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ROMANTISCHE KLAVIERTRIOS

Kathrin Rabus
Kathrin Rabus
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Sillenstede | Kirche

24. Juni 2018
17:00 Uhr

Programm

ROMANTISCHE KLAVIERTRIOS

Johannes Brahms Klaviertrio C-Dur op. 87
Franz Schubert Klaviertrio Es-Dur op. 100

KATHRIN RABUS Violine
LEONID GOROKHOV Violoncello
IWAN KÖNIG Klavier

 

Zum Konzert

Nach ihrem umjubelten Konzert zum Auftakt des Musikalischen Sommers 2017 kehren Kathrin Rabus, 1. Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie, und der international gefeierte Cellist Leonid Gorokhov zurück, um gemeinsam mit dem Festivalleiter Iwan König zwei große romantische „Schlachtrösser“ der Klaviertrio-Literatur zu präsentieren:

Franz Schuberts in seinem letzten Lebensjahr komponiertes Klaviertrio Es-Dur präsentiert sich mit seinem Pendeln zwischen Energie, melodischer Lyrik und wienerischem Charme heiter und gelöst; so gar nichts lässt Schuberts baldigen Tod ahnen. Gegenüber dem „Vielschreiber“ Schubert ist die Werkzahl von Johannes Brahms aufgrund  seiner überaus scharfen Selbstkritik nur sehr klein. Das 1880 begonnene Klaviertrio in C-Dur hielt jedoch seinem kritischen Urteil („Ohr-teil“) stand, und auch die Freundin Clara Schumann war begeistert: „Welch ein prachtvolles Werk ist das wieder! Wie vieles entzückt mich darin, wie blättert sich da immer ein Motiv aus dem anderen!“

kultureller Streifzug

Die Kirche in Waddewarden – Führung
Die St. Johannes Kirche in Waddewarden wurde 1246 erbaut. Die Apsis besteht aus Granitquadern und Backstein. Die vier Domikalgewölbe und die Südwand stürzten im 14. Jahrhundert ein, die Westwand im 19. Jahrhundert. Aus der Zeit vor der Reformation hat die Kirche ihr Patrizonium behalten, die Sakramentsnische, mehrere Sarkophagdeckel und den Taufstein aus schwarzem Kalkstein. Nachreformatorisch sind Orgel, Kanzel, Altarretabel und die Ausmalung der Balkendecke.

Treffpunkt: Sillensteder Straße 10; 26434 Waddewarden
Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Kathrin Rabus
Kathrin Rabus
Kathrin Rabus | Violine

Ihr Studium der Violine absolvierte Kathrin Rabus in Basel bei Sandor Zöldy, in Tel Aviv bei Pjotr Bondarenko und in New York bei Dorothy DeLay. Meisterkurse bei Nathan Milstein, Henryk Szeryng und Gidon Kremer rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. Ein entscheidender Meilenstein ihrer internationalen Karriere war der 1. Preis der Bundesauswahl „Podium junger Solisten“ im Jahre 1979, gefolgt vom Internationalen Wettbewerb für Violine „Tibor Varga“ im Jahre 1987.

Seit 1988 ist Rabus erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie, wobei sie sich als erste Frau in einem deutschen Rundfunksymphonieorchester diese Position erspielte. Sie  ist ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem „Schleswig-Holstein Musik Festival“, dem „Rheingau Musik Festival“ und  beim „Jerusalem Chamber Music Festival“ in Israel. Unter ihren CD-Einspielungen finden sich Haydns „Die sieben letzten Worte“ und Schnittkes Klavierquintett, die sie mit Gidon Kremer als dessen Kammermusikpartnerin aufnahm. 1999 wurde Rabus mit dem renommierten ECHO Klassik-Preis in der Kategorie Kammermusik geehrt.

Seit 1999 ist Rabus Geigerin des Kandinsky Streichtrios, zudem musiziert sie regelmäßig mit dem Ensemble „Capella Andrea Barca“ von Andras Schiff. Das Arte Ensemble, eine Kammermusikvereinigung aus Solisten der NDR-Radiophilharmonie, die u.a. mit Dominique Horwitz und Herbert Feuerstein auftritt, steht unter Rabus` künstlerischer Leitung.

Als Solistin trat sie u.a. mit Bartoks 2.Violinkonzert sowie dem Violinkonzert und der „Fantasie“ von Schumann auf. Ein starkes Interesse gilt auch der zeitgenössischen Musik, so spielte sie die Uraufführung von „Silenzio“ von Sofia Gubaidulina, das sie ebenfalls auf CD einspielte und auch die Ersteinspielung des Violinkonzerts von Daniel Schnyder unter dem Dirigat von Kristjan Järvi.

Die Förderung des musikalischen Nachwuchses liegt der Künstlerin ebenso am Herzen: ihre Lehr- und Dozententätigkeit führte sie zum Bundesjugendorchester, zur Japanischen Kammermusik- und Orchesterakademie Toyama, zur Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, zur Villa Musica Mainz und zur Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Leonid Gorokhov | Foto: Jill Furmanovsky
Leonid Gorokhov | Foto: Jill Furmanovsky
Leonid Gorokhov | Violoncello

Leonid Gorokhov studierte Violoncello am St. Petersburg Konservatorium bei Anatoli Nikitin und nahm an Meisterkursen von Daniil Shafran teil. Er ist der einzige russische Cellist, der den Grand Prix sowie den ersten Preis beim Geneva Concours (1986) gewann. 1995 verlieh ihm die European Association for Encouragement of the Arts den Cultural Achievement Prize für „außergewöhnliches Talent und herausragende künstlerische Fähigkeiten“.

1991 debütierte Leonid Gorokhov als Solist mit dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg, dirigiert von Lord Menuhin. Konzerte mit den Orchestern in Bergen, Berlin und dem Royal Philharmonic English Symphony Orchestra, dem Sinfonia Varsovia und in der Züricher Tonhalle folgten. Vier Jahre darauf machte er, begleitet von der Ungarischen Philharmonie, eine große Konzerttournee durch Russland mit Edward Elgars Cellokonzert, wiederum dirigiert von Lord Menuhin.

Gorokhov konzertiert als Solist ebenso wie mit seinem Hermitage String Trio und im Duett mit den Pianisten Nikolai Demidenko, Niklas Sivelov und Kathryn Stott. Er gab bereits Konzerte auf der ganzen Welt mit zahllosen renommierten Orchestern und auf vielen Festivals. Kürzliche Engagements beinhalteten weitere Konzerte von Elgar-Werken mit dem Enescu Philharmonieorchester in Bukarest und von Walton-Werken mit dem Philharmonie Orchester in Großbritannien.

Gorokhovs Diskographie beinhaltet Aufnahmen von Boccherini, Debussy, Haydn, Kodaly, Martinu, Schostakowitsch und Tschaikowsky, von Martinu und Saint-Saens, Prokofjew oder Strawinsky. CDs sind bei den Labels Supraphon, Olympia Label, Cello Classic, AGPL und ASV Gold erschienen.

Gorokhov ist britischer Staatsbürger. Er war Professor an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zum Wintersemester 2008/2009 hat er den Ruf auf eine Professur für Violoncello an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover angenommen.