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MATINÉE MUSICALE: „Miniaturen“

Miriam Overlach | Foto © Sarah Wijzenbeek
Miriam Overlach | Foto © Sarah Wijzenbeek
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Oudeschans (NL) | Kirche

15. Juli 2018
11:00 Uhr

Programm

„MINIATUREN“

Johann Christian Bach Trio für Violine, Harfe und Cello
Arvo Pärt „Spiegel im Spiegel“
Wim Stoppelenburg Duo für Viola und Cello (UA)
Michail Glinka Drei Lieder
Richard Strauss Variationen über ein bayerisches Volkslied
Michail Glinka „Mozart-Variationen“ für Harfe
Maurice Ravel „Habanera“ für Violine und Harfe
Manuel de Falla „Siete canciones“ für Violine und Harfe
Alfred Holy Humoresque op. 27

MIRIAM OVERLACH Harfe
SUSANNE ZAPF Violine
PETRA WOLFF Viola
CHRISTOPH OTTO BEYER Violoncello

 

Zum Konzert

Einmal mehr ist die in den Niederlanden lebende Harfenistin Miriam Overlach in Oudeschans als Künstlerin des Musikalischen Sommers zu erleben. Zusammen mit den langjährigen „Sommergefährten“  Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Cello) sowie mit der für ihre große stilistische Bandbreite bekannten Geigerin Susanne Zapf aus Berlin werden Miniaturen und Raritäten in der familiären Atmosphäre der kleinen Kirche zu Oudeschans dargeboten. Auch eine Uraufführung des Niederländers Wim Stoppelenburg (*1943) steht auf dem Programm dieser „Matinée musicale“.

kultureller Streifzug

Rundgang durch das Festungsdorf Oudeschans
1593 gründete Graf Wilhelm Ludwig von Nassau im 80-jährigen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien die Festung Oudeschans. Ursprünglich lag die Schanze am Dollart; nach den ersten Einpolderungen wurde weiter nördlich eine neue errichtet, das heutige Bad Nieuweschans. Das Festungsdorf mit seinen Festungswällen, dem alten Straßenmuster und der Kirche aus dem Jahre 1626 hat heute 108 Einwohner. In der Garnisonskirche finden bereits seit 40 Jahren Kammermusikkonzerte statt.

Treffpunkt: „De Pikenier“, Voorstraat 21, 9696 XG Oudeschans
Uhrzeit: 13:00-14:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Harfe

Miriam Overlach, Harfenistin und innovative Musikerin bewegt sich in ihrem Arbeiten immer zwischen dem Bewahren von Traditionen einerseits und Erneuerung und Grenzüberschreitung andererseits. Sie spielt in Ensembles für neue Musik und Orchestern, tritt als Solistin und Kammermusikerin auf, improvisiert mit Musikern aus Klassik und Jazz und arbeitet mit Künstlern anderer Disziplinen.Miriam war erste Preisträgerin des Vriendenkrans Concours (Solistenwettbewerb des Concertgebouw Amsterdam) sowie des Niederländischen Harfenwettbewerbes 2007, des Grachtenfestival Conservatorium Concours 2006 und des Internationaal Harp Concours Martine Géliot 2002. 2008 erhielt sie im Deutschen Musikwettbewerb einen Stipendienpreis und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

In den letzten Jahren gab Miriam zahlreiche Solo- und Kammermusikrecitals in den Niederlanden und Deutschland u.a. im Kleinen Saal des Concertgebouw Amsterdam, im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover, im Musikverein Bamberg, und im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und dem Peter de Grote Festival. Nach dem erscheinen ihrer Solo-CD 2008 brachte sie 2010 zwei Kammermusik CDs heraus: Die eine mit ihrem Ensemble Lumaka mit dem sie 2009 den Preis des besten debütierenden niederländischen Ensembles erhielt, die andere ‘Noel de France’ mit Kammermusik des frühen 20sten Jahrhundert zum Thema Weihnachten beim deutschen Label Kamprad.Miriam spielt regelmässig mit dem Concertgebouw Orchester, den Niederländischen Radioorchestern, dem Nederlands Philharmonisch Orkest und dem Gelders Orkest und ist gern gesehener Gast in Ensembles für zeitgenössische Musik, wie dem Asko|Schönberg und Ensemble Modern Frankfurt.

Aus Miriams Neugier an aktuellen Entwicklungen in Kunst und Musik ergaben sich verschiedene Tätigkeitsfelder im Bereich alternative Konzertformen und Musiktheater, wie z.B. in Produktionen mit Corrie van Binsbergen, Musiktheater Transparant und Radio Kootwijk Live. Ihre Liebe zu zeitgenössischer Musik findet sich in diversen Zusammenarbeiten mit Komponisten und improvisierenden Musikern wieder, sowie auch in der im letzten Jahr entstandenen Homepage www.composingforharp.com.Miriam studierte bei Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam und erhielt ihr Masterexamen 2006 mit Auszeichnung. Sie nahm an Meisterkursen bei Frans van Ruth, Brigitte Sylvestre, Emilia Moskvitina, Isabelle Perrin und Frédérique Cambreling teil. 2007/08 war sie Mitglied der Luzern Festival Academy wo sie unter Peter Eötvös und Pierre Boulez spielte und u.a. in Japan und der Carnegiehall in New York auftrat.

