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Isang Enders & Boris Kusnezow

Isang Enders
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Emden | Neue Kirche

27. Juni 2021
20:00 Uhr

Programm

Ludwig van Beethoven Sonate Nr. 5 D-Dur für Klavier & Violoncello op. 102 Nr. 2
Alfred Schnittke Cellosonate Nr. 2
Claude Debussy Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier
Frédéric Chopin Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65

// ISANG ENDERS Violoncello
// BORIS KUSNEZOW Klavier

Zum Konzert

Bereits zum vierten Mal ist der international gefeierte Cellist Isang Enders zu Gast in Ostfriesland, begleitet wird er in diesem Jahr von dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Boris Kuznezow, den die New York Times für seine „most impressive interpretations“ feierte.

Den Rahmen ihres Programmes bilden die späte D-Dur Cellosonate von Beethoven, der als so etwas wie der Erfinder dieser Form gilt, gab er doch als erster beiden Instrumenten gleiches Gewicht, und Chopins Sonate in g-Moll, eine Rarität im Schaffen dieses ausschließlichen „Klavierkomponisten“.

1978 schuf Alfred Schnittke seine faszinierende Sonate, die eindrucksvoll seinen verschiedene Stile vereinigenden Personalstil präsentiert. Claude Debussy besann sich 1915 in seiner Sonate, angewidert durch die Ereignisse des 1. Weltkrieges, auf die französischen Musiktraditionen Couperins und Rameaus und ließ in sein Werk barocke Satztechniken einfließen.

„Enders spielt (…) mit technischer Souveränität , und vor allem mit emotionaler Reife, die einen großen Künstler verrät.“ NDR Kultur, Elisabeth Richter

„Enders has a splendidly clear, penetrating tone and (…) a natural vigour and elan that generates great excitement.“ Gramophone

kultureller Streifzug

Streifzug: Besichtigung der JaLB – Führung
Die Johannes a Lasco Bibliothek ist ein musealer Raum: Neben Exponaten aus der Geschichte des reformierten Protestantismus gibt es Sonderausstellungen, – im Sommer die Grafiksammlung des Emders Bernhard Brahms.

Treffpunkt: Johannes a Lasco-Bibliothek, Kirchstraße 22, 26721 Emden
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Förderer

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

 

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Boris Kusnezow © Zuzanna Specjal
Boris Kusnezow | Klavier

Boris Kusnezow zählt zu den gefragtesten Klavierpartnern seiner Generation. Er konzertiert mit herausragenden Instrumentalisten und Sängern weltweit. Seine Auftritte führten ihn in Konzertsäle wie die Carnegie Hall New York, das Mariinski-Theater St. Petersburg, die Kioi-Hall Tokio, den Münchner Gasteig und die Berliner Philharmonie.

Zwölf CD-Einspielungen in diversen Besetzungen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren die künstlerischen Aktivitäten des Pianisten. Die Fachpresse (FAZ, Süddeutsche, Fono Forum u.v.m.) würdigt ihn als herausragenden Kammermusiker. Zudem erhielten mehrere CDs Nominierungen für den Opus Klassik und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Boris Kusnezow ist darüber hinaus als offizieller Klavierpartner für Streichinstrumente und Gesang zu Gast bei den wichtigsten internationalen Wettbewerben. Dazu zählen der ARD-­Wettbewerb München, der Joseph-Joachim-Wettbewerb Hannover und der Königin Elisabeth Wettbewerb Brüssel.

Das Unterrichten ist ein wichtiges Element im künstlerischen Schaffen des Pianisten. Er lehrt mit großer Leidenschaft an den Musikhochschulen in Hannover und Berlin (Hanns Eisler).

In Moskau geboren begann Boris Kusnezow seine musikalische Ausbildung an der traditionsreichen Gnessin- Akademie. Seit seinem achten Lebensjahr lebt er in Deutschland und absolvierte sein Studium bei Prof. Bernd Goetzke in Hannover. Es folgten der Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs, internationale Auszeichnungen wie das Fellowship des Borletti-Buitoni Trusts sowie Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Boris Kusnezow lebt in Hannover. Neben dem aktiven Musizieren organisiert er eine internationale Musikakademie im Schloss Bückeburg (IMAS) und engagiert sich ehrenamtlich für die Loewe Stiftung im Bereich Musikförderung.

Isang Enders | Foto © workroomk
Isang Enders | Violoncello

Rasch hat sich der Cellist Isang Enders als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem extrem breiten Repertoire ständig unter Beweis stellt. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach auf CD und Schallplatte wird er als „reflektierter und hoch intelligenter junger Mann“ und als „ein wunderbarer Musiker“ wahrgenommen. „Bach hätte seine Freude an ihm.“ meint Radio Bremen. Auch Eleonore Büning beschreibt Isang Enders’ „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ führte.

Isang Enders hat im letzten Jahr zahlreiche Debüts um den ganzen Globus feiern können. So brachte er Unsuk Chins Cellokonzert mit Christian Vasquez nach Stavanger und mit Kwamé Ryan zum Orchestre Philharmonique de Radio France nach Paris. Darüber hinaus war er erstmals zugast beim Bach Festival in Montreal und im Australischen Melbourne. Den Sommer verbrachte Isang Enders beim Marlboro Music Festival in den USA und schloss mit einer Tournee in Südkorea und dem Beethoven-Zyklus mit dem Pianisten Sunwook Kim ab.

Isang Enders kam oft in den Genuss mit großen Dirigenten und Kammermusikpartnern auf den wichtigen Bühnen zu stehen. Er arbeitete mit Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung oder Eliahu Inbal und war als Solist im Wiener Musikverein, im Prager Rudolphinum und im Konzerthaus Berlin ebenso, wie bei den großen Festivals von Rheingau, Schleswig-Holstein, Paris und Montreal. Als besonders inspirierend kann man dazu die langjährigen Bindungen mit den Pianisten Igor Levit, Kit Armstrong und Sunwook Kim beschreiben.

Hören wird man Isang Enders dieses Jahr zum ersten Mal in der Royal Festival Hall in London mit dem Philharmonia Orchestra und Werken von Ligeti, Boulez und Salonen. Außerdem führt sein Weg zu Debüts nach Tokyo und Osaka mit dem gesamten Zyklus der Bachsuiten, wie auch Ljubljana oder Tongyeong, der Geburtsstadt von Isang Yun mit einem Cellokonzert von Bruno Mantovani unter Leitung von Christoph Eschenbach. Darüber hinaus trifft Isang Enders sich wieder mit Igor Levit beim Festival Heidelberger Frühling und kehrt zurück zum Orchestre Philharmonique nach Paris und mehrfach zum Seoul Philharmonic Orchestra, unter anderem für die koreanische Erstaufführung von Dutilleux’ Cellokonzert.

1988 in Frankfurt am Main geboren, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell.

Isang Enders spielt auf einem Instrument von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1840 und ist Künstler der Labels Berlin Classics und SONY Music Entertainment.