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MATTHIAS HÖFS (Trompete) & CHRISTIAN SCHMITT (Orgel)

Matthias Hoefs | Foto: Sybille Zettler
Matthias Hoefs | Foto: Sybille Zettler
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Emden | Neue Kirche

1. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„DIE HEILIGEN 10 GEBOTE“

Tomaso Albinoni Konzert F-Dur für Trompete & Orgel
Johann Sebastian Bach Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 | „Dies sind die heiligen 10 Gebote“
Johann Sebastian Bach Concerto D-Dur nach Vivaldi BWV 972 für Trompete & Orgel
Pietro Baldassare Sonata in F für Trompete & Orgel
Johann Sebastian Bach Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582
Giuseppe Tartini Concerto D-Dur für Trompete & Orgel

MATTHIAS HÖFS Trompete
CHRISTIAN SCHMITT Orgel

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Zum Konzert

Die Musik allein | Die Tränen abwüschet | Die Hertzen erfrischet | Wen sunst Nichts hülflich will sein so ist auf einer Orgel von 1762 im schweizerischen Schaffhausen zu lesen: Das Orgelland Ostfriesland verfügt ja glücklicherweise über zahlreiche großartige Instrumente, doch bedarf es zur „Herzerfrischung“ natürlich auch großer Solisten. Und ein solcher ist der Organist Christian Schmitt; der Echo-Preisträger ist seit 2014 „Principal Organist“ der Bamberger Sinfoniker und konzertiert weltweit. Sein Duopartner ist der für seine unvergleichliche Virtuosität gerühmte Trompeter Matthias Höfs, Mitglied von GERMAN BRASS und ehemaliger Solotrompeter des Staatsorchesters Hamburg. Gemeinsam spannen sie ausgehend von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi einen Bogen bis Giuseppe Tartini, in dem sie die faszinierenden klanglichen Facetten ihrer Instrumente präsentieren.

kultureller Streifzug

Stadtrundgang durch Emden-Faldern
Im Mittelpunkt von Faldern liegt seit fast 400 Jahren die Neue Kirche. Sie ist der Ausgangspunkt für einen Spaziergang voller Geschichte und Geschichten durch diesen historischen Emder Stadtteil.

Treffpunkt: Neue Kirche, Brückstr. 103, 26725 Emden
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Christian Schmitt | Foto: Uwe Arens
Christian Schmitt | Foto: Uwe Arens
Christian Schmitt | Orgel

„Schmitt fand Farben, die das Staunen lehrten“ Wiener Zeitung

ECHO-Preisträger Christian Schmitt ist einer der virtuosesten und charismatischsten Konzertorganisten seiner Generation und als Solist sowie als Begleiter international gefragt. Seine besondere Leidenschaft gilt dem großen romantischen Repertoire, doch sein künstlerisches Spektrum reicht weit darüber hinaus: Er musiziert auf historischen Orgeln in ganz Europa, hat Gesamtaufnahmen der Orgelkonzerte von Händel und Brixi vorgelegt und war in letzter Zeit u.a. erneut im Musikverein Wien, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, im Moskauer House of Music und im Konserthus Stavanger zu Gast. Der gebürtige Saarländer schöpft die Entwicklungen seines Instrumentes über die Jahrhunderte voll aus und beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Orgelmusik.

So spielt Christian Schmitt im April 2017 die Uraufführung des Orgelkonzerts von Toshio Hokosawa in der Kölner Philharmonie, gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Jakub Hr?ša. Bei diesem Orchester wirkt Schmitt seit September 2014 als Principal Organist und kuratiert in dieser Funktion auch die dortige Orgelreihe. In der Saison 2016/17 musiziert der Organist außerdem erstmals mit Kent Nagano in der Hamburger Elbphilharmonie, im Maison Symphonique Montréal sowie im Leipziger Gewandhaus unter Kristjan Järvi.

