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ISABELLE VAN KEULEN & Ulrike Payer

Isabelle van Keulen (c) Marco Borggreve
Isabelle van Keulen (c) Marco Borggreve
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Oldenburg | Schloss

30. Juni 2017
20:00 Uhr

Programm

ISABELLE VAN KEULEN Violine
ULRIKE PAYER Klavier

Alfred Schnittke Suite im alten Stil
Olivier Messiaen Thème et variations
Claude Debussy Sonate für Violine und Klavier g-moll
Arvo Pärt „Fratres” für Violine und Klavier
César Franck Sonate für Violine und Klavier A-Dur

Zum Konzert

Die Geigerin und Bratschistin Isabelle van Keulen ist auf allen großen Bühnen der Welt zu Hause und fasziniert gleichermaßen als Solistin und Kammermusikerin. Gemeinsam mit der vielfach ausgezeichneten Pianistin Ulrike Payer spielt sie Alfred Schnittkes liebenswerte, ganz im Stile Bachs und Händels gehaltene „Suite im alten Stil,“ Olivier Messiaens 1932 komponiertes Thème et variations, ein Hochzeitsgeschenk für seine Frau Claire und Claude Debussys schillernde Violinsonate. Ebenfalls ein Hochzeitsgeschenk, für den Geiger Eugene Ysaye, war die hochromantische schwelgerische Violinsonate von Cesar Franck. Und die Glocken dazu erklingen aus Arvo Pärts „Fratres“!

kultureller Streifzug

Schlossgarten in Oldenburg
Anfang des 19. Jahrhunderts ließ der Herzog von Oldenburg einen prächtigen Schlossgarten in unmittelbarer Nähe zur Altstadt anlegen. Das Umland der herzoglichen Residenz hatte zuvor der Befestigung und Verteidigung der Stadt Oldenburg gedient. Heute ist hier Gartenkunst in Perfektion zu bewundern, die aus dem Zusammenspiel von Wasserläufen, Wiesen, Bäumen und Gehölz ein begehbares Gemälde schafft.

Treffpunkt: Oldenburger Schloss, Eingang Schlossplatz, 26122 Oldenburg
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Ulrike Payer © Merlijn Doomernik
Ulrike Payer © Merlijn Doomernik
Ulrike Payer | Klavier
Ulrike Payer zählt zu den vielseitigsten Pianistinnen der heutigen Zeit. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne, umfasst Solowerke, die große Konzert- und Kammermusikliteratur sowie das Kunstlied. Die aus einer Theaterfamilie stammende, in Wuppertal geborene Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, studierte in Brüssel, Köln und Hannover. Daneben erweiterte sie ihre Ausbildung bei Alexis Weissenberg, Tatjana Nikolajewa und dem Amadeus Quartett.
Neben Verpflichtungen mit Orchestern unter so renommierten Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Kirill Petrenko und Justus Frantz gastiert Ulrike Payer regelmäßig bei Festivals in vielen Ländern (Schleswig Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Delfter Kammermusikfestival, Peking Festival, Usedomer Musikfestival, La folle journée au Japon). Rundfunk-, CD- und Fernsehaufnahmen belegen das vielseitige Schaffen der Pianistin, die sich auch als Interpretin im Bereich des argentinischen Tangos einen hervorragenden Namen gemacht hat. Die Begegnung und das gemeinsame Konzertieren mit Alfredo Marcucci im Jahre 1998 führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Genre. In der Folge trat sie mit zahlreichen prominenten argentinischen Musikern wie Cholo Montironi, Norberto Bondino, Carlos Buono und dem Sexteto Mayor auf.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit beim NDR Sinfonieorchester spielte sie unter Semyon Bychkov, Michael Gielen, Alan Gilbert und Andris Nelsons. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen u.a. Isabelle van Keulen und Orfeo Mandozzi, in den letzten Jahren kam es zudem zu musikalischen Begegnungen mit Christian Poltéra, Patricia Kopatchinskaja, Sol Gabetta und Saschko Gawriloff. Eine rege Zusammenarbeit besteht außerdem mit den Schauspielern Nina Hoger und Christian Brückner.
Von 1999 bis 2013 hatte Ulrike Payer einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main inne. Seit 2004 lehrt sie an den Musikhochschulen in Saarbrücken und Mainz und ist aktuell in Zusammenarbeit mit Nobuko Imai und Nils Mönkemeyer an der Kronberg Academy tätig.
Isabelle van Keulen (c) Marco Borggreve
Isabelle van Keulen (c) Marco Borggreve
Isabelle van Keulen | Violine

