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Pressemitteilung vom 09.06.2017

Auftakt zum Musikalischen Sommer 2017

KULTUR Ältestes deutsches Klassik-Flächenfestival vom 16. Juni bis 30. Juli

Der 33. Musikalische Sommer in Ostfriesland lädt ab dem kommenden Freitag, 16. Juni, zum vielseitigen Musikgenuss ein. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Freiheit“. 

AURICH / KG – Ab dem 16. Juni erklingt der Fixstern am nordwestdeutschen Festivalhimmel zum 33. Mal. Dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland ist es in diesem Jahr erneut gelungen, ein vielseitiges Programm zu kreieren und einige der derzeit interessantesten Künstler der Szene zu gewinnen um mit ihrer Virtuosität die Menschen in der Region zu verzaubern, zu bilden und vor allem zu unterhalten. Eine geradezu einzigartig hohe Dichte an weltberühmten Künstlern wird beim Festival erwartet. Zu den Höhepunkten gehören der Ausnahme-Trompeter Matthias Höfs mit dem herausragenden Organisten Christian Schmitt, das wunderbare Ensemble amarcord, die Stargeigerin Isabelle van Keulen gemeinsam mit der Pianistin Ulrike Payer und das ARTE-Ensemble mit Schauspieler Dominique Horwitz.

Das Festival beginnt am 16. Juni mit dem traditionellen Eröffnungskonzert in der Auricher Lambertikirche und endet am 30. Juli mit dem festlichen Abschlusskonzert in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. Mit dem Festivalorchester des Musikalischen Sommers unter der Leitung des taiwanesischen Dirigenten Franz Chien und Solist Iwan König am Klavier wird dort am 30. Juli um 20 Uhr Chopins Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll und die Jupiter-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen. Insgesamt werden 31 Veranstaltungen an magischen Spielorten in ganz Ostfriesland und bis nach Oldenburg zu erleben sein. Ein neuer, exklusiver Spielort ist die historische Kulturscheune Kloster Thedinga in Leer. Hier wird am 22. Juni das Schné-Ensemble mit Vertonungen deutschsprachiger Lyrik gastieren.

Der Künstlerische Leiter Iwan König betont vor allem den Facettenreichtum des Festivals: Das Minguet Quartett, eines der international gefragtesten Streichquartette ist auf allen Bühnen der Welt beheimatet und wird  am 9. Juli in der Kirche Dunum unter anderem das „Amerikanische“ Streichquartett von Antonín Dvorák geben. Am 19. Juli wird der junge Starcellist Isang Enders mit dem Pianisten Frank Dupree ein besonderes Konzert mit dem Titel „Frei aber einsam“ in der Reepsholter Kirche geben. Gespielt werden Werke von Schumann, Brahms und Joachim. Am Freitag, 14. Juli wird die renommierte südkoreanische Pianistin Hie Yon Choi in der Bagbander Kirche ihren 2013 begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus mit Teil IV. fortsetzen und unter anderem die umfangreichste und schwierigste Sonate, die sogenannte „Hammerklavier“-Sonate spielen.

Karten für den Musikalischen Sommer gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

BU: Der Musikalische Sommer in Ostfriesland steht in den Startlöchern: (v.l.) Der Künstlerische Leiter Iwan König, Festivalmanagerin Julia Marie Müller sowie Pressesprecher Karsten Gleich.

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Pressemitteilung vom 24.02.2017

Vorverkauf startet, Programm steht

33. Festivalspielzeit vom 16. Juni bis 30. Juli 2017
AURICH – Das Programm für den Musikalischen Sommer in Ostfriesland 2017 steht. In einer Auflage von 20.000 Exemplaren werden im März die Festival-Broschüren erscheinen. Am Montag, 27. Februar, startet der Vorverkauf für alle Konzerte.

Über sechs Wochen Festival
Das Festival beginnt am 16. Juni mit dem traditionellen Eröffnungskonzert in der Auricher Lambertikirche und endet am 30. Juli mit dem festlichen Abschlusskonzert in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. Mit dem Festivalorchester des Musikalischen Sommers unter der Leitung des taiwanesischen Dirigenten Franz Chien und Solist Iwan König am Klavier wird dort am 30. Juli um 20 Uhr Chopins Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll und die Jupiter-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen.

Ministerpräsident Weil ist Schirmherr
Die Schirmherrschaft des Festivals 2017 hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil übernommen, der den Musikalischen Sommer als „großartig und hochklassig“ auszeichnet. Dem stimmt der künstlerische Leiter Iwan König gern zu: „Der Musikalische Sommer ist mit seinem künstlerischen Konzept unschlagbar. Klang und Raum auf diese einmalige Weise zu verbinden hat sich in den 33 Jahren seines Bestehens als kulturelles Gold erwiesen.“

Über 30 Veranstaltungen
Eine geradezu einzigartig hohe Dichte an weltberühmten Künstlern wird beim Festival erwartet. Insgesamt werden 31 Veranstaltungen an magischen Spielorten in ganz Ostfriesland und bis nach Oldenburg zu erleben sein. Ein neuer, exklusiver Spielort ist die historische Kulturscheune Kloster Thedinga in Leer. Hier wird am 21. Juni das Schné-Ensemble mit Vertonungen deutschsprachiger Lyrik gastieren. Das Festival trägt in diesem Jahr das Motto „Freiheit“. „Für Kunst und Musik ist Freiheit unerlässlich. Der Musikalische Sommer verkörpert sie“, erläutert Festivalmanagerin Julia Marie Müller.

Facettenreiches Programm
Am 27. Juni steht  Jazz der Extraklasse in Gristede Gut Horn auf dem Programm: nach dem großen Erfolg mit „Bachology“ beim Festival 2016 wird das David Gazarov Trio mit einem brandneuen Programm in Erscheinung treten. Das weltbekannte Ensemble Amarcord wird mit seinem aktuellen Programm „Tenebrae“ am 29. Juni in der Neuen Kirche in Emden an seinen letztjährigen Erfolg anknüpfen und das Publikum mit einmaliger Vokalklangkultur verzaubern. Die niederländische Geigerin Isabelle van Keulen tritt mit Ihrer Partnerin am Klavier, Ulrike Payer, am 30. Juni um 20 Uhr im Schloss Oldenburg auf und bringt zu ihrem Debüt beim Musikalischen Sommer ein vielseitiges Programm mit.

Matthias Höfs gilt unbestritten als einer der herausragenden Trompeter unserer Zeit. Mit einem der gefragtesten Konzertorganisten weltweit, Christian Schmitt, der vor wenigen Tagen in der Hamburger Elbphilharmonie debütierte, bildet er ein im wahrsten Sinne des Wortes glänzendes Duo, das mit Werken von Bach, Vivaldi und Mendelssohn brillieren wird. Das Konzert findet am 1. Juli um 20 Uhr in der Neuen Kirche Emden statt. Am Sonntag, den 2. Juli wird ordentlich auf die „Pauke“ gehauen, wenn die vier Musiker des Ensembles Elbtonal Percussion mit ihrem Programm „Un-schlagbar!“ auf einer von Schlaginstrumenten wimmelnden Bühne das EEZ in Aurich zum Beben bringen werden. Die junge deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken gehört zu den Künstlern, die bereits nach wenigen gespielten Takten das Publikum unmittelbar in ihren Bann ziehen.  Sie spielt am 7. Juli um 20 Uhr in der Kirche Timmel.

Am Donnerstag, 13. Juli wird der international renommierte Geiger Philippe Graffin, der gemeinsam mit so bedeutenden Künstlern wie Yehudi Menuhin, Mstislaw Rostropovich, Martha Argerich aufgetreten ist und für seine spektakulären Programme und seinen Einsatz für die neuere Musik bekannt ist, mit dem Künstlerischen Leiter Iwan König ein fesselndes Programm in  der Kirche Arle darbieten. Das Minguet Quartett, eines der international gefragtesten Streichquartette ist auf allen Bühnen der Welt beheimatet und wird  am 9. Juli in der Kirche Dunum unter anderem das „Amerikanische“ Streichquartett von Antonín Dvorák geben. Am 19. Juli wird der junge Starcellist Isang Enders mit dem Pianisten Frank Duprée ein besonderes Konzert mit dem Titel „Liaison“ in der Reepsholter Kirche geben. Gespielt werden Werke von Schumann, Brahms und Joachim.

Am Freitag, 14. Juli wird die renommierte südkoreanische Pianistin Hie Yon Choi in der Bagbander Kirche ihren 2013 begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus mit Teil IV. fortsetzen und unter anderem die umfangreichste und schwierigste Sonate, die sogenannte „Hammerklavier“-Sonate spielen. Am Sonntag, 16. Juli gastiert das ARTE Ensemble, das sich einen Namen als eine der bedeutenden deutschen Kammermusikformation gemacht hat, mit Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ in der Kirche Victorbur. Sämtliche Sprechrollen dieses Kammerspiels werden von Schauspieler und Sänger Dominique Horwitz mit viel Charisma ausgefüllt. Die Formation „Cuarteto sol Tango“ lässt den klassischen Tango in unterschiedlichsten Stilen bis hin zum Tango Nuevo von Astor Piazzolla und Osvaldo Pugliese in brillanten Bearbeitungen des Pianisten Martin Klett erstehen. Dieses Herz und Beine stimulierende Konzert erklingt am 27. Juli in Gristede Gut Horn.

Karten für den Musikalischen Sommer gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

BU: Das Foto zeigt (v.l.) den Künstlerischen Leiter Iwan König, Festivalmanagerin Julia Marie Müller und Pressesprecher Karsten Gleich.

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Pressemitteilung vom 19.01.2017

Ministerpräsident Weil ist Schirmherr des Musikalischen Sommers

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist Schirmherr des 33. Musikalischen Sommers in Ostfriesland 2017. Pünktlich zum Jahresstart, zu dem bereits acht von 30 Festival-Konzerten im Vorverkauf sind, bekam der Musikalische Leiter Iwan König die Zusage aus der Staatskanzlei in Hannover. Nachdem Weil die Schirmherrschaft bereits vor einiger Zeit für die diesjährigen Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft übernommen hatte, lies er in seiner schriftlichen Zusage die Gleichberechtigung der Festivals unterstreichen.

„Die Übernahme der Schirmherrschaft auch für das Festival Musikalischer Sommer erfolgt in dem Wunsch, dass sich diese beiden großartigen und hochklassigen Festivals künftig gegenseitig fördern mögen zum Wohle der Kulturellen Vielfalt in Ostfriesland und im Musikland Niedersachsen“, zitiert Iwan König aus dem Schreiben, das er aus dem persönlichen Büro des Ministerpräsidenten erhielt.

Der „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ startet am 16. Juni und wird bis zum 30. Juli 2017 zum 33. Mal die ganze Region zum Klingen bringen. Der Vorverkauf einer Auswahl von achtKonzerten hat begonnen. Viele Stars der Klassikszene, wie die Geigerin Isabelle van Keulen, Ausnahme-Tubist Andreas Martin Hofmeir, Dominique Horwitz und das gefeierte ensemble amarcord, das Junge Sinfonieorchester Hannover und der Landesjugendchor Niedersachsen werden mit großartigen Werken wie Händels „Messias“ oder Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ in den schönsten Spielstätten und an magischen Orten der Region zu erleben sein. Karten und Informationen unter www.musikalischersommer.com oder Telefon 04941-9911364.

BU: Ministerpräsident Stephan Weil ist Schirmherr des Musikalischen Sommers. Foto: Interview und Portrait niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weilstk / Christian Burkert

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Pressemitteilung vom 30.11.2016

Kartenverkauf des 33. Musikalischen Sommers hat begonnen

Acht von 30 Konzerten sind bereits im Vorverkauf

Das internationale Klassikfestival „Musikalischer Sommer in Ostfriesland“ wird vom 16. Juni bis zum 30. Juli 2017 zum 33. Mal die ganze Region zum Klingen bringen. Der Vorverkauf einer Auswahl von acht Konzerten hat begonnen. Viele Stars der Klassikszene wie die Geigerin Isabelle van Keulen, Ausnahme-Tubist Andreas Martin Hofmeir, Dominique Horwitz und das gefeierte ensemble amarcord, das Junge Sinfonieorchester Hannover und der Landesjugendchor Niedersachsen werden mit großartigen Werken wie Händels „Messias“ oder StrawinskysGeschichte vom Soldaten“ in den schönsten Spielstätten und an magischen Orten der Region zu erleben sein.

Zum ersten Mal beim Musikalischen Sommer wird die auf allen Bühnen der Welt gefeierte Geigerin Isabelle van Keulen gemeinsam mit der Pianistin Ulrike Payer zu erleben sein. Sonaten von César Franck, Claude Debussy, „Fratres“ von Arvo Pärt und Alfred Schnittkes „Suite im alten Stil“ stehen auf dem Programm, das am Freitag, den 30. Juni um 20 Uhr  im Schloss Oldenburg erklingen wird. Isabelle van Keulen gründete 1996 das internationale Kammermusikfestival in Delft, wo sie mit Künstlern wie Leif Ove Andsnes, Gidon Kremer und Heinrich Schiff musizierte. Sie ist regelmäßiger Gast bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra London oder dem Tonhalle Orchester Zürich.

Der berühmte Schauspieler Dominique Horwitz wird am 16. Juli 2017 um 20 Uhr in der Kirche Victorbur sämtliche Rollen in dem Kammerspiel „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky übernehmen. Das ARTE Ensemble, das sich einen Namen als eines der bedeutenden Kammermusikformationen gemacht hat, bereitet dabei die musikalische Szenerie  für den Schauspieler und Sänger Horwitz.

Nach ihrem stürmisch bejubelten Konzert beim Musikalischen Sommer 2016 kommt das ensemble amarcord erneut nach Ostfriesland. Die fünf Vokalisten werden in der Neuen Kirche in Emden am 29. Juni 2017 um 20 Uhr ihr neues Programm „Tenebrae – Musik der Einkehr und Versenkung“ präsentieren, in dessen Zentrum englische, deutsche und französische Sakralwerke des 15. und 16. Jahrhunderts stehen.

Der Ausnahme-Tubist Andreas Martin Hofmeir kommt in einer außergewöhnlichen musikalischen Besetzung nach Ostfriesland. Am 17. Juni 2017 wird er mit seinem Duo-Partner, dem Harfenisten Andreas Mildner um 20 Uhr im Lokschuppen in Jever ein Programm mit dem Titel „Besser ohne Worte – Lieder und Arien für Tuba und Harfe“ gestalten.

Der Pianist Martin Klett ist beim Musikalischen Sommer bereits seit Jahren ein gern gesehener Gast. Am 27. Juli 2017 um 20 Uhr tritt er zum ersten Mal mit der von ihm 2008 gegründeten Tango-Formation „Cuarteto Sol Tango“ auf Gut Horn in Gristede auf. Im Konzert werden von Martin Klett arrangierte Tangos in unterschiedlichsten Stilen vom klassischen Tango bis hin zum Tango Nuevo von Astor Piazzolla erklingen. Das Ensemble verkörpert dabei die neue Stimme des authentischen Tangos mit kammermusikalischer Verve und orchestralem Klang.

Der Kinderliedermacher und Sänger Simon Horn alias herrH gilt als einer der vielversprechendsten Nachwuchskünstler der Kindermusikszene und ist bekannt durch seine Fernsehauftritte bei Ki.KA-SINGALARM! und Ki.KA-TANZALARM! Das Familienkonzert des Musikalischen Sommers wird am 25. Juni um 17 Uhr in der Tanzschule Astrid Löschen in Emden beginnen. Um 16 Uhr wird in der Tanzschule ein ca. einstündiger Workshop für Kinder ab 4 Jahren gegeben, bei dem einfache Tänze unter der Leitung von Addi und Anne Löschen einstudiert werden.

Am 20. Juli 2017 um 20 Uhr wird das Klavierduo Julia Marie Müller und Iwan König in der Kulturscheune auf Schloss Lütetsburg ein spannendes Programm mit Werken für zwei Klaviere von Wolfgang Amadeus Mozart, Béla Bartók und dem zeitgenössischen Komponisten Peter Barcaba spielen.

In einem Sonderkonzert des Musikalischen Sommers wird es außerhalb des Kernfestivals ein Konzert mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“ geben. Der Landesjugendchor Niedersachsen und das Junge Sinfonieorchester Hannover unter der Gesamtleitung von Jörg Straube werden am 24. September 2017 um 17 Uhr in der Stadtkirche zu Jever zu erleben sein.

Das vollständige Programm mit etwa 30 Konzerten  und einem kulturellen Streifzug für jede Veranstaltung wird im Frühjahr 2017 bekanntgegeben. Karten und Infos erhalten Sie unter 04941 9911364 oder und www.musikalischersommer.com sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bis zum 31.12.2016 gibt es auf die Kartenpreise einen Frühbucherrabatt von 5 %.

Dominique Horwitz

Dominique Horwitz

Cuarteto Soltango © Merlijn Doomernik

Cuarteto Soltango © Merlijn Doomernik

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Pressemitteilung vom 21.07.2016

Musikalischer Sommer mit 5000 Fans

33. Auflage des Festivals über sechs Wochen in 2017

AURICH – Am Sonntagabend endete der 32. Musikalische Sommer in Ostfriesland, das älteste Kammermusik-Flächenfestival Deutschlands.

Internationale Spitzenensembles, preisgekrönte Nachwuchs-künstler und gefeierte Weltstars standen in den 25 Veranstaltungen auf der Bühne. Über 150 Künstler aus mehr als 20 Nationen waren dabei. Bis in die Provinz Groningen in den Niederlanden und nach Oldenburg erstreckte sich der Musikalische Sommer in Ostfriesland in diesem Jahr. Knapp 5000 Besucher kamen zwischen dem 24. Juni und 17. Juli in Ostfrieslands Schlösser, Kirchen und Gulfhöfe um ausgezeichnete Ensembles und Solisten zu hören und zu erleben. Einen krönenden Abschluß bildete das sensationelle Konzert in der ausverkauften Johannes-A-Lasco-Bibliothek.

Dass letztlich etwa 1.500 Besucher weniger als im Vorjahr zu den Konzerten des Musikalischen Sommers in Ostfriesland kamen, sagt nichts über die anhaltende Attraktivität des Festivals aus. Der Rückgang der Besucherzahl beruht zum einen auf der im Vergleich zu 2015, wo noch 31 Konzerte stattfanden, geringeren Anzahl von Veranstaltungen. Zum anderen hat er seine Ursache in der in dieser Saison besonders starken terminlichen Überschneidung mit Konzerten, die im Rahmen des Kammermusikfestivals der Ostfriesischen Landschaft stattfanden.

Um in Zukunft die für beide Festivals nachteilige terminliche Überschneidung, die dem Publikum die Wahl zwischen zwei gleich interessanten Konzerten aufnötigt und damit naturgemäß den Zuspruch zu beiden Konzerten verringert, wird die Eröffnung des Musikalischen Sommer im Jahr 2017 abweichend von der Tradition in den letzten 33 Jahren vom ersten Ferienwochenende, das die Ostfriesischen Landschaft bereits für die Eröffnung ihrer Gezeitenkonzerte beansprucht, auf den  16. Juni 2017 vorverlegt.

Geplant ist weiter, die Veranstaltungen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland nicht wie bisher in einem Zeitraum von nur drei Wochen zu konzentrieren, sondern auf sechs Wochen – mit unterschiedlicher Dichte – zu verteilen. Dies wird die Möglichkeit eröffnen, in den bereits begonnenen Verhandlungen, die zwischen den Veranstaltern beider Festivals im September 2016 fortgesetzt werden, die Termine der geplanten Konzerte so aufeinander abzustimmen, dass unsinnige Terminüberschneidungen möglichst vermieden werden.

Insgesamt zieht der Künstlerische Leiter Iwan König trotz der geringeren Besucherzahlen ein positives Resümee: „Die Region steht hinter dem Musikalischen Sommer und liebt dessen Facettenreichtum.“ Von den Konzerten des Bläserquartetts German Hornsound, des Vokalensembles Amarcord, über den Auftritt der Barock-Rocker Red Priest, den Kabarettabend mit Frank Golischewski, das Jazzkonzert des David Gazarov Trios bis zum Abschlusskonzert reichte der Bogen der ausverkauften Konzerte links und rechts der klassischen Kammerkonzerte.

Festivalmanagerin Julia Marie Müller würdigt abschließend die Personen und Institutionen, die durch ihren finanziellen und ehrenamtlichen Beitrag die Veranstaltungen überhaupt erst möglich gemacht haben: „Unser Dank gilt neben unseren Festivalförderern und Unterstützern – insbesondere auch dem Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der NDR Musikförderung in Niedersachsen sowie dem Förderverein des Musikalischen Sommers  – vor allem den zahlreichen Stammkunden des Festivals.“

BU: von links nach rechts Iwan König, Julia Marie Müller und Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 27.06.2016

„Opern ohne Sänger“ aber mit Herbert Feuerstein

KONZERT Schmidteinander-Star und MAD-Chef begeisterte die Zuhörer.
„Opern könnten eine feine Sache sein, wenn da bloß nicht diese Sänger wären“, zitierte Herbert Feuerstein am Sonntagabend den 1911 verstorbenen österreichischen Komponisten, Wiener Operndirektor und Reformer des Musiktheaters Gustav Mahler. Was Mahler damals nur zu murmeln wagte, setzten Herbert Feuerstein und das Arte Ensemble am Sonntagabend in der Neuen Kirche in Emden in musikalische Wirklichkeit um.

Der 79-jährige Medien-Pionier war nach Emden gekommen um den Ostfriesen die Opern „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Carmen“ von Georges Bizet ganz ohne Sänger näher zu bringen. Nur mit Stilmitteln der klassischen „Harmoniemusik“ und mit Feuersteins klug-verschmitzter Erzählung der Handlung tauchten die Zuhörer in die Opern ein, die zu den herausragenden Werken der europäischen Opernliteratur gehören. „Es geht mir nicht darum, dass Sie sich die Opern nicht mehr im Original angucken. Aber nach diesem Abend verstehen Sie wenigstens, was die dort in italienischer Sprache alles durcheinander singen“, so Feuerstein.

Es war eine wahre Freude dem langjährigen Chef des deutschen Satiremagazins MAD und verbalen Kontrahenten von Harald Schmidt zuzuhören. Zwischendurch spielte das Arte Ensemble absolut hervorragend die bekanntesten Arien und Szenen der beiden Opern in einer gemischten Streicher-Bläser-Fassung. Nicht nur für den Opernlaien, sondern auch für den Kenner war es ein spannendes Erlebnis: Manche Arie, vor allem aber die Duette und Terzette, hören sich auf einmal viel durchsichtiger und klarer an. Neben Feuerstein am Rednerpult waren an dem Abend Kathrin Rabus (Violine), Theresia Stadlhofer (Violine), Anna Lewis (Viola), Leonid Gorokhov (Violoncello), Albert Sommer (Kontrabass), Guido Schäfer (Klarinette), Uwe Grothaus (Fagott) und Theo Wiemes (Horn) zu hören.

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Pressemitteilung vom 26.06.2016

Fantasien und Romanzen auf Schloss Gödens 

KULTUR Konzert des Musikalischen Sommers mit Werken von Beethoven bis Beyer
GÖDENS 
– Am Sonnabendabend gastierte der Musikalische Sommer im nahezu ausverkauften Barocksaal von Schloss Gödens mit Werken von Clara Schumann, Franz Schubert, Christoph Otto Beyer und Ludwig van Beethoven. „Clara Schumann war nicht nur eine hervorragende Pianistin, sondern zudem auch eine begnadete Komponistin“, sagt Iwan König, künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers. Zusammen mit seiner Schwester Franziska König (Violine) stellte er mit den Romanzen op. 22 eines ihrer seltenen Werke vor. Die drei berührend versonnenen und schwelgerischen Dialoge waren ein wunderschöner Einstieg in diesen bezaubernden Kammermusikabend.

Dem Schumann-Werk folgte die Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen von Franz Schubert (1797-1828) gespielt von König und seiner Lebensgefährtin Julia Marie Müller. Das Werk stammt aus Schuberts Schaffensrausch im Todesjahr, in denen er so viele Werke verfasste, wie andere Komponisten in vier Jahrzehnten. Wer wollte, konnte in der leidenschaftlichen Eindringlichkeit des Werks Schuberts Resignation und Aufbäumen gegen den Tod und schließlich das Akzeptieren des unausweichlichen Schicksal heraushören.

Der ostfriesische Cellist Christoph Otto Beyer will nicht explizit moderne Musik schreiben und gewinnt gerade dadurch die Ohren der Zuhörer. Zusammen mit Iwan König am Klavier stellte er ausgewählte Werke vor und erntete begeisterten Applaus dafür. Krönender Abschluss der Schlosskonzerts war das Klaviertrio G-Dur op. 1 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827). Es ist das zweite von drei Klaviertrios, die Ludwig van Beethoven im Jahre 1795 publizierte, um mit ihnen die Wiener Musikwelt zu erobern. Ein fantastisches Werk von Franziska König (Violine), Christoph Otto Beyer (Violoncello) und Iwan König (Klavier) vorgetragen. Es entwickelt sich von einem gemächlichen Adagio bis zu einem rasanten Presto im vierten Satz, der in der Fachliteratur treffender Weise als „sommernächtlicher Spuk“ bezeichnet wird.

Am Montag gastiert der Musikalische Sommer mit Mellow Melange und dem Shakespeare-Projekt in der Kirche Marienhafe. Am Dienstag gibt es im Oldenburger Schloss das Konzert „Kontraste“ mit Werken von Grieg, Bartók, Gershwin und Poulenc. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Konzert auf Schloss Gödens: Zu den Künstlern zählten unter anderem Julia Marie Müller und Iwan König. Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 25.06.2016

Stadtfeld gab Auftakt des Musikalischen Sommers 

KULTUR 32. Auflage des ältesten deutschen Klassikflächenfestivals hat begonnen
AURICH – Der 32. Musikalische Sommer in Ostfriesland läuft: Am Freitagabend wurde Deutschlands ältestes Klassikflächenfestival durch den 35-jährigen Starpianisten Martin Stadtfeld in der Auricher Lambertikirche mit einem sensationellen Klavierkonzert eröffnet. Stadtfeld, einer der beliebtesten Pianisten Deutschlands, ist vor allem durch seine Bach-Interpretationen berühmt geworden. Neben regelmäßigen Auftritten auf den großen deutschen Konzertbühnen gastierte Stadtfeld bereits in Konzerthäusern Tokyos, dem Seoul Arts Center, dem National Center of Performing Arts Peking, im Wiener Konzerthaus und Musikverein, der Tonhalle Zürich und dem Concertgebouw Amsterdam.

Bereits 2002 gewann er den 1. Preis beim Bach-Wettbewerb in Leipzig. Seine daraufhin erschienene Einspielung der „Goldberg-Variationen“ gelangte auf Platz eins der deutschen Klassikcharts und wurde mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. In Aurich verzückte er die Zuhörer mit Werken von Bach, Beethoven, Mozart und Chopin. Dabei wurde deutlich das er etwas kann, was nur wenigen Pianisten gelingt, nämlich das Publikum für klassische Musik zu begeistern und dennoch keinen Fußbreit vom ganz persönlichen Stil abzuweichen. Zutiefst beeindruckend spielte er Bachs „Musikalisches Opfer“ (BWV 1079). Es ist eine Sammlung von überwiegend kontrapunktischen Sätzen, die Bach (1685-1750) drei Jahre vor seinem Tod schrieb. Alle Sätze beruhen auf einem einzigen Thema des preußischen Königs Friedrich II. Es entstand aus einer Begegnung Bachs mit dem König im Mai 1747. Der Musiker war damals einer Einladung Friedrichs an dessen Hof gefolgt, wo sein Sohn als Hofmusiker tätig war. Bei diesem Treffen soll der König das Thema vorgespielt und Bach darauf aufgefordert haben, darüber eine Fuge zu improvisieren. Nach dem Treffen arbeitete er das königliche Thema in je einer Fuge für drei und sechs Stimmen aus und fügte eine Anzahl von Kanons  sowie eine Triosonate für Flöte, Violine und Generalbass hinzu, in denen das „königliche Thema“ ebenfalls erscheint. Die Flöte wählte er als „königliches Instrument“ aus, weil König Friedrich II. ein begeisterter Flötist war. Im Juli schloss er das Werk ab und widmete es unter dem Namen „Musikalisches Opfer“ dem preußischen König.

Am Montag gastiert der Musikalische Sommer mit Mellow Melange und dem Shakespeare-Projekt in der Kirche Marienhafe. Beginn ist um 20 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

01_MUSIO_2016_01_Stadtfeld_03_kgBU: Starpianist Martin Stadtfeld eröffnete den 32. Musikalischen Sommer in Ostfriesland. Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 15.06.2016

Nächste Woche beginnt der Musikalische Sommer

KULTUR Am 24. Juni startet das älteste deutsche Klassik-Flächenfestival
Der 32. Musikalische Sommer in Ostfriesland lädt vom 24. Juni bis zum 17. Juli zum grenzenlosen Musikgenuss ein. Bereits in der ersten Woche sind Starpianist Martin Stadtfeld, Medien-Pionier Herbert Feuerstein, Red Priest und das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester zu erleben.

AURICH - Drei Wochen lang, vom 24. Juni bis 17. Juli, bringt der Musikalische Sommer in Ostfriesland unter dem Motto „Reich mir die Hand…“ internationale Spitzenensembles, preisgekrönte Nachwuchskünstler und gefeierte Weltstars in 25 Veranstaltungen auf die Bühne. Im Pressegespräch am Mittwochvormittag stellten die Festivalmacher um den künstlerischen Leiter Iwan König die Highlights der ersten Woche vor, von den jungen Talenten des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters bis zu gefeierten Stars und ECHO-Klassik-Preisträgern. Auch acht Wochen nach dem Start des Vorverkaufs gibt es für viele Konzerte noch Karten zu erwerben.

Zum Eröffnungskonzert am 24. Juni ab 20 Uhr in der Auricher Lambertikirche wird mit dem 35-jährigen Martin Stadtfeld einer der beliebtesten Pianisten Deutschlands erwartet. Obwohl er schon lange erfolgreich mit unterschiedlichstem Repertoire im internationalen Konzertbetrieb mitmischt, sind es vor allem seine Bach-Interpretationen, mit denen er  berühmt wurde. „Bereits 2002 gewann er den ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in Leipzig. Seine daraufhin erschienene Einspielung der „Goldberg-Variationen“ gelangte auf Platz eins der deutschen Klassikcharts und wurde mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet“, sagt König.

