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„UN-ERHÖRTES“: Schlosskonzert

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Foto © Karsten Gleich
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Gödens | Schloss

28. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„UN-ERHÖRTES“

Antonín Dvorák
Romanze Nr. 1 aus „4 Romantische Stücke“ op.75
Gabriel Fauré
Romanze op. 28
Ludwig van Beethoven
Streichquartett cis-Moll, op. 131
Richard Strauss Violinsonate Es-Dur, op. 18

FRANZISKA KÖNIG Violine
KOJI MORISHITA Violine
IGOR MICHALSKI Viola
KATHARINA SCHMITT Violoncello
YOKO KAWABATA Klavier
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Ludwig van Beethovens 1826 komponiertes vorletztes Streichquartett op. 131 – von Robert Schumann hymnisch als eine „Kostbarkeit erster Größe“ bezeichnet – überstieg seinerzeit  allein schon in der Folge von sieben pausenlos gespielten Sätzen alles bisher Bekannte. Die abrupten Wechsel von gegensätzlichen Stimmungen und verschiedenen Satzformen waren für Beethovens Zeitgenossen absolut “un-erhört”, faszinierend und auch ein wenig verstörend.

In der Violinsonate des jungen Richard Strauss klingt schon deutlich die süffige Tonsprache des großen Opernkomponisten an, der er einmal werden sollte. Das dreisätzige Klanggemälde verdankt seinen Zauber vermutlich auch der Tatsache, dass Strauss zur Zeit der Entstehung heftigst für seine spätere Gattin Pauline entflammt war.

kultureller Streifzug

Rundgang durch Neustadtgödens - Stadtführung
Neustadtgödens ist ein von holländischen Glaubensflüchtlingen im 16. Jh. gegründeter ehemaliger Sielhafenort. Seine  außergewöhnliche Geschichte ist geprägt durch die religiöse Toleranz der Besitzer der „Herrlichkeit Gödens“, die zum Bau von fünf Gotteshäusern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften führte. Die heutigen Bewohner haben diese Geschichte durch viele schmückende Zeichen sichtbar gemacht.

Treffpunkt: Landrichterhaus, Brückstraße 19, 26452 Neustadtgödens
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Katharina Schmitt
Katharina Schmitt
Katharina Schmitt | Violoncello

Katharina Schmitt wurde in Stuttgart geboren. Auf ihr Cellostudium in Freiburg und Trossingen (Künstlerische Abschlussprüfung bei Prof. Gerhard Hamann) folgten viele Stationen an deutschen Orchestern und Musikschulen, einige Jahre im Streichquartett, Fortbildungen im Bereich Alte Musik, Blockflöte, Gesang, Viola da Gamba, Vokalensemble, Improvisation, mentales Training.
Seit 2004 lebt die Cellistin in Worms und geht vielseitigen und sehr unterschiedlichen musikpädagogischen und künstlerischen Tätigkeiten nach. Ein pädagogischer Schwerpunkt liegt dabei in jüngster Zeit auf Projekten zu Wahrnehmungsschulung und Gehörbildung für Kinder und Jugendliche, sowie Kammermusikunterricht.
Daneben konzertiert sie regelmäßig u.a. mit dem Trio Circulo mit Olga Nodel und Christian Schmitt, im Barockorchester Pulchra Musica  und bei spartenübergreifenden Projekten (Bildende Kunst,  Schauspiel, Pantomime, Kleinkunst). Außer Kammermusik und Nachwuchsförderung interessiert sie besonders die Aufführung vergessener Werke, z.B. des aus Worms stammenden Friedrich Gernsheim.

Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Viola

Igor Michalski wurde 1987 in Pulawy, Polen geboren und dort erhilt sein ersten Geigenunterich im Alter von 7 Jahren an der Staatlichen Musikschule. Nach fünf Jahren bestand er die Prüfungen für die Musikschule der I. und II. Stufe namens Karol Lipinski in Lublin und wechselte sein Instrument vom Geige zur Bratsche. Sein Abitur und Konzertdiplom machte er im Warschau in der Klasse von prof. Ryszard Duz. Im Jahr 2005 erhielt Auszeichunung im II. Allgemeinpolnischer Wettbewerb der Jungen Bratschisten in Wroclaw. Seit Wintersemester 2006 studierte er Bachelor of Musik-Bratsche an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Frau Prof. Naomi Seiler.

