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Jazzkonzert „Preludes“

© Raphael Hustedt
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Gristede | Gut Horn

7. Juli 2020
20:00 Uhr

Programm

George Gershwin
Three Preludes
Nikolai Kapustin
aus „24 Jazz Preludes“
Leonard Bernstein
aus „West Side Story”
Claude Debussy
aus „Préludes pour piano“
Duke Ellington
„Prelude to a Kiss “ u.a.

// FRANK DUPREE Piano
// MINI SCHULZ Kontrabass
// MEINHARD „OBI“ JENNE Schlagzeug

Zum Konzert

Frank Dupree trat mit dem London Philharmonic Orchestra als Solist auf, er dirigierte die Stuttgarter Philharmoniker und assistierte bereits Sir Simon Rattle. Dupree ist ein Tausendsassa, ein Brückenbauer, ein Vermittler zwischen klassischer Musik und Jazz. Mittlerweile zählt er zu den vielversprechendsten Künstlern seiner Generation.

Gemeinsam mit Kontrabassist Mini Schulz und Schlagzeuger Obi Jenne, die sowohl im Jazz als auch in der Klassik zuhause sind, wird er mit seinem Programm „Preludes“ einen musikalischen Bogen von Debussy bis hin zu Ellington spannen.

Künstler

Frank Duprée | Foto © Sebastian Heck
Frank Dupree | Klavier

Der deutsche Pianist Frank Dupree – Gewinner des Opus Klassik Preises 2018 in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert)“ – sorgte international für Aufsehen, als er 2014 zum einzigen Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs gekürt wurde. Mit seiner musikalischen Reife, seiner ausgefeilten Technik und seiner Fähigkeit, dem Flügel ein breites Spektrum an Klangfarben zu entlocken, faszinierte er die Jury. Pianisten-Legende Emanuel Ax beschreibt ihn als einen „außergewöhnlichen, empfindsamen und enorm interessanten Künstler, der ohne Zweifel eine bedeutende Rolle unter den führenden Musikern seiner Generation spielen wird.“

Zunächst wurde Frank Dupree als Jazz-Schlagzeuger ausgebildet, um sich später voll und ganz dem klassischen Klavierrepertoire zuzuwenden. Seither widmet er sich mit großer Begeisterung auch der Musik des 20. Jahrhunderts sowie den Werken zeitgenössischer Komponisten. So verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Péter Eötvös (Erdenklavier – Himmelklavier, Weltersteinspielung 2015 beim Label GENUIN classics) und Wolfgang Rihm (Con Piano? Certo!, Uraufführung mit der Badischen Staatskapelle Karlsruhe 2015).

Jüngste und bevorstehende Highlights in Duprees Konzerttätigkeiten sind sein erfolgreiches Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto, Wiedereinladungen in die Wigmore Hall London und das Konzerthaus Berlin sowie sein Debut als Pianist und Dirigent bei den Stuttgarter Philharmonikern, mit denen ihn seither eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet. Als hochgeschätzter Artist in Residence gestaltete Frank Dupree über drei Konzertsaisons hinweg zahlreiche innovative Konzertprojekte mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. In dieser Saison wurde er zum Artist in Residence des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau ernannt. Weitere Höhepunkte der Saison 2019/20 sind Debüts mit Orchestern wie dem Trondheim Symfonieorchester, der Staatskapellen Halle und Weimar sowie Rezitals im St. Luke’s in London, im Konserthuset Stockholm, in der Allerheilgen-Hofkirche München und in der Elbphilharmonie Hamburg.