Ob als Chef des deutschen Satiremagazins MAD, verbaler Kontrahent von Harald Schmidt oder Experte für klassische Musik: Herbert Feuerstein wurde am Mittwoch 79 Jahre alt und blickt auf ein aufregendes Leben zwischen Wahnwitz und Hochkultur zurück. Der Medien-Pionier wird zusammen mit dem Arte Ensemble in der Neuen Kirche in Emden am 26. Juni ab 18 Uhr die „Opern ohne Sänger“ aufführen. Nur mit den Stilmitteln der klassischen „Harmoniemusik“ und mit Feuersteins klug-verschmitzter Erzählung der Handlung werden mit „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Carmen“ von Georges Bizet zwei herausragende Werke der europäischen Opernliteratur unter die Lupe genommen.

Den ECHO Jazz als „Sängerin des Jahres national“ gewann im letzten Jahr Jazz-Pianistin Johanna Borchert mit ihrem im Herbst 2014 erschienenen Album „FM Biography“ Kenner der charismatischen Musikerin erinnern sich an ihren Auftritt beim Musikalischen Sommer 2014, als sie vorab bereits Auszüge aus dem Album präsentierte. Die gebürtige Bremerin, die heute sowohl in Kopenhagen als auch in Berlin lebt und arbeitet, ist am 30. Juni ab 20 Uhr in der Kulturscheune von Schloss Lütetsburg zu erleben.

Einen Tag später, am 1. Juli ab 20 Uhr, tritt in der Kirche in Arle das weltberühmte englische Barock-Quartett Red Priest um den Blockflöten-Maestro Piers Adams auf. Die internationale Fachpresse vergleicht Red Priest gerne mit den Rolling Stones, Jackson Pollock und dem Cirque du Soleil und lässt sich zu Begriffen wie dem „Barock ´n´ Roll“ hinreißen.

Die besten Nachwuchsmusiker des Landes sind am 2. Juli ab 20 Uhr in der Stadtkirche Jever zu hören. „Das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester, bestehend aus rund 70 Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren,  wurde 1968 als erstes deutsches Landesjugendorchester gegründet“, weiß Festivalmanagerin Julia Marie Müller zu berichten. Eine Premiere in der 32-jährigen Geschichte des Festivals ist der Tubist Andreas Martin Hofmeir – ECHO Klassik-Preisträger, Professor für Tuba am Mozarteum Salzburg. „Noch nie zuvor wurde das Instrument Tuba beim Musikalischen Sommer gespielt“, so Müller.

Karten und Informationen zum Programm im Internet unter www.musikalischersommer.com oder per Telefon unter 04941-9911364.

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BU: Die Veranstalter des Musikalischen Sommers 2016 stellten im Rahmen eines Pressegesprächs die Höhepunkte des Klassikfestivals vor: (v.l.) Künstlerischer Leiter Iwan König, Festivalmanagerin Julia Marie Müller, Mitarbeiterin Helga Oldermann und Pressesprecher Karsten Gleich.

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Pressemitteilung vom 07.04.2016

Musikalischer Sommer startet Ticketverkauf

Ältestes deutsches Klassik-Flächenfestival vom 24. Juni bis zum 17. Juli
Mit 25 Veranstaltungen steht Deutschlands ältestes Klassik-Flächenfestival in diesem Jahr unter dem Motto „Reich mir die Hand…“. Der Vorverkauf startet am 11. April.

AURICH / OSTFRIESLAND – Der 32. Musikalische Sommer in Ostfriesland lädt vom 24. Juni bis zum 17. Juli 2016 zum grenzenlosen Musikgenuss ein. Unter dem Motto „Reich mir die Hand…“ bringt er 24 Tage lang internationale Spitzenensembles, preisgekrönte Nachwuchskünstler und gefeierte Weltstars auf die Bühne. Eröffnet wird das Festival vom Starpianisten und mehrfachen ECHO-Klassik-Preisträger Martin Stadtfeld am 24. Juni in der Auricher Lambertikirche.

In einem Pressegespräch stellten der Künstlerische Leiter Iwan König und Festivalmanagerin Julia Marie Müller am Donnerstag im Auricher Hotel am Schloss weitere Highlights des Musikalischen Sommers 2016 vor. Dazu gehören Konzerte mit ECHO-Klassik-Preisträger Andreas Martin Hofmeir und dem Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester am 2. Juli in Jever sowie mit dem stürmisch gefeierten Barock-Quartett Red Priest in der Kirche in Arle am 1. Juli. Kabarettist und Journalist Herbert Feuerstein wird mit dem Arte Ensemble und dem Programm „Opern ohne Sänger“ am 26. Juni in der Neuen Kirche in Emden zu hören sein. Die vier Hornisten des preisgekrönten Ensembles „German Hornsound“ werden am 13. Juli mit dem Programm „Baroque & Barbecue“ in Buttforde begeistern. Ein besonderer Glanzpunkt ist auch der Auftritt des berühmten Vokalensembles „amarcord“ am 14. Juli in der Kirche Victorbur. Jazzpianistin Johanna Borchert, 2015 mit dem ECHO-Jazz ausgezeichnet, spielt am 30. Juni in der Kulturscheune von Schloss Lütetsburg. Das Abschlusskonzert mit dem Festivalorchester des Musikalischen Sommers und Pianist Iwan König findet am 17. Juli traditionsgemäß in der Johannes A Lasco Bibliothek in Emden statt.

„Die Highlights ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Festival-Programm. Wir haben dieses Jahr viele Stars und ECHO-Preisträger dabei, auch zwei große Orchesterkonzerte mit grandiosen Programmen“, sagt Iwan König. Festivalmanagerin Julia Marie Müller fügt hinzu: „Bei diesem vielseitigen Programm ist garantiert für jeden etwas dabei. Ich selber freue mich auf jedes der 25 Konzerte!“

Auf der ganzen ostfriesischen Halbinsel sowie in den Niederlanden wird es wieder vielseitige Konzerte geben. Dazu gehört auch ein Familienkonzert mit dem bekannten Kindermusical „Ritter Rost“ in der Evenburg in Leer am 8. Juli. Im Rahmen der Schlossreihe des Musikalischen Sommers werden außerdem Konzerte im Oldenburger Schloss, auf Schloss Gödens, Schloss Lütetsburg, der Harderwykenburg in Leer und der Burg Kniphausen in Wilhelmshaven erklingen. Auch das 2015 eröffnete EEZ in Aurich ist als neuer Spielort mit einem Open-Air-Konzert im Programm.

Zu jedem Konzert wird von den Veranstaltern ein kultureller Streifzug angeboten. Kultur- und Medienpartner des diesjährigen Festivals ist der NDR. Dieser ist zusammen mit dem Förderverein des Musikalischen Sommers einer der größten finanziellen Unterstützer des Festivals. Auch das Land Niedersachsen, das den Musikalischen Sommer in Ostfriesland als „kulturellen Leuchtturm Niedersachsens“ ausgezeichnet hat, ist Festivalförderer der 32. Auflage. Die Kooperationen mit dem Landesmusikrat, dem Deutschen Musikrat und der Musikhochschule Hannover sollen auch in diesem Jahr fortgeführt werden. Außerdem werden im Rahmen der Jugendförderungs-Projekte des Festivals traditionell die internationalen Meisterkurse stattfinden.

Der Kartenvorverkauf für den 32. Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit 25 Konzerten von Klassik über Barock und Jazz bis Weltmusik beginnt am 11. April 2016. Weitere Informationen auf  www.musikalischersommer.com sowie telefonisch unter 04941-9911364

PK_Musio_2016_kgBU: Die Organisatoren des Musikalischen Sommers 2016 stellten das aktuelle Programm vor: (v.l.) Karsten Gleich, Helga Oldermann, Julia Marie Müller sowie der Künstlerische Leiter des Musikalischen Sommers Iwan König.

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Pressemitteilung vom 26.02.2016

32. Musikalischer Sommer in Ostfriesland

Starpianist Martin Stadtfeld eröffnet das Festival 2016
Vom 24. Juni bis 17. Juli 2016 bringt der Musikalische Sommer in Ostfriesland unter dem Motto „Reich mir die Hand…“ 24 Tage lang internationale Spitzenensembles, preisgekrönte Nachwuchskünstler und gefeierte Weltstars auf die Bühne. Eröffnet wird das Festival vom Starpianisten und mehrfachen ECHO-Klassik-Preisträger Martin Stadtfeld am 24. Juni in der Lambertikirche in Aurich.

Weitere Highlights des Musikalischen Sommers 2016 sind Konzerte mit dem Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester und ECHO-Klassik-Preisträger Andreas Hofmeir am 2. Juli in Jever, sowie mit dem weltberühmten Barock-Quartett Red Priest in der Kirche in Arle am 1. Juli. Kabarettist und Journalist Herbert Feuerstein wird mit dem ARTE ENSEMBLE und dem Programm „Opern ohne Sänger“ am 26. Juni in der Neuen Kirche in Emden zu hören sein.

Die vier Hornisten des preisgekrönten Ensembles German Hornsound warten am 13. Juli mit dem Programm „Baroque&Barbecue“ in Buttforde auf. Ein besonderer Glanzpunkt ist auch der Auftritt des berühmten Vokal-Ensemble Amarcord am 14. Juli in der Kirche zu Victorbur. Jazzpianistin Johanna Borchert, 2015 mit dem ECHO-Jazz ausgezeichnet, spielt am 30. Juni in der Kulturscheune von Schloss Lütetsburg. Das Abschlusskonzert mit dem Festivalorchester des Musikalischen Sommers und Pianist Iwan König findet am 17. Juli traditionsgemäß in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden statt.

Auf der ganzen ostfriesischen Halbinsel sowie in den Niederlanden wird es wieder vielseitige Konzerte geben. Im Rahmen der Schlossreihe des Musikalischen Sommers werden Konzerte im Oldenburger Schloss, auf Schloss Gödens, Schloss Evenburg, der Harderwykenburg in Leer und der Burg Kniphausen in Wilhelmshaven erklingen. Geplant ist auch, das 2015 eröffnete EEZ in Aurich als neuen Spielort mit ins Programm zu nehmen. Zu jedem Konzert wird von den Veranstaltern ein kultureller Streifzug angeboten. Wie jedes Jahr werden auch besondere Künstler der Region ins Festival mit einbezogen.

Kultur- und Medienpartner des diesjährigen Festivals ist wieder der NDR. Dieser ist zusammen mit dem Förderverein des Musikalischen Sommers einer der größten finanziellen Unterstützer des Festivals. Auch das Land Niedersachsen, das den Musikalischen Sommer in Ostfriesland als „kulturellen Leuchtturm Niedersachsens“ ausgezeichnet hat, ist in der 32. Spielzeit wieder Festivalförderer.

Die Kooperationen mit dem Landesmusikrat, dem Deutschen Musikrat und der Musikhochschule Hannover sollen fortgeführt werden. Außerdem werden im Rahmen der Jugendförderungs-Projekte des Festivals traditionell die internationalen Meisterkurse stattfinden. Ein Kinderkonzert und auch ein Rhapsody in School Projekt sind ebenfalls wieder in Planung.

Das vollständige Programm des 32. Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit rund 25 Konzerten von Klassik über Barock und Jazz bis Weltmusik und vielen weiteren Highlights erscheint Anfang April 2016. Informationen gibt es unter www.musikalischersommer.com oder Telefon 04941 9911364.

Ensembles Amarcord & German Hornsound (c) Martin JehnichenBU: Die Ensembles German Hornsound und Amarcord werden beim 32. Musikalischen Sommer in Ostfriesland zu hören sein. Foto: Martin Jehnichen

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Pressemitteilung vom 17.08.2015

Musikalischer Sommer hat über 6500 Fans

32. Auflage des Kult-Festivals vom 24. Juni bis 17. Juli 2016
AURICH – Am Sonntagabend endete der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland, das älteste Kammermusik-Flächenfestivals Deutschlands, nach insgesamt 32 Veranstaltungen mit einem sensationellen Konzert in der Johannes-A-Lasco-Bibliothek. Über 6500 Besucher, erneut mehr als im vergangenen Jahr, kamen zwischen dem 24. Juli und 16. August in Ostfrieslands Schlösser, Kirchen und Gulfhöfe um ausgezeichnete Ensembles und Solisten zu hören und zu erleben. Der Künstlerische Leiter Prof. Wolfram König, sein Sohn und stellvertretender Künstlerischer Leiter Iwan König sowie Festivalmanagerin Julia Marie Müller zogen ein sehr positives Resümee: „Die Region liebt den Musikalischen Sommer, das sieht man nicht zuletzt an der guten Auslastung von 94 Prozent. Die meisten Konzerte waren ausverkauft.“

Von Weltklassecellist und ECHO-Preisträger Jan Vogler, über ECHO-Preisträger Sebastian Manz, ARD-Preisträgerin Rie Koyama bis zu dem mehrfachen Echo-Klassik-Preisträger Martin Stadtfeld, der für die erkrankte Stargeigerin und Grammypreisträgerin Midori einsprang, reichte das Angebot. Von der Garnizoenskerk Oudeschans in den Niederlanden bis zum Oldenburger Schloss erstreckte sich das Festival. „Ich denke wir werden mit der Ausweitung des Festivals fortfahren“, verkündete Iwan König am Sonntagabend unter tosendem Applaus in der Johannes-A-Lasco-Bibliothek. Das betrifft auch den thematischen Umfang, der schon in diesem Jahr unter dem Motto „Grenzenlos“ von klassischen Kammerkonzerten in malerischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen auch über Jazz- und Klezmer-, Chor, Orchester- und Familienkonzerte reichte. Die Planungen für das Festival 2016 laufen bereits, wie am Montagnachmittag in einem Pressegespräch zu erfahren war.

Vom 24. Juni bis 17. Juli 2016 wird der 32. Musikalische Sommer in Ostfriesland stattfinden. Für das kommenden Jahr streben die Macher des Musikalischen Sommers zudem eine Lösung der „doppelten Festivals“ in Ostfriesland an. „Wir arbeiten mit dem Land Niedersachsen daran eine vernünftige und dauerhafte Lösung zu finden“, sagt Iwan König. Die Werner Bonhoff Stiftung hatte vor einigen Monaten dazu eine Falldarstellung im Internet veröffentlicht. Darin heißt es zur Veranstaltung des Parallelfestivals der Ostfriesischen Landschaft: „Nach Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz verstößt dieses Verhalten gegen das Subsidiaritätsprinzip und somit gegen geltendes Recht.“ Auch die zuständige Abteilungsleiterin des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Hannover  stimmt dem schriftlich zu „dass zwei gleichartige Festivals in derselben Region ein nicht zufriedenstellender Zustand sind.“ Ein Teil des Lösungsvorschlags ist laut Iwan König, dass die Ostfriesische Landschaft ihr Festival zu einer anderen Jahreszeit veranstaltet und gleichzeitig einen Anteil am Traditionsfestival „Ostfriesischer Sommer“ erhält.

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BU1: Der stellvertretende Künstlerische Leiter Iwan König, aus dem Festivalteam Aira Bautista und Helga Oldermann sowie Festivalmanagerin Julia Marie Müller und Pressesprecher Karsten Gleich zogen ein positives Festivalresümee.

BU2: Festivalmanagerin Julia Marie Müller, Pressesprecher Karsten Gleich und Aira Bautista, der stellvertretende Künstlerische Leiter Iwan König sowie Helga Oldermann zogen ein positives Festivalresümee.

Fotos: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 17.08.2015

Was für ein Abschlusskonzert. Bravissimo!

Der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland ist zuende
EMDEN – Am Sonntagabend hatte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland zum Abschlusskonzert in die Emder Johannes-A-Lasco-Bibliothek eingeladen. Es war ein fulminater Konzertabend, zu dessen Auftakt die junge Cellistin Nadja Reich, vierfache Siegerin des „Jugend musiziert“-Wettbewerbs und seitdem Gewinnerin zahlreicher anderer Wettbewerbe, zusammen mit dem Festivalorchester unter der Leitung von Franz Chien die „Rokoko-Variationen“ A-Dur von Piotr I. Tschaikowsky (1840-1893) spielte.

Ihr schloss sich Solist Erik Wenbo Xu (Viola) mit der „Sonata per la Grand’ Viola e Orchestra“ von Niccolò Paganini an, die er mit einer technischen Brillanz, die ihresgleichen sucht, scheinbar mühelos meisterte.

Nach der Pause gab es Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll, das einzige Klavierkonzert des Komponisten in einer Moll-Tonart. Iwan König interpretierte als Solist das Werk wunderbar, das als Beethovens erstes Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen gilt, und der Gattung des Klavierkonzerts aus dem Salon in den Konzertsaal verhelfen sollte.

Krönender Abschluss waren die „Zigeunerweisen“ op. 20 von Pablo de Sarasate (1844-1908). In der Variante für Kontrabass und Streichorchester ein Erlebnis, zumal wenn der Kontrabassist Szymon Marciniak heißt. Leidenschaft pur erlebten die Zuhörer beim faszinierenden Spiel des polnischen Solisten. Seine Finger jagten über die Saiten und durch alle Lagen. Atemberaubend schnell war sein Spiel und technisch perfekt zudem. Aus dem vermeintlich behäbigen Instrument machte er eine feurige Tänzerin, die Franz Chien und sein Orchester herausforderte. Ein Feuerwerk an Dynamik, herrlichsten Kapriolen, und ansteckender Spielfreude ließ Marciniak auf das Publikum prasseln. Er setzte den Kontrabass an diesem Abend in ein neues Licht und bekam tosenden Applaus und lautstarke Bravissimo-Rufe. Ein grandioses Finale, das die Zeit bis zum Musikalischen Sommer 2016 umso endloser erscheinen lässt.

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Pressemitteilung vom 16.08.2015

Alma Mahler-Werfel: Gattin, Muse, Frau

Eine Lesung mit Musik in der Leeraner Harderwykenburg
LEER – Am Sonnabendabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Leeraner Harderwykenburg. Auf dem Programm stand die Lesung „Gattin, Muse, Frau“ von Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann mit Auszügen aus ihrer 2014 erschienenen Biografie über Alma Mahler-Werfel. Begleitet wurde die Lesung von Iwan König (Piano) und Anja-Maria Luidl (Mezzosopran) mit Werken von Alma und Gustav Mahler.

Viele Rezensenten begrüßten die Biografie  von Alma Mahler-Werfel in den letzten Monaten als ein Werk, das die Dame zum ersten Mal nicht auf die verführerische Nymphe und das wahnhafte Weib reduziert hat. Ganz im Gegenteil wird hier das Leben einer Frau nachgezeichnet, die in regem Gedankenaustausch mit zahlreichen Komponisten, Dirigenten, Künstlern und Literaten stand, sie inspirierte, förderte und begleitete. Dieser Reigen berühmter Männer reichte von dem Komponisten Alexander Zemlinsky, über Gustav Mahler und Hans Pfitzner, den Architekten Walter Gropius, die Maler Gustav Klimt und Oskar Kokoschka und den Schriftsteller Franz Werfel.

Sie galt als eine Meisterin im Hören, Sehen und Lesen und eine Muse voller Energie und Empathie. Sie war Gesprächspartnerin auf Augenhöhe, kritischer Geist und Kunstsachverständige und eine ganz normale Frau mit Stärken und Schwächen. Am Klavier und komponierend nahm sie Teil am Aufbruch in das 20. Jahrhundert. Von Wien aus ging sie mit Gustav Mahler in die Neue Welt. Ihren späteren Mann Franz Werfel begleitete sie dorthin ins Exil. Auf der Grundlage eigener Forschungen entwarf Susanne Rode-Breymann, die seit 2010 Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ist, ein differenziertes Bild einer faszinierenden Frau. Es sind immer wieder Würdigungen von bisher nicht ausreichend berücksichtigtem Material, die einen angenehm geerdeten, menschlichen Blick auf Alma Mahler-Werfel ermöglichen.

Neben der kurweiligen Wissensvermittlung waren es vor allem die Lieder, wie „In meines Vaters Garten“, die den Abend bei Kerzenschein in den Privaträumen des Burgherren Carl Anton zu Knyphausen zu etwas ganz Besonderem machten.

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BU: Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann mit Auszügen aus ihrer 2014 erschienenen Biografie über Alma Mahler-Werfel. Begleitet wurde die Lesung von Iwan König (Piano) und Anja-Maria Luidl (Mezzosopran) mit Werken von Alma und Gustav Mahler.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 15.08.2015

„Spannungsfelder“ von Ravel bis Rossini

Letztes Wochenende des 31. Musikalischen Sommers
MÜNKEBOE – Am Freitagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Kirche Münkeboe.

Das Kammerkonzert „Spannungsfelder“ umfasste Werke von Maurice Ravel, Leos Janacek, Tomasz Skweres und Giacchino Rossini.

Den Auftakt machten Koji Moishita (Violine) und Yoko Kawabata (Klavier) mit Ravels Sonate Nr. 1, ein Werk in dem der französische Komponist die Unvereinbarkeit der beiden Instrumente illustrieren wollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Komponisten verschmelzen Klavier und Violine in diesem Werk nicht zu einem Ganzen, sondern unterstreichen bewusst die von Ravel immer wieder betonte Unvereinbarkeit ihrer Klänge. Neben Ravel spielte das Duo auch noch Leos Janaceks Sonate für Violine und Klavier.

Das Streichquartett F-Dur von Ravel interpretierten Wolfram König (Violine), Franziska König (Violine), Julia Kim (Viola) und Stefanie Huber (Violoncello).

Zusätzlich gab es von Tomasz Skweres (Cello) und Szymon Marciniak (Kontrabass) noch das Duetto von Giaccino Rossini und ein Werk von Tomasz Skweres zu hören.

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BU: Koji Morishita (Violine) und Yoko Kawabata (Klavier) begeisterten beim Kammerkonzert in der Kirche zu Münkeboe.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 14.08.2015

Hörner erklingen in Reepsholter Kirche

Deutsches Horn Ensemble spielt vor ausverkauftem Haus
REEPSHOLT – Am Donnerstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Reepsholter Kirche. Auf dem Programm stand das Hornkonzert „Des Waldhorns Widerhall“ vom Deutschen Horn Ensemble. Neben den Werken von Anton Richter, August Haensel, Franz Abt, Alexander Mitushin und Constantin Homilius gab es für die rund 250 Zuhörer in der ausverkauften Reepsholter Kirche auch einiges zu lernen. Beispielsweise, dass Hörner zu den ältesten Musikinstrumenten der Menschheitsgeschichte gehören und anfangs aus Tierhörnern hergestellt wurden. Die Naturhörner reichen von den Schneckenhörnern der Südsee, über die Schofarhörner des Vorderen Orients, die kilometerweit zu hörenden hölzernen Alphörner bis zu den Jagdhörnern.

Einen Geschmack auf die Naturhörner gaben die vier Bläser des Ensembles mit Anton Richters „Sechs Stücken für vier Naturhörner). Seit dem 18. Jahrhundert hat das „Waldhorn“ seinen festen Platz unter den Orchesterinstrumenten eingenommen. Es wurde durch spieltechnische Verfeinerungen und den Einbau von Ventilen aus dem Naturhorn weiterentwickelt und existiert in unterschiedlichen Bauarten und Stimmungen. Alle Optimierungen des Waldhorns änderten allerdings nichts daran, dass die Tonbildung nach wie vor eine heikle Prozedur ist und die „Tasten am Horn noch lange kein Klavier daraus machen“, wie  Stefan Oetter betont. Der Hornist des Mahler Chamber Orchestra gründete 2004 mit  Christoph Moinian (Solohornist Staatskapelle Schwerin), Joaquim Palet (Solohornist Staatstheater Oldenburg) und Oliver Kersken (Dozent Musikhochschule Leipzig) das Deutsche Horn Ensemble.

Das Ensemble legt Wert darauf, sich jeweils mit den originalen Instrumenten zu der originalen Musik zu befassen. Daraus entstanden spannende Programme, die das Deutsche Hornensemble in jüngster Zeit bei verschiedenen Barockfestspielen auftreten ließ sowie zu einer intensiven Produktionsphase mit dem WDR-Rundfunkorchester in Köln führte. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: In der ausverkauften Reepsholter Kirche gastierte am Donnerstag das Deutsche Hornensemble mit dem Programm “Waldhorns Widerhall”.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 13.08.2015

Vom Ersatzmann zum Festivalhighlight

KULTUR Echo-Klassik-Preisträger Martin Stadtfeld begeisterte
EMDEN – Am Mittwochabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Neuen Kirche in Emden.

Statt der erkrankten weltberühmten japanischen Geigenvirtuosin Midori spielte der 35-jährige vierfache Echo-Klassik-Preisträger und Ausnahmepianist Martin Stadtfeld. Nur wenige Konzertbesucher hatten vom Stornierungsangebot Gebrauch gemacht. „Einige haben sogar nach der kurzfristigen Programmänderung noch Karten erworben“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller. Eine gute Entscheidung, denn der Ersatzmann erwies sich als eines der Festivalhighlights, der sein Publikum für klassische Musik zu begeistern wusste.

Das Stadtfeld derzeit als einer der herausragenden pianistischen Bach-Interpreten gilt, stellte er mit brillanter und klarer Spielweise, gepaart mit viel Einfühlsamkeit und intensiver Ausdruckskraft unter Beweis. Das Choralvorspiel auf „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, die Toccata und Fuge d-Moll sowie die Passacaglia c-Moll hat Stadtfeld selbst für das Klavier eingerichtet und spielte diese Bach-Werke in der Neuen Kirche zutiefst beeindruckend. Die fis-Moll-Toccata war sehr sinnlich, fast schon träumerisch. Im „Capriccio über die Abreise des sehr beliebten Bruders“ B-Dur schöpfte er die Möglichkeiten des Flügels voll aus.

Apropos Flügel: So mancher Besucher mag sich über den niedrigen Klavierhocker gewundert haben. Er ist eine Vorliebe von Stadtfeld. Reisen manche Pianisten mit dem eigenen Instrument, nimmt der gebürtige Koblenzer seinen eigenen Klavierhocker mit. Einziger Grund: Er sitz eben gerne tiefer als mit herkömmlichen Klavierhockern möglich. Nach der Pause gesellten sich zu den Werken Bachs auch noch Robert Schumanns virtuose Toccata op. 7 sowie die Humoreske B-Dur op. 20. Zwei werke die er auf seine ganz eigene Weise interpretierte. Resümee des Abends: Ein wunderschönes Konzert mit einem hochinteressanten Pianisten.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Statt der erkrankten weltberühmten japanischen Geigenvirtuosin Midori spielte der 35-jährige vierfache Echo-Klassik-Preisträger und Ausnahmepianist Martin Stadtfeld.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 12.08.2015

Hie-Yon Choi und ihre Liebe zu Beethoven

KULTUR Südkoreanerin setzt Sonaten-Zyklus in Ostfriesland fort
DUNUM – Am Dienstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Kirche in Dunum.

Zu Gast war Hie-Yon Choi, eine der führenden Pianistinnen Südkoreas. Die Professorin der Seoul National University gilt als Spezialistin der Beethoven-Klaviersonaten. In Dunum setzte sie ihren 2013 beim Musikalischen Sommer begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus fort. In ihrem Heimatland hat sie bereits in den Jahren 2002 bis 2005 sämtliche 32 Sonaten Beethovens, die bekanntlich zu den bedeutendsten Werken der Klavierliteratur zählen, aufgeführt.

In Dunum spielte sie am Dienstagabend zum Auftakt die „Grande Sonate“, Es-Dur-Sonate op. 7. Mit rund 25 Minuten Aufführungsdauer eines der umfangsreichsten Werke  Beethovens dieser Gattung, das in den Jahren 1796 und 1797 entstand. In diese Frühzeit, Beethoven schrieb die Sonaten in den 29 politisch und künstlerisch bewegten Jahren zwischen 1793 und 1822, fallen eigentlich auch die beiden zweisätzigen Sonaten op. 49, deren hohe Opuszahl sich mit der späten Veröffentlichung im Jahre 1805 erklärt. Hie-Yon Choi interpretierte die scheinbar schlichten Sonate auf eine wunderschöne Art und Weise.

Der vielzitierte Ausspruch Beethovens nach Vollendung der Sonate op. 28: „Ich bin mit meinen bisherigen Arbeiten nicht zufrieden, von nun an will ich einen anderen Weg beschreiten“, gilt für die drei Sonaten des Opus 31, in denen er neue Wege ging und mit Inhalten und Formen experimentierte. Hie-Yon Choi spielte in Dunum Opus 31, Nr. 1, ein in den Jahren 1801 und 1802 entstandenes Stück in drei Sätzen.

Krönender Abschluss des Konzerts war das „Les Adieux“, die Klaviersonate Nr. 26 Es-Dur op. 81a. Nur die Liebe zur Musik Beethovens und die Art wie sie die Klaviersonaten verinnerlicht hat, lassen so brillante Interpretationen zu, wie die am Dienstagabend in Dunum. Ein wunderbares Konzert, für das die 47-jährige Pianistin viel Beifall erntete.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

26_K_24_Dunum_Hie-Y#197625DBU: Hie-Yon Choi setzte in Dunum ihren 2013 beim Musikalischen Sommer begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus fort.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 11.08.2015

Eine Musiker-Ehe im verflixten 7. Jahr

KULTUR Duo „Klezmer Reloaded“ spielte vor ausverkauftem Haus
JEVER – Am Montagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer mit dem Duo „Klezmer Reloaded“ im Lokschuppen Jever. „Das verflixte 7. Jahr“ hieß das Programm von Maciej Golebiowski (Klarinette) und Alexander Shevchenko (Akkordeon). Keine Angst, soviel vorweg: Der Ukraine-Russe mit österreichischem Pass  Shevchenko und der polnische Wahl-Wiener Golebiowski wollen sich nicht „scheiden“ lassen – ganz im Gegenteil. Nach sieben Jahren „Klezmer Reloaded“ war es nach ihrer Meinung an der Zeit für ein „Jubiläumsprogramm“. Das „Best of“-Konzert zeigte, dass sie ihre Beziehung frisch erhalten, stets daran arbeiten und sich scheinbar selbst auf der Bühne immer wieder neu entdecken. Ein Tipp der beiden, damit es auch in der Ehe klappt. Die Musikalische Vielfalt ist enorm und die Zuschauer im ausverkauften Lokschuppen waren begeistert. Von melancholischen Schluchzern bis zu fröhlichen Jauchzern reichte die emotionale Bandbreite bei Golebiowski. Shevchenko setzt mit seinem Akkordeon dagegen, rast über die Knöpfe und quetscht dabei die schönsten Töne aus seinem Bajan. Mal erinnerte das Gehörte an einen französischen Chanson, dann klang es wieder nach Tango und Folk, fühlte sich nach frechen Jazz-Fragmenten an oder wurde sogar mal orientalisch.

