Menü
 

„TRAUMZEITEN“: Ensemble Lumaka-Plus

Ensemble Lumaka-Plus | Foto: Karsten Gleich
Ensemble Lumaka-Plus | Foto: Karsten Gleich
Jetzt Tickets kaufen

Buttforde | Kirche

23. Juli 2017
17:00 Uhr

Programm

„TRAUMZEITEN“

J.C. Bach Sonate für Flöte, Cello und Harfe
Camille Saint-Saëns „Fantaisie” für Flöte und Harfe
Gabriel Fauré „Après un rêve”
Claude Debussy „Syrinx” für Harfe Solo
Michail Glinka „Drei Lieder”
Christoph Otto Beyer „Notturno”
Jules Mouquet „La Flute de Pan”
Arthur Foote „At Dusk”

JANA MACHALETT Flöte
MIRIAM OVERLACH Harfe
CHRISTOPH OTTO BEYER Violoncello

Zum Konzert

Herzstück des vielfach preisgekrönten niederländischen Ensembles „Lumaka” sind die Harfenistin Miriam Overlach und die Flötistin Jana Machalett. Mit Werken aus Romantik und Impressionismus laden sie auch in diesem Sommer wieder zum Träumen ein. „Pan” und „Syrinx” führen dabei hinein in den mythologischen Subtext der Traumzeit – ursprünglich ein Begriff der Aborigines für die raum- und zeitlose Welt.

Zeitlose 20 Jahre ist es her, da debütierten Miriam Overlach und der Auricher Cellist Christoph Otto Beyer mit dessen „Notturno” im Musikalischen Sommer. Nicht nur jenes „Nachtstück” sondern auch andere traumverhaftete Werke wie „Après un rêve” von Fauré lassen diese musikalische Partnerschaft neu aufleben. Den Rahmen des „Traum-Konzertes” im Kirchen-Konzertraum bilden Triowerke aus verschiedenen Epochen, endend mit der „Abenddämmerung” von Arthur Foote.

kultureller Streifzug

Die Kirche in Dunum - Führung
Aus einer um das Jahr 1000 erbauten Stabkirche sind Weihwasserbecken und Taufstein aus Granit sowie vier Sarkophagdeckel erhalten. Die Stabkirche wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts ersetzt durch einen dreijochigen, flachgedeckten Apsissaal aus Backstein. In der Südwand ist innen ein offenes Hagioskop erhalten, das außen vermauert ist. 1861 wurden vier große Fenster eingebrochen und die Apsis neu ummantelt.

Treffpunkt: Kirche Dunum, Hauptstr. 30, 26427 Dunum
Uhrzeit: 15:00-16:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Foto: privat
Miriam Overlach | Harfe

Miriam Overlach, Harfenistin und innovative Musikerin bewegt sich in ihrem Arbeiten immer zwischen dem Bewahren von Traditionen einerseits und Erneuerung und Grenzüberschreitung andererseits. Sie spielt in Ensembles für neue Musik und Orchestern, tritt als Solistin und Kammermusikerin auf, improvisiert mit Musikern aus Klassik und Jazz und arbeitet mit Künstlern anderer Disziplinen.Miriam war erste Preisträgerin des Vriendenkrans Concours (Solistenwettbewerb des Concertgebouw Amsterdam) sowie des Niederländischen Harfenwettbewerbes 2007, des Grachtenfestival Conservatorium Concours 2006 und des Internationaal Harp Concours Martine Géliot 2002. 2008 erhielt sie im Deutschen Musikwettbewerb einen Stipendienpreis und wurde in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen.

In den letzten Jahren gab Miriam zahlreiche Solo- und Kammermusikrecitals in den Niederlanden und Deutschland u.a. im Kleinen Saal des Concertgebouw Amsterdam, im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover, im Musikverein Bamberg, und im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und dem Peter de Grote Festival. Nach dem erscheinen ihrer Solo-CD 2008 brachte sie 2010 zwei Kammermusik CDs heraus: Die eine mit ihrem Ensemble Lumaka mit dem sie 2009 den Preis des besten debütierenden niederländischen Ensembles erhielt, die andere ‘Noel de France’ mit Kammermusik des frühen 20sten Jahrhundert zum Thema Weihnachten beim deutschen Label Kamprad.Miriam spielt regelmässig mit dem Concertgebouw Orchester, den Niederländischen Radioorchestern, dem Nederlands Philharmonisch Orkest und dem Gelders Orkest und ist gern gesehener Gast in Ensembles für zeitgenössische Musik, wie dem Asko|Schönberg und Ensemble Modern Frankfurt.

