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SCOLLO CON CELLO: „Tempo al tempo“

Scollo con Cello | Foto © Tobias Dutschke
Scollo con Cello | Foto © Tobias Dutschke
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Jever | Lokschuppen

16. Juli 2018
20:00 Uhr

Programm

„TEMPO AL TEMPO“ – Die Zeit als Maßeinheit des Lebens, als Liebeskraft, Ausdruck der Vergänglich- und Unendlichkeit – das sind große Themen, die Etta Scollo und Susanne Paul mit Mut zu großen Gefühlen, aber auch mit leichter Hand und einem kabarettistischen Augenzwinkern präsentieren.

ETTA SCOLLO Gesang
SUSANNE PAUL Violoncello

 

 

Zum Konzert

In Ihrem Duo-Programm „Scollo con Cello“ verbinden die Sängerin Etta Scollo und die Cellistin Susanne Paul funkelnden Witz mit tiefer Melancholie, poetische Nachdenklichkeit mit ausgelassener Spiel-Freude und schmelzende Liebessehnsucht mit absurder Alltagskomik. Eine Reise durch Gefühls- und Klangwelten, vor allem aber eine Reise durch die Zeit ist dieser Abend.

Etta Scollo erzählt und singt von der Zeit, von sich selbst, von Glück und Unglück, spielt mit dem Publikum, ihrer Stimme und verschiedenen Instrumenten. In Susanne Pauls Händen verwandelt sich das Cello vom groovenden Jazz-Instrument zur Flamenco-Gitarre, zum experimentellen Klang-Körper, – und wird dann einfach umgedreht und zur Trommel umfunktioniert. Die sizilianische Sängerin mit Wohnsitz Berlin und die in Südkalifornien aufgewachsene Cellistin haben ineinander jeweils den idealen musikalischen Komplizen und Gegenpart gefunden. Ein Abend, der eine Gänsehaut hinterlässt – und Lust aufs Leben macht!

kultureller Streifzug

Jever und das „Edo-Wiemken-Grabmal“ – Führung
Der Rundgang führt zum Schloss und zum Denkmal von Fräulein Maria von Jever. Durch sie ist die Stadt seit 2016 „Frauenort“. Das Edo-Wiemken-Grabmal ließ Fräulein Maria 1561 bis 1564 für ihren Vater errichten. Es wird der Werkstatt des Antwerpener Architekten und Bildhauers Cornelius Floris de Friendt zugerechnet und gilt als bedeutendes Beispiel der späten niederländischen Renaissancekunst von europäischem Rang.

Treffpunkt: Stadtkirche Jever; Am Kirchplatz (Südseite), 26441 Jever
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Susanne Paul & Etta Scollo | Foto © Tobias Dutschke
Susanne Paul & Etta Scollo | Foto © Tobias Dutschke
Susanne Paul | Violoncello

Susanne Paul wuchs in einer deutsch-mexikanischen Familie in Kalifornien auf und spielt seit ihrer frühen Kindheit Cello.

In der Pubertät warf sie es in die Ecke zugunsten von E-Baß in Punkbands und Flamencogitarre, studierte dann aber doch noch Klassik und wurde schließlich ernsthaft abhängig vom Jazzcello.

Sie ist fasziniert von Musik aus aller Welt, insbesondere von Tango, Flamenco, brasilianischer, kubanischer und nordindischer Musik und spielt, komponiert und arrangiert in zahlreichen Bands und Projekten sowie am Theater.

Ihre Musik verbindet virtuos verschiedenste Einflüsse, ist vielschichtig und emotional und hat meist mit Groove und oft mit Improvisation zu tun. Ihre Unterrichtsschwerpunkte sind Jazz, Rock und Tango für Streicher sowie Improvisation und Groove.

Sie lebt in Berlin und spielt und unterrichtet in aller Welt.

Ihr 5-saitiges Cello wurde gebaut von Burkhard Eickhoff, München
Ihr Bogen ist von Anja Clara Kraft, die auch Klangbetreuung macht.
Ihr 6-saitiges E-Cello ist von Ned Steinberger.
Ihre E-Gitarre ist von Nick Page

Etta Scollo | Foto © Gianluigi Primaverile
Etta Scollo | Foto © Gianluigi Primaverile
Etta Scollo | Gesang

Geboren in Catania, Sizilien.

1983 gewann Etta Scollo den ersten Preis beim “Diano Marina Jazz Festival“, geleitet vom Jazzkomponisten Giorgio Gaslini. Zur gleichen Zeit nahm sie ein Gesangsstudium am Konservatorium in Wien auf und arbeitete bei Schallplattenaufnahmen und Konzerten mit Künstlern wie Eddie Lockjaw Davis, Sunnyland Slim e Champion Jack Dupree zusammen. 1988 veröffentlichte sie die italienischen Version des Beatles-Songs “Oh Darling“ der wochenlang die österreichischen Musik-Charts anführte und ihr eine Goldene Schallplatte einbrachte.

Als Etta Scollo in den 90er Jahren nach Hamburg zog, schlug ihre Karriere eine andere Richtung ein. Sie komponierte “Blu:” aufgenommen mit dem London Session Orchestra (dirigiert von Will Malone)  und Tonspuren für Filme, u.a. für den Film “Bad Guy” des koreanischen Regissuers Kim Ki-Duk. In dieser Zeit erschienen ihre Alben “Il bianco del tempo” und “Casa“.

Für ihr Projekt Canta Ro‘, der sizilianischen Volkssängerin Rosa Balistreri gewidmet und erschienen als Doppel-CD/DVD, erhielt sie 2005 den “Premio Pino Veneziano“, 2007 den “Weltmusikpreis Ruth” und 2008 den “Premio Rosa Balistreri-Alberto Favara VIII“.

Von diesem Moment an widmete sich Etta Scollo verstärkt der traditionellen Musik, ihrer Erforschung, Verarbeitung und Neuinterpretation. Daraus entwickelte sich das poetisch-musikalische Projekt Il fiore splendente, eine Hommage an die arabisch-sizilianischen Dichter des 9.-12. Jahrhunderts. An diesem Projekt beteiligten sich namhafte Künstler wie Franco Battiato, Giovanni Sollima, Markus Stockhausen und Nabil Salameh.

2009 sang Etta Scollo die Partie der Helena in der musikalischen Verabeitung von Goethes Faust II des zeitgenössischen deutschen Komponisten Karsten Gundermann, aufgeführt von der Deutschen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Alexander Shelley. Im gleichen Jahr bearbeitete sie die Musik von Giuseppe Verdi für eine moderne Inszenierung des Rigoletto an der Neuköllner Oper in Berlin.

Im November 2010 interpretierte Etta Scollo die Rolle der Alice in der Oper Alice im Wunderland am Teatro Massimo in Palermo.

2011 erschien ihre CD Cuoresenza, ein musikalischer Monolog über die Liebe in all ihren Aspekten und Facetten.

2014 erschien Lunaria, die musikalische Umsetzung des barocken Märchens Lunaria von Vincenzo Consolo.

2015 wurde die CD Tempo al Tempo veröffentlicht. Es ist eine Hommage an die Zeit und im Duo mit der Cellistin Susanne Paul entstanden.

Etta Scollo tourt ebenso mit dem literarisch-musikalischen Programm Parlami d’amore mit Liedern und Geschichten über die Liebe. DieTexte werden von den Schauspielern Rolf Becker oder Joachim Król vorgetragen.

Etta Scollo lebt in Berlin und Sizilien.