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Sebastian Manz & Martin Klett

Sebastian Manz | Foto © Marco Borggreve
Sebastian Manz | Foto © Marco Borggreve
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Dunum | Kirche

27. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

Witold Lutoslawski Dance Preludes
John Ireland Fantasy Sonata
Joseph Horovitz Sonatina
Igor Strawinsky 3 Stücke für Klarinette solo
Claude Debussy „12 Préludes“ für Klavier solo (Auswahl)
Claude Debussy Première Rhapsodie
John Novacek Four Rags for two Johns

SEBASTIAN MANZ Klarinette
MARTIN KLETT Klavier

 

Zum Konzert

Sebastian Manz und Martin Klett sind zwei absolute Vollblutmusiker, die vor Musizierlust nur so strotzen, und es ist unmöglich, sich von Ihrer Begeisterung für die Musik nicht anstecken zu lassen! Der ARD-Preisträger Manz und sein langjähriger Duopartner Klett, Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs und des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs, nehmen das Publikum mit auf einen Streifzug durch das Repertoire, das für ihre Instrumente im 20. Jahrhundert in Europa und Amerika erblühte.

Ausgehend von den auf polnischen Tanzrhythmen basierenden Preludes Witold Lutoslawskis und romantisch angehauchten Werken der beiden Engländer John Ireland und Joseph Horovitz, präsentieren sie neben Solowerken von Strawinsky und Debussy auch Debussys berühmte Première Rhapsodie, die der Komponist selbst als „eines seiner hübschesten Stücke“ bezeichnet haben soll. Mit John Novaceks Rags erklingt eine freche und virtuose Hommage an den „King of Ragtime“, Scott Joplin.

kultureller Streifzug

Die Marienkirche in Buttforde – Führung
Die um 1230 erbaute Granitquaderkirche birgt ein reiches Erbe aus Lettner, Heiligenstatuen, Flügelaltar und Granitbecken. Nach dem Einsturz der Domikalgewölbe wurde sie im 17. Jahrhundert flachgedeckt. Sehenswert sind die nachreformatorische Ausstattung aus Kanzel, Gestühl, Orgel und Beschriftung der Orgelbrüstung.

Treffpunkt: Kirche Buttforde, Neudorfer Weg, 26409 Wittmund
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Sebastian Manz Photo: Marco Borggreve
Sebastian Manz © Marco Borggreve
Sebastian Manz | Klarinette

Seine betörend schöne Tongebung und technische Souveränität suchen ihresgleichen, würdigt Holger Arnold im Fono Forum, einer der besten Klarinettisten des Landes, sagt das ZDF Morgenmagazin, er singt nicht nur mit der Klarinette, sondern er zaubert mit ihr, schwärmt MDR Kultur.

Dies ist nur eine Auswahl der hervorragenden Presseresonanz zum Album „Carl Maria von Weber: Complete Works for Clarinet“, das im Februar 2017 beim renommierten Label BERLIN CLASSICS (Edel) erschien. Die Aufnahme wurde in der Kategorie „Konzerte“ in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen: Diese Gesamtaufnahme der Klarinettenwerke von Carl Maria von Weber überzeugt auf der ganzen Linie. Sebastian Manz […] lotet seinen Part musikalisch feinsinnig aus und profiliert sich als ein souveräner Meister seines Instruments. Technische Brillanz, Kantabiliät und nuancenreiche Tonschönheit, Spielwitz und kreativer Umgang mit dem Text kommen hier auf beglückende Weise zusammen. […] Eine Einspielung wie aus einem Guss, rund und frisch. (Für die Jury: Norbert Hornig).  In der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres (Musik 19. Jhd.)“ erhält „Weber: Complete Works for Clarinet“ den ECHO Klassik: Für mich der krönende Höhepunkt meines Weber-Projekts – er macht mich glücklich und stolz und würdigt mein Album, in das ich jahrelange Arbeit und viel Geduld gesteckt habe, so der Klarinettist Sebastian Manz, für den es bereits der dritte ECHO Klassik ist.

Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Mit sechs Jahren singt Manz im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette, die ihn seit Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.

Den großen Durchbruch beschert Sebastian Manz der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im September 2008: Dort gewinnt er neben dem seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hat er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Martin Klett auch den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Seit 2010 ist Manz Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters.