http://www.miriamoverlach.com/

Petra Wolff | Foto: Mirko Burggraben
Petra Wolff | Foto: Mirko Burggraben
Petra Wolff | Viola

Petra Wolff erhielt mit acht Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Nach einigen Auszeichnungen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ studierte sie zunächst bei Prof. Helga Thoene an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und beendete dann in Trossingen bei Prof. Wolfram König mit einem Künstlerischen Abschluss ihr Violin-Studium. Wolfram König animierte sie, auch das Bratschenspiel zu erlernen. So erweiterte sich zunehmend die Palette ihrer musikalischen Betätigungsfelder. Sie war Mitglied des Bundesstudentenorchesters, des Lamberti-Quartettes mit ihrem Lehrer, des Onyx-Ensembles mit z.B. Dimitri Ashkenazy und musizierte im Festival „Musikalischer Sommer in Ostfriesland“ mit Mitgliedern des Trio Parnassus, Ja-de-Quartett, Faust-Quartett, Prof. Akio und Rie Koyama, Ovidiu Badila, Philippe Graffin, Sebastian Hess, Iwan und Franziska König, Prof. Chen Halevi, Stephan Schmidt, u.v.a.

2002 begann sie unter Johannes Goritzkis Leitung, in der Deutschen Kammerakademie Neuss zu spielen, von der sie über mehrere Jahre ein Stipendium erhielt. Sie wirkte an CD-Produktionen der letzten Jahre mit und hatte diverse auch solistische Auftritte mit diesem Or-chester, z.B. während einer Südamerikatournee in Buenos Aires und im Mozarteum Salzburg. Zurzeit spielt sie dort als Stimmführerin der 2. Geigen. Die Arbeit mit Ralf Gothoni, Johannes Goritzki, Reinhard Goebel, Andreij Boreiko, Lev Markiz und Lavard Skou-Larsen hatte großen Einfluss auf ihr Spiel. Außerdem widmete sie sich einige Jahre im Ensemble „Operassion“ dem „Tango nuevo“ von Astor Piazolla in Quintett-Besetzung und spielte auf den Ludwigsburger Schlossfestspielen und zur Eröffnung des neuen Kammermusiksaales in Seoul.

Petra Wolff beschäftigt sich zunehmend auch mit der Historischen Aufführungspraxis und scheut sich nicht, ständig zwischen moderner Geige und Bratsche und Instrumenten in alter Mensur zu wechseln. Als Orchestermusikerin wird sie deutschlandweit regelmäßig engagiert und parallel dazu unterrichtet sie an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen e.V. erfolgreich Geige und Bratsche.

Christoph Beyer Foto Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer, Foto © Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer | Violoncello

Christoph Otto Beyer, geboren in Aurich/Ostfriesland, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren bei Zsigmond Fehér. Bis zum Abitur am Mariengymnasium in Jever erhielt er weiteren Unterricht bei Irmgard Jensen und Rolf Kroke. Dem Zivildienst folgte das Studium von Schulmusik, Geschichte und Violoncello in Hannover. Das Cellostudium vertiefte Beyer dort bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck (1994 Künstlerisches Examen mit „sehr gut“). Meisterkurse bei Klaus Storck und Julius Berger sowie Einzelstunden bei Rudolf Metzmacher schlossen sich an.

Schon während des Studiums hielt Beyer einen Lehrauftrag für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er 1997 nach Aurich zurückkehrte, um dort als Lehrkraft an beiden Gesamtschulen und als Orchesterleiter (Ostfriesisches Kammerorchester und Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester) tätig zu werden. Eine rege Konzerttätigkeit zeichnet Beyer aus, der neben dem modernen Cello auch mit Barockcello und Violoncello piccolo auftritt. Als Solist mit Orchester hat Beyer Konzerte von Vivaldi, Monn, A.Fils, C.P.E.Bach, Haydn, F.H.Graf, Brahms, Reinecke und Gubaidulina aufgeführt, im Bereich der Neuen Musik erfolgten darüber hinaus u.a. Uraufführungen von Charlotte Seither, Harald Münz und Willem Stoppelenburg.

Die Teilnahme an diversen Festivals wie den Göttinger Händelfestspielen, den Hannoverschen Tagen für Neue Musik, den Dornumer Kammermusiktagen und dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland unterstreicht Beyers musikalische Neugierde, die ihn auch gelegentlich zu kompositorischen Ausflügen führt. Auf CD sind u.a. Produktionen mit dem Knabenchor Hannover (Solocello im Requiem von Duruflé), Produktionen mit iranischer Musik und mit dem Bremer Ensemble „Mellow Melange“ entstanden. Im Mai 2012 erschien die CD „…für Violoncell allein…“ mit Solowerken von Reger, Beyer und Bach (Starfish-music.de). Christoph Otto Beyer spielt eine Kopie des „Shapiro-Gofriller 1727“ aus der Werkstatt des Oldenburger Geigenbauers Martin Michalke.