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„SPÄTLESE“: Kammerkonzert

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Tettens | Kirche

28. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

„SPÄTLESE“

Mikis Theodorakis Sonatine Nr. 1 (1952)
Ching-Ju Shih „Lü-Dao“
Ludwig van Beethoven Streichquartett Es-Dur op. 127

FRANZISKA KÖNIG Violine
KOJI MORISHITA Violine
FRANZ KUO-CHANG CHIEN Violine
IGOR MICHALSKI Viola
KATHARINA SCHMITT Violoncello
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Mikis Theodorakis ist eine Legende, er gilt als der bekannteste griechische Komponist des 20. Jahrhunderts, seine Werke sind einmal als das „kulturelle Gedächtnis Griechenlands“ bezeichnet worden. Und dieser Eindruck scheint sich in seiner frühen von Volksmusik inspirierten, rhythmische Dynamik und melodische Schönheit in Einklang bringender Sonatine durchaus zu bestätigen.

Ebenfalls aus der Volksmusik geschöpft ist „Lü-Dao“, ein musikalisches Kleinod, in dem Ching-Ju Shih subtil Anklänge an Debussys berühmtes „Clair de Lune“ mit einem chinesischen Liebeslied verwoben hat. Glaubt man den Worten des französischen Komponisten Vincent d‘Indy, so schuf Ludwig van Beethovens mit seinem Quartett op. 127 seine zweite „Pastoralsinfonie“ – „die Krönung jener Liebe zur Natur, welcher er im Laufe seines Lebens so wundervollen Ausdruck verliehen hatte.”

kultureller Streifzug

Die St. Cosmas und Damian Kirche Wiarden – Führung
Die Kirche wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Im Chorraum enthält sie spätgotische Malereien, welche die Apostel Petrus, Jacobus und Johannes sowie die Schutzheiligen der Kirche, St. Cosmas und Damian, darstellen. Der Altar wurde 1749 unter Verwendung von Teilen eines älteren Altars gebaut. Die Kanzel von 1634 ist ein Werk des Münstermann-Schülers Ommo Dirks. Die Orgel wurde 1807/1808 von dem Orgelbauer Gerhard Schmid aus Leer erbaut.

Treffpunkt: Kirche Wiarden, 26434 Wangerland
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Katharina Schmitt | Foto: Johannes Krieg
Katharina Schmitt | Foto: Johannes Krieg
Katharina Schmitt | Violoncello

Katharina Schmitt wurde in Stuttgart geboren. Auf ihr Cellostudium in Freiburg und Trossingen (Künstlerische Abschlussprüfung bei Prof. Gerhard Hamann) folgten viele Stationen an deutschen Orchestern und Musikschulen, einige Jahre im Streichquartett, Fortbildungen im Bereich Alte Musik, Blockflöte, Gesang, Viola da Gamba, Vokalensemble, Improvisation, mentales Training.
Seit 2004 lebt die Cellistin in Worms und geht vielseitigen und sehr unterschiedlichen musikpädagogischen und künstlerischen Tätigkeiten nach. Ein pädagogischer Schwerpunkt liegt dabei in jüngster Zeit auf Projekten zu Wahrnehmungsschulung und Gehörbildung für Kinder und Jugendliche, sowie Kammermusikunterricht.
Daneben konzertiert sie regelmäßig u.a. mit dem Trio Circulo mit Olga Nodel und Christian Schmitt, im Barockorchester Pulchra Musica  und bei spartenübergreifenden Projekten (Bildende Kunst,  Schauspiel, Pantomime, Kleinkunst). Außer Kammermusik und Nachwuchsförderung interessiert sie besonders die Aufführung vergessener Werke, z.B. des aus Worms stammenden Friedrich Gernsheim.

Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Viola

Igor Michalski wurde 1987 in Pulawy, Polen geboren und dort erhilt sein ersten Geigenunterich im Alter von 7 Jahren an der Staatlichen Musikschule. Nach fünf Jahren bestand er die Prüfungen für die Musikschule der I. und II. Stufe namens Karol Lipinski in Lublin und wechselte sein Instrument vom Geige zur Bratsche. Sein Abitur und Konzertdiplom machte er im Warschau in der Klasse von prof. Ryszard Duz. Im Jahr 2005 erhielt Auszeichunung im II. Allgemeinpolnischer Wettbewerb der Jungen Bratschisten in Wroclaw. Seit Wintersemester 2006 studierte er Bachelor of Musik-Bratsche an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Frau Prof. Naomi Seiler.

Seit 2009 ist er Mitglied des Archos-Quartetts und von April 2011 studierte er Master  Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stattgart. Erstmal bei dem Vogler Quartett und danach beim Prof. Gerhardt Schulz, Prof. Stefan Fehlandt und prof. Peter Buck. Im Jahre 2013/2014 war er mit dem  Artist Fellowship an der Guildhall School of Music and Drama in London ausgezeichnet. Seit Oktober 2015 studiert er mit dem Archos Quartett  Meisterklassenstudium Kammermusik Streichquartett an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. In den selben Jahr fängt er auch mit dem Jade Quartett zu spielen.

Seine Solistische und Kammermusikalische Ausbildung vertiefte er in zahlreichen Meisterkursen bei namhaften Musikern und Quartetten wie: Shmuel Ashkenazyl, Roberto Diaz,  Eberhardt Feltz, Ralf Gothoni, Philip de Groote, Yuko Inoue, Garfield Jackson, Hongang Li, Heime Müller, Carole Presland, Nicholas Pulos, Wolfgang Redik, Reni Reger, Piotr Reichert, Thomas Riebl, Paul Roczek, André J. Roy, Gerhardt Schulz, Milan Skampa, Gregor Sigl, Barry Snyderl, Balcea Quartet, Chilingirian Quartet, Cuarteto Casals, Endelion String Quartet, Hagen Quartett, Henschel Quartett, Kuss Quartett, Sirius Quartet, Skampa String Quartet, Takacs Quartet..

Im Jahr 2009/2010 machte er praktikum in der  Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Seit 2014 spielt eine regelmäsige Aushilfe bei Philharmonie Baden-Bade und wirkt zusammen mit Orchestern wie: Kammersinfornie Stuttagrt, Ensamble Musika Viva Stuttgart, Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim, Dogma Chamber Orchestra.

Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita | Violine

Koji Morishita begann seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von vier Jahren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches musisches Talent. Als gerade Achtjähriger war er in einem öffentlichen Konzert mit New Orleans Philharmonic Orchestra in den USA zu hören. Nach seinem Abschluss an der Toho Gakuen School of Music in Japan erhielt er ein Stipendium für weitere Studien in den USA. Dort setzte er seine Ausbildung bei Dorothy Delay in Cincinnati, Ohio, fort und gewann den begehrten Honor’s Price.
Nach einem erfolgreichen Abschluss kehrte Koji nach Japan zurück um von 1988 bis 1992 mit dem bekannten Cellist Kenichiro Yasuda und seinem Quartett zu konzertieren. Zahlreiche weitere Auftritte als Solist wie auch mit diversen Kammermusikgruppen kamen in dieser Zeit hinzu.
Seit 1989 ist der Geiger auch in mehreren Orchestern aktiv, so wurde er zunächst Mitglied Saito Kinen Orchestra (Seiji Ozawa, Dirigent). Als Konzertmeister ging er mit dem Sendai Philharmonic Orchestra immer wieder international auf Tournee.
Sogar eine eigene Konzertreihe rief Koji Morishita ins Leben, in der er unter dem Motto “Klassik für Alle“ ein breiteres Publikum anspricht. So gab er in zwölf verschiedenen japanischen Städten umjubelte Konzerte mit dem Gitarristen Shinichi Fukuda, bei denen das Duo nie gehörte oder unbekannte Werke präsentierte.
Das musikalische Talent des Geigers wurde nunmehr auch offiziell von der Stadt Hamamatsu und dem Präfekten der Region Miyagi gewürdigt.
Seit 2001 hat Koji Morishita die Solo Konzertmeisterposition des Osaka Symphony Orchestra inne.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.