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„ROSAMUNDE“: Sommerliebe-Quartett

Eröffnungskonzert - Sommerliebe Quartett Foto: Karsten Gleich
Sommerliebe-Quartett | Foto © Karsten Gleich
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Dornum | Schloss

26. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

„ROSAMUNDE“
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Franz Schubert Streichquartett „Rosamunde“ in a-Moll
Roland Leistner-Mayer 2. Streichtrio op. 152 (Uraufführung)
Maurice Ravel Streichquartett Nr. 2 in F-Dur op. 35
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SOMMERLIEBE-QUARTETT:
FRANZISKA KÖNIG Violine
FRANZ KUO-CHANG CHIEN Violine
PETRA WOLFF Viola
CHRISTOPH OTTO BEYER Violoncello
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Zum Konzert

Als Fingerübung auf dem „Weg zur grossen Sinfonie“ komponierte Franz Schubert 1824 ein a-moll Quartett, das den Beinamen „Rosamunde“ aufgrund seines Variationssatzes über ein Thema aus Schuberts Musik zum dem gleichnamigen Schauspiel erhielt. Es sollte das einzige Streichquartett Schuberts bleiben, das zu seinen Lebzeiten öffentlich aufgeführt wurde – mit großem Erfolg! Dieser blieb dem Streichquartett von Maurice Ravel, zumindest bei seiner Uraufführung, versagt. Ausgerechnet der Widmungsträger, Ravels Lehrer Gabriel Fauré, hatte zu mäkeln. Kein Wunder, sind die rhythmische Finesse und schillernden Klangfarben des Quartettes doch weniger vom Stil Faurés, als von der wesentlichen kühneren Musiksprache Claude Debussys beeinflusst. Als „music minus one“ soll das Streichtrio einmal von bösen Zungen geschmäht worden sein. Wie vollkommen Werke in dieser Form jedoch klingen können, beweist Roland Leistner-Mayer in seinem 2. Streichtrio, das beim Musikalischen Sommer seine Uraufführung erlebt.

kultureller Streifzug

DIE HERRLICHKEIT DORNUM – Stadtrundgang
Dornum war Sitz der ostfriesischen Häuptlingsfamilie von Closter. Von der einstigen Pracht zeugen das barocke Wasserschloss „Norderburg“, das zu den schönsten Anlagen Ostfrieslands gehört, die Beningaburg und die reich ausgestattete St. Bartholomäuskirche aus dem 13. Jahrhundert. Ihre aufwendig restaurierte Gruft beherbergt acht Särge der Häuptlingsfamilie. Einzigartig ist ihre Holy-Orgel von 1710.

Treffpunkt: St. Bartholomäuskiche, Kirchstr. 19, 26553 Dornum (Parkplatz an der L7)
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

 

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Petra Wolff | Foto: Mirko Burggraben
Petra Wolff | Foto: Mirko Burggraben
Petra Wolff | Viola

Petra Wolff erhielt mit acht Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Nach einigen Auszeichnungen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ studierte sie zunächst bei Prof. Helga Thoene an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und beendete dann in Trossingen bei Prof. Wolfram König mit einem Künstlerischen Abschluss ihr Violin-Studium. Wolfram König animierte sie, auch das Bratschenspiel zu erlernen. So erweiterte sich zunehmend die Palette ihrer musikalischen Betätigungsfelder. Sie war Mitglied des Bundesstudentenorchesters, des Lamberti-Quartettes mit ihrem Lehrer, des Onyx-Ensembles mit z.B. Dimitri Ashkenazy und musizierte im Festival „Musikalischer Sommer in Ostfriesland“ mit Mitgliedern des Trio Parnassus, Ja-de-Quartett, Faust-Quartett, Prof. Akio und Rie Koyama, Ovidiu Badila, Philippe Graffin, Sebastian Hess, Iwan und Franziska König, Prof. Chen Halevi, Stephan Schmidt, u.v.a.

2002 begann sie unter Johannes Goritzkis Leitung, in der Deutschen Kammerakademie Neuss zu spielen, von der sie über mehrere Jahre ein Stipendium erhielt. Sie wirkte an CD-Produktionen der letzten Jahre mit und hatte diverse auch solistische Auftritte mit diesem Or-chester, z.B. während einer Südamerikatournee in Buenos Aires und im Mozarteum Salzburg. Zurzeit spielt sie dort als Stimmführerin der 2. Geigen. Die Arbeit mit Ralf Gothoni, Johannes Goritzki, Reinhard Goebel, Andreij Boreiko, Lev Markiz und Lavard Skou-Larsen hatte großen Einfluss auf ihr Spiel. Außerdem widmete sie sich einige Jahre im Ensemble „Operassion“ dem „Tango nuevo“ von Astor Piazolla in Quintett-Besetzung und spielte auf den Ludwigsburger Schlossfestspielen und zur Eröffnung des neuen Kammermusiksaales in Seoul.

Petra Wolff beschäftigt sich zunehmend auch mit der Historischen Aufführungspraxis und scheut sich nicht, ständig zwischen moderner Geige und Bratsche und Instrumenten in alter Mensur zu wechseln. Als Orchestermusikerin wird sie deutschlandweit regelmäßig engagiert und parallel dazu unterrichtet sie an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen e.V. erfolgreich Geige und Bratsche.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.

Christoph Beyer Foto Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer, Foto © Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer | Violoncello

Christoph Otto Beyer, geboren in Aurich/Ostfriesland, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren bei Zsigmond Fehér. Bis zum Abitur am Mariengymnasium in Jever erhielt er weiteren Unterricht bei Irmgard Jensen und Rolf Kroke. Dem Zivildienst folgte das Studium von Schulmusik, Geschichte und Violoncello in Hannover. Das Cellostudium vertiefte Beyer dort bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck (1994 Künstlerisches Examen mit „sehr gut“). Meisterkurse bei Klaus Storck und Julius Berger sowie Einzelstunden bei Rudolf Metzmacher schlossen sich an.

Schon während des Studiums hielt Beyer einen Lehrauftrag für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er 1997 nach Aurich zurückkehrte, um dort als Lehrkraft an beiden Gesamtschulen und als Orchesterleiter (Ostfriesisches Kammerorchester und Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester) tätig zu werden. Eine rege Konzerttätigkeit zeichnet Beyer aus, der neben dem modernen Cello auch mit Barockcello und Violoncello piccolo auftritt. Als Solist mit Orchester hat Beyer Konzerte von Vivaldi, Monn, A.Fils, C.P.E.Bach, Haydn, F.H.Graf, Brahms, Reinecke und Gubaidulina aufgeführt, im Bereich der Neuen Musik erfolgten darüber hinaus u.a. Uraufführungen von Charlotte Seither, Harald Münz und Willem Stoppelenburg.

Die Teilnahme an diversen Festivals wie den Göttinger Händelfestspielen, den Hannoverschen Tagen für Neue Musik, den Dornumer Kammermusiktagen und dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland unterstreicht Beyers musikalische Neugierde, die ihn auch gelegentlich zu kompositorischen Ausflügen führt. Auf CD sind u.a. Produktionen mit dem Knabenchor Hannover (Solocello im Requiem von Duruflé), Produktionen mit iranischer Musik und mit dem Bremer Ensemble „Mellow Melange“ entstanden. Im Mai 2012 erschien die CD „…für Violoncell allein…“ mit Solowerken von Reger, Beyer und Bach (Starfish-music.de). Christoph Otto Beyer spielt eine Kopie des „Shapiro-Gofriller 1727“ aus der Werkstatt des Oldenburger Geigenbauers Martin Michalke.