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JADE-QUARTETT: „Märchensuite“

JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
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Carolinensiel | Deichkirche

15. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„MÄRCHENSUITE“

Peter Barcaba Streichquartett op. 22 „Mariä Flucht“
Jing Peng „
Märchen-Suite
Johannes Brahms
Streichquartett a-Moll op. 51

JADE-QUARTETT:
HANLIN LIANG Violine
LISA HYUN JI YOU Violine
IGOR MICHALSKI Viola
GINA SHIH-YU YU Violoncello

Zum Konzert

Das JADE-Quartett pflegt seit seiner Gründung nicht nur die klassische europäische Literatur, sondern bringt immer auch Werke aus Asien zur Aufführung. Klangliche Weltenwanderer, wie die vier Ensemblemitglieder, ist auch der Komponist Jing Peng, der in seiner 2014 entstandenen „Märchen-Suite“ traumhafte und bizarre Sequenzen in eine klassische Tonsprache mit traditionellen taiwanesischen Elementen hüllt.

„Es ist nicht schwer, zu komponieren, aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Töne unter den Tisch fallen zu lassen“, so äußerte sich Johannes Brahms zur Entstehung seines Opus 51, das er 1873 vorstellte, nachdem er zuvor laut eigener Aussage zwanzig Quartette wieder vernichtet hatte. Die Zeitgenossen waren begeistert und lobten den musikalischen Aufbau und die reiche Harmonik der Quartette. Peter Barcabas Streichquartett op. 22 mit dem Beinamen „Mariä Flucht“ ist erfüllt von der Idee des Komponisten, den Reichtum der tonalen Sprache immer aufs Neue zu entdecken.

kultureller Streifzug

Die St.-Nikolai-Kirche in Werdum – Führung
Die 1230 als flachgedeckter Rechteck-Einraum errichtete Kirche wurde nach dem Einsturz der Domikalgewölbe 1476 von Hicko Boing, dem Häuptling von Werdum, durch einen Chor als Grablege erweitert. Die gotische Ausmalung des Chorgewölbes wurde 1982 restauriert. Der Kirchenstuhl vor dem ehemaligen Hagioskop zeigt das Wappen Boing zu Gödens. Die Kanzel ist von 1670, die Diepenbrock-Orgel von 1898.

Treffpunkt: Kirche Werdum, An der Kirche 5, 26427 Werdum
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
JADE-Quartett | Foto © Kai Joachim
JADE-Quartett | Streichquartett

JADE meint nicht nur den bedeutungsvollen Schmuckstein, sondern steht insbesondere auch für „JA“, das chinesische Wort für Asien, und „DE“ für die Wahlheimat Deutschland. Diese Verbindung ist auch Programm des Quartetts, dessen besonderes Anliegen es ist, neben der klassischen europäischen Quartettliteratur, immer auch Werke aus der Heimat Asien zur Aufführung zu bringen. Zahlreiche Kompositionen sind speziell für das Jade Quartett geschrieben. Waren bei der Gründung des Jade Quartetts 2001 noch alle vier Musiker aus Taiwan, China und Korea, ist inzwischen der deutsche Bratschist Immo Schaar zu den Geigerinnen Hanlin (Annelie) Liang und Hyun Ji (Lisa) You und der Cellistin Shih-Yu (Gina) Yu gestoßen. Zahlreiche nationale und internationale Preise und eine intensive Konzertkarriere belegen die einzigartige Qualität des Quartetts.

Höhepunkte der gemeinsamen Karriere sind der Gewinn des 3. Preises beim 5th Osaka International Chamber Music Competition 2005,  der l. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb 2004 und die Verleihung des Iris-Marquart Preises. Das Jade Quartett war außerdem Stipendiat der Stiftung Villa Musica und der Karl Klingler Stiftung. Im Jahr 2005 wurden sie im Bereich Streichquartett aufgrund ihres Wettbewerberfolges in Osaka als „Musiker des Jahres 2005“ gekürt. Im Mai 2007 errangen sie den 1. Preis beim internationalen Interpretationswettbewerb für  zeitgenössische Streichquartette „Klangbrücke“ in München.

Das Ensemble wird regelmäßig zu bedeutenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein Festival, Oberstdorfer Musiksommer oder dem Musikalischen Sommer Ostfriesland  eingeladen, gastierte 2009 mit zahlreichen Kammermusikprogrammen beim „First Taipei International Lyricism in 20th Century Music Festival“ und konzertiert darüber hinaus mit über 40 Konzerten pro Jahr in Deutschland, dem europäischen Ausland und Asien. Nach dem Studium beim „Melos- Quartett“ in Stuttgart (Abschluss mit Auszeichnung) verbindet die vier Musiker vor allem mit Prof. Peter Buck (Melos Quartett) und Prof. Wolfram König (Musikhochschule Trossingen) eine intensive musikalische und persönliche Zusammenarbeit. Wesentliche künstlerische Impulse erhielten die Musiker in den vergangenen Jahren insbesondere auch durch Prof. Eberhard Feltz, Prof. Franz Beyer und Prof. Milan Skampa (Smetana Quartett).

Neben der Aufführung der klassischen Streichquartettliteratur hat sich das Jade Quartett vor allem durch die Interpretation zeitgenössischer Werke einen Namen gemacht. Rundfunkmitschnitte (BR / SWR / NDR) und Fernsehportraits dokumentieren die musikalische Arbeit des Quartetts, z.B. im Rahmen der Schwetzinger Festspiele. Ein Portrait des Jade Quartetts wurde in der Sendung SWR Musikdebüt im Jahr 2006 vorgestellt. Im Juni 2008 führten sie das Konzert für Streichquartett und Orchester von Louis Spohr mit dem Evergreen Orchestra in Keelung und Taipei (Taiwan) auf. Nach der CD-Einspielung der Streichoktette von Mendelssohn und Schostakowitsch bei Animato, zusammen mit dem Cuarteto Leonor erschien im Juni 2008 eine weitere CD mit Streichquartetten von Maurice Ravel und Antonin Dvorak, dem „Langsamen Satz“ von Anton Webern und dem „Heldenlied“ des taiwanesischen Komponisten Taishiang Lee.

JADE-QUARTETT:
ANNELIE HANLIN LIANG (Violine)
LISA HYUN JI YOU (Violine)
IGOR MICHALSKI (Viola)
GINA SHIH-YU YU (Violoncello)