Von ihrer Heimat den Niederlanden aus erobert Isabelle van Keulen die ganze Welt – und dies auf Violine und Viola gleichermaßen! Sie ist auf den großen Konzertpodien zu Hause und durch ihre charismatische Ausstrahlung und musikalische Vielseitigkeit eine der gefragtesten Musikerinnen unserer Zeit.

Sie tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf. Dazu zählen die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Rundfunkorchester des BR und des NDR, das Gewandhausorchester Leipzig, das Tonhalle-Orchester Zürich, das NHK Symphony Orchestra Tokyo, das London Philharmonic Orchestra, das Hallé Orchestra Manchester und das Helsinki Philharmonic Orchestra. Auch in den USA ist sie ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den führenden Orchestern. Dabei arbeitet sie u.a. mit Dirigentengrößen wie Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons, Sir Roger Norrington, Hugh Wolff und David Zinman zusammen.

Als Artistic Director übernahm Isabelle van Keulen zwischen 2009 und 2012 die Leitung des Norwegian Chamber Orchestra. Neben zahlreichen Auftritten in Oslo führte sie das Orchester auf ausgedehnten Konzerttourneen durch Europa.

Auch die Kammermusik findet ihren Platz in Isabelle van Keulens Schaffen. Ihre festen Partner am Klavier sind Ronald Brautigam, mit dem sie bereits eine jahrzehntelange erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit verbindet und Hannes Minnaar. Mit ihm liegt eine von Kritik und Presse hochgelobte Einspielung aller Beethoven Violinsonaten (2014) vor. Außerdem konzertiert sie mit der Mezzo-Sopranistin Christiane Stotijn und der Klarinettistin Sharon Kam. Von 1997 bis 2006 war Isabelle van Keulen Künstlerische Leiterin des Delft Chamber Music Festival, das sie durch ihr Engagement und ihr musikalisches know-how maßgeblich prägte.

Isabelle van Keulens Repertoire umfasst zahlreiche Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, deren Aufführung ihr ein besonderes Anliegen ist. Dazu gehören Komponisten wie Henri Dutilleux, John Adams, Sofia Gubaidulina, Colin Matthews, Lera Auerbach und Brett Dean. Hervorzuheben ist die Aufnahme des ihr gewidmeten Violinkonzertes von Erkki-Sven Tüür, das Isabelle van Keulen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Paavo Järvi einspielte und damit in der Presse besondere Beachtung fand.

Ihre Diskographie zeigt die enorme Bandbreite ihres musikalischen Schaffens. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die Duo-Aufnahmen mit Ronald Brautigam, eine Aufnahme des Violinkonzerts von Alban Berg an der Seite des Göteborg Symphony Orchestra unter Mario Venzago, sowie die bereits erwähnte Gesamteinspielungen von Beethovens Violinsonaten mit Hannes Minnaar. Nach dem 2. Band der Einspielungen von Piazzollas Tango Nuevo mit dem Isabelle van Keulen Ensemble vom Herbst 2015, wird in dieser Saison ihre neueste Aufnahme von Beethovens Violinkonzert D-Dur op.61, der Romanzen für Violine und Orchester Nr. 1 und 2 und dem Triplekonzert op. 56, gemeinsam mit dem Pianisten Stefan Vladar und dem Cellisten Julian Steckel, erscheinen.

Seit Herbst 2012 ist sie Professorin für Violine, Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Luzern. Sie spielt auf einer Violine von Joseph Guarnerius del Gesu (1734).