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„Café Music“: Klaviertrios

Wolfgang Schröder
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Bagband | Kirche

29. Juni 2020
20:00 Uhr

Programm

Paul Schoenfield „Café Music“
Ludwig van Beethoven Klaviertrio Nr. 5 D-Dur
op. 70 Nr. 1 „Geister-Trio“
Bedrich Smetana Klaviertrio g-Moll op. 15

// WOLFGANG SCHRÖDER Violine
// XIAOLU LI Violoncello
// IWAN KÖNIG Klavier

 

Zum Konzert

Es ist vielleicht etwas übertrieben, Beethoven als „Erfinder“ des modernen Klaviertrios zu bezeichnen, doch hat er als erster Werke geschrieben, die allen drei Instrumenten im Zusammenspiel gleiches Gewicht geben. Eindrucksvoll ist dies in seinem 1808 komponierten D-Dur Trio zu hören, das wegen der für die Zeitgenossen ungewöhnlich dissonanten, spinnwebenhaften Klänge im langsamen zweiten Satz den Beinamen „Geistertrio“ erhielt.

Bedrich Smetana hat überhaupt nur drei Kammermusikwerke geschrieben, mit dem klangsatten Klaviertrio in g-Moll setzte er seiner mit nur vier Jahren an Scharlach gestorbenen Tochter Bedriška ein Denkmal. Nicht Tränen sondern ein Zwinkern im Augenwinkel hat die „Café Music“ des amerikanischen Komponisten Paul Schoenfield, die Elemente des Blues und Jazz, mit Anklängen an Spirituals, Broadway-Songs und Klezmermusik vereint.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Xiaolu Li | Foto © YANDONG Studio
Xiaolu Li | Violoncello

Xiaolu Li, Cellistin geboren in China, wohnhaft in Deutschland. Sie hat Ihren Master Abschluss von der Hochschule für Musik,Theater und Medien Hannover erhalten, einen Artist Abschluss der ESMUC Barcelona , und den Bachelor Abschluss vom Shanghai Conservatory of Music. Bereits im Alter 10 Jahren war sie Jungsstudentin an der Conservatory of Music Wuhan, China. Unterrichtet und ausgebildet wurde Sie unter anderem vom Cellist Prof. Tilmann Wick, Prof. Christoforo Pestalozzi sowie Prof. Cao Min. Während Ihrer Studienzeit in Europa partizipierte XiaoLu an diversen Musikfestivals und Meisterkursen, u.a. Prades Casals Pablo Music Festival, Biel Music Festival, Casalmaggiore Music Festival und der Ruetesheim Cello Akademie. Sie erhielt Unterricht von Arto Noras, Wen-Sinn Yang, Bernhard Gmelin, Claudio Bohorquez, Martti Rousi, Emil Covner, Niklas Schmidt, László Fenyö und Jan Hendrik Rübel.

Als Solistin gewann Sie einen chinesisch nationalen Cello Wettbewerb. Sie spielte im Saint-Saëns Cello Konzert mit dem Swiss Bill Symphonie Orchester und im Jahr 2015 eröffnete sie mit dem Tchaikovsky Rokoko-Thema Variationen zusammen mit dem Shanghai Symphonie-Kammer-Orchester das Shanghai Frühlingsinternationalmusikfest, was äußerst positive Reaktionen hervorrief.

Im Bereich der Kammermusik, Xiaolu Li ist die Cellistin im X’cret Piano Trio, studiert an der Hochschule fu?r Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Professor Jonathan Aner. Darüber hinaus hat das X’cret Klavier Trio Konzert Touren in China unternommen. Sie waren zudem unter anderem zum klassischen Musikfest in Hannover eingeladen und haben bereits Konzerte in Shanghai, Qingdao, Zhuhai, Harz, Kirchdorf, Göttingen, Bad Orb, Hannover und Frankfurt gespielt.

Als Kammermusiker konnte Sie mit ihrem String Quartett den internationalen Kammermusikwettbewerb in Shanghai gewinnen. Von 2010 bis 2011 spielte Sie in TanDuns Werk „A Water drop from Heaven“ im Streichquartett und spielte mehr als 30 Konzerte während dieser Zeit. Weiterhin wurde Sie zum internationalen Hongkong Kammermusikfestival, dem britischen Edinburgh Kammermusikfestival, dem österreichischen European Arts Festival sowie zu verschiedenen Kulturprogrammen zum Deutsch- Chinesischen Austausch eingeladen. Sie konnte hierbei mit vielen ausgezeichneten Musikern, wie bspw. den Komponisten Tan Dun, Jin Fuzai, Mayako Kubo, den Violinist Cho-Liang Lin, Salvatore Quranta sowie den Pianist Gerrit Zitterbart, Iwan König um nur einige zu nennen zusammenarbeiten.

Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin des chinesischen kulturellen Austauschprogramms International Rhein Music Festival & Academy.

Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder | Violine

Der 1967 geborene Geiger Wolfgang Schröder begann schon in frühester Kindheit mit dem Geigenspiel. Als Dreizehnjähriger trat er in die Violinklasse von Professor Ana Chumachenco ein. Mit 17 Jahren gewann er den 1. Preis  beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert “. Als Stipendiat der „International Menuhin Academy“ ( IMMA) konzertierte er zusammen mit Yehudi Menuhin und Alberto Lysy als Solist und Kammermusiker in vielen europäischen Ländern und Südamerika.

Entscheidende Anregungen erhielt er während seines Studiums am Salzburger Mozarteum in der Meisterklasse Professor Sandor Véghs. Abschluss des Hochschulstudiums am Salzburger Mozarteum. Weitere  Studien bei Professor Aaron Rosand am Mannes College in New York schlossen sich an.

Seine solistische Tätigkeit führte ihn u.a. mit Orchestern wie der Bayerischen Kammerphilharmonie, den Münchner Philharmonikern, dem Jenaer Symphonieorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Symphonieorchester Halle, dem Tschechischen Symphonieorchester Prag, der Polnischen Kammerphilharmonie, der Camerata Academica Salzburg,  den Nürnberger  Symphonikern, dem Israel Soloists Ensemble und dem Kairo Symphony Orchestra zusammen.

Von 1993 – 1995 war er künstlerischer Leiter des „European Union Chamber Orchestras“ (EUCO), mit dem er weltweite Tourneen unternahm. Als aktiver Kammermusiker gründete er 1992 das Streichtrio „ Belcanto Strings“ und war von 1996 bis 2005 Geiger des „Trio Parnassus“, mit dem er 2001 für die Gesamtaufnahme der Schumann Klaviertrios den renommierten“Echo Classic Award” erhielt.

Als Solist und Kammermusiker ist Wolfgang Schröder in Musikzentren wie u.a. Berlin (Philharmonie), im Concertgebouw Amsterdam, der “Great Performers Series“ im Lincoln Center New York,  in Londons Wigmore und Barbican Halls,  im Konzerthaus in Wien sowie im Teatro Colon in Buenos Aires aufgetreten . Außerdem ist Wolfgang Schröder regelmäßiger Kammermusik- partner u.a. von Wenzel Fuchs, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, Eduard Brunner, Vladimir Mendelssohn, Oliver Triendl, Cyprien Katsaris, Gustav Rivinius, Julian Rachlin, Janine Jansen, Daniel Raiskin, Ramon Jaffe und Levon Chilingirian.
Ausserdem ist er regemäßiger Gast bei bedeutenden Festivals, wie dem Kuhmo Festival (Finnland), dem West Cork Festival  (Irland), dem „Open Chamber Musicians Seminar“ in Cornwall (England), dem“Festival International d’ Echternach (Luxemburg), dem Internationalen Musikfestival Middelburg (Holland) sowie dem Ojika Festival (Japan) in 2006.

Seit 1998 ist Wolfgang Schröder künstlerischer Leiter des neugegründeten Kammerorchesters „Camerata Stuttgart“. In den letzten Jahren ist die Camerata in Musikzentren wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Megaron Musikis in Athen sowie vielen wichtigen Orten in Deutschland (Dortmund Opernhaus, Liederhalle Stuttgart, etc.) aufgetreten. Es sind CDs mit Werken von Mendelssohn (2000), sowie eine Erstaufnahme von Händels Oper „Oreste“ (2004) bei MDG erschienen.

Wolfgang Schröder hat bei Labels wie MDG, Divox, Ars Produktion, Symikon und CPO  CD´s eingespielt.  Eine Aufnahme mit Klaviertrios von Prinz Louis Ferdinand von Preussen erschien im Mai 2005.
Er spielt auf einer modernen Geige des zypriotischen Geigenbauers Stepan Soultanian.

Iwan König | Foto: Karsten Gleich
Iwan König | Klavier

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Jan Vogler, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur-Schnabel-Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.