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Philippe Graffin: Kammerkonzert

Philippe Graffin | Foto © Marco Borggreve
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Aurich | Lambertikirche

5. Juli 2019
20:00 Uhr

Programm

George Enescu Sonate Nr. 3 a-Moll op. 25
Eugène Ysaÿe Sonate für Violine solo op. 27 posth.
Maurice Ravel Sonate für Violine und Klavier
Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60

PHILIPPE GRAFFIN Violine
WENBO XU Viola
XIAOLU LI Violoncello
IWAN KÖNIG Klavier

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Der international gefeierte Geiger Philippe Graffin ist ein Enkelschüler des großen Eugène Ysaÿe und hat eine Sonate seines Lehrers entdeckt, die bislang unbekannt war. Von Eugène Ysaÿes Freund George Enescu, ebenso wie dieser ein begnadeter Geiger-Komponist, erklingt die Sonate op. 25 „im rumänischen Volkscharakter“.

Als Johannes Brahms 1855 mit der Komposition seines großartiges Klavierquartetts Nr. 3 begann, war er in wertherscher Manier zerrissen zwischen leidenschaftlichen Gefühlen für Clara Schumann und freundschaftlicher Verbundenheit zu deren Mann Robert. Der von Verzweiflung getriebene Kopfsatz und die vibrierende Unruhe des Scherzos zeugen hiervon ebenso wie das anschließende Andante, einem der innigsten langsamen Sätze der Romantik.

Ganz andere Welten entstehen in Ravels Violinsonate von 1927. Klavier und Violine verschmelzen hier nicht zum innigen Dialog, sondern unterstreichen bewusst die Unvereinbarkeit ihrer Klänge. Ein Allegretto in neobarocker Kühle, ein Blues-Satz (Ravels zweite Jazz-Adaption) und ein virtuoses Perpetuum mobile, das die Tradition der Tzigane wieder aufnimmt, zeugen von Ravels genialer Modernität.

kultureller Streifzug

Frauenort Aurich: Stadtführung zu Ingrid Buck
Ingrid Buck (1913–1996) war Leiterin der AG Volkskunde und die erste und bisher einzige Landschaftsrätin in der Ostfriesischen Landschaft. Mit Ihrer Arbeit schuf sie ein wertvolles Archiv für die frauengeschichtliche Forschung in Ostfriesland.

Treffpunkt: Eingang Historisches Museum, Burgstraße 25, 26603 Aurich
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

 

Förderer

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Künstler

Xiaolu Li | Foto © YANDONG Studio
Xiaolu Li | Violoncello

Xiaolu Li, Cellistin geboren in China, wohnhaft in Deutschland. Sie hat Ihren Master Abschluss von der Hochschule für Musik,Theater und Medien Hannover erhalten, einen Artist Abschluss der ESMUC Barcelona , und den Bachelor Abschluss vom Shanghai Conservatory of Music. Bereits im Alter 10 Jahren war sie Jungsstudentin an der Conservatory of Music Wuhan, China. Unterrichtet und ausgebildet wurde Sie unter anderem vom Cellist Prof. Tilmann Wick, Prof. Christoforo Pestalozzi sowie Prof. Cao Min. Während Ihrer Studienzeit in Europa partizipierte XiaoLu an diversen Musikfestivals und Meisterkursen, u.a. Prades Casals Pablo Music Festival, Biel Music Festival, Casalmaggiore Music Festival und der Ruetesheim Cello Akademie. Sie erhielt Unterricht von Arto Noras, Wen-Sinn Yang, Bernhard Gmelin, Claudio Bohorquez, Martti Rousi, Emil Covner, Niklas Schmidt, László Fenyö und Jan Hendrik Rübel.

Als Solistin gewann Sie einen chinesisch nationalen Cello Wettbewerb. Sie spielte im Saint-Saëns Cello Konzert mit dem Swiss Bill Symphonie Orchester und im Jahr 2015 eröffnete sie mit dem Tchaikovsky Rokoko-Thema Variationen zusammen mit dem Shanghai Symphonie-Kammer-Orchester das Shanghai Frühlingsinternationalmusikfest, was äußerst positive Reaktionen hervorrief.

Im Bereich der Kammermusik, Xiaolu Li ist die Cellistin im X’cret Piano Trio, studiert an der Hochschule fu?r Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Professor Jonathan Aner. Darüber hinaus hat das X’cret Klavier Trio Konzert Touren in China unternommen. Sie waren zudem unter anderem zum klassischen Musikfest in Hannover eingeladen und haben bereits Konzerte in Shanghai, Qingdao, Zhuhai, Harz, Kirchdorf, Göttingen, Bad Orb, Hannover und Frankfurt gespielt.

