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JADE-QUARTETT: „Der Tod und das Mädchen“

JADE-Quartett | Foto © Ilja Rajakoski
JADE-Quartett | Foto © Ilja Rajakoski
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Wiesens | Kirche

29. Juni 2018
20:00 Uhr

Programm

Peter Barcaba Adagio con moto aus dem Streichquartett E-Dur op. 22
Vincent d‘Indy Quartett D-Dur Nr. 1 op. 35
Franz Schubert Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“

ANNELIE HANLIN LIANG Violine
LISA HYUNJI YOU Violine
IIRO RAJAKOSKI Viola
GINA SHIH-YU YU Violoncello

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Im September 2017 musste der Musikalische Sommer Abschied von Peter Barcaba nehmen, der das Festival viele Jahre als Dozent, Interpret, Komponist – als Freund begleitet hat. Auch die Mitglieder des Jade Quartetts waren dem leidenschaftlichen Musiker eng verbunden, ihnen widmete er seine Streichquartette. Mit dem langsamen Satz aus Barcabas 1. Streichquartett „Mariä Flucht“ möchten sie an den Freund erinnern.

Dem Geiger Eugène Ysaÿe widmete Vincent d‘Indy sein 1890/91 komponiertes 1. Streichquartett, in dem das Vorbild Beethoven nicht zu verleugnen ist. Ein Vorbild brauchte Franz Schubert nicht mehr, als er 1824 sein sicherlich berühmtestes und düsterstes Streichquartett schrieb. Im 2. Satz hat er einen Ausschnitt des von ihm bereits 1817 vertonten Gedichtes „Der Tod und das Mädchen“ von Mathias Claudius zum Variationenthema gemacht, was dem ganzen Quartett zu seinem Beinamen verhalf. Die Auseinandersetzung mit dem Tod scheint aber allen Sätzen dieser „freien musikalischen Paraphrase des Claudius-Gedichtes“ (Arnold Werner-Jensen) innezuwohnen, intensiv, aber auch tröstlich.

kultureller Streifzug

Der Landhausgarten von Brigitte und Klaus Knospe
Der 4800 Quadratmeter große Landhausgarten liegt inmitten der ostfriesischen Wallheckenlandschaft. Er ist nach Themenbereichen gestaltet und beherbergt in diversen Gartenräumen eine Reihe unterschiedlichster Pflanzensammlungen.

Treffpunkt: Osterfeldstraße 57, 26605 Aurich
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
JADE-Quartett | Streichquartett

JADE meint nicht nur den bedeutungsvollen Schmuckstein, sondern steht insbesondere auch für „JA“, das chinesische Wort für Asien, und „DE“ für die Wahlheimat Deutschland. Diese Verbindung ist auch Programm des Quartetts, dessen besonderes Anliegen es ist, neben der klassischen europäischen Quartettliteratur, immer auch Werke aus der Heimat Asien zur Aufführung zu bringen. Zahlreiche Kompositionen sind speziell für das Jade Quartett geschrieben. Waren bei der Gründung des Jade Quartetts 2001 noch alle vier Musiker aus Taiwan, China und Korea, ist inzwischen der deutsche Bratschist Immo Schaar zu den Geigerinnen Hanlin (Annelie) Liang und Hyun Ji (Lisa) You und der Cellistin Shih-Yu (Gina) Yu gestoßen. Zahlreiche nationale und internationale Preise und eine intensive Konzertkarriere belegen die einzigartige Qualität des Quartetts.

Höhepunkte der gemeinsamen Karriere sind der Gewinn des 3. Preises beim 5th Osaka International Chamber Music Competition 2005,  der l. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb 2004 und die Verleihung des Iris-Marquart Preises. Das Jade Quartett war außerdem Stipendiat der Stiftung Villa Musica und der Karl Klingler Stiftung. Im Jahr 2005 wurden sie im Bereich Streichquartett aufgrund ihres Wettbewerberfolges in Osaka als „Musiker des Jahres 2005“ gekürt. Im Mai 2007 errangen sie den 1. Preis beim internationalen Interpretationswettbewerb für  zeitgenössische Streichquartette „Klangbrücke“ in München.

Das Ensemble wird regelmäßig zu bedeutenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein Festival, Oberstdorfer Musiksommer oder dem Musikalischen Sommer Ostfriesland  eingeladen, gastierte 2009 mit zahlreichen Kammermusikprogrammen beim „First Taipei International Lyricism in 20th Century Music Festival“ und konzertiert darüber hinaus mit über 40 Konzerten pro Jahr in Deutschland, dem europäischen Ausland und Asien. Nach dem Studium beim „Melos- Quartett“ in Stuttgart (Abschluss mit Auszeichnung) verbindet die vier Musiker vor allem mit Prof. Peter Buck (Melos Quartett) und Prof. Wolfram König (Musikhochschule Trossingen) eine intensive musikalische und persönliche Zusammenarbeit. Wesentliche künstlerische Impulse erhielten die Musiker in den vergangenen Jahren insbesondere auch durch Prof. Eberhard Feltz, Prof. Franz Beyer und Prof. Milan Skampa (Smetana Quartett).

Neben der Aufführung der klassischen Streichquartettliteratur hat sich das Jade Quartett vor allem durch die Interpretation zeitgenössischer Werke einen Namen gemacht. Rundfunkmitschnitte (BR / SWR / NDR) und Fernsehportraits dokumentieren die musikalische Arbeit des Quartetts, z.B. im Rahmen der Schwetzinger Festspiele. Ein Portrait des Jade Quartetts wurde in der Sendung SWR Musikdebüt im Jahr 2006 vorgestellt. Im Juni 2008 führten sie das Konzert für Streichquartett und Orchester von Louis Spohr mit dem Evergreen Orchestra in Keelung und Taipei (Taiwan) auf. Nach der CD-Einspielung der Streichoktette von Mendelssohn und Schostakowitsch bei Animato, zusammen mit dem Cuarteto Leonor erschien im Juni 2008 eine weitere CD mit Streichquartetten von Maurice Ravel und Antonin Dvorak, dem „Langsamen Satz“ von Anton Webern und dem „Heldenlied“ des taiwanesischen Komponisten Taishiang Lee.

JADE-QUARTETT:
ANNELIE HANLIN LIANG (Violine)
LISA HYUN JI YOU (Violine)
IGOR MICHALSKI (Viola)
GINA SHIH-YU YU (Violoncello)