Neben der musikalischen Vielfalt lebte der Abend aber vor allem von dem auf der Bühne ausgetragenen Wettstreit zwischen Golebiowski und Shevchenko. Da wurde im Spaß mit Worten gepiesackt und gestichelt, nur um sich dann musikalisch wieder zu versöhnen und auf den Instrumenten miteinander zu kokettieren. In vielen Werken, wie Shevchenkos Eigenkomposition mit dem schlichten Titel „Ein Stück”, wurde Höchstleistung von Klarinette und Akkordeon gefordert. Während Golebiowski nahe der Ekstase spielte, hatte Shevchenko kurz Zeit sich den Schweiß mit einem Handtuch von der Stirn zu wischen, um gleich darauf noch waghalsiger die Töne durch den alten Lokschuppen wirbeln zu lassen. Tosender Applaus, gleich mehrere Zugaben und ein florierender CD-Verkauf belegten, dass es den Zuschauern wieder gefallen hat.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Das Klezmer-Duo Klezmer Reloaded begeisterte am Montagabend im ausverkauften Lokschuppen in Jever.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 11.08.2015

Die jüngste Meiserschülerin war 12 Jahre

KULTUR Über dreistündiges Schlusskonzert der „Stars von morgen“
AURICH – Am Montagnachmittag gastierte der 31. Musikalische Sommer in der evangelisch-reformierten Kirche in Aurich mit dem Schlusskonzert „Stars von morgen“. Bereits seit 1983 treffen sich jedes Jahr besonders talentierte Studenten und Schüler verschiedenster Nationalitäten bei den „Sommerlichen Meisterkursen in Ostfriesland“ für Violine, Violoncello und Klavier. Zu den Dozenten gehörten in diesem Jahr Prof. Wolfram König, Prof. Peter Barcaba und Christoph Otto Beyer.

Bei den Meisterkursen wird nicht nur gelernt und gelehrt, hier werden auch menschliche und künstlerische Bande geknüpft und nach neuen Talenten Ausschau gehalten. So brillierte hier die damals 13-jährige Rie Koyama. Die inzwischen 22-jährige Künstlerin aus einer japanischen Musikerfamilie hat seitdem über 20 nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen und gehört heute zu den Stars des Musikalischen Sommers und ist eine gefragte Solistin bei renommierten Orchestern, wie dem Beethoven Orchester Bonn, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Korean Chamber Orchestra, dem Osaka Symphony Orchestra, der Polnischen Kammerphilharmonie sowie dem Haydn Streichorchester aus den Niederlanden. Zu den größeren Hoffnungsträgern am Montagnachmittag gehörten die Schwestern Merle und Carla Arndt aus Mannheim.

Die 14-jährige Bratschistin Merle Arndt verzückte die Zuhörer mit George Enescus „Ballade“ für Viola und Klavier. Ihre 12-jährige kleine Schwester Carla Arndt spielte auf dem Cello „Impromptu“ von Alexander Arutjunjan. „Zwei ausgesprochen begabte Meisterschülerinnen“, lobte Prof. Wolfram König die beiden jungen Musikerinnen aus Mannheim. Aber auch viele andere Meisterschüler in dem über dreistündigen Konzert geben einen Vorgeschmack auf das, was aus Ihnen in den nächsten Jahren noch werden wird – vielleicht auf ein Wiedersehen in Ostfriesland.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 11.08.2015

Pianist Stadtfeld statt erkrankter Midori

ECHO-Preisträger kommt mit Werken von Bach und Schumann
AURICH / EMDEN – Midori hat am Montagabend ihre komplette Europa-Tournee abgesagt. Dazu gehört auch das Konzert am Mittwoch, 12. August, in der Neuen Kirche in Emden im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Die Festivalleitung des Musikalischen Sommers reagierte nach Midoris Absage sofort und engagierte stattdessen den preisgekrönten Pianisten Martin Stadtfeld für diesen Termin. Der 4-fache ECHO-Klassik-Preisträger hat sich in den letzten 12 Jahren als einer der führenden Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und der deutschen Romantik etabliert. Seine Karriere begann 2002, als er den ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in Leipzig gewann. Gleich darauf erschien bei Sony Classical seine Einspielung von Bachs „Goldberg-Variationen“, die auf Platz eins der deutschen Klassikcharts landete und mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurde. In der Zwischenzeit hat Martin Stadtfeld exklusiv bei Sony Classical über ein Dutzend weitere CDs vorgelegt, die ihm drei weitere Echo-Klassik-Auszeichnungen einbrachten. Stadtfeld präsentiert in der Neuen Kirche in Emden ein Programm mit Werken von Robert Schumann (Toccata op. 7 und Humoreske B-Dur op. 20) und Johann Sebastian Bach, darunter die Toccata fis-moll, das Capriccio B-Dur und die Passacaglia c-moll.

„Ich freue mich sehr, diesen Sommer zum allerersten Mal in Ostfriesland auftreten zu können. Ich habe schon so viel über die wunderbare Landschaft an der Nordsee gehört. Auch auf die „Neue Kirche“ bin ich sehr gespannt“, ließ Midori noch am Freitag durch ihr Management verlautbaren. Am Montagabend kam dann die überraschende Absage. „Auf dringenden Rat ihrer Ärztin hin darf sie aus gesundheitlichen Gründen nicht fliegen“, heißt es von Midoris Management. Auch zwei Konzerte im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals hat sie abgesagt.

„Die Karten für das Konzert behalten ihre Gültigkeit. Wer stornieren möchte oder auf freie Plätze der noch ausstehenden Konzerte umbuchen will, kann dies jederzeit machen“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller. Karten gibt es noch für das Kammerkonzert „Spannungsfelder“ am Freitag, 14. August, in der Kirche Münkeboe sowie Restkarten zu den anderen Konzerten. Außerdem wurde für das seit langem ausverkaufte Abschlusskonzert mit Festivalorchester in der Emder A-Lasco-Bibliothek am Sonntag, 16. August, eine öffentliche Generalprobe um 17 Uhr angesetzt. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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23_VB_Martin_Stadtfeld_1_kgBU: Starpianist Martin Stadtfeld springt am Mittwoch, 12.8. in Emden für die erkrankte Midori ein.

Fotos: Yvonne Zemke (Sony)

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Pressemitteilung vom 10.08.2015

Vier Solisten und das „Virtuosi Musio“

Konzert mit Bach, Mendelssohn, Tchaikovsky und Vivaldi
SILLENSTEDE – Am Sonntagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der restlos ausverkauften Kirche in Sillenstede. Den Auftakt des Orchesterkonzerts machten die beiden Violinistinnen Annelie Han-Lin Liang und Lisa Hyun-Ji You mit dem Festivalorchester „Virtuosi Musio“. Sie spielten Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen und Orchester in d-Moll. Bis heute zählen Bachs Violinkonzerte zum beliebten Repertoire vieler Geiger. Die in Südkorea geborene Lisa Hyun Ji You und die aus Taiwan stammende Geigerin Annelie Han-Lin Liang interpretierten dieses anspruchsvolle Werk zusammen mit dem Orchester unter der Leitung von Franz Chien auf vortreffliche Weise.

Danach begeisterte die 22-jährige Rie Koyama mit einem Fagottkonzert von Antonio Vivaldi. Die aus einer japanischen Musikerfamilie stammende Künstlerin hat trotz ihrer Jugend bereits über 20 bedeutende nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen. Die Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben ist eine gefragte Solistin bei renommierten Orchestern, wie beispielsweise dem Beethoven Orchester Bonn, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Korean Chamber Orchestra, dem Osaka Symphony Orchestra und dem Haydn Streichorchester aus den Niederlanden. Als Zugabe von Koyama gab es Variationen von Génin zur Melodie von „Mein Hut der hat drei Ecken“. Den Besuchern hat es gefallen.

Nach der Pause ging es mit einem Stück von Tchaikovsky und Solistin Gina Yu weiter und anschließend gab es noch das Violinkonzert in d-Moll von Felix Mendelssohn-Bartoldy interpretiert von Geigerin Franziska König zu hören. Das d-Moll-Konzert hat Meldelssohn als 13-jähriger im Berliner Haus seiner Eltern geschrieben, genau dort wo heute der Deutsche Bundesrat tagt. Lange vor seinem bekannten e-Moll-Konzert aus dem Jahre 1845. Zwei Quellen gelten als gesichert, aus denen Mendelssohn 1822 bei diesem Werk schöpfte: die Kunst seines bewunderten Geigenlehrers Eduard Rietz und die Musik Johann Sebastian Bachs. Von Bachs d-Moll-Klavierkonzert, das er mit großer Begeisterung spielte, rührte Mendelssohns frühe Vorliebe für Konzerte und Konzertstücke in dieser Tonart her. Er schrieb allein drei d-Moll-Konzerte zwischen 1820 und 1823.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Franziska König (Violine) spielte mit dem Festival-Kammerorchester “Virtuosi Musio” Felix Mendelssohns Violinkonzert in d-Moll.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 10.08.2015

Professor Budde und die schöne Müllerin

Musikalischer Sommer startet in die letzte Festivalwoche
LEER – Am Sonntagmorgen gastierte der 31. Musikalische Sommer zum Start in seine letzte Festivalwoche auf der Harderwykenburg. Das Privathaus von Pianist Carl-Anton zu Knyphausen, das seit über 220 Jahren im Familienbesitz ist, gilt mit seinen über 500 Jahren als „Erstes Haus Leer“, ist eine der ältesten noch erhaltenen Burgen in Ostfriesland und einer der exklusivsten Spielorte des Festivals. Auf dem Programm stand „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert. Theoretisch vorgestellt von Prof. Dr. Elmar Budde und in Tönen dargeboten von Marten Hebedorus Groeneveld (Gesang) und Hausherr Carl-Anton zu Knyphausen (Klavier).

Der Liederzyklus nach Texten des Dichters Wilhelm Müller, entstand vor November 1823, denn zu dem Zeitpunkt berichtete Schubert seinem Freund Franz von Schober: „Ich habe seit der Oper nichts componirt, als ein paar Müllerlieder”. Was Schubert hier so lapidar als „ein paar Müllerlieder“ ankündigte, war nichts Geringeres als der erste erzählende Liederzyklus der Romantik. Schubert hatte damit ein Genre kreiert, das für Schumann, Brahms und Co. zum Zentrum ihres Liedschaffens werden sollte. Der Inhalt ist typisch romantisch: Was mit „Das Wandern ist des Müllers Lust“ beginnt, entwickelt sich über das Finden der Geliebten, scheinbare Liebeserfüllung hin zum Verlust der Angebeteten, in diesem Fall an den Jäger der für Männlichkeit und Status steht. Aus Verzweiflung darüber ertränkt sich der unglückliche Müller schließlich im Bach, der im Liederzyklus selbst den Rang einer teilnehmenden Figur einnimmt, die vom Müller direkt angesprochen wird.

Im Lied „Der Müller und der Bach“ singen beide im Wechsel, in „Des Baches Wiegenlied“ singt der Bach dann ein wehmütiges Schlaf- und Todeslied für den Müller, der in ihm ruht, wie in einem Totenbett. Der Bach als Freund und gleichzeitiger Feind des Müllers, der ihn in den Tod führt, ist also weit mehr als ein Wasserlauf. Er ist Wanderkamerad, Begleiter und Lebenslinie. Buddes theoretischen Ausführungen – Schubert ist eines seiner Hauptforschungsgebiete – führten tief in das Verhältnis von Aussage, Takt, Tempo und Tonart des Liederzyklus ein. So war es nicht nur ein sonniger, sondern zudem lehrreich und unterhaltsamer Sonntagmorgen. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

21_K_19_vl_Budde_Kn#196E557BU: Prof. Dr. Elmar Budde (Vortrag), Marten Hebedorus Groeneveld (Gesang) und Hausherr Carl-Anton zu Knyphausen (Klavier) präsentiertenFranz Schuberts Liederzyklus “Die schöne Müllerin” in der Harderwykenburg in leer.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 09.08.2015

Auf den Spuren einer Männerfreundschaft

Literarisch-musikalischer Abend mit „Tatort“-Flair auf Gödens
GÖDENS – Am Sonnabendabend gastierte der 31. Musikalische Sommer zum zweiten Mal während des diesjährigen Festivals auf Schloss Gödens. Auf dem Programm stand ein literarisch-musikalischer Abend der die Beziehung von Johann Wolfgang von Goethe und Felix Meldelssohn beleuchtete.

Die Leitung hatte Hanjo Kesting, der nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte über 30 Jahre lang Leiter der Redaktion „Kulturelles Wort“ beim Norddeutschen Rundfunk war. Kesting hat die Dokumente der Beziehung des alten Goethe zum jungen Meldelssohn für eine szenische Lesung mit Musik zusammengefasst. Gelesen wurden die Quellen neben Kesting von den Schauspielern Benita Rinne, Henning Nöhren und Siegfried W. Kernen, die einem breiteren Publikum eher aus Krimi-Reihen, wie „Tatort“, „SoKo 5113“ und „Großstadtrevier“, bekannt sind. Am Piano spielte die Hamburger Pianistin Gundel Deckert dazu Werke von Bach, Beethoven, Chopin, Felix Mendelssohn sowie seiner Lieblingsschwester Fanny.

Dass Goethe für den jungen Felix Mendelssohn zu einem Vorbild werden konnte, war nicht nur eine Folge einer Handvoll persönlicher Begegnungen, sondern auch des familiengeschichtlichen Hintergrunds. Im Haus des Berliner Bankiers Abraham Mendelssohn herrschte eine Art Goethe-Kult, in den auch seine Geschwister einbezogen waren und in dem Felix Mendelssohns Lehrer und Goethes Freund Carl Friedrich Zelter eine zentrale Rolle spielte. Goethe verglich den zwölfjährigen Mendelssohn mit Wunderkind Mozart. „Was dein Schüler jetzt schon leistet, mag sich zum damaligen Mozart verhalten wie die ausgebildete Sprache eines Erwachsenen zum Lallen eines Kindes“, schrieb Goethe an Zelter. Von seinem ersten Besuch in Weimar 1821 bis zu der letzten mehrtägigen Gastfreundschaft Goethes 1830 bestand eine einzige tiefe Sympathie zwischen dem alten Dichter und dem genialen jungen Musiker.

Mendelssohn schwärmt über Goethe: „Seine Haltung, seine Sprache, sein Name, die sind imposant. Einen ungeheuren Klang der Stimme hat er, und schreien kann er, wie 10.000 Streiter. Sein Haar ist noch nicht weiß, sein Gang ist fest, seine Rede sanft.“ Der Dichter schenkt Mendelssohn einen Bogen seines Faust-Manuskripts, mit einer Widmung für den „lieben jungen Freund F.M.B., kräftig zarter Beherrscher des Pianos“. Eine größere Ehre war im kulturellen Kosmos der damaligen Zeit kaum denkbar. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

20_K_18_Goedens_vl_#196D7A7BU: Benita Rinne, Siegfried W. Kernen und Henning Nöhren (v.l.n.r.) gastierten zusammen mit Hanjo Kesting und Pianistin Gundel Deckert im Barocksaal auf Schloss Gödens.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 08.08.2015

Virtuose Manz und sein Sidekick Klett 

Konzert mit Werken von Brahms, Poulenc und von Weber
HOLTROP – Am Freitagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer mit dem Klarinettisten und mehrfachen ECHO-Preisträger Sebastian Manz und dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Martin Klett in der Holtroper Kirche. Den Auftakt machte das sympathische Duo mit Johannes Brahms (1833-1897) Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2. Das letzte Kammermusikwerk Brahms, drei Jahre vor seinem Tod geschrieben, ist geprägt von der in seinen Spätwerken typischen Reduktion auf das Wesentliche sowie einem maßvollen und abgeklärten Stil, bei gleichzeitig unerschöpflich scheinenden Klangfarben.

Ein stilistisches Kontrastprogramm dazu war das zeitgenössische Werk des 1973 geborenen Komponisten Jörg Widmann mit dem Titel „Fünf Bruchstücke für Klarinette und Klavier“ aus dem Jahr 1997. Mit seiner jugendlich wirkenden Spitzbübigkeit kündigte Manz das Werk mit den Worten an: „Lautstärkemäßig werden wir uns nicht zurückhalten. Besonders im vierten Satz geht es ganz schön zur Sache.“ Vom tiefsten zu spielenden Ton seiner Klarinette ausgehend, löste sich das Holzblasinstrument vom dumpfen Grollen des Flügels, um anschließend zu zeigen was in ihm steckt. Als wenn Widmann das Klangspektrum des Flügels und der Klarinette nicht genug gewesen wäre, wurden die Töne der Instrumente durch vielerlei Hilfsmittel verfremdet und der vierte Satz mit einem markerschütternden Schrei von Manz gekrönt – dem Publikum gefiel es!

Langanhaltender Applaus war die Überleitung zu Joseph Horovitz Sonatine für Klarinette und Klavier, einem 15-minütigen Klassik-Jazz-Stück, das dieses gewisse Etwas besitzt, das man sich bei mitreißender Filmmusik wünscht. Nach der Pause wurden die Gäste des ausverkauften Konzerts mit Francis Poulenc (1899-1963) und seiner Sonate für Klarinette und Klavier begrüßt. Das Spätwerk des französischen Komponisten wurde erst nach seinem Tod uraufgeführt. Krönender Abschluss war das „Grand Duo Concertant“ op. 48 von Carl Maria von Weber (1786-1826). Das Stück in drei Sätzen entwickelt sich von einem feurig schnellen ersten Satz, über einen innerlichen, aber doch bewegten zweiten Satz zu einem sich virtuos in alle spieltechnischen Finessen sich steigerndes Schlußrondo. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: ECHO-preisträger Sebastian Manz (Klarinette) und Martin Klatt (Klavier) begeisterten mit eienm Duo-Abend in der Kirche zu Holtrop.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 07.08.2015

Musik war stets Ausdruck der Seele

Konzert mit Werken von Beethoven, Bartók und Weber
WITTMUND – Am Donnerstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer mit dem Jade-Quartett, bestehend aus Annelie Liang (Violine), Lisa You (Violine), Kaishi Fan (Viola) und Gina Yu (Violoncello) sowie dem Klarinettisten und mehrfachen ECHO-Preisträger Sebastian Manz in der Wittmunder Kirche. Zusammen traten sie im Klarinettenquintett B-Dur op. 34. von Carl Maria Weber (1786-1926) auf. Das Werk, das Weber für den Münchner Klarinettisten Heinrich Baermann schrieb, ist ein fröhlicher Dialog zwischen Streichern und Klarinette. Das witzige Klangspiel mit theatralischen Dialogen und singenden Episoden, erfährt seinen Höhepunkt im vierten Satz. Manz krönte dieses Rondo mit einem brillanten Passagen-Feuerwerk seiner Klarinette. Deutlich ernster ging es im ersten Teil des Konzerts zu.

Den Auftakt machte das „Quartetto serioso“, das Streichquartett f-Moll op. 95 von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827). Es gehört neben der Schauspielmusik zu Goethes Egmont, zu den beiden Werken, in denen Beethoven den Kriegsgräuel um Wien im Sommer 1809 verarbeitet. „Welch zerstörendes, wüstes Leben um mich her, nichts als Trommeln, Kanonen, Menschenelend in aller Art“, schrieb er Ende Juli 1809 seinem Verleger die Lage im französisch besetzten Wien. Opus 95 ist knapp und hart geschrieben. Ob diese Emotionen das Elend der Wiener Bevölkerung widerspiegeln sollen oder ein Spiegelbild seiner persönlichen Gefühlslage dieser Monate ist, lässt sich nicht sagen. Fest steht, dass Beethoven durch den abgewiesenen Heiratsantrag an Therese Malfatti im Sommer 1810 in eine tiefe Krise gestürzt wurde. Im f-Moll-Quartett macht er seinen Gefühlen Luft und schuf zugleich eine Musik, in der die Wiener ihre Ängste der Zeit wieder erkennen konnten.

Neben dem Beethoven-Werk spielte das Jade-Quartett auch Béla Bartóks (1881-1945) Streichquartett Nr. 4. Die Welt scheint im Aufruhr in diesem vierten Streichquartett des bedeutenden Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotz viel formaler Strenge, ist dieses Werk gleichzeitig eine Zäsur im Schaffen Bartóks und richtungsweisend für die Nachwelt. Die Zuschauer waren in Wittmund begeistert. Mit tosendem Applaus erarbeiteten sie sich eine Zugabe des Quintetts. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: ECHO-Preisträger Sebastian Manz und das JADE-Quartett gastierten mit einem abwechslungsreichen Programm in der Kirche zu Wittmund.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 07.08.2015

Musikalischer Sommer auf der Zielgeraden

KULTUR Dritte Festivalwoche mit 11 Konzerten in acht Tagen
OSTFRIESLAND
– In der dritten Festivalwoche des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland, das nicht nur Deutschlands ältestes Klassikflächenfestival ist, sondern mit über 30 Konzerten in 24 Tagen auch zu den größten Festivals dieser Art in der Region zählt, gibt es ein kunterbuntes Programm mit 11 Konzerten, von den „Stars von Morgen“, über das Familienkonzert, Solo- und Orchesterkonzerte, dem Auftritt der weltberühmten japanischen Stargeigerin Midori bis zum krönenden Abschlusskonzert.

Bereits von Sonntag bis Dienstag, 9. bis 11. August, gibt es täglich zwei Konzerte. Angefangen am Sonntag um 11 Uhr in der Leeraner Harderwykenburg mit Franz Schuberts „Schöner Müllerin“ und abends dem Orchesterkonzert in der Kirche Sillenstede, über das Konzert „Stars von Morgen“ am Montag um 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche Aurich und das Klezmer-Konzert „Das verflixte 7. Jahr“ um 20 Uhr im Lokschuppen Jever, bis zum Familienkonzert am Dienstag um 16 Uhr in der Leeraner Evenburg und dem Beethovenkonzert mit Pianistin Hie Yon Choi um 20 Uhr in der Dunumer Kirche.

Die japanische Stargeigerin Midori, UN-Friedensbotschafterin und Grammy-Gewinnerin, tritt am Mittwoch, 12. August, um 20 Uhr in der Neuen Kirche in Emden auf. Begleitet vom Pianisten Özgür Aydin sind Werke von Bach, Prokofjew, Brahms und Tchaikovsky zu hören.

Am Donnerstag, 13. August, ist das Deutsche Hornensemble „Waldhorns Widerhall“ ab 20 Uhr in der Reepsholter Kirche mit Naturhornmusik verschiedener Zeitalter und Epochen zu hören. Am Freitag gibt es in der Kirche Münkeboe ein Kammerkonzert ab 20 Uhr und am Sonnabend, 15. August, um 20 Uhr eine Lesung mit Musik in der Leeraner Harderwykenburg mit dem Titel „Alma Mahler Werfel – Gattin, Muse, Frau“. Krönender Abschluss des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland ist das Konzert mit Festivalorchester am Sonntagabend um 20 Uhr in der Emder A-Lasco-Bibliothek.

Informationen und Konzertkarten gibt es unter www.musikalischersommer.com oder unter Telefon 04941-9911364.

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Foto: Timothy Greenfield-Sanders

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Pressemitteilung vom 06.08.2015

Groove der „Kind of…trio“- Spitzenjazzer

Konzert mit Songs von Porter, Ellington und Gershwin
GRISTEDE – Am Mittwochabend gastierte der 31. Musikalische Sommer auf Gut Horn in Gristede mit der Jazzformation „Kind of … trio“. Olaf Polziehn (Piano), Mini Schulz (Doublebass) und Meinhard „Obi“ Jenne (Drums) sind drei Spitzenjazzer, die seit über 15 Jahren ganz oben in der Szene mitspielen. Das Konzert hatte alles was ein guter Abend haben muss: Ein abwechslungsreiches Programm mit Eigenkompositionen und Evergreens großer Jazzlegenden, ein wunderschöner Veranstaltungsort dessen Wurzeln ins 13. Jahrhundert zurückreichen und ein sommerliches Catering im Schatten des herrschaftlichen Anwesens. Das Trio begeisterte ab dem ersten Ton. Von den elegant-mondänen Titeln eines Cole Porters, über Besonderheiten aus dem annähernd 2000 Kompositionen umfassenden Werken des Edward Kennedy „Duke“ Ellington wie den Jazz-Standard „Caravan“ bis zu Ohrwürmern von  George Gershwin, wie das Klaviersolo „Liza“ oder das für das Musical „Crazy Girl“ geschriebene Stück „But not form me“ reichte das Programm.

Für „Kind of trio“ hat der 45-jährige Schlagzeuger Meinhard „OBI“ Jenne das Trio mit Olaf Polziehn, Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und ein Experte in Sachen Modern Jazz am Piano und Mini Schulz, Professor an der Musikhochschule Stuttgart, Vizepräsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg und begnadeter Jazz-Kontrabassist zusammengestellt. Die drei Musiker werden von ihrem großen Können und der Hingabe für alles Groovende, Swingende und Neue getragen. Die Konzertbesucher waren begeistert, ließen sich auf den Groove ein und gaben immer wieder Szenenapplaus. Zum Abschluss gab es noch eine Zugabe mit Stevie Wonders „You are the sunshine of my life“ – passend zum Musikalischen Sommer.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Das Kind of … trio begeisterte mit Jazz vom Feinsten in der ausverkauften Kulturscheuen auf Gut Horn in Gristede.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 05.08.2015

Sommerfreuden über das Veits-Quintett:

Konzert mit Werken von Danzi, Taffanel, Nielsen und Ligeti
MARIENHAFE Am Dienstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Marienkirche in Marienhafe. Für musikalische Sommerfreuden sorgte das Veits-Quintett mit Sunghyon Cho (Querflöte), Rie Koyama (Fagott), Han Kim (Klarinette), Kyeong Ham (Oboe) sowie Ricardo Silva (Horn). Die Quintett-Musiker sind alle vielfach als Solisten ausgezeichnete Preisträger internationaler Wettbewerbe. Mit ihnen ging es in den vier Quintetten des Abends quer durch die Musikgeschichte.

Zum Auftakt gab es Franz Danzis (1763-1826) Quintett op. 56 zu hören. Der Karlsruher gehörte, wie sein Vorbild Anton Reicha aus Paris, zu den wichtigsten Komponisten für das klassische Bläserquintett. Reicha hat das Bläserquintett zuerst etabliert. Der geborene Pfälzer Danzi dagegen importierte die neue Form aus Paris ins Badische. Seine Bläserquintette – er schrieb zwischen 1820 und 1824 neun Werke – gehören auch heute noch zu den beliebtesten Kammermusikwerken für derartige Bläserensembles und sind ganz der klassischen Ausgewogenheit der Instrumente verpflichtet. Das änderte sich aber mit Paul Taffanel (1844 – 1908), selbst Flötist, bei dem die Flöte stärker in den Vordergrund trat. Carl Nielsen (1865-1931), der aufgrund seiner sinfonischen Musik auch als „dänischer Strauss” bezeichnet wurde, schrieb nur ein einziges bedeutendes Kammermusikwerk für Bläser: das Quintett, op. 43. Wie die Bläserwerke von Strauss verdankt es seine Entstehung der Inspiration durch Mozart. Im „Quintett op. 43“ treten bereits alle Instrumente gleichberechtigt solistisch hervor.

Der 2006 verstorbene György Ligeti (1923 – 2006) gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und als ein Erneuerer der Neuen Musik. Seine „Sechs Bagatellen“ sind längst zum Klassiker des modernen Bläserquintett-Repertoires avanciert und rundeten den Kammerkonzertabend in Marienhafe ab.

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Das Veits-Quintett beim Musikalischen Sommer in Ostfriesland in der Kirche zu Marienhafe.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 04.08.2015

Burgkonzert mit Pianistin Danae Dörken

23-jährige trat erstmalig beim Musikalischen Sommer auf
WILHELMSHAVEN Am Montagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer im Ahnensaal der Burg Kniphausen in Wilhelmshaven. Besondere Musikerlebnisse verspricht das Festivalprogramm in diesem Jahr bei seinen 31 Konzerten. Zu diesen Erlebnissen gehörte auf jeden Fall die 23-jährige Pianistin Danae Dörken aus Wuppertal. Die „Poetin am Klavier“, wie sie von Kritikern gerne genannt wird, hatte sich für ihr erstes Konzert beim Musikalischen Sommers Johann Sebastian Bachs (1685-1750) „Partita Nr. 3“ a-Moll, Johannes Brahms (1833-1897) „4 Klavierstücke“ op. 119, Leos Janáceks (1854-1928) „Sonate 1. X. 1905“ und Franz Schuberts (1797-1828) „Wandererfantasie“ ausgesucht. Die Tochter einer deutsch-griechischen Familie, die im Alter von fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt und bereits ein halbes Jahr später den ersten Klavierwettbewerb gewann, interpretierte alle Stücke mit einer einmalig feinfühligen und durchdachten Ausdruckskunst von enormer Tiefe und Kraft, die unwillkürlich jeden Zuhörer in ihren Bann zog. Bei Brahms letztem Werk für Klavier solo, das auf kleinstem Raum noch einmal das ganze Ausdrucksspektrum seiner Klaviermusik abbildet, reicht das Portfolio von Sehnsüchtigem und Fröhlichem, über Graziöses und Pompöses, bis hin zu Heiterem und tief Traurigem.

Gleiches gilt für die zum Gedenken an einen in Brünn am 1. Oktober 1905 während einer politischen Kundgebung getöteten Arbeiters entstandene Sonate „1.X.1905“, mit deren Niederschrift Janácek noch am Tag des Geschehens begonnen hatte. Dieses düstere Klagelied mit ihrem teilweise schroffen Klaviersatz, der schwebend wirkenden Klanglichkeit und den schneidenden Fanfarenmotiven breitet die Pianistin in nie erlahmender Spannung aus. Nichts wirkt überzogen, nichts glatt gebügelt. Bei Franz Schuberts „Wanderfantasie“ ließ Dörken leicht hügelige Landschaften vor dem geistigen Auge entstehen, überrascht mit immer neuen Blickwinkeln, machte Lust auf das Wandern, auf Natur und Entspannung. Dörkens Konzerte sind nicht der bloße Vortrag von Musikstücken: Sie beherrscht die Kunst des In-Töne-Fassens von Gefühlen. Sie besitzt eine musikalische und interpretatorische Intelligenz, die sie bereits jetzt zu einer der ganz großen Pianistinnen ihrer Generation gemacht hat. Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Die Pianistin Danae Dörken war mit einem Klavierrecital in der Burg Kniphausen in Wilhelmshaven zu erleben.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 03.08.2015

Konzerte zwischen Duo und Chor

Landesmusikrat lobt Musikalischer Sommer für dessen Vielfalt
LEER / VICTOBUR – Am Wochenende gastierte der 31. Musikalische Sommer in der Großen Kirche Leer und in der Victorburer Kirche.

