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Peter Buck | Violoncello

Peter Buck © Banu Aksu

Peter Buck wurde in Stuttgart geboren. Seinen ersten Cellounterricht erhielt er beim Cellisten des Wendling Quartetts Alfred Saal und dessen Sohn Gerhard Saal. Sein Studium absolvierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bei Alfred Gemeinhardt und in der Meisterklasse von Ludwig Hoelscher. Im Anschluss daran vertiefte er seine Studien bei Pierre Fournier, dem er wesentliche künstlerische Impulse verdankt. 1961 wurde er Preisträger beim Deutschen Hochschulwettbewerb in München. Im selben Jahr begann seine Orchestertätigkeit beim neugegründeten Württembergischen Kammerorchester, dem er bis 1967 als Solocellist angehörte.

Als Gründungsmitglied des Melos Quartetts, das sich als Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe sehr rasch profilierte, begann 1965 eine beispiellose künstlerische Tätigkeit auf allen Konzertpodien der Welt. Zahlreiche preisgekrönte Schallplatten- und CD-Einspielungen dokumentieren die fast vierzigjährige außergewöhnliche Karriere des Quartetts. Viele Ehrungen, darunter die Ehrenmitgliedschaft im Verein Beethoven Haus in Bonn und die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes würdigen die Leistung Peter Bucks.

Seit 1980 ist Peter Buck Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart. Für den leidenschaftlichen und erfolgreichen Pädagogen gehört zum Unterricht auch der soziale Aspekt des gemeinsamen Konzertierens – aus Studenten und Absolventen seiner Klasse formierte er das Celloensemble „Rondo Violoncello“, das durch seine homogene und temperamentvolle Spielweise Publikum und Presse gleichermaßen begeisterte. Er ist ein gefragter Juror und Dozent bei internationalen Wettbewerben und Meisterkursen. Im Oktober 2004 wurde er zum Gastprofessor der Musikhochschule von Shenyang, China ernannt.

1992 gründete er als künstlerischer Leiter den Oberstdorfer Musiksommer. Beim Internationalen Klassikfestival im Allgäu, das er bis 2013 gestaltete, stand für ihn eine intensive Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. Die von ihm geprägte Kombination aus Meisterkursen und verschiedenen Konzertpodien für junge Musiker mit einer Reihe hochkarätig besetzter Konzerte setzte Maßstäbe. Sein von hohem Idealismus getragenes Engagement für das Klassikfestival wurde im Oktober 2004 mit dem Förderpreis der Dr. Dazert-Stiftung ausgezeichnet. 2015 wurde Peter Buck zu einem Meisterkurs für Kammermusik an die Musikhochschule Karlsruhe eingeladen. Seitdem gibt er im Rahmen eines Lehrauftrages auch dort sein profundes Wissen an Studierende weiter und folgt so seinem Credo des Generationenvertrages. Diese Maxime setzt er seit acht Jahren als Sprecher der Alumni-Vereinigung der Stuttgarter Musikhochschule mit einer eigenen Konzertreihe um. Bei der zweimal jährlich stattfindenden Alumniade kehren hochkarätige ehemalige Studierende zu Konzerten an ihre Alma Mater zurück.