Als einer der gefragtesten Konzertorganisten seiner Generation trat Christian Schmitt bisher u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Berlin, der Kölner Philharmonie, im Leipziger Gewandhaus, Wiener Konzerthaus, Konzertsaal des Mariinsky Theaters St. Petersburg und im Wiener Musikverein auf. Als Solist musizierte er u.a. mit führenden Rundfunkorchestern (NDR, RSB, MDR, WDR, SR und RSO Wien), den Bamberger Symphonikern, der Camerata Salzburg und der Staatskapelle Weimar unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Martin Haselböck, Marin Alsop, Cornelius Meister, Philippe Herreweghe und Giovanni Antonini. Einladungen als Continuo-Spieler führen ihn regelmäßig zu den Berliner Philharmonikern (Thielemann, Petrenko, Nelsons), dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR (Norrington) und zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (Blomstedt).

Dem Konzertpublikum ist der experimentierfreudige Organist und Bearbeiter außerdem durch facettenreiche kammermusikalische Programme bekannt, darunter Liederabende mit Magdalena Kožená, Michael Volle, Juliane Banse und Sibylla Rubens sowie Auftritte mit Instrumentalisten wie Hille Perl, Matthias Höfs, Reinhold Friedrich und Martin Grubinger.

Die 2014 erschienene CD Prayer mit Magdalena Kožená (Deutsche Grammophon) ist ein Höhepunkt in Schmitts über 35 Aufnahmen umfassenden Diskografie. Christian Schmitts Interpretation der Widor-Orgelsinfonien op. 42,3 und 69 mit den Bamberger Symphonikern (cpo) wurde 2013 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Für cpo arbeitet er an Gesamteinspielungen von Koechlin, Gubaidulina und Widor. Über die 2016 erschienene Aufnahme mit Werken von Joseph Jongen schrieb die Zeitschrift Concerti, Schmitt entlocke der Orgel der Philharmonie Luxemburg „alle denkbaren Farben und – fast mehr noch – viele Zwischentöne“. Die CD, entstanden mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern des SWR unter Martin Haselböck, sei „eine Werbung für Jongen – und die Interpreten“.

Christian Schmitt studierte an der Musikhochschule Saarbrücken sowie bei James David Christie in Boston (Vertiefung Alte Musik und historische Aufführungspraxis) und bei Daniel Roth in Paris (Spezialisierung französische Romantik und Moderne). An der Universität des Saarlandes belegte er außerdem Musikwissenschaft und Katholische Theologie. Neben seiner weltweiten Lehrtätigkeit war Christian Schmitt von 2010-2012 als Orgelsachverständiger beratend für die Sanierung der Orgel in der Berliner Philharmonie tätig, gehört internationalen Wettbewerbsjurys an und engagiert sich für das Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School.

Matthias Höfs | Foto: Jens Frommann
Matthias Höfs | Foto: Jens Frommann
Matthias Höfs | Trompete

Mit sechs Jahren erklärt Matthias Höfs die Trompete zu „seinem Instrument, weil sie so schön glänzt“. Seine Ausbildung erhält er bei Prof. Peter Kallensee an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Prof. Konradin Groth an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Gerade 18 jährig wird er Solotrompeter des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Die faszinierende Welt der Oper genießt er 16 Jahre lang.

Höfs wird zur gleichen Zeit Mitglied des Ensembles GERMAN BRASS, mit dem er weltweit erfolgreich ist. Seit dem ersten Konzert des Ensembles 1985 schreibt er sich und seinen Kollegen Arrangements „auf den Leib“, die innovativ, nachhaltig und genreübergreifend die Brasswelt inspirieren.

Mit musikalischem Pioniergeist erweitert Matthias Höfs kontinuierlich den Horizont seines Instruments – sei es durch die enge Zusammenarbeit mit Komponisten, die sich durch seine unvergleichliche Virtuosität und Experimentierfreude inspirieren lassen, sei es als „Botschafter der Trompete“ in seiner Heimat Schleswig-Holstein oder durch die langjährige Kooperation mit den Instrumentenbauern Max und Heinrich Thein. Die Leidenschaft für sein Instrument vermittelt Matthias Höfs auch seinen Studenten, die er seit 2000 als Professor an der Hochschule für Musik und Theater mit großem Engagement unterrichtet.

Neben seiner ausgedehnten Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker hat Höfs bislang zahlreiche Solo-CDs produziert. Mit GERMAN BRASS gibt es darüber hinaus mehr als 20 CD Aufnahmen.