Rund 60 ausgewählte niedersächsische Sängerinnen und Sänger des Landesjugendchors Niedersachsen unter der Leitung von Florian Benfer waren am Sonnabend, 1. August, in der Großen Kirche in Leer zu bewundern. Unter dem Titel „Nordic Sounds“ gab es eine musikalische Reise auf der Ostsee mit Halt in Lettland, Estland, Finnland, Schweden und Deutschland. Ein kleiner Abstecher führte zu Edvard Grieg nach Norwegen und zu John Cage in die USA. Mit einem enormen Reichtum an Musikstilen, Klangfarben und -formen war es ein spannendes Konzerterlebnis, das dem „Grenzenlos“-Motto des diesjährigen Festivals sehr entgegen kam.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass der Präsident des Landesmusikrats, Prof. Dr. Franz Riemer, anwesend war und in seinem Grußwort den Wert des Musikalischen Sommers für die Region hervorhob und dessen Vielfalt“, sagten Familie König und Julia Marie Müller, denen der Präsident für ihr Engagement dankte. „Die Kooperation mit dem Landesmusikrat ist für beide Seiten wertvoll und soll im nächsten Jahr fortgeführt werden.“

Nach dem Chor am Sonnabend, lud die Festivalleitung am Sonntag, 2. August, zu einem sehr familiären Konzert mit zwei Klavieren in die Victorburer Kirche ein. Iwan König, seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und seine Partnerin Julia Marie Müller, seit 2011 Festivalmanagerin des Musikalischen Sommers, sind auch auf der Bühne seit vielen Jahren ein Paar. Ihr Klavierduo widmet sich vor allem der spätromantischen und impressionistischen Virtuosenliteratur, bei der selbstverständlich auch Maurice Ravel und Sergei Rachmaninoff nicht fehlen dürfen. Mit Ravels „Rapsodie Espagnol“ für zwei Klaviere, die er im Jahr 1907 binnen weniger Wochen schrieb, begeisterte das Duo in der Victorburer Kirche über 150 Zuhörer. Ebenso mit Rachmaninoffs Suite Nr. 2 und Milhauds „Scaramouche“. Zusätzlich gab es von Gabriel Fauré die Sonate A-Dur op. 13 für Violine und Klavier mit Iwan König und Franziska König (Violine).

Karten und weitere Informationen zu den nächsten Konzerten des Musikalischen Sommers gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Das Klavierduo Julia Marie Müller und Iwan König begeisterte am Sonntagnachmittag in der Victorburer Kirche.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 01.08.2015

Ashkenazy und die Glocken von Bagband

Konzert mit Werken von Brahms, Jenner, Debussy und Prokofieff
BAGBAND
– Am Freitagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland in der restlos ausverkauften Bagbander Kirche. Das Backsteingebäude im Stil der Romantik wurde Mitte des 13. Jahrhunderts auf einer Warft errichtet. Mit der Doppelmadonna und der Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert ein für den Musikalischen Sommer beispielhaft schöner Konzertraum.

Den Auftakt machten Prof. Wolfram König (Violine) und Anna Magdalena Kokits (Klavier) mit Johannes Brahms Violinsonate Nr. 1 G-Dur, op. 78. Ein wundervolles Stück zum Beginn des Konzertabends, gibt es doch kein zweites Brahms-Werk, das sich so sehr dem Reiz des Melodischen überlässt. Weiter ging es mit Dimitri Ashkenazy (Klarinette), Martin Roos (Horn) und Anna Magdalena Kokits (Klavier) und Gustav Jenners Trio für Klarinette, Horn & Klavier. Jenner, der 1888 der einzige Kompositionsschüler von Johannes Brahms wurde, bezeichnete seine Begegnung mit Brahms selbst als das „entscheidende Glück“ seines Lebens. Glück mit der um 21:01 Uhr einsetzenden Betglocke der Bagbander Kirche hatten Ashkenazy & Co. nicht. Fünf Minuten spielten sie gegen die eigentlich schweigen sollende Glocke aus dem 50 Meter hohen Turm an. Zuhörer und Musiker nahmen es mit Humor.

Nach der Pause, bei Grauburgunder und Canapes vor dem Panorama des aufgehenden „Blue Moon“, des zweiten Vollmonds im Juli, gehörte die Bühne Anna Magdalena Kokits (Klavier) und Dimitri Ashkenazy (Klarinette) allein. Mit Claude Debussys „Première Rhapsodie“ ging es los. Der größte französische Komponist der Jahrhundertwende und Vertreter des sogenannten Impressionismus, hat den Bläsern im Orchester und in der Kammermusik eine ganz neue Rolle zugedacht. Ihn interessierte vornehmlich die Poesie ihrer Klangfarben, gepaart mit einer neuen Technik des chromatischen Legato. Ähnliche Qualitäten zeichnen auch seine Musik für Klarinette aus. Das Finale bildete Sergei Prokofieff (1891-1953) Sonate D-Dur für Klarinette & Klavier. Resümee von Künstlern und Besuchern: Ein gelungener Konzertabend am Ende der ersten Festivalwoche. Karten und Informationen zu den nächsten Konzerten des Festivals gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Anna Magdalena Kokits (Klavier) und Dimitri Ahkenazy (Klarinette) spielten in der Kirche zu Bagband.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 31.07.2015

Schlosskonzert war zweimal ausverkauft

Quartett begeisterte mit Haydn, Dvorák und Beethoven
DORNUM
– Am Donnerstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland auf Wasserschloss Dornum. Franziska König (Violine), Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) leisteten Schwerstarbeit. Gleich zweimal, um 17 und um 20 Uhr, spielten sie Werke von Haydn, Dvorák, Wolf und Beethoven und beide Male vor ausverkauften Reihen.

Namensgeber des Konzerts war die „Italienische Serenade“ für Streichquartett von Hugo Wolf. Das Werk gilt als echtes „Schmankerl“ der Wiener Quartettliteratur, dessen heitere Gelöstheit aber im krassen Gegensatz zu seiner Vorgeschichte steht. Der junge Komponist Wolf hatte kurz zuvor in Wien erleben müssen, wie seine sinfonische Ouvertüre „Penthesilea“ durch die Wiener Philharmoniker verlacht und mit der Bemerkung vom Konzertprogramm gestrichen wurde, dass der Komponist solcher Musik nicht das Recht habe Meister Brahms in der Presse zu attackieren. Es war die Quittung der Brahms-Verehrer für die kritischen Zeilen Wolfs im Wiener Salonblatt.

Zum Schmunzeln regt die Entstehungsgeschichte Antonín Dvoráks Werk „Vier romantische Stücke“ op. 75 für Violine und Klavier an. Das für Chemiestudent Josef Kruis komponierte Werk von Dvorák überforderte den Schüler, begeisterte seinen Geigenlehrer Jan Pelikán und wurde später zu einem Bestseller. Auch Ludwig von Beethovens Streichquartett Es-Dur, op. 74 hörte man auf Schloss Dornum mit ganz anderen Ohren, wenn man sich die Entstehungsgeschichte vergegenwärtigte. Es entstand kurz nach der Schlacht bei Aspern vor den Toren Wiens, eines der blutigsten Gemetzel der Napoleonischen Kriege. In nur 30 Stunden ließen damals mehr als 40.000 Soldaten ihr Leben im Kampf um die Vorherrschaft in Europa. So ist in dem Werk auch von bedrückender Schwermut bis zu einem Frieden und Freiheit  beschwörenden Finale alles herauszuhören. Das vierte Werk auf dem Programm war Joseph Haydns Streichquartett in C-Dur.

Alle Informationen und Karten zu den nächsten Konzerten des Festivals gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

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BU: Franziska König (Violine), Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) begeisterten bei zwei ausverkauften Konzerten im Wasserschloss Dornum.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 31.07.2015

ECHO-Preisträger und andere Stars

KULTUR Zweite Woche des Musikalischen Sommers in Ostfriesland
Ostfriesland
– In der zweiten Festivalwoche des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland, das nicht nur Deutschlands ältestes Klassikflächenfestival ist, sondern mit über 30 Konzerten in 24 Tagen auch zu den größten Festivals dieser Art in der Region zählt, gibt es ein prominent besetztes und vielfältiges Programm.

Am Dienstagabend, 4. August, steht um 20 Uhr ein Konzert in der Kirche Marienhafe mit dem Veits-Quintett auf dem Programm. Die Musiker, alle vielfach als Solisten ausgezeichnete Preisträger internationaler Wettbewerbe, führen an dem Abend quer durch die Musikgeschichte. Während Franz Danzis Quintett op. 56 noch ganz der klassischen Ausgewogenheit verpflichtet ist, tritt bei Paul Taffanel, selbst Flötist, die Flöte stärker in den Vordergrund. Im „Quintett op. 43“ des Dänen Carl Nielsen, 1922 uraufgeführt, treten alle Instrumente gleichberechtigt solistisch hervor. Der 2006 verstorbene György Ligeti, von ihm sind die „6 Bagatellen“ zu hören, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und als ein Erneuerer der Neuen Musik.

Ein weiterer Wochenhöhepunkt ist das Konzert am Donnerstag, 6. August um 20 Uhr, in der Wittmunder Kirche mit Klarinettist Sebastian Manz. Der zweifache ECHO-Klassik-Preisträger (2011 und 2012) und Gewinner des internationalen ARD-Wettbewerbs 2008 interpretiert mit dem renommierten Jade-Quartett C.M. von Webers wunderschönes Klarinettenquintett in B-Dur. Des weiteren stehen Werke von Bartók und Beethoven auf dem Programm.

Bereits am Sonntagabend, 2. August um 20 Uhr, gibt es in der Victorburer Kirche das Konzert „Rapsodie Espagnol“ mit zwei Klavieren. Am Montagabend, 3. August um 20 Uhr, lädt das Festival zum Klavierabend mit Danae Dörken in die Burg Kniphausen nach Wilhelmshaven ein und am Mittwoch, 5. August um 20 Uhr, gibt es das Jazz-Konzert „Kind of…Trio“ auf Gut Horn in Gristede mit Songs von Cole Porter, Duke Ellington, Eroll Garner und George Gershwin zu erleben. Konzertkarten gibt es unter www.musikalischersommer.com oder unter Telefon 04941-9911364.

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BU: Der zweifache ECHO- und ARD-Preisträger Sebastian Manz ist einer der Stars der zweiten Festivalwoche des Musikalischen Sommers in Ostfriesland.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 30.07.2015

Auch Schreibmaschinen klingen gut

Schné-Ensemble begeisterte mit vielen Eigenkompositionen
Lütetsburg –
Am Mittwochabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland auf Schloss Lütetsburg. Das Schné Ensemble, bestehend aus Sängerin Schné, mit bürgerlichem Namen Henrike Krügener (Gesang, Gitarre), Ingo Höricht (Violine, Viola, Gitarre), Mariska Nijhof (Akkordeon, Gesang), Michael Berger (Klavier), Matthias Schinkopf (Klarinette, Saxophon, Percussion) und David Jehn (Kontrabass, Gesang) spielte ausschließlich Eigenkompositionen. Dabei handelt es sich um hochemotionale  Lieder und Instrumentalstücke zwischen Chanson, Jazz, Kammerpop, und Folk. Das aktuelle Album der Band „Pierrot, Pierrot, Pierrot“ wurde beim Deutschen Rock und Pop Preis 2012 als „Bestes fremdsprachiges CD-Album und beste Studioproduktion des Jahres“ ausgezeichnet.

Für ihren Auftritt beim „Musikalischen Sommer in Ostfriesland“ hatte das Ensemble seine schönsten Titel zusammengestellt. Egal ob Vertonungen der Lyrik von Rilke, Brecht, Lasker-Schüler und Fried oder Songs und Chansons mit eigenen Texten – alle Stücke waren intensive und atmosphärische Konzerterlebnisse. Der Musikstil des Schné Ensembles lässt sich dabei kaum einordnen oder gar festzurren. Die Band überzeugt und gefällt, macht Gänsehaut und einfach nur Spaß. Das kommt zum einen von der Leadsängerin, die mit einer besonderen Vielfalt an Klangfarben die Ohren umschmeichelt, und zum anderen von jedem einzelnen Musiker, der seinen Teil zum großen Ganzen dazugibt. Mal groovig, mal jazzig, mal mit mehr Pop – in ganz eigener Stilart –, dann wieder eher Chanson, auch mal etwas Zigeunerartiges und sogar Tango ist herauszuhören. Dabei sind die Texte und Lieder, egal ob englisch, französisch oder deutsch, in denen es um Leben, Liebe, Schmerz und tiefgründige Gedanken geht, nicht oberflächlich und gerne auch mal ungewöhnlich. Wie der Einsatz der mechanischen Schreibmaschine in „Crazy Waltz“ von Bassist David Jehn, der das Bürorelikt vergangener Tage kurzerhand zum Musikinstrument machte – chapeau!

Alle Informationen und Karten zu den nächsten Konzerten des Festivals unter www.musikalischersommer.com.

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BU: Das Schné-Ensemble gastierte mit einer Zusammenstellung seiner schönsten Titel auf Schloss Lütetsburg.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 29.07.2015

Star-Cellist Vogler begeisterte Oldenburg

Konzert mit Werken von Brahms, Schnittke und Schumann
Oldenburg –
Am Dienstagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland im Oldenburger Schloss. Der im Stil der Neorenaissance gehaltene Schlosssaal in der ehemaligen Residenz der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Oldenburg war für das Konzert mit Star-Cellist Jan Vogler  und Iwan König (Klavier) bis auf den letzten Platz ausverkauft. Auf dem Programm standen Werke von Robert Schumann (1810-1856), Alfred Schnittke (1934-1998) und Johannes Brahms (1833-1897).

Zum Auftakt gab es etwas Beschauliches: Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73. Ein Werk, das Jan Vogler bereits mit Weltstar Hélène Grimaud auf der CD „Dichterliebe“ veröffentlichte. Als zweites Stück gab es Alfred Schnittkes Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 aus dem Jahr 1978. Diese erste Cellosonate entstand als der Komponist gerade seine bedeutendsten Werke, das Concerto Grosso No. 1 und die Beethoven-Kadenz, geschrieben hatte. Sie folgt der polystilistischen Linie dieser Stücke, also der Technik verschiedene Musikstile miteinander zu kombinieren, und bewegt sich irgendwo zwischen Walzerklängen und Neobarock.

„Sensationell und fantastisch“, hieß es immer wieder in der Pause von vielen Oldenburger Besuchern. Vogler gehört zu den ganz Großen der Celloszene. Nur wenige verstehen es wie er dieses singende Instrument mit seinem einzigartig sanftem Klang und seiner lyrischen Qualität so zu spielen. Vogler begann seine Karriere als Zwanzigjähriger 1984 in der damaligen DDR als erster Konzertmeister Violoncello der Staatskapelle Dresden. 13 Jahre später startete er seine Solokarriere, wirkt als Intendant des Dresdner Musikfestivals und eröffnet am 15. August das seit über 20 Jahren von ihm geleitete Moritzburg Festival.

Nach der Pause erwartete die Gäste noch Johannes Brahms Sonate e-Moll für Violoncello und Klavier, op. 38. Bemerkenswert an der Cellosonate ist allein schon ihre Tonart: Werke in e-Moll finden sich in der großen Sonatenliteratur nur sehr selten. Die Zuhörer waren begeistert. Sie feierten Vogler und König mit langanhaltendem Applaus und diese dankten mit einer Zugabe – ein wunderschöner Konzertabend. Alle Informationen und Karten zu den nächsten Konzerten des Festivals unter www.musikalischersommer.com.

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BU1: Jan Vogler gehört zu den berühmtesten Cellisten der Welt und trat am 28.7. im Oldenburger Schloss auf.

BU2: Starcellist Jan Vogler und Iwan König (Klavier) begeisterten beim ausverkauften Konzert im Oldenburger Schloss.

Fotos: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 28.07.2015

Musikalischer Sommer „Alla Zingarese“

Konzert mit Werken von Beethoven, Enescu und Brahms
BACKEMOOR
– Am Montagabend gastierte der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland in der über 750 Jahre alten Backemoorer Kirche. Auf dem Programm standen Werke von Ludwig von Beethoven (1770-1827), George Enescu (1881-1955) und Johannes Brahms (1833-1897). Brahms Klavierquartett g-Moll op. 25, vielmehr sein mit „Rondo alla Zingarese: Presto“ überschriebener vierter Satz war Namensgeber des Konzerts, wobei „Alla Zingarese“ soviel wie in der Art der Zigeunermusik bedeutet.

Brahms Liebe zur Musik der ungarischen Zigeuner wurde nicht zuletzt durch seine Freundschaft zu ungarischen Geigern wie Eduard Reményi und Joseph Joachim gefördert. Zwischen Brahms und Joachim entwickelte sich ein regelrechter Wettbewerb im ungarischen Genre. Als der Hanseat 1861 seinem Freund Joachim die Partitur des Klavierquartetts mit dem Rondo alla Zingarese übersandte, gestand der Brahms er habe ihm auf seinem eigenen Territorium „eine ganz tüchtige Schlappe versetzt“. Doren Dinglinger (Violine), Petra Wolff (Viola), Rudolf Leopold (Violoncello) und Anna Magdalena Kokits (Klavier) wurden vom Publikum in der nahezu ausverkauften Backemoorer Kirche für ihre Interpretation von Brahms Werk mit langanhaltendem Applaus gefeiert.

Ein weiterer Höhepunkt des Konzerts war George Enescus Sonate für Klavier und Violoncello op. 26 Nr. 2 in C-Dur aus dem Jahr 1935, vorgetragen von Rudolf Leopold (Violoncello) und Raluca Stirbat (Klavier). Bereits als kleines Kind versuchte Enescu die Volkslieder seiner Heimat im nordöstlichen Rumänien nach Gehör nachzuspielen. Diese Klänge prägten vom Charakter her viele seiner bekannten Werke. Sein Kompositionsstil ist dabei aber schwer zu fassen, sehr facettenreich und alles andere als auf die volkstümlichen Wurzeln zu reduzieren. Seine Musik verbindet vielmehr das Ungestüme mit dem Akkuraten, das Poetische mit dem Virtuosen und das Kosmopolitische mit dem Volkstümlichen. Bereits zum Auftakt des Konzertabends spielten Martin Roos (Horn) und Anna Magdalena Kokits (Klavier) die Sonate für Horn & Klavier F-Dur op.17 von Ludwig von Beethoven. Alle Informationen und Karten zu den nächsten Konzerten des Festivals unter www.musikalischersommer.com.

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BU: Doren Dinglinger (Violine), Anna Magdalena Kokits (Klavier), Petra Wolff (Viola) und Rudolf Leopold (Violoncello) spielten das Klavierquartett von Johannes Brahms in der Kirche zu Backemoor.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 27.07.2015

„Hommage à Brahms“ auf Schloss Gödens

Konzert mit Werken von Schumann, Enescu und Ligeti
GÖDENS – Die Reihe der Schlosskonzerte im Rahmen des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland ist besonders beliebt. Am Sonntagabend kamen rund 150 Zuschauer um auf Schloss Gödens das Konzert „Hommage à Brahms“ zu hören. Namensgeber war das im August vor 33 Jahren uraufgeführte Trio für Violine, Horn und Klavier von György Ligeti. Der österreichische Komponist rumänisch-ungarisch-jüdischer Herkunft, gilt als einer der bedeutendsten seiner Zunft im 20. Jahrhundert. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch seine Musik im 1968 erschienenen Science-Fiction-Film „2001: Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick bekannt.

Die „Hommage à Brahms“, ein Stück der Neuen Musik wenngleich es gar nicht mehr so neu ist und nicht zuletzt aufgrund seiner Aufführungshäufigkeit zu den Klassikern des Kammermusik-Repertoires zählt, wurde von Ligeti anlässlich des 150. Geburtstags von Brahms komponiert. Es ist erstaunlich, wie stark sich Ligeti von Brahms Trio op. 40 inspiriert gefühlt hat. Er übernahm dessen Viersätzigkeit, vor allem aber den melancholischen Grundgestus. In der Hommage werden die beiden lebhaften Binnensätze von zwei langsamen Sätzen umrahmt. Philippe Graffin (Violine), Iwan König (Klavier) und Martin Roos (Horn) interpretierten dies farbige und auch für den ungeübten Konzertbesucher leicht zugängliche Werk auf besonders virtuose Art und Weise. „Man muss sich erst ein wenig einhören, dann ist es fantastisch“, gesteht eine Konzertbesucherin. Besonders im vierten Satz „Lamento. Adagio“ folgten die Zuhörer gebannt dem Konzert. Langsam steigert sich der Satz zu immer größerer Intensität, flaut dann ab und verklingt am Ende in kaum mehr spielbaren Tiefen des Horns und zirpenden Höhen des Klaviers und der Violine. Sekundenlang Stille, dann tosender Applaus.

Nach der Pause im Schlosspark, bei Wein und Canapés vor dem privaten Adelsitzpanorama mit Pfauen und abertausenden Rosen, freute sich der Künstlerische Leiter Prof. Wolfram König besonders auf die Sonate für Klavier und Violoncello op. 26 Nr. 1 in f-Moll von dem 1955 verstorbenen rumänischen Violinisten George Enescu. König selber war noch ein Schüler des Großmeisters und steht damit in einer Reihe mit den bekannten Violinisten Arthur Grumiaux und Yehudi Menuhin.

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BU: Philippe Graffin, Iwan König und Martin Roos waren auf Schloss Gödens mit Györgi Ligetis Trio für Violine, Horn und Klavier zu hören.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 27.07.2015

Konzertsommer in drei Schlössern

KULTUR Festival reagiert mit Zusatzkonzert auf Besucheransturm
Ostfriesland / Oldenburg
– Drei Konzerte in Schlössern stehen im Rahmen des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland allein in dieser Woche auf dem Programm. Deutschlands ältestes Klassikflächenfestival, das in diesem Jahr an 24 Tagen über 30 Konzerte bietet, reicht von den Spielorten her von den Niederlanden bis nach Oldenburg.

Am Dienstagabend, 28. Juli, steht um 20 Uhr ein Konzert im Oldenburger Schloss mit Jan Vogler (Violoncello) und Iwan König (Klavier) auf dem Programm. Die New York Times bewunderte Jan Voglers „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“. Zu hören gibt es an diesem Abend Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73, Alfred Schnittkes Sonate Nr. 1 und Johannes Brahms Cellosonate e-Moll op. 38. Erst im vergangenen Jahr wurde Vogler mit dem Klassik-ECHO ausgezeichnet.

Am Mittwoch, 29. Juli um 20 Uhr, gibt es ein Konzert auf Schloss Lütetsburg. Zu hören ist ein Best-of des Schné-Ensembles. Das Quintett spielt ausschließlich Eigenkompositionen. Die hochemotionalen  Lieder und Instrumentalstücke zwischen Chanson, Jazz, Kammerpop und Folk vom aktuellen Album der Band „Pierrot, Pierrot, Pierrot“ wurden beim Deutschen Rock und Pop Preis 2012 als „Bestes fremdsprachiges CD-Album und beste Studioproduktion des Jahres“ ausgezeichnet.

Am 30. Juli gibt es das dritte Schlosskonzert der Woche um 17 Uhr auf Schloss Dornum. Aufgrund der großen Nachfrage ist das Konzert um 20 Uhr schon seit langer Zeit ausverkauft. Für das Zusatzkonzert um 17 Uhr gibt es allerdings noch Karten. Franziska König (Violine), Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) spielen Stücke von Joseph Haydn (Streichquartett C-Dur op. 74,1), Antonín Dvorák („Vier romantische Stücke“ op. 75), Hugo Wolf („Italienische Serenade“) und Ludwig v. Beethoven („Harfenquartett“ Es-Dur op. 74).

Das zweite Festivalwochenende wird am Freitagabend, 31. Juli um 20 Uhr, in der Kirche Bagband mit dem Kammerkonzert „Première Rhapsodie“ eingeläutet.  Wolfram König (Violine), Anna Magdalena Kokits (Klavier), Dimitri Ashkenazy (Klarinette), Martin Roos (Horn) sind mit Werken von Brahms, Debussy, Jenner und Prokofieff zu hören. Konzertkarten und weitere Informationen gibt es unter www.musikalischersommer.com oder unter Telefon 04941-9911364.

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BU1: Dimitri Ashkenazy (Klarinette) und Pianistin Anna Magdalena Kokits interpretieren am Freitag in der Bagbander Kirche Debussy und Prokofieff. Foto: Amarilio Ramalho

BU2: Echo-Preisträger Jan Vogler tritt am Dienstag, 28. Juli, im Oldenburger Schloss zusammen mit Pianist Iwan König auf. Foto: Jim Rakete

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Pressemitteilung vom 26.07.2015

Auftakt mit grenzenlosem Musikgenuss

KULTUR Ausverkaufte Konzerte beim Musikalischen Sommer Buttforde / Oudeschans 

Nach dem Eröffnungskonzert des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland am Freitagabend in der Auricher Lambertikirche mit Werken von Mozart sowie Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“, Gabriel Piernés „Impromptu Caprice“ sowie Maurice Ravels Klaviertrio a-Moll mit Stargeiger Philippe Graffin, Iwan König und Rudolf Leopold ging es in ein facettenreiches erstes Festivalwochenende. Die „grenzenlosen Musikerlebnisse“, von denen Schirmherr Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, im Grußwort zum diesjährigen Festival schwärmte, wurden bereits in den ersten Tagen real. Das erste Musikbonbon gab es am Sonnabend mit dem A-Cappella-Konzert „All In“ der „Str8voices“ in der Buttforder Kirche. Das preisgekrönte Vokalensemble der aus Hannover stammenden Sängerinnen und Sänger präsentierte in dem ausverkauften Konzert seine aktuelle CD mit eigenen Stücken sowie Arrangements von Künstlern wie Michael Jackson, Joe Cocker und Amy Winehouse. Gänsehautstimmung pur beim Publikum, als die geballte A-Cappella-Energie aus acht jungen Kehlen für jazzige und poppige Momente sorgten, mal als Solo und dann im nächsten Moment als voluminöser Ensemblesound.

Am Sonntagmorgen gastierte der Musikalische Sommer, der sich in diesem Jahr an 24 Tagen in 31 Konzerten in malerischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen von den Niederlanden, über ganz Ostfriesland und Friesland bis nach Oldenburg erstreckt, in der Garnizoenskerk im niederländischen Oudeschans. Bereits um 11:30 Uhr begann die Kammerkonzert-Matinée „Feuille d‘automne“, deren Programm durch und durch romantisch. Harfenistin Miriam Overlach und Flötistin Jana Machalett, beide leben seit vielen Jahren in den Niederlanden, hatten zusammen mit Franziska König (Violine) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) Werke von Michail Glinka, Camille Saint-Saens, Granville Bantock, Johann Sebastian Bach, John Thomas und Arthur Foote zusammengestellt.  Am frühen Abend rundete das Schlosskonzert „Hommage à Brahms“ im Barocksaal von Schloss Gödens das erste Wochenende von Deutschlands ältestem Klassikflächenfestival ab.

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BU: Jana Machalett (Flöte), Miriam Overlach (Harfe) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) begeisterten am Sonntag beim Matinée-Konzert in Oudeschans, Niederlande.

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 24.07.2015

Auftakt des Musikalischen Sommers

KULTUR 31. Auflage des ältesten deutschen Klassikflächenfestivals AURICH

Der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland läuft: Am Freitagabend wurde Deutschlands ältestes Klassikflächenfestival mit Mozarts 1778 entstandener einzigen Moll-Sonate aus dem Mannheimer-Zyklus in der Auricher Lambertikirche eröffnet. Es folgten die von Iwan König gespielten „Bilder einer Ausstellung“  von Modest Mussorgsky, Gabriel Piernés „Impromptu Caprice“ gespielt von Harfenistin Miriam Overlach und Maurice Ravels Klaviertrio a-Moll mit Philippe Graffin, Iwan König und Rudolf Leopold. In diesem Jahr erstreckt sich der Musikalische Sommer an 24 Tagen in 31 Konzerten von der Garnizoenskerk Oudeschans in den Niederlanden bis zum Oldenburger Schloss. Neben klassischen Kammerkonzerten in malerischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen reicht das Repertoire auch über Jazz- und Klezmer-, Chor, Orchester- und Familienkonzerte.

An diesem Wochenende gibt es noch Karten für die beiden Konzerte am Sonntag, 26. Juli. Um 11:30 Uhr beginnt die Kammerkonzert-Matinée „Feuille d‘automne“ in der Kirche im niederländischen Oudeschans. Die Harfe (Miriam Overlach) und die Flöte (Jana Machalett) des vielfach preisgekrönten Ensembles Lumaka aus den Niederlanden führen mit Saint-Saens und Debussy in romantisch-impressionistische Klangwelten. Zusammen mit dem Violoncello (Christoph Otto Beyer) eröffnen sich weitere reizvolle Trio- und Duobesetzungen, unter denen hebräische und schottische Weisen des Briten Granville Bantock und das Stimmungsbild „At Dusk“ des amerikanischen Romantikers Arthur Foote einen besonderen musikalischen Akzent setzen.

Am frühen Abend gibt es ab 18 Uhr das Schlosskonzert „Hommage à Brahms“ im Barocksaal von Schloss Gödens zu hören. Der rumänische Komponist George Enescu (1881-1955) zählt zu den bedeutendsten Wunderkindern der Musikgeschichte und schrieb bereits als Fünfjähriger seine erste Komposition. Zwei Jahre darauf studierte er bereits am Wiener Konservatorium, wo er bedeutende Musikerpersönlichkeiten wie Johannes Brahms kennenlernte. Die auf Schloss Gödens zu hörende Sonate Nr. 1 für Cello und Klavier komponierte er 1898 in nur 12 Tagen. Zusätzlich gibt es György Ligetis Trio für Violine, Horn und Klavier von 1982 zu hören. Es gilt seit vielen Jahren als Klassiker des Kammermusik-Repertoires weltweit. Ligeti beschrieb es als „Hommage à Brahms“.

Die erste Festivalwoche startet am Montag um 20 Uhr mit einem Konzert in der Kirche Backemoor mit Werken von Beethoven und Brahms. Für die Konzerte am Sonntag und Montag sind noch Karten erhältlich unter www.musikalischersommer.com oder unter Telefon 04941-9911364.

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BU: Prof. Wolfram König, Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland und Pianistin Anna Magdalena Kokits eröffneten am Freitagabend den 31. Musikalischen Sommer in Ostfriesland

Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 20.07.2015

Musikalischer Sommer startet diesen Freitag

150 Künstler in 31 Konzerten / „MUSIO“ ist ältestes Klassik-Flächenfestival
Der 31. Musikalische Sommer in Ostfriesland lädt vom 24. Juli bis 16. August zum grenzenlosen Musikgenuss ein. Die Spielorte erstrecken sich in diesem Jahr von den Niederlanden über Ostfriesland und Friesland bis nach Oldenburg.

AURICH – Prof. Wolfram König, Gründer und künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers, wird am Freitagabend, 24. Juli, um 20 Uhr mit Mozarts 1778 entstandenen einzigen Moll-Sonate aus dem Mannheimer-Zyklus das diesjährige Festival in der Auricher Lambertikirche eröffnen. Es ist bereits die 31. Auflage des in Aurich ins Leben gerufenen ältesten Klassik-Flächenfestivals Deutschlands, dessen 31 Konzerte sich in diesem Jahr an 24 Tagen von der Garnizoenskerk Oudeschans in den Niederlanden bis zum Oldenburger Schloss erstrecken. Neben klassischen Kammerkonzerten in malerischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen reicht das Repertoire auch über Jazz- und Klezmer-, Chor, Orchester- und Familienkonzerte.

