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BAROCKKONZERT: „Una amicizia musicale“

Foto © Valentin Behringer
Foto © Valentin Behringer
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Arle | Kirche

24. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

„UNA AMICIZIA MUSICALE“

Johann Heinrich Schmelzer Sonata quarta
Giovanni Antonio Pandolfi Mealli Sonate „La Stella“ | Sonate op. 3 Nr. 6 „La Sabbatina“ | Sonate op. 4 Nr. 2 „La Viviana“ | Sonate op. 4 Nr. 4 „La Biancuccia“
Michelangelo Rossi Toccata VII für Cembalo
Augustinus Kerzinger Sonatina
Johannes Kapsberger Toccata für Laute
Heinrich Ignaz Franz Biber Sonate F-Dur C 140

DANIEL SEPEC Violine
HILLE PERL Viola da Gamba
LEE SANTANA Chitarrone
MICHAEL BEHRINGER Cembalo

Zum Konzert

Daniel Sepec ist Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ein gefeierter Geigenvirtuose, der sich schwerpunktmäßig mit Alter Musik beschäftigt. Gemeinsam mit den mehrfachen ECHO-Klassikpreisträgern Hille Perl und Lee Santana sowie dem Cembalisten Michael Behringer bildet Daniel Sepec ein absolutes „Dreamteam“ (Bayerischer Rundfunk) für die Interpretation der Musik des frühen Barocks.

Bei ihrem Konzert in Arle präsentierten die vier Musiker höchst virtuose Werke, die um die Mitte des 17. Jahrhunderts an den unterschiedlichsten Orten des großen Habsburgerreiches entstanden; faszinierende, harmonisch bisweilen äußerst kühne Musik, der man ihr Alter von über 350 Jahren gar nicht anhört!

kultureller Streifzug

Die St. Marien-Kirche in Nesse – Führung
Nach einer Stabkirche aus Holz wurde die Kirche im 12. Jahrhundert als vierjochiger, flachgedeckter Apsissaal aus Eifeltuff erbaut, 1493 mit Backstein erhöht und durch Querjoch und bündigen Chor mit vier Fenstern vergrößert. Innen befindet sich ein drei-bogiger Lettner. Darunter ist ein Hagioskop erhalten, auf dem seit 1617 die Orgel steht. Sehenswert ist auch der figurenreiche romanische Taufstein.

Treffpunkt: Kirche Nesse, Neudorfer Weg, 26409 Wittmund
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Hille Perl | Foto © Foppe Schut
Hille Perl | Foto © Foppe Schut
Hille Perl | Viola da Gamba

Hille Perl, Musikerin, fing an sich im Alter von fünf Jahren auf die Viola da Gamba zu spezialisieren. Für Hille Perl ist Musik das vorrangige Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation. Präziser, unmissverständlicher und intensiver als Sprachen, von größerer emotionaler Signifikanz als andere Erfahrungen, mit der Ausnahme von Liebe.

Musik ist für sie eine Methode nicht nur die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden, sondern auch, sich widersprechende Aspekte menschlicher Existenz miteinander zu vereinen. Sie hat viele Enden des Planeten bereist und dort Konzerte gespielt, mit verschiedenen Ensembles oder als Solistin und Duopartnerin des Lautenisten und Komponisten Lee Santana. Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt sie in einem norddeutschen Bauernhaus, mit ihrer Familie und einigen Pferden, Hühnern, Katzen und Kaninchen.

Sie ist leidenschaftliche Professorin einer Gambenklasse an der Hochschule für Künste in Bremen. Dort lehrt sie ihre Studierenden alles, was sie über Musik, das Gambenspiel und die Kunst weiß, nicht eifersüchtig zu sein, wenn jemand besser spielt als man selbst.

Michael Behringer | Foto © Valentin Behringer
Michael Behringer | Foto © Valentin Behringer
Michael Behringer | Cembalo

Geboren 1956, studierte Michael Behringer zunächst in Freiburg Kirchenmusik, danach in Wien und Amsterdam Orgel und Cembalo. Er ist als Cembalist und Continuospieler mit zahlreichen Solisten und Ensembles aufgetreten, in den letzten Jahren vor allem mit Jordi Savall, Hesperion XX, dem Freiburger Barockorchester und dem Balthasar-Neumann-Ensemble von Thomas Hengelbrock. Mit verschiedenen CD-Produktionen war er an einer Bach-Gesamtaufnahme ebenso wie an weiteren Editionen Bachscher Werke beteiligt. Michael Behringer unterrichtet an der Musikhochschule in Freiburg Cembalo und Continuospiel.

