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Clare Wilkinson | Mezzosopran

Clare Wilkinson © Marco Borggreve

Die englische Mezzosopranistin Clare Wilkinson liebt das Musizieren in den unterschiedlichsten Besetzungen und fühlt sich im Barockorchester, im Gamben- oder im Vokalconsort gleichermaßen zuhause. Besonders gefragt ist sie als Bach-Interpretin und wirkte in Aufführungen all seiner großen Werke als Altsolistin unter Sir John Eliot Gardiner mit, wobei das Konzert mit der Kantate 170 – Vergnügte Ruh – im Köthener Spiegelsaal sowie die Aufführung der Matthäuspassion in der Thomaskirche in Leipzig als Höhepunkte zu nennen sind. Zu ihren Bach-Einspielungen zählen das Magnificat (J. Butt), Welt, Gute Nacht (J.E. Gardiner), die Johannes- und die Matthäus-Passion (J. Butt), die Markus-Passion (M.A. Willens) und Trauer-Musik (A. Parrott – „Critics’ Choice“, The Gramophone) u.a.

In den vergangenen Jahren arbeitete sie außerdem mit dem Ensemble Florilegium, Jos van Veldhoven (NBS), Laurence Cummings (RSNO), Adàm Fischer (SCO), Bart Van Reyn (Le Concert d’Anvers), Gijs Leenaers (Concertgebouw Chamber Orchestra), Mats Bertilsson (Drottningholm Baroque) und Philip Pickett (New London Consort) zusammen. Clare konzertiert auch regelmäßig mit den Gambenconsorts The Rose Consort of Viols und Fretwork und unternimmt mit diesen ausgedehnte Streifzüge durch das Repertoire von William Byrd bis Tan Dun.

Sehr gern steht Clare auch auf der Opernbühne: unter anderem sang sie die Venere in C. Monteverdis Ballo dell’Ingrate (BBC Proms), die Galatea in G.F. Händels Acis und Galatea (London Handel Festival) oder die Mezzo-Partie in David Langs Little Match Girl Passion (Cryptic Theatre). Weiters wirkte sie in I Fagiolinis Secret Theatre-Projekt The Full Monteverdi mit und gab den Amore in C.W. Glucks Orfeo (Ministry of Operatic Affairs). Im Rahmen der von der Kritik hoch gelobten Show Death Actually von GOTCompany auf dem Spitalfields Festival 2014 brachte sie Motetten von J.S. Bach in inszenierter Form zur Aufführung.

Zahlreiche Komponisten haben Clare Werke gewidmet, wobei jene von John Joubert, Duncan Druce und ihrem Vater Stephen Wilkinson von ihr in der Wigmore Hall in London uraufgeführt wurden. Eine CD mit Stücken von Stephen erschien 2016.

Mit ihrer eigenen Gruppe Courtiers of Grace hat sich Clare auf Programme spezialisiert, in denen sie in Musik und Lesungen Geschichten erzählt. Die Formation gab ihr Debüt im Rahmen der Trigonale 2014.

Neben den erwähnten Aufnahmen beinhaltet Clares reiche Diskographie unter anderem Monteverdis Orfeo (A. Parrott), den mit dem Gramophone Award ausgezeichneten Messiah (J. Butt), Mynstrelles with Straunge Sounds sowie das für den Gramophone Award nominierte Adoramus Te (beide mit The Rose Consort of Viols). The Silken Tent (Fretwork) mit zwei nie zuvor aufgenommenen Liedern von William Byrd ist über die Website des Ensembles Fretwork erhältlich.

Die Kritik beschrieb sie als „makellos… atemberaubend… himmlisch” (Early Music America), „…betörend” (Guardian), „eine der besten jungen Sängerinnen des Renaissance-Repertoires” (Independent).

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