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Abschlusskonzert mit dem Festivalorchester

Festivalorchester des Musikalischen Sommers
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Emden | JaL Bibliothek

8. August 2021
20:00 Uhr

Programm

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Suite aus „Ein Sommernachtstraum” op. 61
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
„Pezzo capriccioso“

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Suite aus „Ein Sommernachtstraum” op. 61

// IWAN KÖNIG Klavier
// SOL DANIEL KIM Violoncello

// FESTIVALORCHESTER
DES MUSIKALISCHEN SOMMERS
// FRANZ CHIEN Leitung

 

 

Zum Konzert

Nach 45 bunten Festival-Tagen verabschiedet sich der Musikalische Sommer mit seinem traditionellen Orchesterkonzert in der wunderschönen Johannes a Lasco Bibliothek von Ihnen. Zur Eröffnung erklingt in festlichem C-Dur das 1. Klavierkonzert Ludwig van Beethovens, das dieser 1795 in seiner neuen Heimat Wien vorstellte und das Publikum mit „Schwierigkeiten und Effecten, von denen wir uns nie haben etwas träumen lassen“ frappierte, wie sein Schüler Carl Czerny anmerkte. Beethoven schrieb sich den Klavierpart selbst in die Finger und konnte dem Publikum so neben seinen kompositorischen auch seine brillanten pianistischen Fähigkeiten höchst eindrucksvoll präsentieren.

Pjotr Tschaikowsky hat eigentlich zwei Cellokonzerte geschrieben, die allerdings beide nicht als solche betitelt sind. Zehn Jahre nach den großen Rokoko-Variationen komponierte er 1887 noch ein „kleines“ Konzert, das von Leidenschaft und Virtuosität sprühende Pezzo cappricioso.

Der Geniestreich eines 17-jährigen ist Felix Mendelssohns Ouverture zu Shakespeares „Sommernachtstraum“; 1843 brachte Ludwig Tieck das komplette Schauspiel in Berlin und Potsdam erstmals auf eine deutsche Bühne; Mendelssohn, mittlerweile arrivierter Generalmusikdirektor in Berlin, fügte für diese Aufführungen der Ouverture zehn weitere Nummern hinzu. „Wollt ihr wohl uns, rührt die Hände, | Und macht dem Spiel ein glücklich Ende.“ heißt es am Schluss des „Sommernachtstraums“ – mit diesem Wunsch verabschieden wir uns von Ihnen und freuen uns auf eine Wiedersehen beim nächsten Musikalischen Sommer!

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography
Sol Daniel Kim | Violoncello

„Sol Daniel Kim, der 1990 in Wien geborene Koreaner, huldigte mit romantischer, doch verhaltener Trauer (Liebesklage im Adagio) Dvoráks h-Moll-Konzert (1896) und meisterte schön auch die Passagen in höchster Lage  und die heikelsten Doppelgriffe“, lautete die Kritik der Kleinen Zeitung, als der ehemaliger Schüler des Cellisten Heinrich Schiff im Rahmen des Styriarte Festivals im Stefaniensaal des Musikverein Graz das berühmte Cellokonzert von Antonín Dvorák interpretierte.

Die Verbindung zur Musik entstand, dank seiner Mutter und Opernsängerin Choon-Ae Kim, schon im Mutterleib und so kam es dazu, dass er im Alter von 6 Jahren sich dazu entschied den Weg des Cellisten einzuschlagen und schon mit 9 Jahren als Jungstudent in die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen wurde.

Erst kürzlich trat er gemeinsam mit Gautier Capuçon in der Fondation Louis Vuitton auf, welches auf medici.tv übertragen wurde und spielte auch bei den InselKonzerten auf Herrenchiemsee. Zu dem Musikalischen Sommer im Ostfriesland 2017 wurde er als Dozent für einen Meisterkurs eingeladen.

Derzeit in Berlin ansässig, hat er neben regen Konzerttätigkeiten als Solist und leidenschaftlicher Kammermusiker, im Jahr 2016 das Duoprojekt „CelloGayageum“ ins Leben gerufen. Darin hat er es sich zur Aufgabe gemacht mit der koreanischen Gayageum-istin (koreanische traditionelle Zither) eigens Werke für diese Besetzung zu komponieren, in denen musikalische sowie kulturelle Einheit zwischen dem Westen und dem fernen Osten symbolisiert wird.

