Menü
 

Schlosskonzert zu Pfingsten

Iwan König & Julia Marie Müller © Babett Ehrt

Gödens | Schloss

29. Mai 2020
20:00 Uhr

Programm

Ludwig van Beethoven
Violinsonate Nr. 5 in F-Dur op. 24
„Frühlings-Sonate“
Camille Saint-Saens
Suite op. 16 für Violoncello und Klavier
Romance F-Dur op. 36
Allegro appassionato op. 43
„Chant saphique“ op. 91
„Prière“ op. 158
„Der Schwan“ aus „Carnival des animaux“
Ludwig van Beethoven
Klaviertrio Nr. 5 D-Dur op. 70 Nr. 1 „Geister-Trio“

// FRANZISKA KÖNIG Violine
// CHRISTOPH OTTO BEYER Violoncello
// JULIA MARIE MÜLLER Klavier
// IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Camille Saint-Saens nimmt eine Sonderstellung innerhalb der französischen Komponisten der Romantik ein. Als Kenner sowohl der zeitgenössischen deutschen Musik sowie als Wiederentdecker der „Alten Musik“ fehlte ihm nach eine Bonmot seines Kollegen Berlioz eigentlich nur noch die „Unerfahrenheit“, da er sonst alles wisse. Für das Violoncello schrieb Camille Saint-Säens, der auch als Dichter, Astronom und Schriftsteller Meriten einsammelte, nicht nur zwei Konzerte und zwei Sonaten, sondern auch einige überaus reizvolle kleine Werke mit Klavier, die – neben dem beliebten „Allegro appassionato“ und dem „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ – die Wiederentdeckung lohnen.

Es ist vielleicht etwas übertrieben, Beethoven als „Erfinder“ des modernen Klaviertrios zu bezeichnen, doch hat er als erster Werke geschrieben, die allen drei Instrumenten im Zusammenspiel gleiches Gewicht geben. Eindrucksvoll ist dies in seinem 1808 komponierten D-Dur Trio zu hören, das wegen der für die Zeitgenossen ungewöhnlich dissonanten, spinnwebenhaften Klänge im langsamen zweiten Satz den Beinamen „Geistertrio“ erhielt.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Julia Marie Müller © Babett Ehrt
Julia Marie Müller | Klavier

Julia Marie Müller ist seit 2011 als Festivalmanagerin des Musikalischen Sommers in Ostfriesland tätig. Sie studierte an den Hochschulen Leipzig, Wien und Hannover Musik und Musikmanagement. Das Klavierspiel begann sie im Alter von 7 Jahren und gewann schon bald viele Preise bei dem Wettbewerb Jugend Musiziert. Meisterkurse belegte sie bei Anatol Ugorski, Beatrice Berthold und anderen. Ihre Studien führten sie nach Leipzig, Wien und schließlich Hannover, wo sie 2008 ihren Bachelor in Musik und Englisch mit Bestnote abschloss. Es folgte ein Master-Studium Medien- und Musikmanagement an der Musikhochschule Hannover (Abschluss 2011 zum Thema „Strategien klassischer Musikfestivals“). Seit 2015 ist sie zur Promotion an der Musikhochschule Hannover in historischer Musikwissenschaft eingeschrieben.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.

Christoph Beyer Foto Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer, Foto © Rolf Schecker
Christoph Otto Beyer | Violoncello

Christoph Otto Beyer, geboren in Aurich/Ostfriesland, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren bei Zsigmond Fehér. Bis zum Abitur am Mariengymnasium in Jever erhielt er weiteren Unterricht bei Irmgard Jensen und Rolf Kroke. Dem Zivildienst folgte das Studium von Schulmusik, Geschichte und Violoncello in Hannover. Das Cellostudium vertiefte Beyer dort bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck (1994 Künstlerisches Examen mit „sehr gut“). Meisterkurse bei Klaus Storck und Julius Berger sowie Einzelstunden bei Rudolf Metzmacher schlossen sich an.

Schon während des Studiums hielt Beyer einen Lehrauftrag für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er 1997 nach Aurich zurückkehrte, um dort als Lehrkraft an beiden Gesamtschulen und als Orchesterleiter (Ostfriesisches Kammerorchester und Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester) tätig zu werden. Eine rege Konzerttätigkeit zeichnet Beyer aus, der neben dem modernen Cello auch mit Barockcello und Violoncello piccolo auftritt. Als Solist mit Orchester hat Beyer Konzerte von Vivaldi, Monn, A.Fils, C.P.E.Bach, Haydn, F.H.Graf, Brahms, Reinecke und Gubaidulina aufgeführt, im Bereich der Neuen Musik erfolgten darüber hinaus u.a. Uraufführungen von Charlotte Seither, Harald Münz und Willem Stoppelenburg.

Die Teilnahme an diversen Festivals wie den Göttinger Händelfestspielen, den Hannoverschen Tagen für Neue Musik, den Dornumer Kammermusiktagen und dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland unterstreicht Beyers musikalische Neugierde, die ihn auch gelegentlich zu kompositorischen Ausflügen führt. Auf CD sind u.a. Produktionen mit dem Knabenchor Hannover (Solocello im Requiem von Duruflé), Produktionen mit iranischer Musik und mit dem Bremer Ensemble „Mellow Melange“ entstanden. Im Mai 2012 erschien die CD „…für Violoncell allein…“ mit Solowerken von Reger, Beyer und Bach (Starfish-music.de). Christoph Otto Beyer spielt eine Kopie des „Shapiro-Gofriller 1727“ aus der Werkstatt des Oldenburger Geigenbauers Martin Michalke.

Spielstätte