Aus Miriams Neugier an aktuellen Entwicklungen in Kunst und Musik ergaben sich verschiedene Tätigkeitsfelder im Bereich alternative Konzertformen und Musiktheater, wie z.B. in Produktionen mit Corrie van Binsbergen, Musiktheater Transparant und Radio Kootwijk Live. Ihre Liebe zu zeitgenössischer Musik findet sich in diversen Zusammenarbeiten mit Komponisten und improvisierenden Musikern wieder, sowie auch in der im letzten Jahr entstandenen Homepage www.composingforharp.com.Miriam studierte bei Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam und erhielt ihr Masterexamen 2006 mit Auszeichnung. Sie nahm an Meisterkursen bei Frans van Ruth, Brigitte Sylvestre, Emilia Moskvitina, Isabelle Perrin und Frédérique Cambreling teil. 2007/08 war sie Mitglied der Luzern Festival Academy wo sie unter Peter Eötvös und Pierre Boulez spielte und u.a. in Japan und der Carnegiehall in New York auftrat.

http://www.miriamoverlach.com/

Jana Machalett Foto: Karsten Gleich
Foto: Jana Machalett © Karsten Gleich
Jana Machalett | Flöte

Jana Machalett lebt seit 14 Jahren in den Niederlanden und ist dort wie auch im Ausland eine gefragte Flötistin, vor allem auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kammermusik.
Sie ist festes Mitglied von Ensemble Lumaka und von Insomnio, einem Ensemble für moderne Musik. Mit Ensemble Lumaka hat Jana diverse Preise gewonnen und zwei CDs herausgebracht. Insomnio wurde dieses Jahr für seine Debüt-CD nominiert für den Preis der „Deutschen Schallplattenkritik“. Außerdem bekam Jana zusammen mit Insomnio die Gelegenheit, mit Pierre Boulez zu arbeiten.
Neben genannten Ensembles ist Jana regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie z.B. Ensemble Modern. Jana spielt außerdem regelmäßig mit dem Asko|Schönberg in unterschiedlichen Programmen mit diversen Dirigenten wie z.B. Heinz Holliger, Emilio Pomàrico und Etienne Siebens.
Auch bei dem Doelen Ensemble, dem Ives Ensemble und dem Nieuw Ensemble ist Jana ein gern gehörter Gast. Jedes Jahr tritt sie mit viel Spass auf dem deutschen Festival „Musikalischer Sommer“ auf. Weiterhin hat Jana auch an einigen CDs mitgewirkt: neben ihren CDs mit Lumaka und Insomnio ist sie auch zu hören mit dem Asko|Schönberg und mit GRAM, der Band von Sängerin Marg van Eenbergen.
Jana erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium von Amsterdam, wo sie bei ihren Dozenten Harrie Starreveld und Marieke Schneemann sowohl ihr Bachelor- als auch ihr Masterstudium mit großem Erfolg abschloss. Nach diesem Studium emhielt sie 2006/07 ein Stipendium bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie und nahm danach auch noch Teil an der Akademie vom Asko|Schönberg.

Christoph Beyer Foto Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer, Foto © Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer | Violoncello

Christoph Otto Beyer, geboren in Aurich/Ostfriesland, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren bei Zsigmond Fehér. Bis zum Abitur am Mariengymnasium in Jever erhielt er weiteren Unterricht bei Irmgard Jensen und Rolf Kroke. Dem Zivildienst folgte das Studium von Schulmusik, Geschichte und Violoncello in Hannover. Das Cellostudium vertiefte Beyer dort bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck (1994 Künstlerisches Examen mit „sehr gut“). Meisterkurse bei Klaus Storck und Julius Berger sowie Einzelstunden bei Rudolf Metzmacher schlossen sich an.

Schon während des Studiums hielt Beyer einen Lehrauftrag für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er 1997 nach Aurich zurückkehrte, um dort als Lehrkraft an beiden Gesamtschulen und als Orchesterleiter (Ostfriesisches Kammerorchester und Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester) tätig zu werden. Eine rege Konzerttätigkeit zeichnet Beyer aus, der neben dem modernen Cello auch mit Barockcello und Violoncello piccolo auftritt. Als Solist mit Orchester hat Beyer Konzerte von Vivaldi, Monn, A.Fils, C.P.E.Bach, Haydn, F.H.Graf, Brahms, Reinecke und Gubaidulina aufgeführt, im Bereich der Neuen Musik erfolgten darüber hinaus u.a. Uraufführungen von Charlotte Seither, Harald Münz und Willem Stoppelenburg.

Die Teilnahme an diversen Festivals wie den Göttinger Händelfestspielen, den Hannoverschen Tagen für Neue Musik, den Dornumer Kammermusiktagen und dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland unterstreicht Beyers musikalische Neugierde, die ihn auch gelegentlich zu kompositorischen Ausflügen führt. Auf CD sind u.a. Produktionen mit dem Knabenchor Hannover (Solocello im Requiem von Duruflé), Produktionen mit iranischer Musik und mit dem Bremer Ensemble „Mellow Melange“ entstanden. Im Mai 2012 erschien die CD „…für Violoncell allein…“ mit Solowerken von Reger, Beyer und Bach (Starfish-music.de). Christoph Otto Beyer spielt eine Kopie des „Shapiro-Gofriller 1727“ aus der Werkstatt des Oldenburger Geigenbauers Martin Michalke.