Als Künstler, der sich schnell in der internationalen Orchesterlandschaft als Solist etabliert hat, trat Frank Dupree mit dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Minnesota Symphony Orchestra, dem Malmö SymfoniOrkester, dem Kristiansand Symfoniorkester, dem Auckland Philharmonia Orchestra, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Berner Symphonieorchester, dem Musikkollegium Winterthur, den Duisburger und den Essener Philharmoniker auf. Sowohl Klavierrezitals als auch Kammermusik spielen in Franks musikalischem Schaffen eine große Rolle. Er musiziert gemeinsam mit den RisingStars seiner Generation (Simon Höfele, Edgar Moreau, Daniel Lozakovich, Timothy Ridout und das Calidore und das Goldmund Streichquartett) bei Festivals wie dem Verbier Festival, dem Septembre Musical Montreux, dem Davos Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Heidelberger Frühling, den Ludwigsburger Schlossfestspiele, dem Kurt Weill Fest und dem Beethovenfest Bonn sowie in vielen anderen Städten in ganz Deutschland.

Vom Klavier aus zu dirigieren (play/direct), ist Franks besondere Leidenschaft. 2012 wurde er für seine Beethoven-Interpretation als Pianist und Dirigent mit dem 1. Preis beim Internationalen Hans-von-Bülow Wettbewerb in Meiningen ausgezeichnet. Kurz darauf wurde er eingeladen, bei der Play-Direct-Academy des Orchestre de Chambre de Paris mit Stephen Kovacevich und François Leleux teilzunehmen. Als Dirigent assistierte er bereits Sir Simon Rattle, François-Xavier Roth und Mario Venzago.

Von seinem sechsten Lebensjahr an wurde Frank Dupree von Prof. Sontraud Speidel unterrichtet und gefördert. 2019 absolvierte er sein Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe im Solistenexamen Klavier. Wichtige Impulse gaben ihm Meisterkurse bei Emanuel Ax, Ralf Gothóni, Klaus Hellwig, Cyprien Katsaris, Ferenc Rados, Gábor Takács-Nagy, Stephen Kovacevich und Menahem Pressler. Er war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Frank Dupree ist offizieller Steinway-Künstler.

Mini Schulz | Foto © Obi Jenne
Mini Schulz | Kontrabass

Seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn zum einen Bassist in Orchester- und Kammermusik und zum anderen aktiv in Jazz und Pop. Studium in Stuttgart bei Ulrich Lau. Weiterführende Studien bei Ludwig Streicher, Gary Karr, Niels-Henning Øersted Pedersen und Ron Carter in Wien, Kopenhagen und New York. E-Bass bei Alphonso Johnson und Abe Laboriel. Nach Engagements beim RSO Stuttgart und als Solobassist beim WKO Heilbronn, von 1993 bis 2006 als Bassist und Manager beim Stuttgarter Kammerorchester.

Seit 2006 spielt er als Solobassist im Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und bei verschiedenen Barockensembles. Er spielte mit Laurie Anderson, Stephane Grapelli, Les McCann, der SWR Big Band, den Pointer Sisters, Dino Saluzzi, Kathie Melua, Lou Reed, Till Brönner, Steve Gadd, Giora Feidmann, Chris Thomson. In den letzten Jahren arbeitet er intensiv mit Nina Corti, Wolfgang Dauner, Paul Kuhn, Daniel Schnyder, Max Greger, Saltacello und dem Peter Lehel Quartett. Seit 2002 ist er Bandleader für die Sängerin Helen Schneider. Gründer des „Popbüro Region Stuttgart“ und von 2003 bis 2007 künstlerischer Leiter und Initiator der Reihe „Jazz für Kinder“ in Stuttgart (2003).  Er ist Vorsitzender des Jazzfördervereins „Jazzcom e.V.“ und seit 2006 Gründer und Geschäftsführer des BIX-Jazzclub gGmbH in Stuttgart. Seit 2008 Gesellschafter der Firma Opus GmbH und Mitglied der künstlerischen Leitung der Festivals „jazzopen“ und „Boomtown“. Seit 2010 stellv. Vorstand des Jazzverbands Baden-Württemberg. Er unterrichtet seit 1997 an der Musikhochschule Stuttgart, wird 2006 als Professor für die Leitung des Studiengangs „Pop“ berufen.

