurz zuvor geplatzte Verlobung in Musik, stilistisch durchaus mit Achtung traditioneller Formen, doch vor allem mit eigenen Ideen, die Mut für die Zukunft ausstrahlen.

kultureller Streifzug

Marc Chagall: Bilder zur Bibel – Führung
Das Historische Museum Aurich zeigt Chagalls Illustrationen zu biblischen Geschichten. In den Bildern begegnen uns Poesie und Schwermut, Fantasie und Wirklichkeit. Chagalls Könige, Propheten, Engel, Frauen und Mädchen sind Menschen aus den osteuropäischen Ghettos. Das Göttliche steht ihnen nicht gegenüber, – es erscheint gegenwärtig. Museumsleiterin Brigitte Junge stellt einzelne Werke aus der Sammlung Christa Kraemer vor.

Treffpunkt: Historisches Museum, Burgstraße 25, 26603 Aurich
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch:

Logo Silomon

 

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography
Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography
Sol Daniel Kim | Violoncello

“Sol Daniel Kim, der 1990 in Wien geborene Koreaner, huldigte mit romantischer, doch verhaltener Trauer (Liebesklage im Adagio) Dvoráks h-Moll-Konzert (1896) und meisterte schön auch die Passagen in höchster Lage  und die heikelsten Doppelgriffe.“

lautete die Kritik der Kleinen Zeitung, als der ehemaliger Schüler des Cellisten Heinrich Schiff im Rahmen des Styriarte Festivals im Stefaniensaal des Musikverein Graz das berühmte Cellokonzert von A. Dvorák interpretierte.

Die Verbindung zur Musik entstand, dank seiner Mutter und Opernsängerin Choon-Ae Kim, schon im Mutterleib und so kam es dazu, dass er im Alter von 6 Jahren sich dazu entschied den Weg des Cellisten einzuschlagen und schon mit 9 Jahren als Jungstudent in die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen wurde.

Erst kürzlich trat er gemeinsam mit Gautier Capuçon in der Fondation Louis Vuitton auf, welches auf medici.tv übertragen wurde und spielte auch bei den InselKonzerten auf Herrenchiemsee. Zu dem Musikalischen Sommer im Ostfriesland 2017 wurde er als Dozent für einen Meisterkurs eingeladen. 

Derzeit in Berlin ansässig, hat er neben regen Konzerttätigkeiten als Solist und leidenschaftlicher Kammermusiker, im Jahr 2016 das Duoprojekt „CelloGayageum“ ins Leben gerufen. Darin hat er es sich zur Aufgabe gemacht mit der koreanischen Gayageum-istin (koreanische traditionelle Zither) eigens Werke für diese Besetzung zu komponieren, in denen musikalische sowie kulturelle Einheit zwischen dem Westen und dem fernen Osten symbolisiert wird.

Als Solist spielte er mit Orchestern wie den Grazer Philharmonikern, recreation – Grosses Orchester, der Baden-Baden Philharmonie und der Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz nur um ein paar zu nennen und trat in berühmten Sälen wie dem Stefaniensaal des Musikverein Graz, dem Auditorium der Fondation Louis Vuitton in Paris und dem Schubertsaal des Wiener Konzerthauses auf in dem er im Jahr 2009 sein Debut gab.

Im Jahr 2008 war er der Repräsentant für Österreich im Eurovision Young Musicians Wettbewerb und war der 1. Preisträger beim Wettbewerb Gradus ad Parnassum 2011 und 3. Preisträger beim 48. internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen. 

Als Orchestermitglied wirkte er 2007 im UBS Verlier Festival Orchestra mit, wo er unter anderem mit berühmten Dirigenten und Solisten wie Zubin Metha, Esa Pekka Salonen, Anne Sophie Mutter und Lang Lang auftrat. Im Jahr 2014 wurde er Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks BR und bekam einen einjährigen Zeitvertrag für die Saison 2014/15.

Seine musikalische Ausbildung hat er seinen Lehrern Valentin Erben (Jungstudent),  Heinrich Schiff (Bachelor), Jens Peter Maintz (Master) und Danjulo Ishizaka (Meisterklassenexamen) zu verdanken und schloss alle seine Studiengänge mit Auszeichnung ab. Zuletzt war er Schüler von Gautier Capuçon als Teil der Classe d’excellence de violoncelle 2016/17. Weiters nahm er auch an zahlreichen Meisterkursen mit David Geringas, Gary Hoffmann, Frans Helmerson, Anner Bylsma und Wolfgang Boettcher teil.

Von 2004 – 2010 war er Stipendiat der Rostropovich Cello Foundation der Kronberg Academy und bekam für den Zeitraum ein Cello von Jon van Kouwenhoven geliehen.

Derzeit spielt er auf einem Instrument aus dem Jahr 1825 von Lorenz Mollenberg aus Stockholm, welches ihm von einem großzügigen Sponsor zur Verfügung gestellt wird.

Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder | Violine

Der 1967 geborene Geiger Wolfgang Schröder begann schon in frühester Kindheit mit dem Geigenspiel. Als Dreizehnjähriger trat er in die Violinklasse von Professor Ana Chumachenco ein. Mit 17 Jahren gewann er den 1. Preis  beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert “. Als Stipendiat der „International Menuhin Academy“ ( IMMA) konzertierte er zusammen mit Yehudi Menuhin und Alberto Lysy als Solist und Kammermusiker in vielen europäischen Ländern und Südamerika.