Seit 2009 ist er Mitglied des Archos-Quartetts und von April 2011 studierte er Master  Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stattgart. Erstmal bei dem Vogler Quartett und danach beim Prof. Gerhardt Schulz, Prof. Stefan Fehlandt und prof. Peter Buck. Im Jahre 2013/2014 war er mit dem  Artist Fellowship an der Guildhall School of Music and Drama in London ausgezeichnet. Seit Oktober 2015 studiert er mit dem Archos Quartett  Meisterklassenstudium Kammermusik Streichquartett an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. In den selben Jahr fängt er auch mit dem Jade Quartett zu spielen.

Seine Solistische und Kammermusikalische Ausbildung vertiefte er in zahlreichen Meisterkursen bei namhaften Musikern und Quartetten wie: Shmuel Ashkenazyl, Roberto Diaz,  Eberhardt Feltz, Ralf Gothoni, Philip de Groote, Yuko Inoue, Garfield Jackson, Hongang Li, Heime Müller, Carole Presland, Nicholas Pulos, Wolfgang Redik, Reni Reger, Piotr Reichert, Thomas Riebl, Paul Roczek, André J. Roy, Gerhardt Schulz, Milan Skampa, Gregor Sigl, Barry Snyderl, Balcea Quartet, Chilingirian Quartet, Cuarteto Casals, Endelion String Quartet, Hagen Quartett, Henschel Quartett, Kuss Quartett, Sirius Quartet, Skampa String Quartet, Takacs Quartet..

Im Jahr 2009/2010 machte er praktikum in der  Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Seit 2014 spielt eine regelmäsige Aushilfe bei Philharmonie Baden-Bade und wirkt zusammen mit Orchestern wie: Kammersinfornie Stuttagrt, Ensamble Musika Viva Stuttgart, Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim, Dogma Chamber Orchestra.

Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita | Violine

Koji Morishita begann seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von vier Jahren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches musisches Talent. Als gerade Achtjähriger war er in einem öffentlichen Konzert mit New Orleans Philharmonic Orchestra in den USA zu hören. Nach seinem Abschluss an der Toho Gakuen School of Music in Japan erhielt er ein Stipendium für weitere Studien in den USA. Dort setzte er seine Ausbildung bei Dorothy Delay in Cincinnati, Ohio, fort und gewann den begehrten Honor’s Price.
Nach einem erfolgreichen Abschluss kehrte Koji nach Japan zurück um von 1988 bis 1992 mit dem bekannten Cellist Kenichiro Yasuda und seinem Quartett zu konzertieren. Zahlreiche weitere Auftritte als Solist wie auch mit diversen Kammermusikgruppen kamen in dieser Zeit hinzu.
Seit 1989 ist der Geiger auch in mehreren Orchestern aktiv, so wurde er zunächst Mitglied Saito Kinen Orchestra (Seiji Ozawa, Dirigent). Als Konzertmeister ging er mit dem Sendai Philharmonic Orchestra immer wieder international auf Tournee.
Sogar eine eigene Konzertreihe rief Koji Morishita ins Leben, in der er unter dem Motto “Klassik für Alle“ ein breiteres Publikum anspricht. So gab er in zwölf verschiedenen japanischen Städten umjubelte Konzerte mit dem Gitarristen Shinichi Fukuda, bei denen das Duo nie gehörte oder unbekannte Werke präsentierte.
Das musikalische Talent des Geigers wurde nunmehr auch offiziell von der Stadt Hamamatsu und dem Präfekten der Region Miyagi gewürdigt.
Seit 2001 hat Koji Morishita die Solo Konzertmeisterposition des Osaka Symphony Orchestra inne.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.