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Abschlusskonzert mit dem Festivalorchester

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Emden | A-Lasco-Bibliothek

4. August 2019
20:00 Uhr

Programm

J.S. Bach Violinkonzert E-Dur BWV 1042
J.S. Bach Klavierkonzert f-Moll BWV 1056
Franz Schreker Intermezzo op. 8
für Streichorchester
Joseph Haydn Cellokonzert Nr. 1 C-Dur
Benjamin Britten Simple Symphony op. 4

IWAN KÖNIG Klavier
FRANZISKA KÖNIG Violine
SOL DANIEL KIM Violoncello

FESTIVALORCHESTER DES
MUSIKALISCHEN SOMMERS
FRANZ CHIEN Leitung

Zum Konzert

Nach 45 Tagen verabschiedet sich der Musikalische Sommer mit dem traditionellen Orchesterkonzert von seinen Besuchern.

Das Programm ist, ausgehend von Johann Sebastian Bachs feinsinnig-virtuosen Solokonzerten für Violine und Klavier, eine konzertante Wanderung durch die Jahrhunderte: Von Joseph Haydn erklingt das um 1760 entstandene Cellokonzert C-Dur, dessen brillanter Solopart duftige Leichtigkeit mit vertrackter spieltechnischer Finesse kombiniert.

Mit seiner Simple Symphony legte der 19-jährige Benjamin Britten sein Gesellenstück vor und fasziniert in diesem Werk mit seiner ebenso kunstvollen wie spielerischen Art der Themengestaltung. Nur wenig älter war Franz Schreker, als er 1900 sein Intermezzo schrieb, dessen „satter Wohlklang“ bereits bei seiner Uraufführung das Publikum verzückte.

Bis zum „satten Wohlklang“ beim Musikalischen Sommer 2020 werden nun rund 310 Tage vergehen – wir freuen uns auf Sie!

kultureller Streifzug

Die ehemalige jüdische Gemeinde in Emden – Führung
Vor Beginn der NS-Zeit lebten rund 700 Juden in Emden. Der jüdische Friedhof an der Bollwerkstraße wurde 1703 angelegt und erinnert heute mit seinen Grabsteinen und dem Denkmal für die Ermordeten an die einst in Emden beheimateten Juden.

Treffpunkt: Vor dem Landesmuseum, Brückstraße 1, 26721 Emden
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Künstler

Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography
Sol Daniel Kim | Violoncello

„Sol Daniel Kim, der 1990 in Wien geborene Koreaner, huldigte mit romantischer, doch verhaltener Trauer (Liebesklage im Adagio) Dvoráks h-Moll-Konzert (1896) und meisterte schön auch die Passagen in höchster Lage  und die heikelsten Doppelgriffe“, lautete die Kritik der Kleinen Zeitung, als der ehemaliger Schüler des Cellisten Heinrich Schiff im Rahmen des Styriarte Festivals im Stefaniensaal des Musikverein Graz das berühmte Cellokonzert von Antonín Dvorák interpretierte.

Die Verbindung zur Musik entstand, dank seiner Mutter und Opernsängerin Choon-Ae Kim, schon im Mutterleib und so kam es dazu, dass er im Alter von 6 Jahren sich dazu entschied den Weg des Cellisten einzuschlagen und schon mit 9 Jahren als Jungstudent in die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen wurde.

Erst kürzlich trat er gemeinsam mit Gautier Capuçon in der Fondation Louis Vuitton auf, welches auf medici.tv übertragen wurde und spielte auch bei den InselKonzerten auf Herrenchiemsee. Zu dem Musikalischen Sommer im Ostfriesland 2017 wurde er als Dozent für einen Meisterkurs eingeladen.

Derzeit in Berlin ansässig, hat er neben regen Konzerttätigkeiten als Solist und leidenschaftlicher Kammermusiker, im Jahr 2016 das Duoprojekt „CelloGayageum“ ins Leben gerufen. Darin hat er es sich zur Aufgabe gemacht mit der koreanischen Gayageum-istin (koreanische traditionelle Zither) eigens Werke für diese Besetzung zu komponieren, in denen musikalische sowie kulturelle Einheit zwischen dem Westen und dem fernen Osten symbolisiert wird.

Als Solist spielte er mit Orchestern wie den Grazer Philharmonikern, recreation – Grosses Orchester, der Baden-Baden Philharmonie und der Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz nur um ein paar zu nennen und trat in berühmten Sälen wie dem Stefaniensaal des Musikverein Graz, dem Auditorium der Fondation Louis Vuitton in Paris und dem Schubertsaal des Wiener Konzerthauses auf in dem er im Jahr 2009 sein Debut gab.

Im Jahr 2008 war er der Repräsentant für Österreich im Eurovision Young Musicians Wettbewerb und war der 1. Preisträger beim Wettbewerb Gradus ad Parnassum 2011 und 3. Preisträger beim 48. internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen.

Als Orchestermitglied wirkte er 2007 im UBS Verlier Festival Orchestra mit, wo er unter anderem mit berühmten Dirigenten und Solisten wie Zubin Metha, Esa Pekka Salonen, Anne Sophie Mutter und Lang Lang auftrat. Im Jahr 2014 wurde er Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks BR und bekam einen einjährigen Zeitvertrag für die Saison 2014/15.

Seine musikalische Ausbildung hat er seinen Lehrern Valentin Erben (Jungstudent),  Heinrich Schiff (Bachelor), Jens Peter Maintz (Master) und Danjulo Ishizaka (Meisterklassenexamen) zu verdanken und schloss alle seine Studiengänge mit Auszeichnung ab. Zuletzt war er Schüler von Gautier Capuçon als Teil der Classe d’excellence de violoncelle 2016/17. Weiters nahm er auch an zahlreichen Meisterkursen mit David Geringas, Gary Hoffmann, Frans Helmerson, Anner Bylsma und Wolfgang Boettcher teil.

Von 2004 – 2010 war er Stipendiat der Rostropovich Cello Foundation der Kronberg Academy und bekam für den Zeitraum ein Cello von Jon van Kouwenhoven geliehen.

Derzeit spielt er auf einem Instrument aus dem Jahr 1825 von Lorenz Mollenberg aus Stockholm, welches ihm von einem großzügigen Sponsor zur Verfügung gestellt wird.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.