In der Saison 2016/2017 gastiert Sebastian Manz als Solist beim Beethoven Orchester Bonn, dem Symphonieorchester Vorarlberg, den Hofer Symphonikern und der Württembergischen Philharmonie und tritt in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen auf. Der Sommer 2017 ist neben zahlreichen Auftritten bei internationalen Festivals vor allem geprägt durch eine Konzerttournee seines neuen Bläserquintetts „variation5“. Parallel zur ebenfalls bei Berlin Classics (Edel) erschienenen CD begeistert das Quintett bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Musikalischen Sommer Ostfriesland, dem Rheingau Musikfestival sowie dem Mosel Musikfestival. Seine Debüts beim NHK Symphony Orchestra in Tokio, beim Real Orquesta Sinfonica de Sevilla sowie eine erneute Zusammenarbeit mit dem Berner Symphonieorchester zählen zu den Höhepunkten der Saison 2017/2018. Kammermusikalisch arbeitet Sebastian Manz mit Ensembles wie dem casalQuartett, dem Danish String Quartet und dem Boulanger Trio ebenso zusammen wie mit den Pianisten Herbert Schuch und Martin Klett. Darüber hinaus vertieft er die Arbeit mit seinen internationalen Bläserkollegen Magali Mosnier, Ramón Ortega Quero, David Alonso und Marc Trénel im Rahmen des Ensembles „variation5“.

Seine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Diskografie zeigt eindrucksvoll Manz’ Gespür für besondere Inhalte und Gesamtkonzepte. Ebenso stellt er sein Talent fürs Arrangieren und Komponieren immer wieder auf seinen Alben und Konzerten unter Beweis.

Ab Sommer 2018 ist Sebastian Manz für zunächst 3 Jahre Mitglied im „CMS Two“-Programm der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York. Ebenso ist er ab 2018 künstlerischer Leiter des Festivals :alpenarte.

Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Sebastian Manz in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School“.

Martin Klett | Foto: Marco Borggreve
Martin Klett | Foto: Marco Borggreve
Martin Klett | Klavier

Als „unwiderstehlich frisch“ (Spiegel Online) oder „einfühlsam und selbstbewusst“ (Frankfurter Neue Presse) beschreibt die Presse das Spiel des Pianisten Martin Klett, welcher sich als Klaviersolist und Kammermusiker einen Namen gemacht hat. Er ist regelmäßig in Konzertsälen internationalen Renommees zu hören, darunter das Konzerthaus Dortmund, Gasteig München, Festspielhaus Baden-Baden sowie noch während deren Eröffnungssaison die Elbphilharmonie Hamburg.

Fast jährlich konzertiert er beim Schleswig-Holstein Musikfestival und wurde zum Heidelberger Frühling, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Lucerne Festival, dem Oberstdorfer Musiksommer und dem Grachtenfestival Amsterdam eingeladen. Weitere Engagements führten ihn nach China, Indonesien, Tunesien und auf Podien in ganz Europa.

Bislang sieben Kammermusik-CDs – erschienen bei Berlin Classics, Oehms Classics, CAvi und Genuin – dokumentieren Martin Kletts vielseitiges Schaffen. Sie erhielten phänomenale Rezensionen von Fachmagazinen wie The Strad, Rondo, Fono Forum, crescendo und im Rundfunk. Die aktuellste Einspielung mit Sebastian Manz „Weber: Sämtliche Werke für Klarinette“ erhielt 2017 den ECHO- Klassikpreis, den Supersonic-Award (pizzicato Magazin) und wurde in die Bestenliste des Preis der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Im Frühjahr 2018 erschien seine Debut-CD als Solist mit Werken von Guastavino und Rachmaninoff.

Zu Martin Kletts Kammermusikpartnern zählen namhafte Solisten, darunter ARD- und ECHO- Preisträger, Hochschulprofessoren und Konzertmeister renommierter Orchester. In den vergangenen Saisons musizierte er u.a. mit Veronika Eberle, Jonian Ilias Kadesha, Sarah Christian, Maximilian Hornung, Benedict Klöckner, Gabriel Schwabe sowie mit Ensembles wie dem Schumann Quartett, dem Danish String Quartet und amarcord. Außerdem wurde er für gemeinsame Projekte von Sabine Meyer, Isang Enders u.v.a. eingeladen.

Vorausgegangen sind Martin Kletts Karriere eine Reihe von Wettbewerbserfolgen im Jahr 2008. Beim Internationalen Johannes Brahms-Wettbewerb erhielt er den ersten Preis und erspielte sich kurz zuvor mit dem Klarinettisten Sebastian Manz den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs. Geboren 1987 und seit frühen Kindertagen am Klavier, prägte ihn während des Studiums insbesondere sein langjähriger Mentor Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck. Weitere Impulse erhielt er durch Leon Fleisher, Elisabeth Leonskaja, Gerhard Schulz und Pascal Devoyon. Inzwischen lehrt er selbst an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und gab Meisterkurse in Südostasien.

Einer jungen und offenen Musikergeneration angehörend, bewegt sich Martin Klett virtuos und mit großer Neugierde zwischen den Genres. Insbesondere mit seinem Cuarteto SolTango mischt er Klassikpodien und Kultursender auf. So entstand 2018 bereits das dritte Album des Ensemble beim Deutschlandfunk Köln für das Kammermusiklabel CAvi.