Der Musikalische Sommer in Ostfriesland ist längst zu einer internationalen Begegnungsstätte für Stars und gefeierte Nachwuchskünstler geworden. In drei Jahrzehnten hat das Festival, das bei Fans auch gerne kurz „Musio“ genannt wird, zu mehr als 800 Konzerten mit häufig internationaler Starbesetzung eingeladen. Seit 2015 ist das vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur als „Leuchtturmprojekt Niedersachsens“ ausgezeichnete Festival zusätzlich mit seiner namentlichen Kurzform „Musio“ als Marke patentiert worden. Iwan König, stellvertretender künstlerischer Leiter, zog in einem Pressegespräch am Montag bereits eine positive Vorbilanz: „Wir können in diesem Jahr mehr Konzerte anbieten, der Vorverkauf lief bislang sehr gut und wir haben mehr Sponsoren gewinnen können. Unter den Partnern sind öffentliche Förderer, wie der NDR, das Land Niedersachsen und der Deutsche Musikrat. Zudem gibt es durch die Partnerschaften mit dem Landesmusikrat und der Kunsthalle Emden Partnerschaften mit hochinteressanten Synergien.“ An dem in diesem Jahr vom NDR und dem Land Niedersachsen geförderten Festival nehmen zahlreiche Stars teil. Das „Gesicht“ des diesjährigen Festivals ist Stargeigerin und Grammypreisträgerin Midori (Konzert Neue Kirche Emden am 12. August). Bereits im Eröffnungskonzert am Freitag tritt der französische Violinist Philippe Graffin, seit vielen Jahren eine herausragende künstlerische Instanz auf den Bühnen der Welt und ein Erfolgsgarant bei Konzerten des Musikalischen Sommers, mit dem „Klaviertrio“ a-Moll von Ravel auf. In den folgenden Wochen stehen zudem noch Weltklassecellist und ECHO-Preisträger Jan Vogler (Konzert Schloss Oldenburg am 28. Juli), ECHO-Preisträger 2011 & 2012 Sebastian Manz (Konzert Wittmund am 6. August mit dem JADE-Quartett  und am 7. August in Holtrop mit Martin Klett) und die Preisträgerin des ARD- und Deutschen Musikwettbewerbs Rie Koyama (Konzert Marienhafe am 4. August und in Sillenstede am 9. August) auf dem Programm. „Konzerthighlights des Musikalischen Sommers sind aber nicht nur an großen Namen festzumachen. Viele Gäste buchen gezielt Konzerte mit Neukompositionen und Uraufführungen oder neuen, interessanten Spielorte, von denen wir bekanntlich viele zu bieten haben“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller. Zu den geliebten Spielorten gehören unter anderem die Schlosskonzerte in diesem Jahr auf Schloss Gödens, der Evenburg, der Harderwyken Burg, Schloss Lütetsburg und Schloss Dornum. Alle Informationen und Karten unter www.musikalischersommer.com oder Telefon 04941-9911364.

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BU: Die Organisatoren des Musikalischen Sommer informierten über die Höhepunkte des Festivals: (v.l.) Magnus Bastian (Organisation), Iwan König (Künstlerische Leitung), Julia Marie Müller (Festivalmanagement) und Helga Oldermann (Streifzüge). Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 26.06.2015

Große Nachfrage auch bei jungen Gästen

KULTUR Kooperationsprojekte mit Schulen und Universitäten
AURICH – Vier Wochen vor Beginn des Musikalischen Sommers 2015 läuft der Kartenvorverkauf auf Hochtouren. Ebenso die Vorbereitungen. In Kooperationen mit Schulen und Hochschulen ist das große Interesse an dem Festival auch unter jungen Besuchern zu sehen.

Einige Konzerte sind bereits sehr gut verkauft. So das Konzert mit dem A-Cappella-Ensemble Str8voices, dessen Musikvideo allein auf Youtube fünf Millionen Klicks zu verzeichnen hat. Für das Konzert mit Str8voices in der Buttforder Kirche (Wittmund) am 25. Juli wurde eine öffentliche Generalprobe um 18 Uhr eingerichtet, da das Konzert um 20 Uhr seit Wochen ausverkauft ist. Die öffentliche Generalprobe dauert 45 Minuten und kostet 15 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.

Der Musikalische Sommer hat in diesem Jahr seine Schlosskonzertreihe innerhalb des Festivals erneut ausgebaut und bietet Konzerte im Schloss Oldenburg, Schloss Gödens, Schloss Lütetsburg, Schloss Dornum, Schloss Evenburg und der Haderwykenburg in Leer an. “Interessenten sollten nicht zu lange zögern, da das Platzangebot begrenzt ist”, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller. Für die meisten Konzerte sind aber noch Karten zu erwerben. So auch für das Eröffnungskonzert in der Lambertikirche in Aurich (24. Juli, 20 Uhr), bei dem unter anderen die Harfenistin Miriam Overlach auftreten wird. Bereits einige Tage vor Beginn des Festivals wird sie beim Schulprojekt Rhapsody in School im Gymnasium Ulricianum in Aurich für Schülerinnen und Schüler ihr Instrument spielend und erklärend vorstellen und ein kleines Konzert geben. So sollen junge Leute auf die vielfältigen Konzerte des Musikalischen Sommers aufmerksam gemacht werden und in den Genuss klassischer Musik kommen. Rhapsody in School ist eine Initiative von Künstlern, um Schüler an klassische Musik heranzuführen. Das Einzigartige dabei ist, dass die Spitzenmusiker zu den Schülern in die Schule kommen.

Auf der Liste der Musiker, die sich für die Initiative stark machen, steht neben dem Starcellisten Jan Vogler (Konzert im Schloss Oldenburg am 28. Juli) auch der mehrfache ECHO-Preisträger Sebastian Manz (Klarinette), der beim diesjährigen Musikalischen Sommer mit zwei verschiedenen Programmen und Besetzungen in den Kirchen in Wittmund (6. August) und Holtrop (7. August) zu Gast ist. Dass junge Leute sich sehr für klassische Musik begeistern können, beweist nicht nur das Abschlusskonzert der Meisterkurse am 10. August (ref. Kirche Aurich), die parallel zum Musikalischen Sommers stattfinden, sondern auch das Chorkonzert am 1. August in der Großen Kirche Leer mit 64 jungen Sängerinnen und Sängern des Landesjugendchors, der die besten NachwuchssängerInnen Niedersachsens in sich vereint.

Es gibt im Zusammenhang mit Schulen und dem Musikalischen Sommer auch noch anderes Neues zu berichten, so haben Schüler und Schülerinnen der 12. Jahrgangsstufe im Beruflichen Gymnasium Wirtschaft BBS 1 Aurich im Frühjahr eine Projektarbeit zum Thema Marketing erstellt. Dabei wurde der Musikalische Sommer als Event ausgewählt. Die Schülergruppe hat dabei in der Theorie relevante Themenbereiche zum Marketing und zur Marktanalyse erarbeitet und anschließend ihr Wissen durch das Erstellen von Fragebögen und Durchführung von Umfragen in der Praxis angewendet. Dies führte zu einem Marketingkonzept, bei dem sowohl ein Flyer, als auch Gutscheine entworfen wurden, die den Konzerteinlass für 5 Euro ermöglichen. Beides ist auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet und soll insbesondere Schülerinnen und Schüler auf die Konzerte des Musikalischen Sommers neugierig machen.

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover entwickelt derzeit in einem Seminar „Strategisches Management“ mit Studierenden des Masterstudiengangs “Medienmanagement” eine Strategie für den Musikalischen Sommer. Die Ergebnisse werden am 1. Juli in einer Abschlusspräsentation in Hannover vorgestellt. Neben dem Musikalischen Sommer werden im gleichen Seminar von weiteren Projektgruppen Strategien für andere Kulturunternehmen wie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die Stiftung und den Förderverein der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, das Whitestock Festival des BVN e.V. und die UNESCO City of Music Hannover entwickelt. “Wir begrüßen und fördern dieses Engagement und werden daraus gewonnene Inspirationen und Denkanstöße im Rahmen unseres Festivals umsetzen”, sagt Julia Marie Müller.

Karten können an den bekannten Vorverkaufsstellen, auf der Website www.musikalischersommer.com oder der Tickethotline 04941 9911364 erworben werden.

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Foto: Timothy Greenfield-Sanders

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Pressemitteilung vom 11.05.2015

Musiker sammeln mit Konzert Geld für Festival

KULTUR 100. Mitglied im Förderverein des Musikalischen Sommers eingetreten
AURICH – 82 Tage vor dem Eröffnungskonzert des Musikalischen Sommers in Ostfriesland (24. Juli bis 16. August) trafen sich Fans und Förderer des Festivals zum Konzert in der Aula des Gymnasium Ulricianum Aurich. Eingeladen hatte der Förderverein des Musikalischen Sommers in Ostfriesland e.V. zu dem Benefizkonzert am vergangenen Sonntag. Es spielten Iwan König (Klavier), Franziska König (Violine) und Christoph Otto Beyer (Violoncello). Auf dem Programm standen die beiden Eigenkompositionen “Notturno” und “Fantasiestück” von Christoph Otto Beyer sowie Ludwig van Beethovens “Tripelkonzert” in einer Fassung ohne Orchester von Carl Reinecke für Violine, Violoncello und Klavier. “Man könnte meinen, dass sei wie Cola ohne Zucker oder wie Bier ohne Alkohol. Ist es aber nicht, da die drei Solisten auch noch den ganzen Orchesterpart mit ihren Stimmen übernehmen”, sagt Christoph Otto Beyer, der gleichzeitig auch noch zweiter Vorsitzender des Vereins ist, zu dem Stück. Luise Kielmann, 1. Vorsitzende des Fördervereins, begrüßte nicht nur die mehr als 100 Besucher, sondern auch das 100. Mitglied, das im Rahmen des Konzerts dem Förderverein des Musikalischen Sommers in Ostfriesland beitrat. Nach dem Schlussapplaus verabschiedete sich Beyer von der Bühne mit den Worten: “Als Zugabe empfehlen wir den Musikalischen Sommer in Ostfriesland.”

03-05-2015 Frühlingskonzert1BU: Benefizkonzert für das Festival: (v.l.) Franziska König (Violine), Iwan König (Klavier) und Christoph Otto Beyer (Violoncello).

Foto: privat

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Pressemitteilung vom 23.03.2015

Minister Lies ist Schirmherr des Musikalischen Sommers

KULTUR Niedersachsens Kulturministerin betont Bedeutung des Festivals

AURICH / HANNOVER – Vier Monate vor dem Eröffnungskonzert des Musikalischen Sommers, dem größten und ältesten Klassikfestival im Nordwesten Deutschlands, hat Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die Einladung zur Schirmherrschaft des vom 24. Juli bis 16. August stattfindenden Festivals angenommen. „Gerne übernehme er die Schirmherrschaft“, zitiert der stellvertretende Künstlerische Leiter Iwan König die Zusage aus dem Ministerium und fügt hinzu: „Außerdem wird Minister Lies beim Eröffnungskonzert am 24. Juli in der Auricher Lambertikirche als Ehrengast in der ersten Reihe sitzen.“ Neben Werken von Mozart, Pierné und Ravel wird der im Landkreis Friesland beheimatete SPD-Politiker von dort aus auch Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ genießen können. Der vor 140 Jahren komponierte Klavierzyklus interpretiert musikalisch den Rundgang durch eine Gemäldeausstellung von Mussorgskys Freund Viktor Hartmann. „Der Gang von Werk zu Werk und die Wirkung der einzelnen Kunstwerke auf den Betrachter, ist vergleichbar mit dem Musikalischen Sommer, dem Besuch der 29 Veranstaltungen und der Wirkung der einzelnen Konzerte von Klassik über Jazz und Klezmer, bis hin zu Chor- und  Orchesterkonzerten auf den Gast“, zieht König Vergleiche zwischen Mussorgskys Werk und seinem Festival. Das hat Lies Kabinettskollegin, Ministerin Gabriele Heinen-Kljaji?, kürzlich in einem persönlichen Brief an die Festivalmacher ausdrücklich gewürdigt, indem sie schrieb: „Mit dem Musikalischen Sommer leisten sie seit Jahren einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Angebot in der Region Ostfriesland.“ Damit nicht genug: Seit diesem Jahr gehört das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur wieder zu den Festivalförderern. Es zeichnete den Musikalischen Sommer als „Leuchtturmprojekt Niedersachsens“ aus, was den Gründer und Künstlerischen Leiter Professor Wolfram König besonders freut, denn er bekam für das Festival, das als „kultureller Botschafter Ostfrieslands in aller Welt“ bezeichnet wurde das Ostfriesische Indigenat verliehen.

Zu den öffentlichen Förderern des Festivals gehört in diesem Jahr auch der Norddeutsche Rundfunk. Neben finanzieller Unterstützung hat sich der NDR Senderechte an den in Schlössern und Kirchen stattfindenden Konzerten gesichert. Zu diesen Konzerten gehören auch das vom Deutschen Musikrat unterstützte Orchesterkonzert am 9. August in der Sillensteder Kirche in Schortens sowie das am 1. August in Kooperation mit dem Landesmusikrat veranstaltete Konzert des 64-köpfigen Landesjugendchors Niedersachsen in der Großen Kirche in Leer. Zu den großen Namen des Festivals gehört in diesem Jahr auch Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Musikalisch untermalt liest sie am 15. August in der Harderwykenburg Leer aus ihrer kürzlich erschienen Biografie über Alma Mahler-Werfel. Die Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius, des Dichters Franz Werfel sowie Gefährtin des Malers Oskar Kokoschka galt als „Femme fatale“ der Wiener und New Yorker Kunstszene. Alle Infos zum Festival gibt es unter www.musikalischersommer.com oder 04941-9911364.

20032015_Olaf_Lies_kgFoto: Olaf Lies | Fotograf: Thiemo Jentsch

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Pressemitteilung vom 18.03.2015

Musikalischer Sommer startet Kartenvorverkauf

KULTUR Land Niedersachsen und der NDR gehören zu den Förderern
Der Musikalische Sommer in Ostfriesland lädt vom 24. Juli bis 16. August zu 29 Konzerten ein. Unter dem Motto „Grenzenlos“ erstreckt sich das Festivals von den Niederlanden über Ostfriesland und Friesland bis nach Oldenburg.

Als das „Werbegesicht“ des 31. Musikalischen Sommers wird die japanische Stargeigerin Midori die Ostfriesen die nächsten fünf Monate von Plakaten, Anzeigen und Flyern anlächeln und Lust machen auf das größte und älteste Klassikfestival im Nordwesten Deutschlands, das seinem Namen alle Ehre macht. Zu hören gibt es die Grammypreisträgerin allerdings erst in der zweiten Hälfte des vom 24. Juli bis 16. August stattfindenden Musikalischen Sommers, am 12. August in der Neuen Kirche in Emden mit Werken von Bach, Prokofjew, Brahms und Tchaikovsky.

Insgesamt 24 Tage lang wird teilweise in mehrmals täglich entlang der Nordseeküste, von den Niederlanden über Ostfriesland, Friesland bis nach Oldenburg, in malerischen Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen musiziert. Über 6000 Besucher erwarten die Veranstalter zu dem grenzüberschreitenden und gleichzeitig musikalisch grenzenlosen Festival, dessen Programmvielfalt neben Klassik auch zu Jazz- und Klezmer-, Chor, Orchester- und Familienkonzerten einlädt. Der Musikalische Sommer in Ostfriesland ist längst zu einer internationalen Begegnungsstätte für Stars und gefeierte Nachwuchskünstler geworden. In diesem Jahr gehören zu den Förderern unter anderem das Land Niedersachsen, der NDR, der Deutsche Musikrat, die Landesmusikakademie sowie renommierte Unternehmen und private Geldgeber.

In drei Jahrzehnten hat das Festival mit seinem einzigartigen Klang- und Raumkonzept über 140 sehens- und hörenswürdige Spielstätten in ganz Ostfriesland erschlossen und zu mehr als 800 Konzerten mit internationaler Starbesetzung eingeladen, an denen Hunderttausende Besucher aus aller Welt teilnahmen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur zeichnete den Musikalischen Sommer als „Leuchtturmprojekt Niedersachsens“ aus. Viele jugendliche Preisträger sind in dieser Festivaltradition groß geworden und haben Weltruhm erreicht. Preisgekrönt ist auch der Musikalische Sommer selbst als „kultureller Botschafter Ostfrieslands in aller Welt“, wofür dem Gründer und Künstlerischen Leiter, Professor Wolfram König, das Ostfriesische Indigenat verliehen wurde. Seine Meisterkurse wurden zu einer internationalen Begegnungsstätte, die jugendliche Stars, Berühmtheiten und gefeierte Dozenten aus aller Welt anziehen.

In diesem Jahr wird die zum Erliegen gekommene deutsch-niederländische Kooperation mit der Kammerkonzert-Matinée im niederländischen Oudeschans am 26. Juli wieder neu aufgenommen.  „Insbesondere zu den weit entfernten Spielorten setzen wir in diesem Jahr den Fahrservice ‚Bus plus’ ein“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller im Pressegespräch. Konzertbesucher haben die Möglichkeit zusätzlich zum Konzertticket einen Fahrschein für die ab Aurich zu den Spielorten fahrenden Busse zu erwerben. Im Jahr 2015 wurde zudem die Schlosskonzert-Reihe weiter ausgebaut. Neben dem Wasserschloss Dornum gibt es auch Konzerte auf Schloss Evenburg, Schloss Gödens, Schloss Lütetsburg, der Burg Kniphausen sowie der Harderwykenburg. Karten und Informationen sowie das Programmheft mit allen Konzerten und dem Rahmenprogramm gibt es unter Telefon 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

Midori © Timothy Greenfield-Sanders 6347 med

BU: Die japanische Geigenvirtuosin Midori ist das Werbegesicht des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland, dessen Kartenvorverkauf ab sofort läuft.
Foto: © Timothy Greenfield-Sanders

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Pressemitteilung vom 15.01.2015

Zwei Weltstars, zwei Festivalhighlights 2015

MIDORI und JAN VOGLER spielen beide beim 31. Musikalischen Sommer in Ostfriesland! Wieder mit an Bord: Das Land Niedersachsen und der NDR als langjährige Festivalförderer!

Die Termine stehen fest. Vom 24. Juli bis 16. August 2015 bringt der Musikalische Sommer in Ost-friesland 24 Tage lang internationale Spitzenensembles, Ur- und Erstaufführungen, preisgekrönte Nachwuchskünstler und gefeierte Weltstars auf die Bühne und löst sein Versprechen ein: Grammypreisträgerin MIDORI kommt! Im letzten Jahr hatte die weltberühmte Stargeigerin das Eröffnungskonzert zum 30. Festivaljubiläum aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Jetzt steht fest, in der neuen Spielzeit kommt der Weltstar mit dem Pianisten Özgür Aydin und neuem Programm nach Emden in die Neue Kirche!

Fest steht auch ein weiteres großes Highlight: Es gibt ein Wiedersehen mit JAN VOGLER! Der Welt-klassecellist eröffnet ein neues Kapitel der Reihe „Schloßkonzerte“, diesmal im Schloß Oldenburg, einem neuen Spielort des Musikalischen Sommers, im Duo mit dem Pianisten Iwan König. JAN VOGLER wurde zuletzt als „Instrumentalist des Jahres (Cello)“ mit dem ECHO Klassik 2014 ausge-zeichnet. Der weltweit gefragte Solist großer Orchester und begehrte Partner der Kammermusik ist Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals und Intendant der Dresdner Musikfestspiele.

Das Land Niedersachsen, das den Musikalischen Sommer in Ostfriesland unter der Leitung von Pro-fessor Wolfram König bereits mehrere Jahre in Folge als „kulturellen Leuchtturm Niedersachsens“ ausgezeichnet hat, ist auch in der 31. Spielzeit wieder Festivalförderer des Musikalischen Sommers. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Norddeutsche Rundfunk, beides langjährige Festivalpartner, fördern 2015 erneut den Musikalischen Sommer in Ostfriesland.

Das vollständige Programm des 31. Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit rund 30 Konzerten von Klassik über Barock und Jazz bis Weltmusik und vielen weiteren Highlights erscheint im Frühjahr 2015.

Midori © Timothy Greenfield-Sanders

Foto links: Midori © Timothy Greenfield-Sanders

Jan Vogler © Jim Rakete

Foto rechts: Jan Vogler © Jim Rakete

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Pressemitteilung vom 25.08.2014

Musikalischer Sommer mit über 6.000 Fans

KULTUR 31. Auflage des Festivals vom 24. Juli bis 16. August 2015
AURICH – So müssen Jubiläen gefeiert werden: Am 24. August endete der 30. Musikalische Sommer in Ostfriesland, das älteste Kammermusik-Flächenfestival Deutschlands, nach insgesamt 27 Veranstaltungen mit einem sensationellen Konzert in der Johannes-A-Lasco-Bibliothek.

Knapp die Hälfte der Konzerte war ausverkauft
Über 6000 Besucher, deutlich mehr als im vergangenen Jahr, kamen zwischen dem 1. und 24. August in Ostfrieslands Schlösser, Kirchen und Gulfhöfe um ausgezeichnete Ensembles und Solisten zu hören und zu erleben. Der Künstlerische Leiter Prof. Wolfram König, sein Sohn und stellvertretender Künstlerischer Leiter Iwan König sowie Festivalmanagerin Julia Marie Müller zogen ein sehr positives Resümee: „Das war ein gelungenes Jubiläum: Knapp die Hälfte der Konzerte war ausverkauft und die anderen gut gebucht.“ Der Erfolg liegt im breiten Angebot: Angefangen vom Eröffnungskonzert mit Starcellist Jan Vogler, über die Schlosskonzerte in Lütetsburg, Gödens und auf der Harderwykenburg, die Orchesterkonzerte, Verdis-Requiem, die Lesungen mit Musik, das „Classic meets Rock“-Projekt der Bassmonsters, die vielen Konzerte mit internationalen Stars bis zum ungewöhnlichen Konzert der Elbtonal Percussions.

Der 31. Musikalische Sommer ist in Planung
Die nächste Auflage des Musikalischen Sommers in Ostfriesland findet vom 24. Juli – 16. August 2015 statt. Die Förderung und Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen und der Landesmusikakademie Niedersachsen sollen 2015 fortgeführt werden. Zu den bisherigen Sponsoren wollen sich im kommenden Jahr weitere gesellen und auch die Größe des Fördervereins Musikalischer Sommer in Ostfriesland ist von Konzert zu Konzert gewachsen.

Informationen rund um den Musikalischen Sommer sowie die Möglichkeiten für Freunde und Förderer sich zu engagieren gibt es unter www.musikalischersommer.com.

PM_27_Abschluss_PKBU: Die Organisatoren des Musikalischen Sommers waren zufrieden mit dem Jubiläumsfestival: (v.l.) Prof. Wolfram König, Helga Oldermann, Aira Bautista, Anna Lena de Vries, Iwan König und Julia Marie Müller.
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 24.08.2014

Beeindruckendes Abschlusskonzert des Sommers

KULTUR Emder Johannes-A-Lasco-Bibliothek war ausverkauft
EMDEN – Am Sonntagabend endete nach dreieinhalb Wochen und 27 Konzerten der 30. Musikalische Sommer in Ostfriesland mit einem fulminanten Konzert in der ausverkauften Emder Johannes-A-Lasco-Bibliothek.

Den Auftakt zum Abschlusskonzert gab das Oktett für Streicher von Max Bruch. Das letzte Werk, des 1920 verstorbenen Komponisten, das 66 Jahre lang verschollen blieb und erst 1996 herausgebracht wurde, spielten Koji Morishita, Franziska König, Wolfram König und Julia Kim (Violine), Hao Yu und Petra Wolff (Viola) sowie Nadja Reich und Stefanie Huber (Violoncello).

Höhepunkt des Konzerts waren drei Solokonzerte, darunter Franz Anton Hoffmeisters Konzert für Viola und Orchester in D-Dur mit dem Solisten Erik Wenbo Xu (Viola) und Allessandro Marcellos Konzert für Oboe, Streicher und Basso continuo d-Moll op.1 mit dem Solisten Kyeong Ham (Oboe). Krönender Abschluss war Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester. Es gehört zu einem seiner letzten vollendeten Werke aus dem Jahr 1791. Insbesondere der zweite der drei Sätze ist besonders bekannt, nicht zuletzt weil es die Filmmusik des mit sieben Oscars und drei Golden Globes ausgezeichneten Films „Jenseits von Afrika“ ist. Der Starklarinettist und zweifache ECHO-Klassik-Preisträger Sebastian Manz machte als Solist diese Originalfassung für Bassettklarinette zu einem Hörgenuss.

Iwan König, der stellvertretende Künstlerische Leiter des Festivals, verkündete in seiner Eröffnungsrede auch gleich das Datum des 31. Musikalischen Sommers. „Notieren sie sich den 24. Juli bis 16. August 2015 in ihrem Kalender. Jetzt wünsche ich ihnen ein schönes Konzert und – wir sehen uns beim nächsten Musikalischen Sommer.“

PM_28_Abschlusskonz#114F9E6PM_28_Abschlusskonz#11531E3Fotos: Gleich

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Pressemitteilung vom 24.08.2014

Werke vom Meister und seinen Schülern

KULTUR Barockkonzert von Marieke Spaans und Anton Steck
BAGBAND – Am Sonnabend lud der Musikalische Sommer in Ostfriesland zum Barockkonzert in die Bagbander Kirche ein. Anton Steck (Violine) und Marieke Spaans (Cembalo) setzten nach einjähriger Pause ihre über zehnjährige Konzerttätigkeit beim Musikalischen Sommer fort. Ihr diesjähriges Programm „Der Meister & sein Schüler“ stand im Zeichen des bedeutenden italienischen Barockkomponisten und -violinist Arcangelo Corelli (1653-1713), dessen Todestag sich im vergangenen Jahr zum 300. Mal jährte.

Spaans, spielte am Sonnabend auf einer fein intonierten Kopie eines Cembalo nach Ruckers, dem bekanntesten flämischen Cembalobauern aus dem Antwerpen des 16. und 17. Jahrhunderts und ihr Mann Anton Steck auf einer Barockvioline. Im Mittelpunkt des Konzerts stand Corellis virtuoser Musizierstil, der zur Grundlage der modernen Violintechnik des 18. und 19. Jahrhunderts wurde und zahlreiche Komponisten beeinflusste. „Seine Augen wurden rot und es schoss Feuer heraus“, gibt Steck eine Beschreibung Corellis aus dem späten 17. Jahrhundert wieder und fügt hinzu: „Barockmusik war damals alles andere als verstaubt.“

Das erste Stück, Corelis Sonate Nr. 3 op. 5 in C-Dur, entstand zu einer Zeit, in der auch Francesco Servio Geminiani (1687-1762) ein Schüler von ihm war. Von Geminiani spielten Spaans und Steck die Sonate Nr. 5 op. 4 in a-Moll und die Pièces de Clavecin für Cembao solo. Der dritte Komponist im Bunde war am Sonnabendabend Pietro Antonio Locatelli. Der von 1695 bis 1764 lebende italienische Violinist und Komponist studierte kurz vor Corellis Tod auch noch beim Großmeister. Zu seinen besonders virtuosen Werken gehören die Violinkonzerte op. 3, durch die – unter anderem durch Raubdrucke, Nachdrucke und Abschriften – sein Ruhm als ultimative Standards setzender Virtuose in ganz Europa manifestiert wurde.

Das Konzert in Bagband war bis auf wenige Plätze ausverkauft. Festivalmanagerin  Julia Marie Müller: „Barockkonzerte gehören immer wieder zu den besonders beliebten und gut gebuchten Veranstaltungen im Rahmen des Musikalischen Sommers.“

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Pressemitteilung vom 24.08.2014

Großes Trommelgewirbel am Finalwochenende

KULTUR Reise mit Elbtonal Percussion in neue Akustikwelten
NORDEN – Das letzte Wochenende des 30. Musikalischen Sommers in Ostfriesland läutete am Freitagabend ein besonderes Konzert im Norder Reichshof ein. Das Quartett „Elbtonal Percussion“, mit Wolfgang Rummel, Andrej Kauffmann, Jan-Frederick Behrend und Stephan Krause, allesamt klassisch studierte, virtuoseste Schlagwerker mit Orchestererfahrung, entführten die Zuhörer unter dem Titel „Faszination Schlagwerk“ in ihre Percussion-Welt.

„Trommeln Sie auch aus therapeutischen Gründen?”, fragte einst eine Frau in einem Konzert und ein Mann wollte wissen: „Stimmt es, dass Musiker, die zu alt sind, um ihre Instrumente zu halten, ans Schlagzeug versetzt werden?“ Mit Anekdoten wie diesen belegten die Vier, dass sie sich vom ehemaligen Geheimtipp für Percussionfreaks zum Publikumsmagneten für alle Hörerschichten entwickelt haben. Erstaunlich ist: Kein Stück klingt wie das andere. Unbegreiflich, wie man derart Detailliertes, Kompliziertes mit solcher Perfektion auswendig spielt. Und beeindruckend, wie die Einzel- und Ensembleaktionen auf den Wimpernschlag genau ineinander auf- und übergehen und dabei Stilistiken von Klassik bis Drum’n’Bass ineinander verschmelzen.

Ob zu viert an einem Instrument oder verteilt an Drumset, Vibraphon und den mit archaischer Wucht gespielten japanischen Taiko-Trommeln – die Präzision und Musikalität der Hamburger sucht ihres Gleichen. Es wird geklatscht, gestampft und gerufen, Triangeln, Schellen und Rasseln sanfte Töne entlockt oder Ruhe mit minimalistischen Xylofon- und Vibrafonklängen erzeugt.

Dass ihnen bei ihrer Arbeit der Humor nicht abhanden kommt, demonstrieren sie mit Plastikeimern und Kunststofftonnen. Auf die trommeln, schlagen, klopfen und prügeln sie wie rasend ein und jonglieren auch noch zu viert mit ihnen. Ihre perkussive und experimentelle Musik, die viele Kulturen und Zeitalter vereint, ist alles andere als seichter Mainstream, sondern vielmehr eine musikalische Bildungsreise in die Welt der Percussionmusik. Die 210 Besucher im ausverkauften Norder Reichshof waren begeistert. Ein Widersehen beim nächsten Musikalischen Sommer ist wünschenswert.

