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„EIN STRAUSS FRANZÖSISCHES“

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits | Foto © Nancy Horowitz
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Pewsum | Nicolai-Kirche

29. Juli 2017
20:00 Uhr

Programm

EIN STRAUSS FRANZÖSISCHES

Richard Strauss Klavierquartett in c-moll
Claude Debussy Sonate für Violoncello und Klavier
Maurice Ravel Sonate für Violine und Klavier

VALERIE LEOPOLD Violine
FRANZ KUO-CHANG CHIEN Violine
IGOR MICHALSKI Viola
RUDOLF LEOPOLD Violoncello
ANNA MAGDALENA KOKITS Klavier
IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Der 18-jährige Richard Strauss fertigte sein Klavierquartett 1883 angeblich in der Katerstimmung einer verflossenene Liebe – das erklärt vielleicht die Wahl der gemeinhin mit Melancholie apostrophierten Tonart c-moll. Das brahmsisch angehauchte Werk bürgt schon von großer Meisterschaft – 1885 erhielt Strauss dafür den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des Berliner Tonkünstlervereins.

Maurice Ravels letztes Kammermusikwerk ist eine dreisätzige Violinsonate, in der er in jedem Satz einen anderen musikalischen Aspekt in den Vordergrund stellte: schillernd tanzender Klang zur Eröffnung, anschließend Blues-Rhythmus, zum Beschluss rasanteste Bewegung. Während Ravel sich den neuen Strömungen des Jazz zuwandte, besann sich Claude Debussy in seiner 1915 komponierten Cellosonate auf barocke Satztechniken der französischen Musiktradition Couperins und Rameaus.

kultureller Streifzug

Malerei – Grafik – Installationen: Besuch bei Margit und Rolf Hillen
Während einer Führung zeigen Margit und Rolf Hillen in ihrer Galerie Malereien, Grafiken, Skulpturen, Buchobjekte und Keramiken und geben Informationen über ihre Projekte: „Winterreise”, „Die schöne Müllerin” und „Mein Vaterland”. Anschließend erklären sie in der Mal- und Druckwerkstatt. verschiedene Druckverfahren – unter anderem Radierung und Buchdruck – an historischen Geräten.

Treffpunkt: Werkstatt und Galerie im Malerhaus, Kommune Chaussee 1a, 26736 Krummhörn-Hamswehrum
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Viola

Igor Michalski wurde 1987 in Pulawy, Polen geboren und dort erhilt sein ersten Geigenunterich im Alter von 7 Jahren an der Staatlichen Musikschule. Nach fünf Jahren bestand er die Prüfungen für die Musikschule der I. und II. Stufe namens Karol Lipinski in Lublin und wechselte sein Instrument vom Geige zur Bratsche. Sein Abitur und Konzertdiplom machte er im Warschau in der Klasse von prof. Ryszard Duz. Im Jahr 2005 erhielt Auszeichunung im II. Allgemeinpolnischer Wettbewerb der Jungen Bratschisten in Wroclaw. Seit Wintersemester 2006 studierte er Bachelor of Musik-Bratsche an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Frau Prof. Naomi Seiler.

Seit 2009 ist er Mitglied des Archos-Quartetts und von April 2011 studierte er Master  Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stattgart. Erstmal bei dem Vogler Quartett und danach beim Prof. Gerhardt Schulz, Prof. Stefan Fehlandt und prof. Peter Buck. Im Jahre 2013/2014 war er mit dem  Artist Fellowship an der Guildhall School of Music and Drama in London ausgezeichnet. Seit Oktober 2015 studiert er mit dem Archos Quartett  Meisterklassenstudium Kammermusik Streichquartett an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. In den selben Jahr fängt er auch mit dem Jade Quartett zu spielen.

Seine Solistische und Kammermusikalische Ausbildung vertiefte er in zahlreichen Meisterkursen bei namhaften Musikern und Quartetten wie: Shmuel Ashkenazyl, Roberto Diaz,  Eberhardt Feltz, Ralf Gothoni, Philip de Groote, Yuko Inoue, Garfield Jackson, Hongang Li, Heime Müller, Carole Presland, Nicholas Pulos, Wolfgang Redik, Reni Reger, Piotr Reichert, Thomas Riebl, Paul Roczek, André J. Roy, Gerhardt Schulz, Milan Skampa, Gregor Sigl, Barry Snyderl, Balcea Quartet, Chilingirian Quartet, Cuarteto Casals, Endelion String Quartet, Hagen Quartett, Henschel Quartett, Kuss Quartett, Sirius Quartet, Skampa String Quartet, Takacs Quartet..