Entscheidende Anregungen erhielt er während seines Studiums am Salzburger Mozarteum in der Meisterklasse Professor Sandor Véghs. Abschluss des Hochschulstudiums am Salzburger Mozarteum. Weitere  Studien bei Professor Aaron Rosand am Mannes College in New York schlossen sich an.

Seine solistische Tätigkeit führte ihn u.a. mit Orchestern wie der Bayerischen Kammerphilharmonie, den Münchner Philharmonikern, dem Jenaer Symphonieorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Symphonieorchester Halle, dem Tschechischen Symphonieorchester Prag, der Polnischen Kammerphilharmonie, der Camerata Academica Salzburg,  den Nürnberger  Symphonikern, dem Israel Soloists Ensemble und dem Kairo Symphony Orchestra zusammen.

Von 1993 – 1995 war er künstlerischer Leiter des „European Union Chamber Orchestras“ (EUCO), mit dem er weltweite Tourneen unternahm. Als aktiver Kammermusiker gründete er 1992 das Streichtrio „ Belcanto Strings“ und war von 1996 bis 2005 Geiger des „Trio Parnassus“, mit dem er 2001 für die Gesamtaufnahme der Schumann Klaviertrios den renommierten“Echo Classic Award” erhielt.

Als Solist und Kammermusiker ist Wolfgang Schröder in Musikzentren wie u.a. Berlin (Philharmonie), im Concertgebouw Amsterdam, der “Great Performers Series“ im Lincoln Center New York,  in Londons Wigmore und Barbican Halls,  im Konzerthaus in Wien sowie im Teatro Colon in Buenos Aires aufgetreten . Außerdem ist Wolfgang Schröder regelmäßiger Kammermusik- partner u.a. von Wenzel Fuchs, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, Eduard Brunner, Vladimir Mendelssohn, Oliver Triendl, Cyprien Katsaris, Gustav Rivinius, Julian Rachlin, Janine Jansen, Daniel Raiskin, Ramon Jaffe und Levon Chilingirian.
Ausserdem ist er regemäßiger Gast bei bedeutenden Festivals, wie dem Kuhmo Festival (Finnland), dem West Cork Festival  (Irland), dem „Open Chamber Musicians Seminar“ in Cornwall (England), dem“Festival International d’ Echternach (Luxemburg), dem Internationalen Musikfestival Middelburg (Holland) sowie dem Ojika Festival (Japan) in 2006.

Seit 1998 ist Wolfgang Schröder künstlerischer Leiter des neugegründeten Kammerorchesters „Camerata Stuttgart“. In den letzten Jahren ist die Camerata in Musikzentren wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Megaron Musikis in Athen sowie vielen wichtigen Orten in Deutschland (Dortmund Opernhaus, Liederhalle Stuttgart, etc.) aufgetreten. Es sind CDs mit Werken von Mendelssohn (2000), sowie eine Erstaufnahme von Händels Oper „Oreste“ (2004) bei MDG erschienen.

Wolfgang Schröder hat bei Labels wie MDG, Divox, Ars Produktion, Symikon und CPO  CD´s eingespielt.  Eine Aufnahme mit Klaviertrios von Prinz Louis Ferdinand von Preussen erschien im Mai 2005.
Er spielt auf einer modernen Geige des zypriotischen Geigenbauers Stepan Soultanian.

Ruth Killius | Foto © Keith Pattison
Ruth Killius | Foto © Keith Pattison
Ruth Killius | Viola

Ruth Killius versteht es wie kaum eine andere Künstlerin ihr Instrument zu nutzen um die umfangreiche Violaliteratur von Klassik bis Moderne zu Gehör zu bringen. Durch ihre Vielseitigkeit verleiht sie dem Instrument eine neue Bedeutung. Besonders durch ihr Interesse und Engagement für zeitgenössische Musik gelingt es ihr die Viola fest als Bestandteil des musikalischen 21. Jahrhunderts zu verankern.

Das Standardrepertoire für ihr Instrument erweitert Ruth Killius, die bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian studierte, mit zeitgenössischer Musik. Sie wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, z.B. in Brian Ferneyhoughs Streichtrio mit Mitgliedern des Genfer Ensembles Contrechamps und in Elliott Carters Oboenquartett mit Heinz Holliger. Auch inspiriert sie Komponisten: Im Auftrag der Salzburger Festspiele schrieb Heinz Holliger mit „Janus“ ein Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester. Die Uraufführung des dem Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius gewidmeten Doppelkonzerts „That Subtle Knot“ von John Casken mit den Royal Northern Sinfonia hat außerdem große Aufmerksamkeit erhalten.

Zusammen mit Thomas Zehetmair gründete Ruth Killius 1994 das Zehetmair Quartett, das inzwischen zu den führenden Streichquartetten weltweit gehört. In den Medien als Referenzaufnahme besprochen wurde eine Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók, die ebenfalls mit dem Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet wurde. Das jüngst veröffentlichte Album des Ensembles ist Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.

Für ECM hat Ruth Killius zusammen mit Heinz Holliger und Thomas Demenga eine CD mit Werken von Elliott Carter und Isang Yun aufgenommen. Die beim Label Glossa erschienene Aufnahme mit Mozarts „Sinfonia Concertante“ und dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen gilt als Referenzaufnahme. Die Veröffentlichung einer Einspielung von Bartóks Violakonzert und Caskens Doppelkonzert mit dem Royal Northern Sinfonia ist mit ECM in Planung.

Im Duo mit Thomas Zehetmair ist Ruth Killius in zahlreichen Musikzentren zu hören. Bei ECM erschien im März 2011 das viel beachtete Album „Manto and Madrigals“, inspiriert von Scelsis „Manto“ für einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartók, Holliger und Martin?.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.