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„Ballads within a Dream“

Hille Perl | Foto © Foppe Schut
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Arle | Kirche

28. Juni 2020
17:00 Uhr

Programm

John Blow „A Love Song“
Henry Purcell „Music for a while“ &
„’Twas within a furlong of Edinborough town“
Henry Eccles Sonate g-Moll
Christopher Simpson Ground in e-Moll
Godfrey Finger Sonate A-Dur
Francis Pilkington „Rest, sweet nymphs“
Tradiationals: „Greensleeves“
„L’amour de moy“
„I will give my love an apple“
„Black is the colour of my true love’s hair“
„Drink to me only with thine eyes“

// HILLE PERL Viola da Gambe
// ANDREAS AREND Theorbe und Konzeption
// CLARE WILKINSON Gesang
// VERONIKA SKUPLIK Violine

Zum Konzert

Hille Perl gilt als eine der weltbesten Gambenspielerinnen, die sich auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert hat. Ihr neues Programm heißt »Ballads within a Dream«; Konzept und alle Arrangements stammen von Andreas Arend (Theorbe). Gemeinsam mit Clare Wilkinson (Mezzosopran) und Veronika Skuplik (Barockvioline) haben sie ein so sentimentales wie unterhaltsames Panorama englischer Barockmusik nach dem Vorbild des Shakespear’schen „Sommernachtstraum“ zusammengestellt: mit Volksliedern und Balladen von Blow, Purcell, Johnson und Pilkington sowie Solo-Improvisationen für Theorbe über Traditionals wie z.B. „Greensleeves“ und drei Streicherstücken von Eccles, Simpson und Finger. Entstanden ist ein magisches Programm an der Grenze zwischen Folkmusik und Alter Musik.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Clare Wilkinson © Marco Borggreve
Clare Wilkinson | Mezzosopran

Die englische Mezzosopranistin Clare Wilkinson liebt das Musizieren in den unterschiedlichsten Besetzungen und fühlt sich im Barockorchester, im Gamben- oder im Vokalconsort gleichermaßen zuhause. Besonders gefragt ist sie als Bach-Interpretin und wirkte in Aufführungen all seiner großen Werke als Altsolistin unter Sir John Eliot Gardiner mit, wobei das Konzert mit der Kantate 170 – Vergnügte Ruh – im Köthener Spiegelsaal sowie die Aufführung der Matthäuspassion in der Thomaskirche in Leipzig als Höhepunkte zu nennen sind. Zu ihren Bach-Einspielungen zählen das Magnificat (J. Butt), Welt, Gute Nacht (J.E. Gardiner), die Johannes- und die Matthäus-Passion (J. Butt), die Markus-Passion (M.A. Willens) und Trauer-Musik (A. Parrott – „Critics’ Choice“, The Gramophone) u.a.

In den vergangenen Jahren arbeitete sie außerdem mit dem Ensemble Florilegium, Jos van Veldhoven (NBS), Laurence Cummings (RSNO), Adàm Fischer (SCO), Bart Van Reyn (Le Concert d’Anvers), Gijs Leenaers (Concertgebouw Chamber Orchestra), Mats Bertilsson (Drottningholm Baroque) und Philip Pickett (New London Consort) zusammen. Clare konzertiert auch regelmäßig mit den Gambenconsorts The Rose Consort of Viols und Fretwork und unternimmt mit diesen ausgedehnte Streifzüge durch das Repertoire von William Byrd bis Tan Dun.

Sehr gern steht Clare auch auf der Opernbühne: unter anderem sang sie die Venere in C. Monteverdis Ballo dell’Ingrate (BBC Proms), die Galatea in G.F. Händels Acis und Galatea (London Handel Festival) oder die Mezzo-Partie in David Langs Little Match Girl Passion (Cryptic Theatre). Weiters wirkte sie in I Fagiolinis Secret Theatre-Projekt The Full Monteverdi mit und gab den Amore in C.W. Glucks Orfeo (Ministry of Operatic Affairs). Im Rahmen der von der Kritik hoch gelobten Show Death Actually von GOTCompany auf dem Spitalfields Festival 2014 brachte sie Motetten von J.S. Bach in inszenierter Form zur Aufführung.

Zahlreiche Komponisten haben Clare Werke gewidmet, wobei jene von John Joubert, Duncan Druce und ihrem Vater Stephen Wilkinson von ihr in der Wigmore Hall in London uraufgeführt wurden. Eine CD mit Stücken von Stephen erschien 2016.

Mit ihrer eigenen Gruppe Courtiers of Grace hat sich Clare auf Programme spezialisiert, in denen sie in Musik und Lesungen Geschichten erzählt. Die Formation gab ihr Debüt im Rahmen der Trigonale 2014.

Neben den erwähnten Aufnahmen beinhaltet Clares reiche Diskographie unter anderem Monteverdis Orfeo (A. Parrott), den mit dem Gramophone Award ausgezeichneten Messiah (J. Butt), Mynstrelles with Straunge Sounds sowie das für den Gramophone Award nominierte Adoramus Te (beide mit The Rose Consort of Viols). The Silken Tent (Fretwork) mit zwei nie zuvor aufgenommenen Liedern von William Byrd ist über die Website des Ensembles Fretwork erhältlich.