Als Kammermusiker konnte Sie mit ihrem String Quartett den internationalen Kammermusikwettbewerb in Shanghai gewinnen. Von 2010 bis 2011 spielte Sie in TanDuns Werk „A Water drop from Heaven“ im Streichquartett und spielte mehr als 30 Konzerte während dieser Zeit. Weiterhin wurde Sie zum internationalen Hongkong Kammermusikfestival, dem britischen Edinburgh Kammermusikfestival, dem österreichischen European Arts Festival sowie zu verschiedenen Kulturprogrammen zum Deutsch- Chinesischen Austausch eingeladen. Sie konnte hierbei mit vielen ausgezeichneten Musikern, wie bspw. den Komponisten Tan Dun, Jin Fuzai, Mayako Kubo, den Violinist Cho-Liang Lin, Salvatore Quranta sowie den Pianist Gerrit Zitterbart, Iwan König um nur einige zu nennen zusammenarbeiten.

Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin des chinesischen kulturellen Austauschprogramms International Rhein Music Festival & Academy.

Philippe Graffin, Foto © Marco Borggreve
Philippe Graffin © Marco Borggreve
Philippe Graffin | Violine

Der Geiger Philippe Graffin  hat mit seinen Interpretationen des französischen Repertoires internationale Maßstäbe gesetzt. Als einer der wenigen Studenten von Josef Gingold, der selbst Schüler von Ysaye war(dem fast alle der Violinwerke der damaligen Zeit gewidmet waren) ist dies vielleicht sogar „natürlich“. Philipp Graffin machte seine ersten CD-Aufnahmen mit Yehudi Menuhin als Dirigenten und dem Royal Philharmonic Orchetra. Seither hat er viele weit beachtete Einspielungen (inklusive vieler Uraufführungen) auf den Markt gebracht, die ihn als interessanten und hinterfragenden Künstler zeigen. Er hat verschiedene (original eingerichtete Werke)  wiederentdeckt, darunter Chaussons Poème für eine kleine Besetzung  und  eine Version von Ravels Tzigane .Auch hat er völlig vergessenen Werken wieder zur Anerkennung verholfen, darunter das Violinkonzert von Gabriel  Fauré und ein Violinkonzert der englischen Komponisten Coleridge Taylor.  Beide  Konzerte spielte er bei den BBC Proms und nahm sie auch auf CD auf. Die Liste der Einspielungen (bei  Hyperion Records)  von Philippe Graffin ist lang und umfasst auch das Gesamtwerk von Chausson. Philippe Graffin ist Gründer und künstlerischer Leiter des „Consonances“ Kammermusikfestivals in St. Nazaire. Er spielt eine Domenico Busano Geige , die aus dem Jahre 1730 ist und in Venedig gefertigt wurde

Erik Wenbo Xu © Karsten Gleich
Erik Wenbo Xu | Viola

Erik Wenbo Xu, geboren in der V. R. China, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort schloss er im Jahr 2006 seine Künstlerische Ausbildung für Viola bei Prof. G. Teuffel und Kammermusik beim Melos Quartett mit Auszeichnung und im Frühjahr 2009 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Erik Wenbo Xu ist mehrfacher Preisträger nationaler Wettbewerbe in China, Stipendiat des DAAD, Villa musica, Schubertiade und wurde in die Europäische Streicherakademie Bonn aufgenommen. Wesentliche künstlerische Impulse erhielt Erik Wenbo Xu insbesondere durch Eberhard Feltz, Franz Beyer, Wolfram König und andere.

Solo- und Kammermusikkonzerte führen ihn ins europäische Ausland und Asien. Regelmäßig wird er von Internationalen Musikfestivals eingeladen. Als Solist trat er mit dem Stuttgarter Kammerorchester, Brenzhaus Kammerorchester, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz oder Philharmonisches Orchester Kiel auf. Erik Wenbo Xu spielte zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Konzertmitschnitte ein und wirkte an Fernsehproduktionen mit. Von 2001 bis 2007 war er Mitglied des Jade Quartetts und erhielt mit dem Ensemble den 1. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb Frankfurt 2004, den Iris-Marquart Preis und beim „The 5th Japan Osaka International Chamber Music Competition 2005“ den 3. Preis.

Erik Wenbo Xu war Mitglied der Dresdner Philharmonie, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Philharmonischen Orchester Kiel als Solo-Bratscher. Seit 2011 ist Erik Xu stellvertretender Solo-Bratscher beim NDR Sinfonieorchester Hamburg.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.