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Pressemitteilung vom 22.08.2014

„Quasi cool“ – so spielt ein Echo-Preisträger

KULTUR Sebastian Manz lässt Balu durch die Kirche tanzen Marienhafe – Am Donnerstagabend spielte der mehrfache ECHO-Preisträger Sebastian Manz (Klarinette) mit seinem Duo-Partner Martin Klett (Klavier) im Rahmen des Musikalischen Sommers in der Marienhafer Kirche. „Quasi cool“ hieß das Programm des mehrfachen ECHO-Preisträgers mit bekannten wie unbekannten Stücken der letzten einhundert Jahre.

Gleich zum Auftakt ließen Manz und Klett zu „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ die Filmhelden Mogli, Balu und Baghira aus der bekannten Filmmusik von Walt Disneys Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch“ durch die Kirche tanzen. „The Bare Necessities“, wie der Titel im Original hieß, war der einzige von Terry Gilkyson, der Walt Disney für „The Jungle Book“ nicht zu düster klang. Da Gilkyson sich seinerzeit von der dunklen Seite des Films nicht distanzieren wollte, ersetzte ihn Walt Disney damals kurzerhand durch die Gebrüder Robert und Richard Sherman und „The Bare Necessities“ blieb Gilkysons einziges Werk in dem berühmten Disney-Streifen.

Sebastian Manz suchte am Donnerstagabend immer wieder die Nähe zum Publikum. Gekonnt lockert er das Programm mit interessanten wie amüsanten Überleitungen auf und gibt dem Konzertbesucher so ganz nebenbei noch spannendes  Hintergrundwissen mit auf dem Weg. Sei es bei Alec Templetons „Pocket Size Sonata“ No. 2 oder George Gershwins „Promenade – Walking the dog“. Mit John Novaceks „Four Rags for two Jons“ verabschiedete das Duo die Zuhörer in die Pause.

Zu den Höhepunkten der zweiten Konzerthälfte gehörte „Scaramouche“. Zu dieser komischen Figur des italienischen Volkstheaters, die stets ganz in schwarz gekleidet war und als Personifizierung des Aufschneiders und Großmauls galt, schrieb der französische Komponist Darius Milhaud 1936 ein Stück für zwei Klaviere. Manz und Klett interpretierten Milhauds bekanntes Werk auf einmalige Weise mit Klavier und Klarinette. Auch in „Revirado“, einem Stück von Astor Piazzolla, dem Begründer des Tango Nuevo, war die überschäumende Spielfreude von Sebastian Manz und Martin Klett zu spüren. Ungeachtet seiner internationalen Musikerfolge reizt Manz seine jugendliche Unbekümmertheit, seinen augenzwinkernden Humor, seine natürliche Musikalität und nicht zuletzt seine technischen Fähigkeiten aus und lässt seine Klarinette mal singen, mal klagen oder auch flüstern – aber immer im Herzen des Publikums ankommen.

Auch zu den drei letzten Konzerten in Bagband, Emden und Norden sind noch Karten unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com zu erwerben.

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Pressemitteilung vom 21.08.2014

Die Mondscheinsonate war das Highlight

KULTUR Hie-Yon Choi begeistert mit Beethoven-Sonaten

AURICH/WIEGBOLDSBUR – Am Dienstag gab es gleich zwei Konzerte des Musikalischen Sommers. Abends gastierte die renommierte Pianistin Hie-Yon Choi in der Kirche zu Wiegboldsbur mit vier Beethoven Klaviersonaten. Highlight des Konzerts war die „Mondscheinsonate“, die Choi gekonnt ausleuchtete: mal innig verzückt, gleich darauf abrupt aufbrausend und immer zupackend begeisterte die international bekannte Pianistin. Zu Beginn des Konzerts erklang die Klaviersonate op. 26 in As-Dur. Die emotionalen wie technischen Anforderungen von Beethovens Klavier-Opus Magnum, das als eines der herausragendsten und „heiligsten“ Testamente der Musikgeschichte gilt, schienen Choi Herausforderung und Bedürfnis zugleich zu sein. Nach der Pause gab es noch die Klaviersonaten op. 54 in F-Dur und op. 110 in As-Dur. Das Publikum dankte der Pianistin für ihr intensives und berührendes Spiel mit brausendem Applaus und stehenden Ovationen.

Am Nachmittag spielten die Absolventen der parallel zum Festival stattfindenden „Meisterkurse“ ein Konzert mit den Highlights ihres Kursprogramms in der reformierten Kirche in Aurich. Das Programm, das von den Dozenten Prof. Wolfram König, Prof. Peter Barcaba, Christoph Otto Beyer und Franz Chien über Tage zusammengestellt und immer wieder umgestellt und neu ausgelotet worden war, kam beim Publikum sehr gut an. Aufgrund der Länge mit zwei Pausen bestückt, bot es dennoch Kurzweil und Unterhaltung. Die 15 besten der insgesamt rund 30 Meisterschüler der diesjährigen Meisterkurse durften ihr Können präsentieren. Seit 1983 treffen sich jedes Jahr 14 Tage lang internationale Studenten bei den „Sommerlichen Meisterkursen“ und werden in den Fächern Violine, Klavier- und Kammermusik, sowie Violoncello unterrichtet.

Die nächsten Konzerte sind am Donnerstag, 21. August, ab 20 Uhr in der Kirche Marienhafe. Dort spielt der ECHO-Gewinner 2011&2012 Sebastian Manz (Klarinette) als „Duo Riul“ mit Martin Klett (Klavier) u.a. Werke von Gershwin, Piazzolla und Milhaud. Am Freitag, 22. August gastiert die Gruppe ElbtonalPercussion im Reichshof in Norden mit ihrem Programm „Faszination Schlagwerk“. Wie kaum eine andere Formation beherrschen die vier treffsicheren Schlagwerker aus Hamburg den „kreativen Crossover“ aus Klassik, Jazz & Weltmusik, Neuer Musik, Rock & Drum’n‘ Bass. Mit ihrem schon rein optisch beeindruckenden Instrumentarium begeistert ElbtonalPercussion durch mitreißende Dynamik und stilistische Vielfalt.

Karten und Informationen zu den kommenden Konzerten unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com.

SONY DSC IMGP2265Foto oben: Reich
Foto unten: de Vries

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Pressemitteilung vom 19.08.2014

Kammermusik von klassisch bis modern

KULTUR Choi, Leopold und Familie König spielten in Holtrop
HOLTROP – Am Montagabend lud der Musikalische Sommer in Ostfriesland in die Holtroper Kirche ein. Auf dem Programm stand Kammermusik von klassisch bis modern. Zum Auftakt interpretierten Franziska König (Violine) und Rudolf Leopold (Violoncello) das Duo für Violine und Violoncello des Prager Komponisten Erwin Schulhoff. Seine Widerentdeckung gilt als Stück Vergangenheitsbewältigung oder die Rehabilitierung eines Vorreiters der frühen Avantgarde. Er starb 1942 in einem deutschen Konzentrationslager. In den 20er-Jahren hatte Schulhoff zu den schillerndsten Figuren im Aufbruch zur Moderne gehört. Er hatte auf Empfehlung von Dvorák in seiner Heimatstadt Prag bei Kaan studiert, später auch bei Reger und Debussy. Er experimentierte gemeinsam mit Dadaisten und Kubisten, wandte sich als einer der ersten dem Jazz zu und setzte sich als hervorragender Pianist für die neusten Errungenschaften, wie die Vierteltonexperimente Hábas ein. Seine eigenen Werke wurden auf den wichtigsten Festivals der Internationalen Gesellschaft für zeitgenössische Musik in Salzburg, Genf, Venedig und Donaueschingen gespielt. Dabei nahm seine Kammermusik einen zentralen Platz ein. Das Duo für Violine und Violoncello komponierte Schulhoff 1926, zwei Jahre nach seinem Durchbruch. Es zeigt den expressiven Reichtum und die große Originalität seiner Musik.

Die gebürtige koreanische Pianistin Hie-Yon Choi, eine ausgewiesene Expertin für Klaviersonaten von Beethoven, verzauberte zusammen mit dem Wiener Rudolf Leopold (Violoncello) mit Beethovens Sonate für Klavier und Violoncello in A-Dur op. 69. Beethoven vollendete die Komposition an seiner Cellosonate Nr. 3 im Jahr 1808 zeitgleich mit dem Abschluss der Arbeiten an seiner 5. Sinfonie in c-Moll, op. 67. Wegen des ausgewogenen Verhältnisses zwischen den beiden Instrumenten sowie der kompositorischen Güte des Werkes wurde Beethovens Cellosonate zum Vorbild für Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.

Nach der Pause gab es ein kleines zehnminütiges Intermezzo von Pianist und Komponist Peter Barcaba. „Fantasie“ op. 35A für Klavier solo, hieß das von ihm geschriebene Werk. Anschließend interpretierten als krönenden Abschluss Iwan König (Klavier) und Franziska König (Violine) und Rudolf Leopold (Violoncello) Brahms Klaviertrio Nr. 2 in C-Dur, op. 87. Karten und Informationen zu den kommenden Konzerten unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com.

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Fotos: Gleich

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Pressemitteilung vom 18.08.2014

Dachverband würdigt Königs Lebenswerk

KULTUR Landesmusikrat setzt auf Zukunft des Festivals

Am Sonntagabend lud der Musikalische Sommer in Ostfriesland in die mit 650 Besuchern bis auf den letzten Platz ausverkaufte Stadtkirche Jever ein. Auf dem Programm stand Giuseppe Verdis Werk „Messa da Requiem“, die Vertonung des Textes der Totenmesse, aus dem Jahr 1874. Die renommierten Ensembles Landesjugendchor und niedersächsisches Jugendsinfonieorchester unter der Gesamtleitung von Jörg Straube, haben eine Woche für den Auftritt geprobt. Heraus kam eine kolossal besetzte Interpretation des so monumentalen Werks.

Zur Eröffnung sprach Frank Schmitz, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Niedersachsen. Er betonte in seiner Rede das 30-jährige Jubiläum des Musikalischen Sommers in Ostfriesland steht für „30 Jahre Kontinuität, 30 Jahre Qualität und 30 Jahre Professionalität.“ Er bedankte sich bei der Familie König und dem Festivalmanagement für ihr überragendes Engagement dieser einzigartigen Veranstaltung und lobte die ausgewogene Mischung aus Solo-, und Ensemblemusik, Chor und Orchester sowie das breit gefächerte Repertoire unterschiedlicher Musikstile in den vergangenen Jahrzehnten. Das in Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen und der Landesakademie entstandene und geförderte Konzert mit weit über 100 Chorsängern und Musikern war das zahlenmäßig größte Projekt in den drei Jahrzehnten des Festivals. Mit Blick auf private und öffentliche Förderer appellierte Schmitz, der im März 2014 zudem zum Vizepräsidenten des Niedersächsischen Musikverbandes gewählt wurde: „Auch in Zukunft versprechen wir uns vom Leitbild des Musikalischen Sommers viel und hoffen, dass der Musikalische Sommer auf viele Jahre eine feste Instanz in Ostfriesland bleiben wird.“

Die nächsten Konzerte sind am Dienstag, 19. August, in der evangelisch-reformierten Kirche Aurich. Dort findet das Abschlusskonzert der Meisterkurse unter dem Titel „Stars von morgen“ statt. Wie jedes Jahr fanden auch in diesem Jahr die „Sommerlichen Meisterkurse“ für Violine, Violoncello und Klavier im Rahmen des 30. Musikalischen Sommers in Ostfriesland statt. Vom 5.-23. August bieten renommierte Dozenten aus Deutschland und Österreich ihre Kurse zum Mitmachen und Zuhören an. Beim ”Stars von morgen”-Konzert bekommen die profiliertesten Teilnehmer die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. Karten sind unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com zu erwerben.

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Pressemitteilung vom 17.08.2014

Dobrek Bistro begeisterte im Park der Gärten

KULTUR Das Wiener Kult-Quartett hat seinen ganz eigenen Stil
Bad Zwischenahn
– Das Klassikfestival Musikalischer Sommer in Ostfriesland lud am Sonnabendabend nach Bad Zwischenahn in den Park der Gärten ein. Es war zwar kalt, aber es regnete nicht und das Quartett „Dobrek Bistro“ heizte mit ganz besonderer Weltmusik ordentlich ein. Vor rund 15 Jahren haben die beiden Wiener Musiker, der polnische Akkordeonist Krzysztof Dobrek und der russische Violinist Aliosha Biz die Band „Dobrek Bistro“ gegründet und mit dem brasilianischen Multiperkussionisten Luis Ribeiro und dem Wiener Jazzkontrabassisten Sascha Lackner zum Quartett aufgestockt. Ihre Musik passt in keine Schublade. Sie ist vielmehr eine Reise der Emotionen, von sehnsüchtig traurig bis überschäumend wild und ungestüm. Mal überwiegt die tiefe Melancholie russischer Weisen, dann wieder die Eleganz des Pariser Musette-Walzers oder die bunten Klangfarben der Wiener Musik. Der multikulturelle Dobrek-Sound ist eine Melange lateinamerikanischer Formen wie Salsa, Tango und Bossa Nova, Jazz, Gypsy Swing, mit einer kräftigen Portion klassischer Einflüsse, gemischt mit etwas von der Musik des Balkans und des Orients, der Roma und Juden Osteuropas sowie der slawischen Volksmusik. Bandchef Krzysztof Dobrek erklärt das Erfolgsrezept so: „Bei uns klingt der Salsa zigeunerisch, der Tango wienerisch, der Jazz jiddisch und die Musette hat einen russischen Touch.“ Die Zuhörer des ausverkauften Konzerts im Park der Gärten liebten den Dobrek-Sound und hatten durch das Mitwippen schnell die Kälte vertrieben.

Die nächsten Konzerte sind am Montag, 18. August, gibt es ab 20 Uhr in der Holtroper Kirche ein Konzert mit Werken von Schulhoff, Beethoven und Brahms. Am Dienstag, 19. August, steht ab 17 Uhr in der evangekisch-reformierten Kirche Aurich das Abschlusskonzert der Meisterkurse unter dem Titel „Stars von morgen“ auf dem Programm. Wie jedes Jahr fanden auch in diesem Jahr die „Sommerlichen Meisterkurse“ für Violine, Violoncello und Klavier im Rahmen des 30. Musikalischen Sommers in Ostfriesland statt. Vom 5.-23. August bieten renommierte Dozenten aus Deutschland und Österreich ihre Kurse zum Mitmachen und Zuhören an. Beim ”Stars von morgen”-Konzert bekommen die profiliertesten Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Karten sind unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com zu erwerben.

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Fotos: Tobias Frick

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Pressemitteilung vom 16.08.2014

Konzert von „Philippe Graffin & Friends“

KULTUR Beeindruckendes Sextett um den französischen Stargeiger
Backemoor
– Am Freitagabend lud der Musikalische Sommer in Ostfriesland zum Konzert in die Kirche Backemoor ein. Höhepunkt des Abends war Ernest Chaussons Opus 21, ein Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett. Star des Konzerts war der französische Violinist Philippe Graffin. Er hat besonders durch sein individuelles Spiel und sein Interesse an selten aufgeführten und zeitgenössischen Werken von sich reden gemacht. Zu Graffins  Besonderheiten gehört auch die Wiederentdeckung der Originalorchestrierungen von Klassikern, wie Chaussons Poème und Ravels Tzigane. Letzteres Werk gehörte ebenfalls zum Programm des Abends.

Iwan König (Klavier), Franziska König (Violine), Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) vervollständigten das Sextett, das der 1855 in Paris geborene Chausson bewusst nicht so genannt hatte. Denn die Struktur des Werks und die Tatsache der Kennzeichnung der Violine als Soloinstrument in der Partitur machen klar, dass es sich hier nicht um sechs gleichberechtigte Stimmen handelt. Vielmehr kommen beim Blick in die Noten Erinnerungen an das barocke „Concerto grosso“ auf. Tatsächlich hat Chausson zu der Zeit der Komposition, das Werk entstand zwischen Frühjahr 1889 und Sommer 1891, ein ausgeprägtes Interesse an der Musik seiner Vorfahren aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Struktur in dem Werk schwankt ständig. Mal ist es ein Violine-Klavier-Duett, dann ein Klavierquintett und dann wieder ein Werk mit fast orchestraler Klangfülle. Keine der Stimmen ist auf eine Rolle festgelegt. Graffins Solo-Violine, ein Instrument von Domenico Busano das im Jahr 1730 in Venedig gefertigt wurde, schweigt einen ganzen Abschnitt lang und zieht sich gelegentlich sogar zurück, um der ersten Violine des Quartetts von Franziska König den Vortritt zu lassen. Auch das Quartett erprobt verschiedene Rollen. Nur die Rolle von Iwan Königs Steinway-Flügel unterlag keinen wesentlichen Schwankungen. Er war selten still und beherrscht oft den Aufbau.

Neben dem Chausson-Konzert gab es noch Niels Gades Vier Fantasiestücke op. 43 mit Dimitri Ashkenazy (Klarinette) und Anna Magdalena Kokits (Klavier) sowie Beethovens Quintett Es-Dur op. 16, an dem auch noch Martin Roos (Horn), Akio Koyama (Fagott) und Nathanael Amrany (Oboe) mitwirkten.

Am Montag, 18. August, gibt es ab 18 Uhr in der Holtroper Kirche ein Konzert mit Werken von Schulhoff, Beethoven und Brahms. Karten sind unter der Tickethotline 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com zu erwerben.

PM_18_NB_K17_04_kg_ PM_18_NB_K17_05_kg_ PM_18_NB_K17_07_kg_Fotos: Gleich

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Pressemitteilung vom 15.08.2014

In Lütetsburg gab es Klezmer mal anders

KULTUR Duo „Klezmer Reloaded“ spielte vor ausverkauftem Haus
Lütetsburg
 – Am Donnerstagabend gastierte im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland das Ensemble Klezmer Reloaded mit Maciej Golebiowski (Klarinette) und Alexander Shevchenko (Akkordeon) in der Vorburg von Schloss Lütetsburg. „Klezmer Reloaded“ stellte seine neue CD „Rebbe hot hot“ vor. Das polnisch-ukrainische Duo vermischt traditionelle Motive der osteuropäischen jüdischen Volksmusik mit verschiedenen zeitgenössischen Strömungen. Durch diese Öffnung hin zu anderen Spielformen gelingt ihnen eine Neubelebung des traditionellen Klezmers. Golebiowski ließ vor ausverkauftem Haus seine Klarinette teilweise innerhalb eines einzigen Stückes mal melancholisch schluchzen und gleich darauf wieder fröhlich trillern und jauchzen. Ähnlich facettenreich war das Spiel von Alexander Shevchenko. Aus seinem Bajan, der osteuropäischen Form des Knopfakkordeons, mit den unzähligen Tasten kamen mal Töne die an einen französischen Chanson erinnerten, dann wieder welche die sich nach Tango und Folk anfühlten sowie nach frechen Jazz-Fragmenten klangen oder sogar orientalisch anmuteten. Von den ersten Tönen des Konzerts an sprang von den beiden ursprünglich aus der Klassik stammenden Musikern der Funke der überschäumenden Spielfreude auf das Publikum über. Das Duo  verbeugt sich zwar vor den Traditionen des Klezmers, allerdings nicht ehrfurchtsvoll, sondern mit einer gehörigen Portion Spielwitz um dem Zuhörer eine ganz individuelle  Sichtweise auf diese Musik zu ermöglichen.

Die nächsten Konzerte des Festivals sind am Sonnabend, 16. August, im Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Hier gibt es um 20 Uhr ein Konzert von „Dobrek Bistro“. Am Sonntag, 17. August, gibt es das bisher größte Konzert in der 30-jährigen Geschichte des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Ab 17 Uhr treten in der Stadtkirche Jever der Landesjugendchor und das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester gemeinsam mit der “Messa da Requiem” von Giuseppe Verdi auf. Die Besetzung dieses monumentalen Werkes ist mit über 100 Musikern kolossal. Am Montag, 18. August, gibt es ab 18 Uhr in der Holtroper Kirche ein Konzert mit Werken von Schulhoff, Beethoven und Brahms. Zu allen Konzerten gibt es noch Karten. Die Tickethotline ist unter 04941-9911364 zu erreichen. Karten sind auch online zu erwerben unter www.musikalischersommer.com.

PM_17_NB_Konzert_15_01_kgBU: Am Donnerstagabend gastierten Maciej Golebiowski (Klarinette) und Alexander Shevchenko (Akkordeon) in der Vorburg von Schloss Lütetsburg
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 14.08.2014

Ashkenazy & Friends spielten Schubert Oktett

KULTUR  Vom Sommerliebe Quartett gab es Haydn und Borodin
Victorbur  – Am Mittwochabend lud der Musikalische Sommer in Ostfriesland zum Serenadenkonzert unter dem Titel „Dimitri Ashkenazy & Friends“ in die St. Victor Kirche Victorbur ein. Star des Abends war der 45-jährige Schweizer Klarinettist Ashkenazy. Zusammen mit Martin Roos (Horn), Akio Koyama (Fagott), Doren Dinglinger und Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola), Christoph Otto Beyer (Violoncello) und Szymon Marciniak (Kontrabass) interpretierte er Franz Schuberts Oktett in F-Dur, D 803. Ashkenazys inzwischen 20-jährige rege Konzerttätigkeit führte ihn bereits in die Hollywood Bowl nach Los Angeles, das Sydney Opera House, die Suntory Hall in Tokyo, die Royal Festival Hall in London, zu den Salzburger Festspielen, ins Prager Rudolfinum sowie Salle Pleyel in Paris. Schuberts Oktett zählt zu den populärsten kammermusikalischen Werken für gemischte Besetzung aus Streichern und Bläsern. Das Werk, das von Ferdinand Graf Troyer, dem Oberhofmeister des Erzherzogs Rudolf von Österreich-Toskana und erstklassigen Klarinettisten, in Auftrag gegeben worden war, wurde im März 1824 fertigkomponiert.

Neben dem über 50-minütigen Schubertwerk gab es vom Sommerliebe-Quartett mit Franziska König  und Franz Chien (Violine), Petra Wolff (Viola) und Christoph Otto Beyer (Violoncello) auch noch Alexander Borodins Streichquartett Nr. 2 in D-Dur sowie Joseph Haydns „Kaiserquartett“ C-Dur, Op. 76 zu hören. Das „Kaiserquartett“ gehört zu den Streichquartetten, die Joseph Haydn 1797 im Alter von 65 Jahren nach seiner Rückkehr aus London komponierte. Das dritte dieser Quartette erhielt den Beinamen „Kaiserquartett“, da dessen zweiter Satz „poco adagio, cantabile“ vier Variationen über das Thema der zuvor von Haydn komponierten Kaiserhymne enthält. Die Melodie der Hymne, des „Kaiserliedes“, wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben als Melodie des Deutschlandliedes, der heutigen deutschen Nationalhymne verwendet.

Die nächsten Konzerte sind am Sonnabend, 16. August, im Park der Gärten in Bad Zwischenahn ab 20 Uhr mit Dobrek Bistro und am Sonntag, 17. August, in der Stadtkirche Jever mit dem Landesjugendchor und dem Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester. Das bisher größte Konzert in der 30-jährigen Geschichte des Musikalischen Sommers in Ostfriesland, die „Messa da Requiem” von Verdi, beginnt um 17 Uhr. Es gibt zu allen Konzerten noch Karten. Die Tickethotline ist unter 04941-9911364 zu erreichen. Karten sind auch online unter www.musikalischersommer.com zu buchen.

PM_16_NB_K14_vl_Din#1038127BU: Doren Dinglinger (l.), Franz Chien und Petra Wolff spielten bei dem Konzert „Dimitri Ashkenazy and Friends“ in der St. Victor-Kirche in Victorbur.
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Pressemitteilung vom 13.08.2014

Streichquartett zum Mitrocken

KULTUR „The Bassmonsters“ spielten Titel legendärer Bands
Gristede  – Der Musikalische Sommer lud am Dienstagabend nach Gristede auf das Gut Horn ein. Insgesamt 300 Besucher kamen in das ausverkaufte Konzert von „The Bassmonsters“. Auf der Bühne standen vier internationale Spitzenbassisten, vom Arrangeur und Bandchef Claus Freudenstein, über den Solobassisten der Niederbayrischen Philharmoniker Stephan Bauer, den Neuzugang von den Münchner Philharmonikern Emilio Yepes Martinez bis zu dem jüngst zum viertbesten Bassisten der Welt ausgezeichneten Polen Szymon Marciniak.

Das erste und bisher einzige Kontrabassquartett hatte ein Programm mit Titeln legendärer Bands zusammengestellt, die sie ausschließlich instrumental interpretierten. Bereits bei den ersten sägenden Riffs von Led Zeppelins „Kashmir“ waren die Zuhörer begeistert. Doch das Publikum des Musikalischen Sommers gab sich anständig. Verstohlen wurde unter dem Stuhl des Vordermanns mit dem Fuß gewippt, als „Sweet Child o’ Mine“ der US-amerikanischen Hard-Rock-Band Guns N’Roses ertönte. Bei „Creeping Death“, dem Lied bei dem jeder Metallica-Fan Gitarrist Kirk Hammett mit extatischem Headbangen folgt, wurde noch versonnen mit dem Kopf genickt. Für den ersten impulsiven Szenenapplaus beim Publikum sorgte aber schließlich der beim Musikalischen Sommer bekannte Kontrabassist Szymon Marciniak mit der Interpretation des E-Gitarrensolos aus dem Michael Jackson-Klassiker „Beat it“. Ob „Nothing else matters“ von Metallica oder „Smooth Criminal“ von Michael Jackson – auf den klassischen Instrumenten klangen die von den „The Bassmonsters“ gespielten modernen Hits teilweise intensiver als im Original.

Beim Soundtrack des Kultfilms der 60er Jahre, dem US-amerikanischen Road Movie „Easy Rider“, und dem damit untrennbar verbundenen Song „Born to be Wild“ der Band Steppenwolf sangen einige Besucher dann endlich leise mit. Wahrscheinlich waren die, durch die Gedanken an das legendäre Film-Motorrad namens „Captain America“ beflügelten Gefühle stärker als die scheinbar notwendige Zurückhaltung eines Klassikfestivalbesuchers. Zum Abschluss gab es „Hotel California“ von den Eagles. Ein Stück, das gleichzeitig beruhigt, aufrüttelt und berührt. Insgesamt ein rundum gelungener Abend, mit einem Streichquartett zum Mitrocken.

PM_14_NB_K013_Bassmonsters_3_kgBU: Streichquartett zum Mitrocken: „The Bassmonsters“ begeisterten 300 Besucher auf Gut Horn in Gristede.
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Pressemitteilung vom 12.08.2014

Mozart hautnah im ältesten Haus von Leer

KULTUR Prof. Dr. Budde begeisterte mit Lesung und Musik
LEER – Am Sonntag gab es im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland in der Leeraner Harderwykenburg eine besondere Veranstaltung. Musikwissenschaftler Prof. Dr. Elmar Budde, die Pianisten Iwan König und Carl-Anton Freiherr zu Innhausen und Knyphausen sowie Franziska König (Violine) gaben mit einer Lesung und Werken Einblick in Wolfgang Amadeus Mozarts Leben rund um seine bekannte Parisreise vom September 1977 bis Januar 1779. Der damals 22-jährige Mozart reiste gemeinsam mit seiner Mutter über Augsburg und Mannheim nach Paris, um nach dem Zerwürfnis mit dem Salzburger Fürsterzbischof dort sein Glück zu versuchen und gleichzeitig die finanzielle Misere der Familie zu beheben. In dieser Zeit entstanden Briefe, die viel über Mozart aussagen, vor allem über seine Beziehung zu dem in Salzburg zurückgebliebenen Vater. Doch der erhoffte Erfolg Mozarts in Paris blieb aus. Der Tiefpunkt seiner Reise war die Erkrankung und der Tod seiner Mutter, die am 3. Juli 1778 verstarb. Zu den bekannteren Werken, die Mozart auf der Reise schrieb, gehört die a-Moll Klaviersonate KV 310, die in der Nacht nach dem Tod der Mutter entstand. Neben dieser wurden noch fünf weitere Sonaten von den drei Musikern in Leer interpretiert. „Aufgrund der großen Nachfrage haben wir dieses Konzert gleich zweimal angeboten“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller über die beiden Veranstaltungen um 17 und um 20 Uhr, die mit jeweils 90 Personen ausverkauft war. Zu der großen Nachfrage trug auch der exklusive Konzertort, das Privathaus von Carl-Anton Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, bei. Zurzeit von Mozarts Parisreise war die Harderwykenburg bereits rund 300 Jahre alt. Bereits um 1470 ließ der Leeraner Häuptling Hajo Unken auf einem wenige hundert Meter von der zerstörten Fockenburg entfernten Geesthügel die Unkenburg, wie die Harderwykenburg früher hieß, im Stile eines „Hohen Hauses“ errichten. Der charakteristische dreigeschossige Turm mit bis zu drei Meter dicken Mauern wurde im 17. Jahrhundert von einer Speicherburg zu einer Wohnburg umgebaut. In dieser Zeit bekam sie neben dem schlichten Renaissance-Giebel auch den heutigen Namen ihres damaligen Besitzers. Mit über 500 Jahren ist die Harderwykenburg eine der ältesten noch erhaltenen Burgen Ostfrieslands und das älteste Haus der Stadt Leer. Seit über 220 Jahren befindet sie sich im Privatbesitz des gräflichen Hauses Innhausen und Knyphausen.

PM_13_NB_Konzert_11#102B143BU: Prof. Dr. Elmar Budde begeisterte in der Lesung mit Musik mit Insiderwissen aus dem Leben von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Veranstaltung war gleich zweimal ausverkauft.
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Pressemitteilung vom 10.08.2014

Johanna Borcherts zauberhaften Klangeffekte

KULTUR Berliner Jazzpianistin spielte im Lokschuppen in Jever
JEVER – Am Sonnabend lud der Musikalische Sommer in den Lokschuppen nach Jever zum Jazzkonzert ein. Wer bei der Solistin und Vollblutpianistin Johanna Borchert schwere Jazz-Kost befürchtete wurde eines Besseren belehrt. Es sollte ein privates, fast schon etwas intimes Konzert werden, nicht zuletzt durch den inmitten des Publikums, anstatt auf der Bühne stehenden Konzertflügels. Die 31-jährige Wahlberlinerin mit Bremer Wurzeln begann mit einer Reihe von Improvisationen, die am Anfang sehr sanft und zart, fast schon ein wenig zaghaft und schüchtern wirkten. Doch langsam machte sie das Fenster auf und gab den rund 80 Zuhörern den Blick auf ihren kreativen musikalischen Kosmos frei. Mit allerlei Hilfsmitteln, von technischen Geräten bis zu Schnüren und Holzstiften, präparierte Borchert ihren Flügel um ihm immer ungewöhnlichere Klangeffekte zu entlocken und ihr ohnehin schon großes Klangspektrum, mit seiner breiten Dynamik von ganz leise bis ganz laut, nochmals zu erweitern. Spätestens da hatten die Zuhörer den einleitenden Satz des Programms verstanden: „Johanna Borchert ist eigentlich ein Orchester.“ Auch ihre Stimme wusste sie gut einzusetzen, mal zärtlich hauchend, dann wieder kraftvoll röhrend. Mit großer Kreativität und ohne Restriktionen erkundete sie ausgedehnte, hochästhetische Improvisationen, die sie aus minimalistischen Mustern entwickelte. Man war gar nicht versucht sie einordnen zu wollen, wanderte sie doch so graziös zwischen den Grenzen von Jazz, Pop und Avantgarde. Ein Blick in ihre Biographie erklärt die Vielfältigkeit ihrer Musik. Nach einem Jazzklavier- und Kompositionsstudium an der Universität der Künste Berlin und dem Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen, wo sie unter anderem von David Friedman, Hubert Nuss und Django Bates ausgebildet wurde, folgten Aufenthalte im indischen Chennai zum Studium klassischer indischer Musik und im kalifornischen Mills College um mit Fred Frith und Chris Brown zu arbeiten. Borchert wirkt heute sowohl in Kopenhagen als auch in Berlin. Neben ihrer noch jungen Solokarriere tourt sie mit der Band Schneeweiss & Rosenrot und ihrem Bandprojekt Little Red Suitcase durch viele Länder Europas. Im Oktober kommen ihre neuen CDs raus. Wer den Abend verpasst hat, sollte sich eine kaufen – es lohnt sich!