Lee Santana  | Foto © Uwe Arens
Lee Santana | Foto © Uwe Arens
Lee Santana | Chitarrone

Lee Santana hat sich erst in der Jazz- und Rockmusik getummelt, bevor er sich in den 70er Jahren mit größter Leiden- und Meisterschaft der Alten Musik verschrieben hat. Der Erfolg gibt ihm mehr als Recht: Er ist als viel gefragter Solist und Ensemblespieler mit Laute, Theorbe und Cister im Gepäck bei allen bedeutenden Festivals und Konzertorten in Europa und der Welt zu Gast. Seine Zusammenarbeit mit den renommiertesten Ensembles und Künstlern, als Lautenist und/oder Komponist, hat ihn über die Kontinente geführt und ist inzwischen auf über 100 Tonträgern dokumentiert. Insbesondere mit dem Freiburger Barockorchester, deren Lautenist er ist, sowie mit Sasha Waltz, verbindet ihn eine langjährige und intensive Zusammenarbeit.

Zur Zeit liegt ein Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens auf seiner Arbeit als Solist sowie in kammermusikalischen Besetzungen u.a. mit Hille Perl, Dorothee Mields, Petra Müllejans. Darüber hinaus verfolgt er ein kompositorisches und editorisches Schaffen. So arbeitet er an einer großen Sammlung Lauten & Cister Musik, sowie an zwei Werken für Gesang und Instrumente.

2015 erschien seine vierte Solo CD ‚A Song of Divine Love’ mit Musik von Bach, Santana und Weiß bei Harmonia Mundi Deutschland.

Daniel Sepec  | Foto © Valentin Behringer
Daniel Sepec | Foto © Valentin Behringer
Daniel Sepec | Violine

Daniel Sepec, 1965 in Frankfurt am Main geboren, bekam seinen ersten Geigenunterricht bei seinem Vater und studierte bei Dieter Vorholz in Frankfurt und Gerhard Schulz in Wien.

Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt.

Angezogen von der reichen Ausdrucksvielfalt der Barockmusik gewann die Barockvioline für Daniel Sepec zunehmend an Bedeutung. So wirkt er ebenfalls seit langer Zeit als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit.

Als Solist trat er unter anderem mit der Academy of Ancient Music unter  Christopher Hogwood, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe auf.

Zusammen mit Antje Weithaas, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras gründete Daniel Sepec 2004 das Arcanto-Quartett, das seitdem bis 2016 in den wichtigen Musikzentren Europas konzertierte. Unter dem Platten-Label Harmonia Mundi France erschienen mit diesem Ensemble Streichquartette von Bartok, Brahms, Debussy, Ravel, Dutilleux, Mozart und dem Streichquintett von Franz Schubert.

Für seine Aufnahme der Beethoven-Sonaten mit Andreas Staier, die internationale Anerkennung fand, spielte Daniel Sepec auf der wiedergefundenen Violine des Komponisten.Dieses Instrument wurde ihm dankenswerterweise vom Beethoven-Haus Bonn geliehen. Die folgende Einspielung des Duos erschien im Juni 2010 mit den Sonaten Robert Schumanns und der Chaconne von J.S.Bach in der Version Schumanns.

Beide Musiker spielen zusammen mit dem Cellisten Roel Dieltiens Klaviertrios der Klassik und Romantik. Unlängst wurde  eine mit einem Diapason d’Or ausgezeichnete Neueinspielung der Schubertschen Klaviertrios auf Originalinstrumenten bei Harmonia Mundi France veröffentlicht.

Im September 2010 erschien die Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, die Sepec zusammen mit Hille Perl (Gambe), Lee Santana (Laute) und Michael Behringer (Orgel) für das Label Coviello Classics eingespielt hat. Diese Einspielung wurde daraufhin mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Unter dem selben Label folgte 2011 eine Aufnahme der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi zusammen mit Der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

September 2010 bis Juli 2014 unterrichtete Daniel Sepec als Professor an der Hochschule für Musik in Basel,

2014 bekam er einen Ruf für eine Professur an die Musikhochschule Lübeck.

Spielstätte