Als Solist spielte er mit Orchestern wie den Grazer Philharmonikern, recreation – Grosses Orchester, der Baden-Baden Philharmonie und der Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz nur um ein paar zu nennen und trat in berühmten Sälen wie dem Stefaniensaal des Musikverein Graz, dem Auditorium der Fondation Louis Vuitton in Paris und dem Schubertsaal des Wiener Konzerthauses auf in dem er im Jahr 2009 sein Debut gab.

Im Jahr 2008 war er der Repräsentant für Österreich im Eurovision Young Musicians Wettbewerb und war der 1. Preisträger beim Wettbewerb Gradus ad Parnassum 2011 und 3. Preisträger beim 48. internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen.

Als Orchestermitglied wirkte er 2007 im UBS Verlier Festival Orchestra mit, wo er unter anderem mit berühmten Dirigenten und Solisten wie Zubin Metha, Esa Pekka Salonen, Anne Sophie Mutter und Lang Lang auftrat. Im Jahr 2014 wurde er Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks BR und bekam einen einjährigen Zeitvertrag für die Saison 2014/15.

Seine musikalische Ausbildung hat er seinen Lehrern Valentin Erben (Jungstudent),  Heinrich Schiff (Bachelor), Jens Peter Maintz (Master) und Danjulo Ishizaka (Meisterklassenexamen) zu verdanken und schloss alle seine Studiengänge mit Auszeichnung ab. Zuletzt war er Schüler von Gautier Capuçon als Teil der Classe d’excellence de violoncelle 2016/17. Weiters nahm er auch an zahlreichen Meisterkursen mit David Geringas, Gary Hoffmann, Frans Helmerson, Anner Bylsma und Wolfgang Boettcher teil.

Von 2004 – 2010 war er Stipendiat der Rostropovich Cello Foundation der Kronberg Academy und bekam für den Zeitraum ein Cello von Jon van Kouwenhoven geliehen.

Derzeit spielt er auf einem Instrument aus dem Jahr 1825 von Lorenz Mollenberg aus Stockholm, welches ihm von einem großzügigen Sponsor zur Verfügung gestellt wird.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Iwan König © Babett Ehrt
Iwan König | Klavier

Iwan König ist Intendant des internationalen Klassikfestivals Musikalischer Sommer in Ostfriesland. 1964 in Bonn in eine Musikerfamilie hineingeboren, zog er mit dieser als fünf-jähriger von Deutschland nach Ostasien und wuchs – mit einer halbjährigen Unterbrechung in Wien – bis zu seinem 13. Lebensjahr in Taiwan und Japan auf. Ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von sieben Jahren von seinem Vater, Professor Wolfram König, einem weltweit tätigen renommierten Violinpädagogen. Im Alter von 11 Jahren trat Iwan König bereits in einem öffentlichen Konzert in Tokyo auf und spielte Chopins hochvirtuose Etüden op. 10.  Nach der Rückkehr der Familie nach Europa nahm ihn Professor Karl-Heinz Kämmerling als Jungstudent in die Hochschule für Musik und Theater in Hannover auf. Später studierte er bis zur Konzertreife bei  Prof. Klaus Hellwig an der Hochschule der Künste in Berlin. Sein Debut als Solist mit Orchester hatte Iwan König als 15-jähriger mit Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem Bremer Staatsorchester. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester, der Geigerin Franziska König  machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. 1980 lernte er den weltberühmten Pianisten Byron Janis kennen. Diese Begegnung führte zu einem Studienaufenthalt 1981 bei Janis in New York.

Iwan König bereiste als Pianist Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und war neben zahlreichen Solorezitals und Auftritten mit seiner Familie in Konzerten mit Vladimir Ashkenazy, Zara Nelsova, George Neikrug, Philippe Graffin, Sebastian Manz, Tine Thing Helseth, Jan Vogler und dem Solocellisten des Concentus Musicus, Herwig Tachezi zu erleben, mit dem er das Gesamtwerk für Cello und Klavier von Ludwig van Beethoven für das Label Gramola einspielte. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Zudem hatte er mehrere Jahre lang eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.