Die Kritik beschrieb sie als „makellos… atemberaubend… himmlisch” (Early Music America), „…betörend” (Guardian), „eine der besten jungen Sängerinnen des Renaissance-Repertoires” (Independent).

Veronika Skuplik © Foppe Schut
Veronika Skuplik | Barockvioline

Studienorte waren die Folkwang Hochschule Essen, Wilhelms Universität Münster und die Akademie für Alte Musik (jetzt Hochschule für Künste) Bremen, an der sie 1991 ihr Diplom mit dem Hauptfach Barockvioline (Prof. Thomas Albert) absolvierte.

Tourneen, Lehrtätigkeit und Aufnahmen führen Veronika Skuplik durch ganz Europa, Israel und in die USA. Sie spielt vornehmlich in solistisch besetzten Ensembles wie l’Arpeggiata , Concerto Palatino und Weserrenaissance, sowie in ihren Ensembles Movimento, chelycus und la dolcezza. Sie trat bereits mehrfach als Künstlerische Leiterin von der Holland Baroque Society und Apollo’s Fire (Cleveland) und vom Bremer Barockorchester in Erscheinung.

2011 war Veronika Skuplik „artist in Residence“ beim Festival Oude Musik in Utrecht, 2012 im Festivalul de Musica Veche Timisoara.

Sie ist Dozentin für Barockvioline an der Hochschule für Künste in Bremen und leitete Meisterkurse und Orchesterprojekte an den Musikhochschulen von Utrecht (Niederlande), Malmö (Schweden) und Hamburg, bei der Trigonale (Österreich), in Madison, Oberlin und Rochester sowie an der Carnegie Hall (USA).

Veronika Skupliks Diskografie umfasst ca. 70 CDs. 2014 erschien ihre erste Solo-CD VIOLINO mit anonymen österreichischen Violinsonaten um 1680 beim Label fra bernardo.

Andreas Arend © Ana Prada
Andreas Arend | Theorbe

Der Lautenist Andreas Arend erhielt frühzeitig Unterricht auf der Gitarre und dem Violoncello. Er studierte zunächst Gitarre in Hamburg und absolvierte anschließend ein Lautenstudium bei Nigel North und Elisabeth Kenny in Berlin. Sein lautenistisches Repertoire reicht von früher Renaissancemusik bis hin zu spätbarocker deutscher und französischer Literatur, als Solist wie auch im Orchester.

Als Spieler von historischen Zupfinstrumenten konzertiert Arend regelmäßig in Europa. Er arbeitet häufig mit dem polnischen Barockorchester Arte dei Suonatori zusammen und ist Mitglied des Ensemble Chelycus. Häufig spielt er mit diversen Ensembles zusammen, die überwiegend auf Alte Musik spezialisiert sind, wie beispielsweise mit dem Freiburger Barockorchester, der Holland Baroque Society, der Norske Barokk-Solistene, der Chapelle Rhénane, der Neuen Innsbrucker Hofkapelle, dem Ensemble CordArte aus Köln oder dem Kopenhagener Ensemble Baroque Fever.

Andreas Arend unterrichtet Laute am königlich dänischen Musikkonservatorium Kopenhagen. Zahlreiche Fernseh-, Hörfunk- und Schallplattenaufnahmen mit seiner Mitwirkung sind erschienen.

Darüber hinaus ist Arend als Komponist tätig. Wichtige kompositorische Impulse erhielt er durch Alfred Schnittke und Manfred Stahnke aus Hamburg. Projekte waren unter anderem: Musik zu Auszügen aus dem Kinderbuch „Die Abenteuer des starken Wanja“ für Sprecher und Ensemble, als Auftragswerk der Uckermärkischen Musikwochen, Vertonungen von posthum veröffentlichten Gedichten Ingeborg Bachmanns, realisiert bei Radio-Bremen, und die Aufführung eines instrumentalen Arrangements des Lautgedichts Landschaft II. In letzter Zeit entwickelte Andreas Arend Programme, die das Komponieren mit seinem Interesse für Alte Musik verbinden.

Hille Perl | Foto © Foppe Schut
Hille Perl | Viola da Gamba

Hille Perl, Musikerin, fing an sich im Alter von fünf Jahren auf die Viola da Gamba zu spezialisieren. Für Hille Perl ist Musik das vorrangige Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation. Präziser, unmissverständlicher und intensiver als Sprachen, von größerer emotionaler Signifikanz als andere Erfahrungen, mit der Ausnahme von Liebe.

Musik ist für sie eine Methode nicht nur die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden, sondern auch, sich widersprechende Aspekte menschlicher Existenz miteinander zu vereinen. Sie hat viele Enden des Planeten bereist und dort Konzerte gespielt, mit verschiedenen Ensembles oder als Solistin und Duopartnerin des Lautenisten und Komponisten Lee Santana. Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt sie in einem norddeutschen Bauernhaus, mit ihrer Familie und einigen Pferden, Hühnern, Katzen und Kaninchen.

Sie ist leidenschaftliche Professorin einer Gambenklasse an der Hochschule für Künste in Bremen. Dort lehrt sie ihre Studierenden alles, was sie über Musik, das Gambenspiel und die Kunst weiß, nicht eifersüchtig zu sein, wenn jemand besser spielt als man selbst.

Spielstätte