PM_11_NB_10_Johanna_#FF6403 PM_11_NB_10_Johanna_Borchert_01_kgBU: Jazzpianistin Johanna Borchert begeisterte die Besucher im Lokschuppen in Jever beim 10. Konzert des Musikalischen Sommers in Ostfriesland 2014.
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 09.08.2014

Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ waren die Krönung

KULTUR 450 Besucher erlebten ausverkauftes Orchesterkonzert
Emden – Am Freitagabend gab es ein fulminantes Orchesterkonzert im Rahmen des Musikalischen Sommers in der mit 450 Besuchern ausverkauften Neuen Kirche in Emden zu hören. Höhepunkt des Abends war Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“, eines der bekanntesten Violinkonzerte überhaupt. Doch zuvor interpretierte das Festival-Kammerorchester „Virtuosi Musio“ zusammen mit vier brillanten Solisten Werke von Bach, Telemann und Vivaldi.
Zum Auftakt spielte Akio Koyama Vivaldis a-Moll-Konzert RV 497, eines der 39 Fagottkonzerte Vivaldis. Anschließend brillierte Solist Erik Wenbo Xu mit dem Violakonzert in G-Dur von Georg Philipp Telemann. Ein Werk, das mit ungewöhnlichen musikalischen Wendungen zu überraschen weiß. Erik Wenbo Xu, der als Solo-Bratscher bei der Dresdner Philharmonie, dem Staatsorchester Stuttgart und dem Philharmonischen Orchester Kiel spielte und seit 2011 stellvertretender Solo-Bratscher beim NDR-Sinfonieorchester Hamburg ist, hatte sichtlich Spaß bei der Interpretation. Mit viel Schwung und Elan spielte er auch den vierten Satz, der einen tänzerischen Gestus besitzt. Die Inspiration zu dem Werk fand Telemann angeblich in einem französischen Springtanz, bei dem mit den Schuhen der Rhythmus geklopft wird. Ein ausgesprochener Stimmungsmacher, der beim Publikum für gute Laune und tosenden Applaus sorgte.
Als drittes Stück vor der Pause gab es Johann Sebastian Bachs Konzert für Violine und Oboe mit den Solisten Franziska König (Violine) und Nir Gavrieli (Oboe). Nach einer, mit kulinarischen Kleinigkeiten gespickten Pause im Schatten der Neuen Kirche direkt am Ufer des Falderndelfts, einen Steinwurf von der berühmten Emder Kesselschleuse entfernt, wurde der konzertante Hauptgang serviert. Vivaldi ist einer der meist gespielten Komponisten des italienischen Hochbarocks. Seine „Vier Jahreszeiten“ aus dem Jahr 1725 eines seiner bekanntesten Werke. Es besteht aus vier Violinkonzerten, von denen jedes eine Jahreszeit porträtiert. Die vier Musikerinnen Julia Hyena Kim (Frühling), Franziska König (Sommer), Annelie Han-Lin Liang (Herbst) und Doren Dinglinger (Winter) ließen sanfte Winde wehen, heftige Stürme und Gewitter aufziehebn, Vogelstimmen erklingen und Elemente wie eine herbstliche Jagd, einen Bauerntanz und das Schlittschuhlaufen im Winter erahnen.
Ein rundherum gelungener Konzertabend, dem noch rund ein Dutzend Konzerte bis zum Ende des Musikalischen Sommers am 24. August folgen werden. Weitere Infos unter der Tickethotline 04941-9911364 oder www.musikalischersommer.com.

PM10_NB_K09_Impression_kgBU: Das Festival-Kammerorchester “Virtuosi Musio” und Fagottist Akio Koyama begeistern mit Vivaldis Fagottkonzert in der ausverkauften Neuen Kirche in Emden vor 450 Besuchern.
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 08.08.2014

Jade-Quartett spielte Haydns Erlöser-Werk

KULTUR Prof. Elmar Budde gab eine unterhaltsame Einführung   
GÖDENS  – Am Donnerstagabend war der Musikalische Sommer zu Gast auf Schloss Gödens. Neben Johannes Brahms Klavierquintett f-Moll, op. 34, mit Iwan König am Klavier, interpretierte das Jade-Quartett mit den vier Musikerinnen Annelie Han-Lin Liang (Violine), Lisa Hyunji You (Violine), Kaihsi Fan (Viola) und Gina Shih-Yu Yu (Violoncello) auf vortreffliche Weise Joseph Haydns Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für die Karwoche 1787 der Domherren der Kirche Santa Cueva im spanischen Cadiz gewesen. Deren Auftrag lautete damals, sieben meditative Sätze für jedes der letzten Worte Jesu zu komponieren. Der Bischof sollte auf die Kanzel steigen, ein Wort vorlesen, es auslegen und dann vor dem Altar zum Gebet niederknien, während ein meditatives Musikstück erklingen sollte. Haydn selbst erklärte das Werk, von dem er ebenfalls 1787 die Version für das Streichquartett herausbrachte, als eines seiner gelungensten Werke. Das Jade-Quartett spannte nach einer Einführung in d-Moll in perfekter Weise den Bogen von der 1. Sonate „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ in b-Moll  über die der Leichenklage angemessene dunkelste Tonart f-Moll in der 4. Sonate bis zur 7. Sonate „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“ in Es-Dur. Diese endete gewissermaßen mit dem erlöschenden Herzschlag im sogenannten Erdbeben, das im damaligen Verständnis der Passion auf das letzte der Geschichte vorausdeutete, auf das Erdbeben beim Jüngsten Gericht. Haydn hat die Absicht, seine Zuhörer zu erschüttern und zugleich zu läutern, in diesem Finale erreicht und das Jade-Quartett hat das Werk auf vortreffliche Art interpretiert und die erstaunlichen Kontraste auf engstem Raum zu lebendigen Bildern geformt. Das Publikum im restlos ausverkauften Barocksaal honorierte es mit tosendem Applaus.

Die nächsten Konzerte sind am Sonnabend, 9. August, um 20 Uhr im Lokschuppen Jever und am Sonntag, 10. August, um 17 Uhr in der Harderwykenburg in Leer. Am Sonnabend gibt es ein Jazzkonzert mit Johanna Borchert und am Sonntag eine Lesung mit Musik uner dem Titel „Mozart-Briefe“ von Prof. Dr. Elmar Budde zusammen mit Iwan König und Carl-Anton zu Knyphausen (Klavier) und Franziska König (Violine). Es gibt noch Karten unter der Tickethotline 04941-9911364 sowie im Internet unter www.musikalischersommer.com.

PM_08_NB_K08_Prof_Budde_Jade-Quartett_03_kgBU: Das Jade-Quartett trug mit Erläuterungen von Musikwissenschaftler Prof. Dr. Elmar Budde auf Schloss Gödens Haydns Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ vor.
Foto: Gleich

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Prof. Dr. Elmar Budde gab vor uns während des Konzerts auf Schloss Gödens Erläuterungen zu Haydns Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“.
Foto: Gleich

 

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Pressemitteilung vom 07.08.2014

Wolfram König spielte seine Lieblingsstücke

KULTUR Klavierduo und Festival-Kammerorchester begeisterten  
Wittmund  – Am Mittwochabend erlebten rund 150 Zuhörer ein wundervolles Konzert des Musikalischen Sommers in der Wittmunder St. Nicolai Kirche. Den fulminanten Auftakt gaben die beiden Pianisten Julia Marie Müller und Iwan König zusammen mit dem Festival-Kammerorchester „Virtuosi Musio“ mit Bachs c-Moll Konzert für zwei Klaviere und Orchester.

Im Anschluss spielte Wolfram König, Gründer des Musikalischen Sommers, sein erstes Konzert im Rahmen des 30. Musikalischen Sommers. Für das Jubiläumsjahr suchte er sich einige seiner Lieblingsstücke aus. Bereits seit jungen Jahren fühlt er sich der Musik César Francks und Claude Debussys zutiefst verbunden. Für das Konzert in Wittmund entschied er sich für César Francks Sonate A-Dur und Claude Debussys Sonate für Violine und Klavier. Als Pianistin begleitete ihn die junge, etablierte Anna Magdalena Kokits. Die 26-jährige Pianistin ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, gab ihr Debut mit Orchester 2005 mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich in Wien und gibt regelmäßig Klavier- und Kammermusikabende im In- und Ausland und ist zu Gast bei internationalen Musikfestivals. Die Besucher waren begeistert vom Programm des Abends. Sowohl das Klavierduo, wahlweise mit oder ohne  Festival-Kammerorchester, als auch das König-Kokits-Duo sorgte für einen kurzweiligen und musikalisch reichen Abend, in und in der Pause bei kleinen Snacks und kühlen Getränken auch vor der 1776 geweihten Kirche. Das Gotteshaus mit seinen rosa getünchten Wände und den weißen Emporen an der nördlichen, südlichen und westlichen Seite ist einmalig in Ostfriesland.

Am Freitag, 8. August, gibt es in der neuen Kirche Emden bereits das nächste Orchesterkonzert, diesmal mit dem Titel „Die vier Jahreszeiten“. Es gibt unter der Tickethotline 04941-9911364 sowie unter www.musikalischersommer.com noch Karten.

PM_07_Konzert_06_Wolfram_Koenig_Anna_Magdalena_Kokits_02_kgBU: Wolfram König und Anna Magdalena Kokits begeisterten mit César Francks Sonate A-Dur und Claude Debussys Sonate für Violine und Klavier.
Foto: Gleich

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BU: Julia Marie Müller (Foto) und ihr Mann Iwan König spielten ein hervorragendes Klavierduo
Foto: Gleich

 

 

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: Julia Marie Müller und ihr Mann Iwan König spielten ein hervorragendes Klavierduo mit dem Festivalorchester „Virtuosi Musio“.
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 05.08.2014

Virtuose Barockmusik in Buttforder Kirche

KULTUR Trio und Richborn-Orgel begeisterten rund 150 Zuhörer
Buttforde  – In der ausverkauften Buttforder Kirche hörten am Montagabend rund 150 Besucher im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland das Konzert „Barock virtuos: Trompete, Orgel & Violine“. Christian Schmitt-Engelstadt, Kantor an der Lutherkirche Worms und ein Virtuose an der Orgel, der Solo-Trompeter der Niederrheinischen Sinfoniker Jonathan de Weerd  und die Geigenvirtuosin Franziska König interpretierten Barockmusik des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Werke von Biber, Bach und auszugsweise Händels berühmte „Wassermusik“. Die 2013 renovierte historische Richborn-Orgel von 1681 – ein besonderes Kleinod des norddeutschen Orgelbaus – erklang mit Solowerken von Sweelinck, Scheidt und Kerll. Als Bonus gab Organist Christian Schmitt-Engelstadt nach dem Konzert noch für mehrere Dutzend interessierter Konzertbesuchern eine ganz persönliche Vorführung und Erläuterung der historischen Richborn-Orgel. Sie gilt als einziges noch weitgehend erhaltenes Richborn-Werk, verfügt über neun Register auf einem Manual und angehängtem Pedal und gilt neben den Werken von Arp Schnitger als eine der bedeutendsten Barockorgeln Ostfrieslands. Nach dem Tod des aus Hamburg stammenden Richborn im Jahr 1684 begann die kurze aber erfolgreiche Zeit von Arp Schnitger in Ostfriesland.

Das nächste Konzert ist am 6. August um 20 Uhr in der Kirche Wittmund. Hier wird Prof. Wolfram König, Gründer des Musikalischen Sommers, erstmalig in diesem Jahr zu hören sein. Er fühlt sich seit jungen Jahren der Musik César Francks und Claude Debussys zutiefst verbunden. Für das 30. Jubiläum des Musikalischen Sommers hat er diese Meilensteine der Weltliteratur ausgewählt und wird sie gemeinsam mit der jungen, etablierten Pianistin Anna Magdalena Kokits neu interpretieren. Als Klavierduo widmen sich Julia Marie Müller und Iwan König besonders der spätromantischen und impressionistischen Virtuosenliteratur. Die Komponisten Alexander Skriabin und Sergei Rachmaninoff dürfen  deswegen im Jubiläumsjahr nicht fehlen. Das Festival-Kammerorchester „Virtuosi Musio“, bestehend aus langjährig beim Festival mitwirkenden Künstlern, rundet mit dem Klavierduo das Programm mit Bachs c-Moll Konzert für zwei Klaviere und Orchester am Mittwochabend ab.

Unter der Tickethotline 04941-9911364 sowie online unter www.musikalischersommer.com gibt es noch Karten.

PM_06_NB_Konzert_5_K#F340C6BU: Musikalischer Sommer zu Gast in Buttforde: Franziska König (Violine), Christian Schmitt-Engelstadt (Orgel) und Jonathan de Weerd (Trompete).
Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 03.08.2014

Zur Erfrischung gab es Haikus und Melone

ARD-Preisträgerin Rie Koyama begeisterte das Publikum
Driever – Am Sonntagmorgen lud der Musikalische Sommer zur Matinee mit Rie Koyama ins Gulfhaus Dartein nach Driever ein. Mozarts Sonate für Fagott und Klavier und Beethovens Sonate für Klavier und Fagott op. 17 standen im ersten Teil der Konzerts auf dem Programm. Zur geistigen und körperlichen Erfrischung gab es zwischendurch Haikus, kleine musikalisch interpretierte japanische Kurzgedichte, von Komponist Georg Heike und Rie Koyama sowie Wassermelone und kalte Getränke von den Gastgebern im Garten des Gulfhauses gereicht. Die 22-jährige Koyama, die aus einer japanischen Musikerfamilie stammt, in Deutschland aufwuchs und bereits bei 23 bedeutenden nationalen und internationalen Wettbewerben Erste Preise im Fach Fagott gewonnen hat, hatte bereits am Sonnabendabend zusammen mit Franziska König (Violine) und Iwan König (Klavier) in der Emder Kunsthalle Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Georg Heike und Mendelssohn-Bartholdy gespielt. Doch am Sonntagvormittag war die ARD-Preisträgerin 2013 in Plauderlaune, machte zwischendurch Ratespielchen mit dem Publikum zum Thema Fagott und verschenkte an die Quizgewinner CDs. Nach der Pause spielte Iwan König (Klavier) mit seiner Schwester Franziska König (Violine) Edward Griegs Sonate Nr. 3 bevor es zum Abschluss der Martinee Génins „Carnaval de Venise“ mit Rie Koyama und Iwan König gab.

Am späten Nachmittag, ab 17 Uhr, spielte im Gulfhaus Dartein das Jadequartett das diesjährige Familienkonzert des Musikalischen Sommers. Unter dem Motto „Annelies Geburtstagsgeschenk – oder: Eine Reise durch die Welt des Streichquartetts“ beantworten die vier Musikerinnen auf unterhaltsame Weise für Jung und Alt ob der Name des Quartetts wirklich vom Jadebusen herrührt und wie man eigentlich ohne Dirigent so harmonisch zusammen musiziert. Ein unterhaltsames szenisches Konzert mit Musik des taiwanesischen Komponisten Jing Peng und verschiedenen Ohrwürmern und „Evergreens“ der Streichquartettliteratur. Die nächsten Konzerte sind am Montag und Mittwoch in Wittmund und am Dienstag in Wilhelmshaven. Zu allen Konzerten gibt es noch Karten unter 04941-9911364 oder online unter www.musikalischersommer.com.

 

PM_05_Konzert_03_Rie#F173F0PM_05_Konzert_03_Fra#F15769BU: Musikalischer Sommer zu Gast in Driever: ARD-Preisträgerin Rie Koyama (Fagott) und Iwan König (Klavier).
Foto: Gleich

 

 


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Musikalischer Sommer zu Gast in Driever: Franziska König (Violine) und Iwan König (Klavier).
Foto: Gleich

 

 

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Pressemitteilung vom 01.08.2014

Musikalischer Sommer mit Bach eröffnet

Starcellist Jan Vogler spielt am Montag für Staatsgäste in Mons

AURICH – Der in New York und Dresden lebende Starcellist Jan Vogler eröffnete am Freitagabend vor über 450 Zuhörern in der Auricher Lambertikirche zusammen mit dem stellvertretenden Künstlerischen Leiter Iwan König den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland. Zum Auftakt gab es von den sechs Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach die Nr. 3 in C-Dur zu hören. Die Suiten gehören heute zu den meistgespielten Kompositionen für ein solistisches Streichinstrument und stellen höchste Anforderungen an den Spieler. Vogler ließ Bach auf einmalige Weise durch sein Stradivari-Cello aus dem Jahr 1707 sprechen. Ein Instrument, das ihn als Künstler nach eigener Aussage immer aufs Neue herausfordert. „Diese absolute Klarheit sowohl der Artikulation als auch des Klanges an sich ist die Herausforderung“, sagt Vogler über seinen wertvollen Partner. Die Fachpresse lobt ihn bei jedem Auftritt. Die New York Times bewunderte sein „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“. Das ostfriesische Publikum dankte es ihm mit lang anhaltendem, ehrlichen Applaus, ohne dabei vielleicht wirklich zu wissen, welche Musikgröße das diesjährige Festival eröffnet hat. Am Montag spielt Vogler wieder eine Suite von Bach. Dann steht er im Rampenlicht der Weltpresse auf dem Militärfriedhof St. Symphorien im belgischen Mons bei den offiziellen Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs. Zu seinen Zuhörern werden dann unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Premierminister David Cameron, Herzog William und Herzogin Catherine von Cambridge sowie Prinz Harry gehören. Neben der Bach Suite gab es am Freitagabend auch noch die Beethoven Sonate für Klavier und Violoncello in A-Dur und Schostakowitschs Sonate für Violoncello und Klavier op. 40 d-Moll zu hören.

PM_04_Vogler_Eroeffn#F1113FPM_04_Vogler_Eroeffn#F11120BU: Starcellist Jan Vogler eröffnete am Freitagabend vor über 450 Besuchern den 30. Musikalischen Sommer. Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 29.7.2014

Musikalischer Sommer startet am Freitag

KULTUR Viele Stars bei Deutschlands ältestem Klassik-Flächenfestival

AURICH / KG – Vom 1. bis 24. August 2014 feiert der „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ mit 26 Konzerten seinen 30. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „MusikERleben“ und präsentiert gefeierte Weltstars sowie junge preisgekrönte Nachwuchskünstler. Es gibt neue Kooperationen auf Bundes-, Landes- und internationaler Ebene und ein Wiedersehen mit vielen Freunden aus drei Jahrzehnten.

Los geht es am Freitag, 1. August, mit dem Eröffnungskonzert in der Auricher Lambertikirche ab 20 Uhr. Starcellist Jan Vogler und der stellvertretende künstlerische Leiter Iwan König werden den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland dort mit Werken von Beethoven, Bach und Schostakowitsch eröffnen. Die eigentlich für die Konzerte am 1. und 2. August vorgesehene Geigenvirtuosin Midori musste kurzfristig mehrere Konzerte, darunter auch Auftritte mit den New Yorker Philharmonikern und den Musikalischen Sommer, auf ärztlichen Rat absagen, da sie in der frühen Phase ihrer Schwangerschaft keine langen Flugreisen unternehmen darf. Insgesamt 320 Künstler aus 20 Nationen werden in den kommenden drei Wochen in Ostfriesland auftreten, darunter drei Orchesterkonzerte, eines davon mit großem Chor. In Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen und der Landesmusikakademie kommt das wohl größte Projekt in der 30-jährigen Geschichte des Musikalischen Sommers zustande. Die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi mit dem niedersächsischen Landesjugendchor und dem Landesjugendorchester, bei dem am 17. August in der Stadtkirche Jever 170 Musiker auftreten. Die anderen beiden Orchesterkonzerte finden am 8. August in der Neuen Kirche Emden und als Schlusskonzert am 24. August in der A-Lasco-Bibliothek Emden statt. Zudem gibt es beim Schlusskonzert drei Solokonzerte, von Mozarts Klarinettenkonzert mit ECHO-Klassikpreisträger Sebastian Manz, über Marcellos Oboenkonzert mit der Muri-Competition-Sieger 2013 Kyeong Ham bis hin zu Hoffmeisters Violakonzert mit Erik Wenbo Xu. Zu den prominenten Preisträger des Festivals gehört auch die junge norwegische Geigerin Guro Kleven Hagen, die als neue Anne-Sofie Mutter aus Oslo gehandelt wird. Zusammen mit Norwegens „Musikerin des Jahres 2010“ Miriam Helms Alien spielt sie am 20. August in der Kirche zu Sengwarden Werke von Ravel, Schubert und Tschaikowsky. Im Pressegespräch erläuterte der Künstlerische Leiter Prof. Wolfram König, dass viele Musiker erst nach dem Musikalischen Sommer den Höhepunkt ihrer Karriere erreichten. So auch bei Geigenvirtuosin Patricia Kopatchinskaja. Das derzeitige „enfant terrible“ der Klassikszene war am Anfang ihrer steilen Karriere in Ostfriesland mit dem Klavierquartett von Olivier Messiaen zu hören, das damals für großes Aufsehen beim Festival sorgte.

Laut Festivalmanagement gibt es zu den meisten Konzerten noch Karten, wenngleich der Vorverkauf mit über 3500 verkauften Tickets der beste der letzten Jahre war. Karten gibt es unter der Tickethotline 04941-9911364 oder unter www.musikalischersommer.com.

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BU: Starcellist Jan Vogler (Bild 1 © Jim Rakete) und der stellvertretende künstlerische Leiter Iwan König (Bild 2 © Karsten Gleich) werden den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland am Freitag in der Lambertikirche eröffnen.

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Pressemitteilung vom 22.7.2014

Starcellist Jan Vogler springt für Midori ein

Eröffnungskonzert des Musikalischen Sommers am 1. August in der Lambertikirche Aurich mit neuer Besetzung

Midori bedauert es sehr, im Juli und der ersten Augusthälfte 2014 einige ihrer Konzerte, darunter auch Konzerte mit den New Yorker Philharmonikern, absagen zu müssen. Sie folgt damit der ärztlichen Anweisung, in ihrer derzeitigen frühen Schwangerschaftsphase keine langen Reisen zu unternehmen bzw. zu fliegen. Besonders bedauerlich ist es, dass dazu auch die lange geplanten Konzerte beim Musikalischen Sommer in Ostfriesland gehören. Midori, ihr Management und die Veranstalter sind derzeit bemüht, Ersatztermine für 2015 zu finden.

Umso mehr freuen wir uns sehr, dass mit dem Cellisten Jan Vogler ein Musiker allerersten Ranges gewonnen werden konnte, den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland zu eröffnen! Jan Vogler ist Solist der großen Orchester weltweit und auch als Kammermusiker ein begehrter Partner. Zu seinen regelmäßigen Duo-Partnern zählen die Pianisten Hélène Grimaud und Martin Stadtfeld. Gerade erst zurückgekehrt ist Jan Vogler von einem Engagement beim Singapore Symphony Orchestra, spielt derzeit verschiedene Rezitale mit Bachs Solosuiten und eröffnet am 9. August sein eigenes Festival auf Schloss Moritzburg bei Dresden, eine der ersten Adressen für Kammermusik in Deutschland. Er ist zudem Intendant der Dresdner Musikfestspiele.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Intendanten des Musikalischen Sommers, Pianist Iwan König, wird er beim diesjährigen Eröffnungskonzert am 1.8. in der Lambertikirche in Aurich Werke von Beethoven, Bach und Schostakowitsch zur Aufführung bringen.

Für das ebenfalls von Midori abgesagte Konzert in der Kunsthalle in Emden am 2. August wird es auch Ersatz geben. Die Fagottistin Rie Koyama, ARD Preisträgerin 2013 wird mit Franziska König, Violine und Iwan König, Klavier das Atrium der Kunsthalle mit Werken von Bach, W. A. Mozart, Beethoven, Georg Heike und Mendelssohn-Bartholdy zum Klingen bringen.

Die bereits verkauften Karten für das Eröffnungskonzert in der Lambertikirche in Aurich am 1.8. und in der Kunsthalle am 2.8. behalten ihre Gültigkeit.

Der Film „Musik, mon amour“ wird weiterhin am 2.8. um 17 Uhr in der Kunsthalle gezeigt. Durch die eingetretenen Umstände werden wir diesen Film jedoch für Konzertbesucher des Kunsthallen-Konzerts kostenfrei anbieten.

Infos und Karten gibt es unter www.musikalischersommer.com und Telefon 04941 9911364.

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Jan Vogler © Jim Rakete

BU: Starcellist Jan Vogler (Foto) springt für Midori ein und eröffnet den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland.

Foto: Jan Vogler © Jim Rakete

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Pressemitteilung vom 13.6.2014

30. Musikalischer Sommer startet in sieben Wochen

KULTUR Viele Weltstars bei Deutschlands ältestem Klassik-Flächenfestival
Vom 1. bis 24. August feiert der „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ mit 27 Konzerten seinen 30. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „MusikERleben“ und präsentiert gefeierte Weltstars sowie junge preisgekrönte Nachwuchskünstler.

Von KARSTEN GLEICH

AURICH – Pressekonferenz unter freiem Himmel: Einen Steinwurf von der Auricher Lambertikirche entfernt, stellten am Freitagvormittag die Organisatoren Iwan König und Festivalmanagerin Julia Marie Müller mit ihrem Mitarbeiterstab auf der Sonnenterrasse des Twardokus das Programm des 30. Musikalischen Sommers vor. Die Liste der insgesamt 320 Künstler aus über 20 Ländern liest sich wie das Who-is-Who der Klassikszene. Neben Altbekannten aus den letzten drei Jahrzehnten, wie Dimitri Ashkenazy (Klarinette), Philippe Graffin (Violine), Akio Koyama (Fagott), Anna M. Kokitis (Klavier) und der bekannten Süd-Koreanerin Hie-Yon Choi (Piano) kommt auch die weltberühmte Stargeigerin Midori nach Ostfriesland. Am 1. August eröffnet sie zusammen mit dem Pianisten Özgür Aydin den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland in der Auricher Lambertikirche mit Werken von Schubert, Schumann, Mozart und Richard Strauss. Einen Tag später spielt die Geigenvirtuosin, die jüngst den Grammy gewann, in der Kunsthalle in Emden ein Programm mit Neuer Musik. Insgesamt drei Orchesterkonzerte wird es in diesem Jahr beim Musikalischen Sommer geben, eines davon mit großem Chor. In Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen und der Landesmusikakademie kommt das wohl größte Projekt in der 30-jährigen Geschichte des Musikalischen Sommers zustande. Die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi mit dem niedersächsischen Landesjugendchor und dem Landesjugendorchester, bei dem allein 170 Musiker am 17. August in der Stadtkirche Jever auftreten. Die anderen beiden Orchesterkonzerte finden am 8. August in der Neuen Kirche Emden und als Schlusskonzert am 24. August in der A-Lasco-Bibliothek Emden statt. Zudem gibt es beim Schlusskonzert drei Solokonzerte, von Mozarts Klarinettenkonzert mit ECHO-Klassikpreisträger Sebastian Manz, Muri-Competition-Siegerin Kyeong Ham und dem Solo-Bratschisten des NDR-Sinfonieorchesters Erik Wenbo Xu.

Das Festival ist an den 24 Veranstaltungstagen gespickt mit Besonderheiten. Da wären die drei Schlosskonzerte am 7. August auf Schloss Gödens, am 10. August in der Harderwykenburg in Leer und am 14. August auf Schloss Lütetsburg. Außergewöhnliche Konzerte wie „Pampel-Musen-Küssen“ mit den beiden Kabarettisten Katharina Werwein und Frank Golischewski am 11. August in der Auricher Stadthalle, „Classic meets Rock“ am 12. August auf Gut Horn in Gristede oder die vom norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil geförderte Musikerin Guro Kleven Hagen, die am 20. August mit anderen ausgezeichneten Nachwuchsmusikern in der Kirche in Sengwarden spielt.

Eintrittskarten zwischen 20 und 50 Euro sowie alle weiteren Informationen, auch über das umfassende Rahmenprogramm „Kulturelle Streifzüge“ das zu jedem Konzert angeboten wird, gibt es unter www.musikalischersommer.com oder unter Telefon 04941-9911364.

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Pressekonferenz am 13.06.2014BU: Iwan König (Künstlerische Leitung), Julia Marie Müller (Festivalmanagement), Helga Oldermann (Organisation Kulturelle Streifzüge) und Anika Poppe (Tickethotline) stelten das Programm des Musikalischen Sommers 2014 in Aurich vor.
Foto: Karsten Gleich

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Pressemitteilung vom 4.4.2014

Vorverkaufsstart für den 30. Musikalischen Sommer

Am 7. April 2014 startet der Vorverkauf für das 30. Jubiläum des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Das Programm mit 26 Konzerten vom 1. – 24. August 2014 in der Kurzübersicht.

Das älteste Flächenfestival Deutschlands und größte Kammermusikfestival des Nordwestens, ausgezeichnet als „Kultureller Botschafter Ostfrieslands in aller Welt“ und „Kultureller Leuchtturm Niedersachsens“, feiert in prominenter Besetzung seine 30. Jubiläumsausgabe. An 24 Tagen erklingen vielseitige Konzerte in Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen zwischen Dollart und Jadebusen, der Nordseeküste, dem Oldenburger- und Emsland.

