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Sol Daniel Kim | Violoncello

Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography
Sol Daniel Kim | Foto © Gao Chao Photography

„Sol Daniel Kim, der 1990 in Wien geborene Koreaner, huldigte mit romantischer, doch verhaltener Trauer (Liebesklage im Adagio) Dvoráks h-Moll-Konzert (1896) und meisterte schön auch die Passagen in höchster Lage  und die heikelsten Doppelgriffe“, lautete die Kritik der Kleinen Zeitung, als der ehemaliger Schüler des Cellisten Heinrich Schiff im Rahmen des Styriarte Festivals im Stefaniensaal des Musikverein Graz das berühmte Cellokonzert von Antonín Dvorák interpretierte.

Die Verbindung zur Musik entstand, dank seiner Mutter und Opernsängerin Choon-Ae Kim, schon im Mutterleib und so kam es dazu, dass er im Alter von 6 Jahren sich dazu entschied den Weg des Cellisten einzuschlagen und schon mit 9 Jahren als Jungstudent in die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen wurde.

Erst kürzlich trat er gemeinsam mit Gautier Capuçon in der Fondation Louis Vuitton auf, welches auf medici.tv übertragen wurde und spielte auch bei den InselKonzerten auf Herrenchiemsee. Zu dem Musikalischen Sommer im Ostfriesland 2017 wurde er als Dozent für einen Meisterkurs eingeladen.

Derzeit in Berlin ansässig, hat er neben regen Konzerttätigkeiten als Solist und leidenschaftlicher Kammermusiker, im Jahr 2016 das Duoprojekt „CelloGayageum“ ins Leben gerufen. Darin hat er es sich zur Aufgabe gemacht mit der koreanischen Gayageum-istin (koreanische traditionelle Zither) eigens Werke für diese Besetzung zu komponieren, in denen musikalische sowie kulturelle Einheit zwischen dem Westen und dem fernen Osten symbolisiert wird.

Als Solist spielte er mit Orchestern wie den Grazer Philharmonikern, recreation – Grosses Orchester, der Baden-Baden Philharmonie und der Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz nur um ein paar zu nennen und trat in berühmten Sälen wie dem Stefaniensaal des Musikverein Graz, dem Auditorium der Fondation Louis Vuitton in Paris und dem Schubertsaal des Wiener Konzerthauses auf in dem er im Jahr 2009 sein Debut gab.

Im Jahr 2008 war er der Repräsentant für Österreich im Eurovision Young Musicians Wettbewerb und war der 1. Preisträger beim Wettbewerb Gradus ad Parnassum 2011 und 3. Preisträger beim 48. internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen.

Als Orchestermitglied wirkte er 2007 im UBS Verlier Festival Orchestra mit, wo er unter anderem mit berühmten Dirigenten und Solisten wie Zubin Metha, Esa Pekka Salonen, Anne Sophie Mutter und Lang Lang auftrat. Im Jahr 2014 wurde er Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks BR und bekam einen einjährigen Zeitvertrag für die Saison 2014/15.

Seine musikalische Ausbildung hat er seinen Lehrern Valentin Erben (Jungstudent),  Heinrich Schiff (Bachelor), Jens Peter Maintz (Master) und Danjulo Ishizaka (Meisterklassenexamen) zu verdanken und schloss alle seine Studiengänge mit Auszeichnung ab. Zuletzt war er Schüler von Gautier Capuçon als Teil der Classe d’excellence de violoncelle 2016/17. Weiters nahm er auch an zahlreichen Meisterkursen mit David Geringas, Gary Hoffmann, Frans Helmerson, Anner Bylsma und Wolfgang Boettcher teil.

Von 2004 – 2010 war er Stipendiat der Rostropovich Cello Foundation der Kronberg Academy und bekam für den Zeitraum ein Cello von Jon van Kouwenhoven geliehen.

Derzeit spielt er auf einem Instrument aus dem Jahr 1825 von Lorenz Mollenberg aus Stockholm, welches ihm von einem großzügigen Sponsor zur Verfügung gestellt wird.