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„Much Ado About Nothing“: Kammerkonzert (abgesagt)

Xiaolu Li | Foto © YANDONG Studio
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Gödens | Schloss

5. August 2020
20:00 Uhr

Programm

Das Konzert ist auf 2021 verschoben. Der Termin wird in Kürze bekannt gegeben.

Erich Wolfgang Korngold
„Much Ado About Nothing“ Suite op. 11
Dmitri Schostakowitsch
Drei Duette für zwei Violinen und Klavier
Gustav Mahler
Klavierquartett a-Moll
Ludwig van Beethoven
Streichquartett a-Moll op. 132

// FRANZISKA KÖNIG Violine
// FRANZ CHIEN Violine
// KOJI MORISHITA Violine
// IGOR MICHALSKI Viola
// XIAOLU LI Violoncello
// YOKO KAWABATA Klavier

Zum Konzert

„Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit“ so lautet der Beiname von Beethovens vorletztem Streichquartett, das der Rezensent der Uraufführung als „gross, herrlich, ungewöhnlich, überraschend und originell“ lobte. Gustav Mahler hat selbst dafür gesorgt, dass er heute nur noch als Komponist von Sinfonien bekannt ist, seine Kammermusik vernichtete er – bis auf eine Ausnahme: Das 1876 komponierte Klavierquartett in a-Moll blieb erhalten, vermutlich weil ihm das hochemotionale Stück auch später noch gefiel.

„Ein Genie!“ soll Mahler ausgerufen haben, als er 1908 den 11-jährigen Erich Wolfgang Korngold hörte. Mit 18 Jahren schrieb der seine ersten beiden (!) umjubelten Opern, 1920 schuf er für eine Aufführung am Wiener Burgtheater eine Schauspielmusik zu Shakespeares „Much Ado About Nothing“, von der er selbst eine fünfsätzige Suite für Violine und Klavier erstellte. Ebenfalls Arrangements – von Filmmusiken – sind die schwelgerischen-verspielt-tänzerischen Duette von Dmitri Schostakowitsch.

kultureller Streifzug

Schlosspark Gödens – Führung
Schloss Gödens gehört zu den bedeutendsten Wasserschlössern Norddeutschlands. Helen Gräfin Wedel führt durch die 12 ha große Parkanlage, die von Graften und Gräben durchzogen ist und eine imposante Kulisse inmitten der weiten, freien Landschaft bildet.

Treffpunkt: Schloss Gödens, vor dem Eingangstor Gödenser Straße, 26453 Sande
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Xiaolu Li | Foto © YANDONG Studio
Xiaolu Li | Violoncello

Xiaolu Li, Cellistin geboren in China, wohnhaft in Deutschland. Sie hat Ihren Master Abschluss von der Hochschule für Musik,Theater und Medien Hannover erhalten, einen Artist Abschluss der ESMUC Barcelona , und den Bachelor Abschluss vom Shanghai Conservatory of Music. Bereits im Alter 10 Jahren war sie Jungsstudentin an der Conservatory of Music Wuhan, China. Unterrichtet und ausgebildet wurde Sie unter anderem vom Cellist Prof. Tilmann Wick, Prof. Christoforo Pestalozzi sowie Prof. Cao Min. Während Ihrer Studienzeit in Europa partizipierte XiaoLu an diversen Musikfestivals und Meisterkursen, u.a. Prades Casals Pablo Music Festival, Biel Music Festival, Casalmaggiore Music Festival und der Ruetesheim Cello Akademie. Sie erhielt Unterricht von Arto Noras, Wen-Sinn Yang, Bernhard Gmelin, Claudio Bohorquez, Martti Rousi, Emil Covner, Niklas Schmidt, László Fenyö und Jan Hendrik Rübel.

Als Solistin gewann Sie einen chinesisch nationalen Cello Wettbewerb. Sie spielte im Saint-Saëns Cello Konzert mit dem Swiss Bill Symphonie Orchester und im Jahr 2015 eröffnete sie mit dem Tchaikovsky Rokoko-Thema Variationen zusammen mit dem Shanghai Symphonie-Kammer-Orchester das Shanghai Frühlingsinternationalmusikfest, was äußerst positive Reaktionen hervorrief.

Im Bereich der Kammermusik, Xiaolu Li ist die Cellistin im X’cret Piano Trio, studiert an der Hochschule fu?r Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Professor Jonathan Aner. Darüber hinaus hat das X’cret Klavier Trio Konzert Touren in China unternommen. Sie waren zudem unter anderem zum klassischen Musikfest in Hannover eingeladen und haben bereits Konzerte in Shanghai, Qingdao, Zhuhai, Harz, Kirchdorf, Göttingen, Bad Orb, Hannover und Frankfurt gespielt.

Als Kammermusiker konnte Sie mit ihrem String Quartett den internationalen Kammermusikwettbewerb in Shanghai gewinnen. Von 2010 bis 2011 spielte Sie in TanDuns Werk „A Water drop from Heaven“ im Streichquartett und spielte mehr als 30 Konzerte während dieser Zeit. Weiterhin wurde Sie zum internationalen Hongkong Kammermusikfestival, dem britischen Edinburgh Kammermusikfestival, dem österreichischen European Arts Festival sowie zu verschiedenen Kulturprogrammen zum Deutsch- Chinesischen Austausch eingeladen. Sie konnte hierbei mit vielen ausgezeichneten Musikern, wie bspw. den Komponisten Tan Dun, Jin Fuzai, Mayako Kubo, den Violinist Cho-Liang Lin, Salvatore Quranta sowie den Pianist Gerrit Zitterbart, Iwan König um nur einige zu nennen zusammenarbeiten.

Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin des chinesischen kulturellen Austauschprogramms International Rhein Music Festival & Academy.

Igor Michalski | Foto © Kai Joachim
Igor Michalski | Viola

Igor Michalski wurde 1987 in Pulawy, Polen geboren und dort erhilt sein ersten Geigenunterich im Alter von 7 Jahren an der Staatlichen Musikschule. Nach fünf Jahren bestand er die Prüfungen für die Musikschule der I. und II. Stufe namens Karol Lipinski in Lublin und wechselte sein Instrument vom Geige zur Bratsche. Sein Abitur und Konzertdiplom machte er im Warschau in der Klasse von prof. Ryszard Duz. Im Jahr 2005 erhielt Auszeichunung im II. Allgemeinpolnischer Wettbewerb der Jungen Bratschisten in Wroclaw. Seit Wintersemester 2006 studierte er Bachelor of Musik-Bratsche an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Frau Prof. Naomi Seiler.

Seit 2009 ist er Mitglied des Archos-Quartetts und von April 2011 studierte er Master  Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stattgart. Erstmal bei dem Vogler Quartett und danach beim Prof. Gerhardt Schulz, Prof. Stefan Fehlandt und prof. Peter Buck. Im Jahre 2013/2014 war er mit dem  Artist Fellowship an der Guildhall School of Music and Drama in London ausgezeichnet. Seit Oktober 2015 studiert er mit dem Archos Quartett  Meisterklassenstudium Kammermusik Streichquartett an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. In den selben Jahr fängt er auch mit dem Jade Quartett zu spielen.

Seine Solistische und Kammermusikalische Ausbildung vertiefte er in zahlreichen Meisterkursen bei namhaften Musikern und Quartetten wie: Shmuel Ashkenazyl, Roberto Diaz,  Eberhardt Feltz, Ralf Gothoni, Philip de Groote, Yuko Inoue, Garfield Jackson, Hongang Li, Heime Müller, Carole Presland, Nicholas Pulos, Wolfgang Redik, Reni Reger, Piotr Reichert, Thomas Riebl, Paul Roczek, André J. Roy, Gerhardt Schulz, Milan Skampa, Gregor Sigl, Barry Snyderl, Balcea Quartet, Chilingirian Quartet, Cuarteto Casals, Endelion String Quartet, Hagen Quartett, Henschel Quartett, Kuss Quartett, Sirius Quartet, Skampa String Quartet, Takacs Quartet..

Im Jahr 2009/2010 machte er praktikum in der  Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Seit 2014 spielt eine regelmäsige Aushilfe bei Philharmonie Baden-Bade und wirkt zusammen mit Orchestern wie: Kammersinfornie Stuttagrt, Ensamble Musika Viva Stuttgart, Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim, Dogma Chamber Orchestra.

Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita | Violine

Koji Morishita begann seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von vier Jahren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches musisches Talent. Als gerade Achtjähriger war er in einem öffentlichen Konzert mit New Orleans Philharmonic Orchestra in den USA zu hören. Nach seinem Abschluss an der Toho Gakuen School of Music in Japan erhielt er ein Stipendium für weitere Studien in den USA. Dort setzte er seine Ausbildung bei Dorothy Delay in Cincinnati, Ohio, fort und gewann den begehrten Honor’s Price.
Nach einem erfolgreichen Abschluss kehrte Koji nach Japan zurück um von 1988 bis 1992 mit dem bekannten Cellist Kenichiro Yasuda und seinem Quartett zu konzertieren. Zahlreiche weitere Auftritte als Solist wie auch mit diversen Kammermusikgruppen kamen in dieser Zeit hinzu.
Seit 1989 ist der Geiger auch in mehreren Orchestern aktiv, so wurde er zunächst Mitglied Saito Kinen Orchestra (Seiji Ozawa, Dirigent). Als Konzertmeister ging er mit dem Sendai Philharmonic Orchestra immer wieder international auf Tournee.
Sogar eine eigene Konzertreihe rief Koji Morishita ins Leben, in der er unter dem Motto “Klassik für Alle“ ein breiteres Publikum anspricht. So gab er in zwölf verschiedenen japanischen Städten umjubelte Konzerte mit dem Gitarristen Shinichi Fukuda, bei denen das Duo nie gehörte oder unbekannte Werke präsentierte.
Das musikalische Talent des Geigers wurde nunmehr auch offiziell von der Stadt Hamamatsu und dem Präfekten der Region Miyagi gewürdigt.
Seit 2001 hat Koji Morishita die Solo Konzertmeisterposition des Osaka Symphony Orchestra inne.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Franz Chien, Foto © Karsten Gleich
Franz Kuo-Chang Chien | Violine

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

Franziska König | Foto © Karsten Gleich
Franziska König | Violine

Franziska König entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus und konnte bereits mit 12 Jahren in Tokyo einen triumphalen Erfolg mit Mendelssohns Violinkonzert feiern. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb in Lugano bereiste Franziska König als Solistin und Kammermusikerin Europa, Asien und die USA. Sie trat bei zahlreichen Festivals, wie dem Lockenhauser Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem „Fine Arts Festival“ in Taipeh und den Internationalen Musikfestspielen in Bad Hersfeld auf. Zahlreiche CDs, so beispielsweise die Gesamteinspielung der Werke für Solo Violine von Johann Sebastian Bach, geben Zeugnis der einladenden „Vielsaitigkeit“ der Künstlerin.