Neben der Stargeigerin MIDORI, die gleich zwei Mal im Festival  zu erleben ist -  beim Eröffnungskonzert in Aurich (1.8.) und in der Emder Kunsthalle (2.8.)  – gibt es noch viele weitere Highlights. So ist der ECHO-Klassik-Preisträger 2011 & 2012, Klarinettist Sebastian Manz, zusammen mit dem Pianisten Martin Klett in der Kirche zu Marienhafe zu hören (21.8.) Im Abschlusskonzert in der Emder Johannes-A-Lasco-Bibliothek wird er zudem Mozarts Klarinettenkonzert mit dem Festival-Orchester geben (24.8.). Die junge norwegische Geigerin Guro Kleven Hagen ist Gewinnerin des hochdotierten Stipendiums „Heroes of tomorrow“ des Unternehmens Statoil und wurde vom Jury-Vorsitzenden Leif Ove Andsnes für Ihr „faszinierend poetisches“ Spiel gelobt. Sie musiziert u.a. mit Miriam Helms Ålien, Norwegens „Musikerin des Jahres 2010“, in der Kirche zu Sengwarden (20.8.).

Neben den neuen Gesichtern werden aber auch bekannte Freunde und Weggefährten des Musikalischen Sommers erwartet: Klarinettist Dimitri Ashkenazy, der kürzlich mit seinem Vater Vladimir Ashkenazy ein gemeinsames Album aufgenommen hat, spielt in der Kirche zu Victorbur (13.8.). Auch der international renommierte Geiger Philippe Graffin, dessen ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin und dem Royal Philharmonic Orchestra entstanden, ist zu Gast (15.8.), sowie der Wiener Cellist Rudolf Leopold und die berühmte südkoreanische Pianistin Hie-Yon Choi (18.8. und19.8. in Holtrop und Wiegboldsbur).
Der Deutsche Musikrat, neuer Kooperationspartner des Musikalischen Sommers, unterstützt ein Matinee-Konzert mit der Gewinnerin des internationalen ARD- und Deutschen Musikwettbewerbs, der Fagottistin Rie Koyama, die schon als 12jähriges Wunderkind beim Musikalischen Sommer faszinierte (3.8.). Ein Barockkonzert mit dem „Teufelsgeiger“ Anton Steck und der renommierten Cembalistin Marieke Spaans in der Kirche zu Bagband  (23.8.)  ist ebenso hörenswert wie die Lesung mit Musik im „ersten Haus“ der Stadt Leer, der Harderwykenburg, bei der Prof. Dr. Elmar Budde den Komponisten W.A. Mozart in dessen eigenen Briefen lebendig werden lässt (10.8.).

Aber der Musikalische Sommer wäre nicht der Musikalische Sommer, wenn es neben neuen Künstlern, Programmen, Spielorten und den „kulturellen Streifzügen“ (endlich wieder im Programm vor jedem Konzert) nicht auch Jazz, Weltmusik, Klezmer und Kabarett gäbe:
So ist das Hamburger Schlagwerk-Ensemble ElbtonalPercussion mit seinem Programm „Faszination Schlagwerk!“ voll mitreißender Dynamik und stilistischer Vielfalt zu Gast im Reichshof Norden (22.8.). Als The Bassmonsters spielen vier internationale Spitzenbassisten Rock und Blues ungeheuer wandlungsfähig auf klassischen Streichinstrumenten (12.8.); die Gruppe Dobrek Bistro stellt ihre neue CD „Bistro III“ im Park der Gärten in Bad Zwischenahn vor (16.8.); Mellow Melange geht im Pumpwerk Wilhelmshaven auf Reise (5.8.) und der brillante Kabarettist Frank Golischewski präsentiert in Duo-Besetzung mit Katharina Werwein sein neues Kabarett-Programm „Pampel-Musen-Küsse“ in der Auricher Stadthalle (11.8.).

Das zahlenmäßig größte Projekt in der Geschichte des Musikalischen Sommers wird in Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen in der Stadtkirche zu Jever erklingen: Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ mit 170 Chor- und Orchester-Musikern und vier Solosängern (17.8.).

Das vollständige Programmheft erscheint am 7. April. Ab dann sind auch die Karten für alle Konzerte im Internet und unter der Telefonnummer 04941-9911 364 freigeschaltet. Eine Übersicht über die Konzerte 2014 befindet sich auf der Website www.musikalischersommer.com.

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Sebastian Manz © Marco Borggreve

BU: Klarinettist Sebastian Manz, ECHO-Preisträger 2011&2012
Foto © Marco Borggreve

 

 

 

 

 

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Pressemitteilung vom 7.3.2014

Weltstar Midori eröffnet den 30. Musikalischen Sommer

Vom 1.-24. August 2014 feiert der „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ mit 30 vielseitigen Veranstaltungen seinen 30. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „MusikERleben“ und präsentiert gefeierte Weltstars sowie junge preisgekrönte Nachwuchskünstler. Es gibt neue Kooperationen auf Bundes-, Landes- und internationaler Ebene und ein Wiedersehen mit vielen Freunden aus drei Jahrzehnten „Musikalischer Sommer“.

Für gleich zwei Konzerte konnte die weltberühmte Stargeigerin Midori gewonnen werden: Am 1. August 2014 eröffnet sie zusammen mit dem Pianisten Özgür Aydin den 30. Musikalischen Sommer in Ostfriesland in der Auricher Lambertikirche mit Werken von Schubert, Schumann, Mozart und R. Strauss. Midori ist eine der ganz großen Geigerinnen unserer Tage. Ihre Künstlerpersönlichkeit darf man wohl getrost als einmalig bezeichnen: eine Denkerin mit gesellschaftlichem Engagement und Psychologiestudium, gerühmt für die atemberaubende, intensive musikalische Zwiesprache mit ihrem Publikum, unermüdlich rund um den Erdball unterwegs zu den großen Orchestern, Kammermusikpodien und ihren sozialen Projekten.

Gleich am nächsten Tag (2.8.) spielt die 2007 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon zur Botschafterin des Friedens ernannte Geigenvirtuosin Midori in der Kunsthalle in Emden ein Programm mit Neuer Musik. Der Dokumentarfilm „Musik, mon amour“ mit Szenen aus dem Leben von Midori soll vor dem Konzert im Foyer der Kunsthalle gezeigt werden und den Weltstar als Menschen näherbringen. Den Grammy 2014 erhielt sie für die Einspielung von Hindemiths Violinkonzert mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach.

Drei Orchesterkonzerte wird es 2014 beim Musikalischen Sommer geben, eines davon mit großem Chor: In Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen und der Landesmusikakademie Wolfenbüttel kommt das wohl größte Projekt in der 30jährigen Geschichte des Musikalischen Sommers zustande: Die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi mit dem niedersächsischen Landesjugendchor und  Landesjugendorchester, bei dem insgesamt 170 Musiker auftreten (17.8. in der Stadtkirche Jever). Die anderen beiden Orchesterkonzerte  finden am 8.8. in der Neuen Kirche Emden und als Schlusskonzert am 24.8. in der A Lasco Bibliothek Emden statt.

Eine weitere neue Kooperation gibt es in diesem Jahr mit dem Deutschen Musikrat: Ein „Preisträgerkonzert“ mit Rie Koyama am 3.8. im Gulfhaus Dartein, Driever wird von der Institution gefördert. Die junge Fagottistin trat bereits als 12-jähriges Wunderkind beim Musikalischen Sommer auf und ist eine der vom Festival regelmäßig geförderten jungen Nachwuchskünstler. 2013 wurde sie Preisträgerin des internationalen ARD-Wettbewerbs.

Die Schlosskonzertreihe wird nach dem überwältigenden Erfolg im vergangenen Jahr mit vier ausverkauften Konzerten fortgesetzt. So wird es Konzerte in Schloss Lütetsburg (14.8.) und Schloss Gödens (7.8.) geben. Besonders stolz ist der Musikalische Sommer auf einen neuen, exklusiven und geschichtsträchtigen Spielort: zum ersten Mal wird dieses Jahr ein Konzert in der  Harderwykenburg in Leer stattfinden  (10.8.). Die Harderwykenburg  ist mit über 500 Jahren eine der ältesten noch erhaltenen Burgen Ostfrieslands und das älteste Haus der Stadt Leer. „Sie bietet ein besonders stimmungsvolles Ambiente mit sehr guter Akustik“, so Wolfram König. Hier wird ein Abend mit Lesung und Musik stattfinden.

Wieder im Programm nach zwei Jahren erzwungener Pause: Das Begleitprogramm „kultureller Sommer“ entführt vor jeder Veranstaltung an besondere Orte der Region. Stadtführungen, Gartenbesichtigungen, Exkursionen in die Natur, teilweise mit Tee und Kuchen sollen auf die Konzerte einstimmen und Musik und Region in Verbindung bringen und durchdringen.

Der Musikalische Sommer bleibt auch im 30. Jahr seines Bestehens seinem Profil treu: neben Konzerten mit klassischer Musik, Barockmusik und Neuer Musik wird es auch Jazz, Weltmusik, Klezmer und Kabarett geben. Ab Mitte März werden die begehrten Tickets für ausgewählte Veranstaltungen sukzessive online freigeschaltet. Eine Übersicht über alle Konzerte 2014 erscheint in Kürze auf der Website www.musikalischersommer.com.

Midori; Foto © Timothy Greenfield-Sanders

BU: Weltstar Midori eröffnet 30. Musikalischen Sommer.
Foto © Timothy Greenfield-Sanders

 

 

 

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Pressespiegel 2013 zum downloaden Pressespiegel 2013

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Pressefotos 2013 zum downloaden

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Pressemitteilungen Konzerte 2013

vom 05.07.2013 bis 28.07.2013

01     “Eröffnungskonzert”, 05.07.2013, Lambertikirche Aurich
03     “Ensemble con Corde”, 07.07.2013, Carolinensiel Deichkirche
04     “Jade-Quartett”, 08.07.
2013, Westerstede Kirche
05     “Trompete, Violine & Orgel”, 09.07.2013, Buttforde Kirche
06     “Mellow Melange”, 09.07.2013, Holtrop Kirche
07     “Familienkonzert”, 10. Juli 2013, Victorbur Kirche
08     “Familie König lädt ein”, 11. Juli 2013, Schloss Gödens
09     “Sommerliebe & Streichorchester”, 12. Juli 2013, Wittmund Kirche
11     “Kabarett”, 14. Juli 2013, Driever Gulfhaus Dartein
13     “Hie-Yon Choi spielt Beethoven”, 15. Juli 2013, Leer Große Kirche
15     “Lumaka-Ensemble”, 16. Juli 2013, Wiegboldsbur Kirche
19     “Apollon Musagete Quartett”, 18. Juli 2013, Dunum Kirche
20     “Jazzkonzert: Swinging Summer”, 19. Juli 2013, Heimathaus
Aschendorf
21     “German Hornsound”, 20. Juli 2013, Bagband Kirche
22     “Klezmer Reloaded”, 21. Juli 2013, Lokschuppen Jever
24     “Stars von morgen”, 22. Juli 2013, Aurich ev.-ref. Kirche
25     “Sebastian Manz”, 23. Juli 2013, Wasserschloss Dornum
26     “Klavierabend Iwan König”, 24. Juli 2013, Backemoor Kirche
27     “Pasticcio Classico”, 25. Juli 2013, Münkeboe Kirche
28     “Musik und Schauspiel”, 26. Juli 2013, Rysum Kirche
29     “Tango Factory”, 27. Juli 2013, Schloss Lütetsburg

30     “Abschlusskonzert”, 28. Juli 2013, Johannes a Lasco Bibliothek Emden

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Pressemitteilung vom 2.7.2013

Der Sommer kommt – Eröffnung ist am Freitag
Musikalischer Sommer vom 5. – 28 Juli / 90 Künstler aus 19 Ländern

OSTFRIESLAND – Startschuss für den Sommer: Am Freitag, 5. Juli, beginnt der 29. Musikalische Sommer in Ostfriesland. 24 Tage lang, bis zum 28. Juli, begeistert das größte und älteste Kammermusik-Flächenfestival Deutschlands mit insgesamt 27 Veranstaltungen wieder tausende Besucher. Auf dem Programm stehen ausgezeichnete Ensembles und Solisten aus neun außereuropäischen und zehn europäischen Ländern, die in herrschaftlichen Burgen und Schlössern, bedeutenden Kirchen und wunderschönen Gulfhöfen zwischen Dollart und Jadebusen, der Nordseeküste, dem Oldenburger- sowie dem Emsland auftreten werden. „Es kann losgehen“, sagte Prof. Wolfram König, Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers, am Dienstag im Pressegespräch. Den Auftakt gibt am Freitagabend, 5. Juli, das festliche Eröffnungskonzert ab 20 Uhr in der Lamberti-Kirche Aurich. Zwei Mozart-Quartette in unterschiedlichster Formation stehen auf dem Programm. Ein Konzert mit einem perlend, virtuosem Chopin und einem fulminanten Ravel erwartet die Besucher. Es spielt unter anderem das preisgekrönte Veits-Ensemble, dessen Musiker zusammen 35 bedeutende Wettbewerbe gewannen. Einer der Stars des Abends ist Fagottistin Rie Koyama. International ein Star in der Klassikwelt, hat die 21-jährige bereits in 21 bedeutenden nationalen und internationalen Wettbewerben den 1. Preis gewonnen, darunter beim Deutschen Musikwettbewerb 2012. Bis zum Abschlusskonzert am 28. Juli in der Emder Johannes a Lasco Bibliothek erwartet Ostfriesland ein bunter Sommer. Die deutsch-niederländische Freundschaft des Musikalischen Sommers unterstreicht das Lumaka Ensemble. Die Solisten und Musiker aus niederländischen Spitzenorchestern widmen sich den wilden Zwanziger Jahren und sind am 16. Juli mit den Instrumenten Harfe, Flöte und Cello in Wiegboldsbur zu hören. Miriam Netti ist eine Mischung aus klassischem Bossa Nova, Nuova Canzone Italiana und Jazz und gilt als die Stimme des neuen italienischen Mainstream. Mit dem kanadischen Pianisten Steven Reich und dem schwedischen Gitarristen Johan Leijonhuvfud tritt sie am 19. Juli im Aschendorfer Heimathaus auf. „Klezmer Reloaded“ heißt das Duo mit Bandoneon, Klarinette und Gesang, das am 21. Juli im Lokschuppen in Jever die „schrägen“ Seiten von Richard Wagner, Chopin und Mahler zeigt. Das große Finale findet am 28. Juli beim internationalen Abschlusskonzert statt: Aus Frankreich trifft dazu der Geiger Philippe Graffin ein. Aus Japan stammt der Solo-Fagottist Professor Akio Koyama und aus New York kommt Klarinettist Dimitri Ashkenazy, der Sohn des weltberühmten Dirigenten und Pianisten Vladimir Ashkenazy. Sie spielen Werke von Ravel, Beethoven, Poulenc und Mozart. Ähnlich international besetzt, wie das Abschlusskonzert, ist das Pasticcio Classico mit dem Titel „Land der Entdeckungen“ am 25. Juli in der Kirche Münkeboe. Heißgeliebte Hits, musikalische Kostbarkeiten und Kuriositäten aus unterschiedlichsten Stilen und Epochen sind zu erwarten.Ein besonderer Service der Festivalleitung ist in diesem Jahr die Mitfahrzentrale. „Wer Besucher zu Konzerten mitnehmen möchte oder selber mitgenommen werden möchte, meldet sich bei uns“, sagt Festivalmanagerin Julia Marie Müller. Die Koordination der Mitfahrzentrale sowie alle Informationen und Ticketbestellungen über die Festivalhotline unter 04941-997249. Weitere Informationen unter www.musikalischersommer.com.

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BU: Start des Musikalischen Sommers: Nicht nur die Künstler sind mobil mit Fahrzeugen von Max Moritz, sondern auch für die Konzertbesucher wird erstmalig ein Mitfahrservice angeboten. Auf den Festivalbeginn freuen sich (v.l.) Prof. Wolfram König, Frank Schmitz, Maren Dörner, Hans-Reiner Stroman (MaxMoritz), Julia Marie Müller sowie Iwan König. Foto: Gleich

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Pressemitteilung vom 22.4.2013

77 Künstler aus 17 Ländern und 3 Erdteilen – Ur- & Erstaufführungen,
ARD- & ECHO-Preisträger – internationale Gastspiele vom 5.-28.7.2013 – mit 21 Highlights startet am 22.4. der Vorverkauf des 29. Musikalischen Sommers in Ostfriesland

24 Tage lang bringen ausgezeichnete Ensemble und Solisten aus 8 außereuropäischen und 9 europäischen Ländern die ganze Region zum Schwingen. Vom 5.-28. Juli 2013 erklingen klassische Kammerkonzerte in Schlössern, Burgen, Kirchen und Gulfhöfen zwischen Dollart und Jadebusen, der Nordseeküste, dem Oldenburger- und Emsland; flächendeckend und grenzüberschreitend. In den schönsten Sehenswürdigkeiten gilt es auch Kabarett, Klezmer, Barockmusik, Jazz- und Familienkonzerte zu entdecken. Das vollständige Festivalprogramm erscheint im Mai; die 21 Highlights des Vorverkaufs sind ab 22.4. bei der Tickethotline 04941-997249 und im Online-Verkauf bei www.musikalischersommer.com/Konzerte freigeschaltet.

Eröffnungskonzert: „Vielsaitig“ und facettenreich, Mozart-Quartette in unterschiedlichster Formation, ein perlender Chopin, ein virtuoser Haydn, ein fulminanter Ravel mit internationaler Starbesetzung. Veits-Ensemble (Bläser), Streicherquintett, am Klavier Iwan König.
Veits-Ensemble: Die Fagottistin Rie Koyama, langjähriger Publikumsliebling, weltweit ein Star, 21 Jahre jung, 21 bedeutende Wettbewerbssiege, gastiert erstmals mit ihrem preisge-krönten Bläserquartett in Ostfriesland: Werke von Mozart, Dubois, Blacher, Bozza, Francaix.
Ensemble Con Corde: Auf historischen Instrumenten schlichtet das Barockquartett den musikalischen Meisterstreit um die bessere Musik mit Werken von Corelli, Couperin, Telemann, Corrette, Händel, Vivaldi & dem jungen Schweizer Komponisten Silvan Loher (Uraufführung).
Jade-Quartett: Das vielfach preisgekrönte Streichquartett, das in Europa und Asien gleichermaßen brilliert, spielt Werke von Gál und Smetana und als Streichquintett Mozart.
André Schoch: Der Solotrompeter und vielfache Preisträger ist in aller Welt zuhause, spielte mit den Münchener, Hamburger, Berliner Philharmonikern und bei uns mit Christian Schmitt-Engelstadt an der bedeutendsten Barockorgel Ostfrieslands und mit Franziska König (Violine) Werke von Bach, Biber, Purcell, Reincken, Vejvanovsky, Fasch und Telemann.
Mellow Melange: Es wird gebluest, gejazzt, gerockt, gefolkt, gesungen und gespielt. Mit ihrem neuen Album erzählt das groovende Quintett polyphone Storys über „kleine Dinge“.
Familienkonzert: Haydns „Scherz“, Sarasates „Zigeunerweisen“ und ein Dvorak. Christoph Otto Beyer führt in seiner unnachahmlich unterhaltsamen Weise Große und Kleine durch die phantastische Erlebniswelt klassischer Musik – mit dem Gemeaux Quartett und Gästen.
Familie König & Freunde: Mit Werken von Brahms, Benjamin Britten und Schumann lädt die preisgekrönte Gründerfamilie des Musikalischen Sommers ins schönste Schloss Ostfrieslands. Mit dabei: Das Sommerliebe-Quartett (Streicher) & Ulrike Schneider (Mezzosopran).
Taiwan String Ensemble & Sommerliebe Quartett: Der Bratschenvirtuose Erik Wenbo Xu zelebriert mit einem fulminant besetzten Kammerorchester einen sommerfrischen Telemann; das Quartett setzt seinen Beethoven-Zyklus fort; es folgt Mozarts berühmtes Streichquintett.
Frank Golischewski: „Ich bin nur der Pianist“ – das neue Programm des gefeierten Kabaret-tisten, Pianisten, Autors, Regisseurs und Komponisten schießt nicht auf Pianisten, aber trifft.
Hie-Yon Choi: Die vielfache internationale Preisträgerin glänzte in Seoul mit Beethovens ge-samten Klaviersonaten vor ausverkauftem Haus (2002-2005); vier Sonaten spielt sie für uns.
Ensemble Lumaka: Solisten und Musiker aus niederländischen Spitzenorchestern widmen sich höchst erfolgreich den Klassikern der Zwanziger Jahre, diesmal mit Harfe, Flöte & Cello.
Apollon Musagète Quartett: Sieger des 57.ARD-Musikwettbewerbs und fast aller Sonderpreise, als „Rising Star“ nominiert und von der BBC als „New Generation Artist“ ausgewählt: Auftritte in den großen europäischen Konzerthäusern, vielfach ausgezeichnet, mit eigener Festivalreihe; bei uns zu hören mit Werken von Tschaikowsky, Suk und Mendelssohn.
Miriam Netti: Mit ihrer Mischung aus klassischem Bossa Nova, Nuova Canzone Italiana und Jazz ist sie die Stimme des neuen italienschen Mainstream; am Klavier Steven Reich.
German Horn Sound: Vier exzellente Hornisten kombinieren Richard Wagner & Giuseppe Verdi: ein Libretto zu Ehren ihres 200. Geburtstages von (u.a.) & mit Karl Dietrich Gräwe.
Klezmer Reloaded: Inspiriert von Jazz, Folk, Klassik, Funk, Tango und orientalischen Klängen zeigen die Meister des Klezmer „schräge“ Seiten von Richard Wagner, Chopin & Mahler.
Stars von morgen: In den Meisterkursen der Professoren König, Gebert und Barcaba erarbeiten Stars von morgen ein Programm für heute – Virtuoses, Besinnliches und Heiteres.
Sebastian Manz: Der gefeierte Klarinettist – Sieger internationaler ARD-Wettbewerb & Deut-scher Musikwettbewerb, Publikumspreis & Sonderpreise, ECHO-Preisträger 2011 & 2012, ein Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein, spielt mit den Geschwistern König & Martin Klett Werke von Grieg, Beethoven, Gershwin, Templeton, Bernstein, Milhaud.
Iwan König: Der vielfach ausgezeichnete Solist engagiert sich weltweit in der Musik, besonders in Asien, wo er eine Gastprofessur hatte, trat bereits als 10jähriger als Solist auf, seither in vielen bedeutenden Musikzentren, ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Festivals, das die Musikerfamilie König 1983 gründete; hier spielt er Chopin, Schubert, Grieg.
Doren Dinglinger & Dan Glazer: Die gefeierte Violinistin präsentiert in diesem Jahr erstmals ein literarisch-musikalisches Programm: Werke von Mendelssohn, Gorkij, Knox, Brahms, Jancek, Böll, Ysaye über Liebe & Tod, mit dem Schauspieler Glazer; am Klavier Iwan König.
Tango Factory: Vier virtuose Solisten instrumentalisieren berühmte Tangos von Piazzolla bis Weil und Nisinmans eigene Kompositionen ebenso leidenschaftlich wie meisterhaft.

Mit seinem einzigartigen Klang- & Raum-Konzept hat das größte und älteste Klassikfestival im Nordwesten Deutschlands in drei Jahrzehnten über 140 sehens- und hörenswürdige Spielstätten in ganz Ostfriesland erschlossen und zu mehr als 800 Konzerten mit internationaler Starbesetzung eingeladen, an denen Hunderttausende Besucher aus aller Welt teilnahmen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur zeichnete den Musikalischen Sommer als „Leuchtturmprojekt Niedersachsens“ aus. Viele jugendliche Preisträger sind in dieser Festivaltradition groß geworden und haben Weltruhm erreicht. Preisgekrönt ist auch der Musikalische Sommer selbst als „kultureller Botschafter Ostfrieslands in aller Welt“, wofür dem Gründer und Künstlerischen Leiter, Professor Wolfram König, das Ostfriesische Indigenat verliehen wurde. Seine Meisterkurse wurden zu einer internationalen Begegnungsstätte, die jugendliche Stars, Berühmtheiten und gefeierte Dozenten aus aller Welt anziehen.

Der neugegründete Förderverein des Musikalischen Sommers in Ostfriesland wählte als 1. Vorsitzenden den stellvertretenden Leiter des Auricher Gymnasiums Ulricianum, Studiendirektor Rüdiger Musolf, und als 2. Vorsitzenden den Cellisten und Musikpädagogen Christoph Otto Beyer. Erreichbar ist der Verein zur Zeit über die Webseite www.musikalischersommer.com und über die email Foerderverein@musikalischersommer.com; eine eigene Webseite ist in Bearbeitung.

ACHTUNG: Wir weisen darauf hin, bitte keine Pressefotos zu veröffentlichen, die die Ostfriesische Landschaft für und über den Musikalischen Sommer bis einschließlich 2011 als download zur Verfügung gestellt hat. Das Bildmaterial wurde aus Förder- und Sponsorengeldern des Musikalischen Sommers finanziert. Die Ostfriesische Landschaft, die alle Verträge des Festivals verwaltete, kennzeichnete das Bildmaterial öffentlich als Eigentum des Musikalischen Sommers (u.a. auf ihrer & seiner Webseite), veröffentlichte es in den Online- und Printmedien des Festivals und gab es als download für die Presse, die Künstler und die Öffentlichkeit frei. Seit Mai 2012 macht die Ostfriesische Landschaft Strafzahlungen über 118.000 € gegenüber Mitarbeitern des Musikalischen Sommers für die Nutzung dieses ordnungsgemäß über Förder- und Sponsorengelder abgerechneten und publizierten Archivmaterials geltend, erhebt Anspruch auf alle Nutzungsrechte und blockiert so alle Festival-, Foto- und Pressearchive des Musikalischen Sommers. Für eine mit Steuergeldern finanzierte Körperschaft des öffentlichen Rechts, deren Auftrag die Unterstützung und Förderung kultureller Organisationen ist, ein beispielloser Vorgang. Der Hinweis erfolgt, da nicht auszuschließen ist, daß die Ostfriesische Landschaft weitere Forderungen erhebt, wenn auf dieses Bildmaterial in den Archiven zurückgegriffen wird.

Für Rückfragen: Iwan König (stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland), Telefon: 04941-997249, email: iwan.koenig@musikalischersommer.com

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Pressemitteilung vom 10.1.2013

Auftaktkonzerte und neue Spielstätten des 29. Musikalischen Sommers in Ostfriesland, dem größten und ältesten Klassikfestival im Nordwesten Deutschlands

Der Musikalische Sommer in Ostfriesland setzt sich als gemeinnützige Gesellschaft für volle Transparenz im Umgang mit öffentlichen Geldern ein und sorgt mit einer neuen, verschlankten, effizienteren Organisation dafür, dass keine Mittel in der Verwaltung versickern sondern in vollem Umfang dem künstlerischen Programm zugute kommen. So konnten die künstlerischen Leiter Professor Wolfram und Iwan König das 29. internationale Festivalprogramm erweitern und das Wasserschloss Dornum und die Schlösser Gödens am 11.7. und Lütetsburg am 27.7. als Konzertsäle neu hinzugewinnen, und erstmals dabei sind auch die Kirchen in Buttford und Rysum. Als Auftakt zum An- und Aufwärmen für den Musikalischen Sommer 2013 gaben Julia Maria Müller und Iwan König in der Adventszeit 2012 bereits zwölf Schlosskonzerte, die das Publikum in Gödens und Lütetsburg auf die neue Festivalsaison vom 5. – 28. Juli 2013 einstimmten. Festivalgutscheine ließen sich im Geschenkkarton am Infostand oder im Internet erwerben. Das rege Interesse und die gut gefüllten Barocksäle waren die ersten Frühlingsboten des 29. Musikalischen Sommers in Ostfriesland.

Als Professor Wolfram König 1976 mit seiner Familie von Tokio nach Aurich übersiedelte, setzte er sein weltweites Künstlernetzwerk, seine Innovations- und Überzeugungskraft und seine internationalen Erfahrungen, Perspektiven und Beziehungen ein, um die ostfriesische Festivallandschaft aufzubauen. Denn es gab weder Konzertsäle noch Förderprogramme für Musik oder ein Festivalpublikum. Seine Meisterkurse wurden zu einer internationalen Begegnungsstätte, die jugendliche Stars, Berühmtheiten und gefeierte Dozenten aus aller Welt anziehen. Denn hier gibt es eine einmalige Möglichkeit, sich im geschützten Rahmen auszutauschen, weiterzubilden, intensiv zu proben, zu experimentieren und Neues zu wagen. Tonträger der Konzerte – von Vladimir Ashkenazy bis Otto Waalkes – zeugen davon. Unterstützt, begleitet und gefördert werden die Künstler durch ihre Gastfamilien. Ein direkter Kontakt, der das Festival prägt und von dem alle profitieren.

So erschloss der Intendant Wolfram König in drei Jahrzehnten mit seinem Klang & Raum-Konzept Hunderte wechselnder Spielstätten für über 800 Konzerte und Hunderttausende Besucher. Mit seiner Festival-Familie baute er zwischen Dollart und Jadebusen, der Nordseeküste, dem Oldenburger- und Emsland bis über die Landesgrenzen hinaus ein flächendeckendes, gemeinschaftlich organisiertes Kultur-Netzwerk auf, in dem die internationale Künstlergemeinschaft, auch bei wechselnden Verwaltungen, den Ton angibt und die ganze Region zum Schwingen bringt. Ein Erfolgsmodell, das wiederholt kopiert wurde; es setzt aber das 30jährige zusammen Wachsen und Wirken eines international erfolgreichen Künstlerkollektivs voraus. Viele jugendliche Preisträger sind in dieser Festival-Familie groß geworden und haben Weltruhm erreicht, wie die langjährige Publikumsfavoritin Rie Koyama; ihrem Musikalischen Sommer in Ostfriesland bleiben sie alle „königstreu“ verbunden. Von Anfang an dabei waren Franziska und Iwan König, die schon als 10- und 12jährige auf internationaler Bühne Erfolge feierten; jetzt wächst die nächste Generation heran. Die Vorbereitungen für die neue Festivalsaison und das umfangreiche Konzertprogramm sind in vollem Gang, und die Verhandlungen für die große Feier zum 30. Jubiläum 2014 laufen bereits an.

Stimmen des Sommers:
„Für mich ist das Festival das überragende, das zentrale Ereignis des Sommers. Der Musikalische Sommer macht einen wesentlichen Teil der Attraktivität unserer Region aus.“ (Walter Theuerkauf, ehemaliger Landrat)
„Der Musikalische Sommer in Ostfriesland ist ein besonders förderungswürdiges Leuchtturmprojekt in Niedersachen.“ (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur)

Für Rückfragen: Barbara Gräfin Schwerin von Krosigk marketing@musikalischersommer.com
Leitung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: +49 – (0)170-270 23 43

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Hier finden Sie hochauflösende Dateien wie Logo, Flyer, Programmheft und Bilder zum Download.