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Kammerkonzert: Duosonaten (abgesagt)

Alexander Wollheim © Peter Adamik
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Backemoor | Kirche

22. Juli 2020
20:00 Uhr

Programm

Das Konzert ist auf 2021 verschoben. Der Termin wird in Kürze bekannt gegeben.

Sergei Rachmaninoff
Sonate für Violoncello & Klavier
Edvard Grieg Violinsonate Nr. 1 op. 8
Ludwig van Beethoven
Violinsonate Es-Dur op. 12 Nr. 3

// ALEXANDER WOLLHEIM Violoncello
// FRANZISKA KÖNIG Violine
// IWAN KÖNIG Klavier

Zum Konzert

Nachdem der junge Cellist Alexander Wollheim im vergangenen Sommer das Publikum in einem Duo-Abend beglückte, kehrt er nun zurück und präsentiert gemeinsam mit Iwan König Rachmaninows 1901 entstandene Cello-Sonate, die als eines der bedeutendsten Werke der Celloliteratur im 20. Jahrhundert gilt und in ihrer perfekten Balance der Instrumente ein Ideal von Kammermusik darstellt.

Ausgewogenheit beider Stimmen war in Beethovens Es-Dur Violinsonate noch etwas Neues, ebenso wie ein hoher technischer Anspruch, sodass sich ein Beethoven-Zeitgenosse fühlte „wie von einem genialischen Freund in einen anlockenden Wald geführt und durch feindliche Verhaue alle Augenblicke aufgehalten“.

Edvard Grieg, von Klavierkonzert- und „Peer-Gynt“-Berühmtheit, betrachtete nicht etwa diese Erfolgsstücke, sondern seine Violinsonaten als seine besten Kompositionen. 22-jährig schrieb er 1865 die Sonate op. 8, die mit Imitationen der Hardangerfiedel und in ihrer Frische wie ein Willkommensgruß von Griegs norwegischer Heimat auf der musikalischen Landkarte anmutet.

kultureller Streifzug

Rundgang durch Backemoor
Beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat Backemoor die Silbermedaille gewonnen. Das ist ein Grund, dieses Dorf bei einem informativen Spaziergang mit Ortsbürgermeister Bünnemeyer näher kennenzulernen.

Treffpunkt: Kirche Backemoor, Groot Karkweg 10, 26817 Rhauderfehn
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Alexander Wollheim © Peter Adamik
Alexander Wollheim | Violoncello

Der deutsch-griechische Cellist Alexander Wollheim (*2000 in Berlin) zeigte schon in frühester Kindheit großes Interesse am Musizieren und Komponieren. Er erhielt ab dem Alter von 4 Jahren Klavier- und Violinunterricht sowie eine umfassende musikalische Ausbildung beim Staats-und-Domchor Berlin. Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Cellospiel bei Wayne Foster-Smith, der ihn 10 Jahre lang als Hauptlehrer unterrichtete. Seit Oktober 2017 studiert er Violoncello in der Klasse von Prof. Danjulo Ishizaka an der Universität der Künste Berlin. Weiterhin begann er ein Studium im Fach Historischer und Zeitgenössischer Tonsatz bei Prof. Sebastian Stier an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und führt seitdem beide Studiengänge parallel.

Zur Ergänzung seiner musikalischen Ausbildung besuchte er die Meisterkurse von Prof. Ulrich Voss und Angelos Liakakis beim griechischen Pelion Festival sowie 2018 im Rahmen der Cello Akademie Rutesheim den Kurs von Wolfgang Emanuel Schmidt. Alexander ist leidenschaftlicher Kammermusiker und tritt als solcher in zahlreichen Formationen auf – sowohl in seiner Heimatstadt Berlin, zum Beispiel im Februar 2019 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ mit dem Streichoktett op. 7 von George Enescu, als auch auf internationalen Bühnen: Im März 2019 konzertiert er in Athen mit Werken von Schumann, Fauré und spielt verschiedene Kompositionen für Cello-Ensemble u.a. mit den Solocellisten der beiden griechischen Staatsorchester sowie Prof. Matias da Oliveira Pinto. Er ist seit 2019 Stipendiat des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.

Gemeinsam mit seinem Klavierpartner Jay Myung schaut er seit Sommer 2018 über den Tellerrand des Standard-Repertoires hinaus – so studierten sie in der knappen Zeit ihres Zusammenspiels bereits Sonaten von Erwin Schulhoff und Bohuslav Martin? ein, um sie z.B. in der Konzertreihe „Slow Listening“ der HfM Berlin vorzutragen. Eine Zusammenarbeit, die schnell Früchte trug: Im Oktober 2018 erspielte das Duo beim Internationalen Interpretationswettbewerb für verfemte Musik in Schwerin den ersten Preis. Im Juli 2019 gab das Duo sein Debüt beim Musikalischen Sommer in Ostfriesland, im November folgten drei Konzertengagements in Spanien.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.

Iwan König © Babett Ehrt
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.