Meinhard "Obi" Jenne | Foto © Gerald Dietze
Meinhard „Obi“ Jenne | Schlagzeug
Geboren in Heidelberg, begann er sehr früh, sich für das Schlagzeug zu interessieren. Bereits als 9-jähriger wirkte er bei einer Schallplattenaufnahme mit. Nachdem er während seiner Kindheit und Jugend eine intensive Ausbildung genoss, was die Fertigkeit sämtlicher Schlaginstrumente ebenso wie das Klavierspiel betrifft, nahm er 1988 als 17-jähriger an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen sein Studium des klassischen Schlagzeugspiels auf. Während der Zeit an der Hochschule war Obi Jenne parallel zu seinem Studium an Produktionen mit nahezu allen Radio-Sinfonieorchestern Deutschlands, dem Ensemble Modern, German Brass beteiligt und jeweils ein Jahr fest im Nationaltheater Mannheim und als Akademist bei den Berliner Philharmonikern tätig.
Sein Interesse für Jazz- und Groove-Musik ist vor allem eng mit dem Ereignis verknüpft, dass Jenne als 12-jähriger zwei musikalische Tage mit Elvin Jones verbringen durfte. Dieser unbeschreibliche Eindruck, den diese gemeinsame Zeit mit dem brillanten Jones hinterlassen hat, hat Obi Jenne bis heute derart geprägt, dass das interaktive Spiel in einer Band die für ihn höchste musikalische Erfüllung bedeutet.
Instrumental beweist er seine Interaktivität im Zusammenspiel mit bspw. den German Jazz Masters, mit Wolfgang Dauner, Klaus Doldinger, Manfred Schoof und Wolfgang Schmid, aber auch mit seinem seit 15 Jahren bestehen
den Musikerkollektiv „Band in the BIX“. Bei diesem Projekt bringt er renommierte Jazzmusiker des Landes zu den verschiedensten, themenbezogenen Programmen zusammen.
In außerordentlich umfangreicher Besetzung präsentiert Obi Jenne im Jahr 2009 das „Stuttgart Jazz Orchestra“, welches zum einen Kompositionen und Arrangements der ansässigen Komponisten uraufführt, zum anderen gemeinsam mit Wolfgang Dauner die Originalarrangements des United Jazz- & Rock-Ensemble interpretiert. 2014 kommt das David Gazarov Trio zusammen, ein Jazztrio, das mit dem Projekt Bachology einen neuen, aktuellen Blick auf die Werke J.S. Bachs wirft.
Ein weiteres „Steckenpferd“ ist für Obi Jenne die Zusammenarbeit mit stimmlichen Talenten und er ist stolz darauf, seit sechs Jahren neben Jo Ambros und Mini Schulz fester Bestandteil von Helen Schneiders Band zu sein. Aus dieser besonderen Zusammenarbeit entsteht ein künstlerisches Erlebnis, welches mit seinen stilübergreifenden Arrangements zu den Höhepunkten der aktuellen Konzertwelt gehört.
Jenne wirkte bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit und spielte oder spielt immer noch mit Musikern wie: Art Farmer, Jimmy Woode, Benny Golson, Ack van Rooyen, Chuck Berry, Xavier Naidoo, Imaani Saleen, Pointer Sisters, Les McCann, Janice Dixon, Cécile Verny, dem Klaus Graf Quartett mit Olaf Polziehn, Max Greger Jr., Anna-Maria Kaufmann, David Gazarov Trio, Bill Ramsey, Kenny Wheeler, Katie Melua, Till Brönner, Chaka Khan und vielen mehr.
Jenne ist Gründungsmitglied von Band in the BIX, ACF (Kosho, Joo Kraus), Hoppel Hoppel Rhythm Club (für dieses Projekt erhielt er zusammen mit seinen Kollegen den Preis der deutschen Schallplattenkritik) und The Wright
Thing sowie künstlerischer Leiter der Porsche Big Band Stuttgart. Ebenso ist er der Schlagzeuger des vielbeachteten Erich-Kästner-Projektes mit Walter Sittler.