Im Jahr 2009/2010 machte er praktikum in der  Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Seit 2014 spielt eine regelmäsige Aushilfe bei Philharmonie Baden-Bade und wirkt zusammen mit Orchestern wie: Kammersinfornie Stuttagrt, Ensamble Musika Viva Stuttgart, Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim, Dogma Chamber Orchestra.

Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold © Werner Kmetschitsch
Rudolf Leopold | Violoncello

Rudolf Leopold wurde in Wien geboren und studierte an der Wiener Musikhochschule bei Richard Kortschak und Tobias Kühne. Daneben betrieb er auch ein Klavier- und Kompositionsstudium. Als Mitglied des Franz-Schubert-Quartetts (1974 bis 1983) festigte er international seinen Ruf als Cellist.

1983 bis 1990 war Rudolf Leopold Dozent für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule, danach trat er eine Stelle als ordentlicher Professor an der Kunstuniversität in Graz an. Er war bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 Mitglied des weltberühmten Wiener Streichsextetts, mit dem Rudolf Leopold Tourneen in ganz Europa, in die USA und nach Japan unternahm und auch zu den Salzburger Festspielen und zum Edinburgh Festival eingeladen wurde.

Er wirkte lange Zeit in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien mit und war und ist nebenher auch als Solist erfolgreich tätig. Als solcher hat er neben selten gespielten Cellokonzerten, wie z. B. jenen von Monn, Enescu und Dohnányi, schon einige moderne Werke mit Orchester uraufgeführt. Eine seiner großen Lieben gilt auch der Kammermusik, der er in verschiedensten Besetzungen und mit prominenten Partnern und überall auf der Welt frönt. Rudolf Leopold spielt auf einem italienischen Cello aus dem Jahre 1679, dessen Boden von Andrea Guarneri stammt.

Quelle: styriarte.com

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits | Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits | Klavier

Anna Magdalena Kokits wurde 1988 in Wien geboren. Ersten Klavierunterricht bekam sie im Alter von vier Jahren und fand schon wenige Jahre später in Alejandro Geberovich (*1948 Buenos Aires) ihren idealen Lehrer und Mentor, bei dem sie 2013 ihre Studien an der Konservatorium Wien Privatuniversität abschloß. Als Preisträgerin

zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe zog sie bald Aufmerksamkeit auf sich und konzertierte schon in jungen Jahren als Solistin mit Orchestern wie dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich und den Moskauer Virtuosen. Neben der Verfolgung ihrer Solokarriere, die sie rasch zu einem gern gehörten Gast bei Festivals in vielen Ländern Europas machte, entdeckte sie schon früh ihre Liebe zur Kammermusik: von 2007 bis 2014 war der Cellist Alexander Gebert ihr Duopartner, mit dem sie regelmäßig Konzerte im Wiener Musikverein gab – diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist auch auf einer 2015 erscheinenden CD dokumentiert. Daneben konzertiert sie mit renommierten Musikerkollegen wie Dimitri Ashkenazy, Eduard Brunner, Chen Halevi, Lars Wouters van den Oudenweijer, Herbert Kefer, dem Bennewitz Quartett u. a.

Die Pianistin engagiert sich konsequent für zeitgenössische Musik und arbeitet eng mit den Komponisten Richard Dünser, Tomasz Skweres, Helmut Schmidinger, Thomas Larcher, Christoph Renhart und Lukas Haselböck zusammen.

Außerdem widmet sich Anna Magdalena Kokits neben dem Standardrepertoire mit besonderem Interesse auch unbekannten oder vergessenen Werken: So arbeitet sie derzeit etwa an der Ersteinspielung sämtlicher Klavierwerke von Ernst Toch (1887-1964) sowie an einer zur Gänze Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) gewidmeten CD.

www.annamagdalenakokits.com/

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.